Ich höre gerade ... Jazz

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Mirror Man
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von Mirror Man »

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gypsy tail wind
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von gypsy tail wind »



Heshoo Beshoo Group – Armitage Road
Lionel Pillay feat. Basil Mannenberg Coetzee – Plum & Cherry

Die nächste beiden Runden ... das erste ein progressives Hardbop-Album und ein grosser Geheimtipp von Ende der Sechziger mit transparentem Sound (as, ts, g, b, d), das zweite zehn Jahre später ein völlig irrer Mix aus den laid back Grooves, die Abdullah Ibrahim in den Siebzigern populär gemacht hatte, nicht zuletzt mit Basil Coetzee (der auf "Manenberg" so gut war, dass das zu seinem Übername wurde), und ziemlich wilden und spacigen Sounds über minimalistische Riffs.
Zuletzt geändert von gypsy tail wind am 06 Jul 2026, 16:26, insgesamt 1-mal geändert.
Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' - even if it take them fifteen, twenty years. (Thelonious Monk)

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gypsy tail wind
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von gypsy tail wind »



Lionel Pillay feat. Basil Mannenberg Coetzee – Shrimp Boats
Lionel Pillay – Deeper In Black

Ich bleibe bei Lionel Pillay ... auf dem ersten Album gibt es einen dritten überlangen Track (die alle in den Albumtiteln stehen: Brands "Cherry", Pillays "Plum" und "Shrimp Boats", den Howard/Weston für Jo Stafford schrieben) mit derselben Band (Coetzee, Charles Johnstone-elb; Rod Clark-d) plus Trompete (Stompie Manana) und drei kürzeren Tracks auf der B-Seite (mit Barney Rachabane-as, Duku Makasi-ts, Sipho Gumede-elb, Gilbert Mathews-d), von denen zwei etwas klassischer sind, aber immer noch ordentlich aussergewöhnliche Keyboard-Sounds bieten. Auf dem Closer, Zawinuls Weather Report-Hit "Birdland", spielt laut Gwen Ansell Robbie Hansen statt Rachabane, und die in den Credits vergessene Gitarre stamme wohl von Russel
Herman oder Jethro Butow. Auf dem dritten Album gibt es mehr trockene Bass-Riffs und Disco-Beats, anscheinend wieder mit Rachabane, Makasi, Gumede und Mathews. Und der Leader spielt wie immer allerlei Taste Instrumente mit teils ziemlich abgespacten Sounds (und da und dort wohl Overdubs). Ich höre auch öfter mal Percussion, die viel zu aktiv ist, als dass sie von Mathews nebenher gespielt sein kann – aber Overdubs wären natürlich auch da eine Antwort.
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lotterlotta
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von lotterlotta »

@gypsy tail wind

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die ist schlicht und ergreifend überragend....

....und die shrimp boats fehlt mir leider auch.....
ich wurde mal gefragt warum ich jazz höre. ganz einfach, weil er frei von hautfarbe und emotional ist....
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gypsy tail wind
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von gypsy tail wind »

Die gibt's ja in Kanada ... würde ich holen, so lange das noch geht!

Letzte Runde, vor ner halben Stunde in Basel problemlos umgestiegen:



Mal Waldron – Candy Girl
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von redbeansandrice »

Friedrich hat geschrieben: 06 Jul 2026, 13:17
gypsy tail wind hat geschrieben: 06 Jul 2026, 12:47 Bei Ammons würde ich schon umdrehen: viele gute und einige okaye. Aber wo bei 50+ Alben "viele" und wo "einige" liegt, ist wohl unterschiedlich (frag drei Leute, was "häufig" heisst und du kriegst Antworten im Bereich 20–90%).
Ja, so ist das wohl. Ist halt meine subjektive Wahrnehmung, die auf einer Erfahrung beruht, die ich vor inzwischen schon einigen Jahren gemacht habe und damit zwangsläufig nicht mehr ganz frisch ist. Aus heutiger Perspektive würde ich das vielleicht relativieren. Und dass Ammons versuchte, auf den Bossa-Zug aufzuspringen (aber ganz woanders landete), kann man ihm sowieso nicht zum Vorwurf machen. Das gleiche hat ja sogar Coleman Hawkins - und zwar treffsicherer - gemacht.

Ich habe ja auch gar nichts gegen Brother Jug und lege die paar Alben oder Compis, die ich von ihm habe, gerne auf.
darauf, dass bei Ammons ein vergleichsweise enges Zeitfenster mit vergleichsweise vielen Alben dokumentiert ist, können wir uns auf jeden Fall einigen... weiss auch nicht, wie die Leute, damals Ammons gekauft haben... die echten Fans waren wahrscheinlich froh, dass alle paar Monate ein neues Album von ihrem Lieblingskünstler herauskam... andere waren stolz, ein Ammons Album zu besitzen, dass die Nachbarn nicht hatten... unter Jazzfans haben wahrscheinlich schon damals Leute geunkt, er nehme zu viel auf - auch das natürlich unter anderem auch ein Beiprodukt der Suchtprobleme...
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lotterlotta
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von lotterlotta »

@gypsy-tail-wind

bei wabb nicht mehr aufrufbar, hab sie in spanien bestellt....
ich wurde mal gefragt warum ich jazz höre. ganz einfach, weil er frei von hautfarbe und emotional ist....
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von gypsy tail wind »

lotterlotta hat geschrieben: 06 Jul 2026, 16:49 @gypsy-tail-wind

bei wabb nicht mehr aufrufbar, hab sie in spanien bestellt....
Ah, sorry, mir zeigt es halt "you own this" an. Da muss man etwas genauer gucken als ich es vorhin tat!
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von thelonica »

redbeansandrice hat geschrieben: 06 Jul 2026, 16:38
Friedrich hat geschrieben: 06 Jul 2026, 13:17
gypsy tail wind hat geschrieben: 06 Jul 2026, 12:47 Bei Ammons würde ich schon umdrehen: viele gute und einige okaye. Aber wo bei 50+ Alben "viele" und wo "einige" liegt, ist wohl unterschiedlich (frag drei Leute, was "häufig" heisst und du kriegst Antworten im Bereich 20–90%).
Ja, so ist das wohl. Ist halt meine subjektive Wahrnehmung, die auf einer Erfahrung beruht, die ich vor inzwischen schon einigen Jahren gemacht habe und damit zwangsläufig nicht mehr ganz frisch ist. Aus heutiger Perspektive würde ich das vielleicht relativieren. Und dass Ammons versuchte, auf den Bossa-Zug aufzuspringen (aber ganz woanders landete), kann man ihm sowieso nicht zum Vorwurf machen. Das gleiche hat ja sogar Coleman Hawkins - und zwar treffsicherer - gemacht.

Ich habe ja auch gar nichts gegen Brother Jug und lege die paar Alben oder Compis, die ich von ihm habe, gerne auf.
darauf, dass bei Ammons ein vergleichsweise enges Zeitfenster mit vergleichsweise vielen Alben dokumentiert ist, können wir uns auf jeden Fall einigen... weiss auch nicht, wie die Leute, damals Ammons gekauft haben... die echten Fans waren wahrscheinlich froh, dass alle paar Monate ein neues Album von ihrem Lieblingskünstler herauskam... andere waren stolz, ein Ammons Album zu besitzen, dass die Nachbarn nicht hatten... unter Jazzfans haben wahrscheinlich schon damals Leute geunkt, er nehme zu viel auf - auch das natürlich unter anderem auch ein Beiprodukt der Suchtprobleme...
Das Besondere am Sound von Ammons dürfte sein, dass das Publikum den Sound körperlich spüren konnte. Sowas steht in Interviews mit Arthur Taylor und bei Auskünften von Waldron recht ähnlich, aber für die meisten Leute ist das heute einfach nicht mehr so relevant. Vorhin spielte ich das Album "Blue Gene", das nur Stücke von Waldron hat, es ist wirklich sehr gut. Beim ersten Stück von Waldron, das von der Komposition her etwas an Mingus erinnert, fand ich Ammons auch überzeugend. Für mich persönlich hat der Blickwinkel der Musiker auf Ammons mir die Musik noch etwas näher gebracht. Und im Detail sind einige Sachen echt nicht weniger hip/originell - Art Farmer, Donald Byrd, Idrees Sulieman, Pepper Adams und besonders auch Waldron lieferten sehr tolle Beiträge. Wobei ja Waldron A&R, Komponist, Arrangeur und Pianist in einer Person war. Wer hätte sonst noch so eine Aufgabe machen können? Jemand wie Ellington bestimmt, oder jemand wie Benny Golson (der ja relativ viel für Lee Morgan geschrieben und arrangiert hatte).
redbeansandrice
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von redbeansandrice »


Tommy Jones with The Apex All-Stars – Just Friends

danke an gypsy fürs Finden und Weitergeben... für jeden Gene Ammons, der die grossen Erfolge feiert, gibt es im Untergrund dutzende Musiker wie Tommy `Mad Man' Jones, die auf ziemlich hohem Niveau ganz ähnliche Musik machen...