
eric dolphy, in europe vol. 2 (1961)
gar nicht so einfach, von einem multiinstrumentalisten einen eindruck seiner as/p/b/dm-qualitäten zu bekommen - hatte das ILLINOIS CONCERT als heißen anwärter gedacht, aber in den quartettaufnahmen wird das sax nur einmal herausgeholt. hier sind es immerhin 3/4 der stücke. dolphy dreht hier durch, auf "the way you look tonight" zähle ich bei ihm mehr töne als schläge beim drummer (der trotzdem spaß hat). der pianist gibt schnell auf, obwohl dolphy eigentlich noch die changes spielt. wirklich beeindruckend, was hier los ist, wie der saxofonist das ganze setting transformiert, ohne die begleitung total abzuhängen - am ende entsteht doch ein musik, die spaß macht. auch weil das sax gar nicht so supertechnisch, sondern einfach - wie man so sagt - beseelt gespielt wird. wieder die frage: wie wäre es bloß mit dolphy weitergegangen?






