Sehr gelungene KompilationBYRDIE hat geschrieben: 25 Mai 2026, 20:03 Nun habe ich eine Doppel-VINYL herausgeholt und genieße diesen Sound mit dieser exzellenten Kollektion:
V.A. - The Excello Story
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Ich höre gerade .... Blues
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soulpope
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Ich höre gerade .... Blues
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Re: Ich höre gerade .... Blues
Wir haben ja so viel gemeinsam ...Percy Thrillington hat geschrieben: 25 Mai 2026, 16:41 Definitiv ist "Going Down" eines seiner Highlights ... gerne höre ich auch das Album "Burglar" (1974) und hier insbesondere den Song "Pack It Up" mit den tollen Bläsersätzen ...
Das kam bei Freddie ja erst in den späteren Jahren dazu, das hatten ihm B.B. und Albert voraus .... wir haben in der Band (leider) keine Bläser, aber eine Hammond B3 .... damit versucht der Keyboarder dann die originalen Arrangements zu imitieren bzw. zu ersetzen ... die Orgel stammt übrigens von 1973
Von Instrumenten weiß ich genau nichts, weshalb ich das mit der Orgel möglicherweise nicht richtig würdigen kann, sorry. Das ist dann aber so ein schöner Schweineorgelsound wie bei Deep Purple oder so? Zu den Bläsersätzen vielleicht nachher noch auf Umwegen in der Antwort auf einen andern Post.
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Re: Ich höre gerade .... Blues
... und ich habe mittlerweile irgendwo gelesen, dass Du asdfkloe bist, umso mehr freut mich Deine Beteiligung. Der neue nick gefällt mir auch viel besser. Was natürlich total subjektiv ist. Womit ich auch beim Thema bin.BYRDIE hat geschrieben: 25 Mai 2026, 19:36bin ja schon da!zoji hat geschrieben: 14 Mai 2026, 09:54 [
Ihr spielt in Bluesbands oder macht Bluessendungen und lasst Euch hier so wenig blicken? Das missbillige ich.Zumal hier endlich der eine andere eingetrudelt ist, der Freddie vor den beiden anderen Kings vorne hat, ohne deren Klasse schmälern zu wollen. Und Byrdie soll hier auch gerne öfter mitmachen.
a) Nun, Albert, B.B. oder Freddie, da kann man sicher geteilter Meinung sein. Entweder man beurteilt, oder versucht es zu beurteilen nach technischer Spielweise, nach Ideenreichtum, nach Virtuosität oder, was mir wichtiger ist, nach Feeling.
b) also Feeling. Auch das wird natürlich, weil wir Alle verschieden sind, also auch unterschiedlich gedeutet und angewendet werden.
c) insofern, und da werde ich jetzt konkret, war MIR der B.B. stets der Liebste. Er hat meine Seele stets mehr berührt als Albert und/oder Freddie...
d) so lässt sich mit Gewissheit nicht feststellen, wer nun "besser" war. Darüber hinaus spielten alle Drei unterschiedlich geprägten Blues. Unabhängig davon gibt es natürlich viele Klassiker von Albert und Freddie, die mein Herz und meine Seele berühren, sei es bei Freddie "Have You Ever Loved A Woman" oder die sicher unverzichtbaren Klassiker wie "Hideaway" oder "The Stumble". Und bei Albert kann ich bei Songs wie "Pretty Woman" oder "What can I do to change your mind" "dahinschmelzen".
e) letztlich ist es jedoch das mir liebere Gitarrenspiel und dieses weichere Feeling von B.B., dass ihn bei mir vorn landen lässt.
Letztlich sind sie alle Drei für mich echte KINGS des Blues....
aaaber: meine "Lieblinge" sind und bleiben EARL HOOKER, JODY WILLIAMS und MAGIC SAM!
Das ist wohl ein häufiges Missverständnis in der Kommunikation. Ich behaupte gar nicht, dass Freddie besser ist als die anderen beiden Kings. Das kann ich gar nicht beurteilen, erst recht nicht anhand von Kategorien wie Virtuosität, Technik oder Ideenreichtum. Die Wahrheit ist, dass ich ein musikalischer Simpel bin. Ich könnte nicht einmal halbwegs vernünftig erklären, was ein Takt genau ist. Und wenn hier im Forum bei Drummern von "fills" die Rede ist habe ich keine Ahnung, um was es sich handelt. Ich achte auch gar nicht so auf Details, höre Musik immer mehr als Gesamtpaket. Wenn Du Musikbegeisterung nach Kenntnisreichtum skalieren würdest, und auf der einen Seite hysterische, aber unwissende Teenies wie bei den Beatles hast und auf der anderen einen Jahrzehnte dozierenden und forschenden Prof, der alles schon gehört, gesehen, vermessen und kartiert hat und nahezu jede musikalische Frage aus dem Stehgreif beantworten kann, dann stehe ich dem Teenie-Lager bedeutend näher. Ich bin nicht im dem Sinne, wie ich selbst so eine Bezeichnung verwenden würde, ein musikalischer Mensch.
Feeling finde ich als Kategorie dann noch schwieriger. Ich würde auch nie behaupten, der eine hat mehr oder weniger Feeling als die anderen beiden. Du deutest aber schon ein bisschen an, warum bei mir eben Freddie vorne liegt. Das hat einfach etwas mit dem Stil, und mutmaßlich mit ihren Geburtsjahrgängen zu tun. Bei B.B. hört man natürlich von Beginn an viel Mississippi und Memphis, aber mit einem halben Bein steht er für mein Empfinden u.a. auch durch die Orchestrierung noch im Jump, frühen R&B, vielleicht sogar Swing. Er hat ja auch aus seiner Bewunderung für Louis Jordan nie einen Hehl gemacht. Für mich hört es sich manchmal ein wenig wie die mississipisierte Version von T-Bone-Walker an. Ich mag das, aber es ist kein absolut favorisierter Stil bei mir. Das gilt auch weiterhin, als er sich dann für Soul öffnete. Freddie hingegen, ein rundes Jahrzehnt jünger und mit Aufnahmen später dran als die anderen beiden, scheint mir eine ordentliche Nase R&R inhaliert zu haben. Er taucht bei mir sogar mit Instrumentals, übrigens als einziger schwarzer Künstler, auf ein oder zwei billigen Surf-Compis auf. Das mag definitorisch unsauber sein, er war wohl nie Teil der Surf-Music-Szene, aber er klingt in dem Umfeld auch nicht wie ein kompletter Fremdkörper. Diese Neigung zu Rock zieht sich dann ja auch durch seine ganze Karriere, etwa bei Auswahl der Musiker auf seinen späten Alben. Das taugt mir als Teilerklärung, warum er rauer klingt als B.B. oder Albert. Der andere Teil ist die Stimme. B.B. kann weich richtig gut, Schmelz und Schmeichelei, charmieren und einwickeln, hat er drauf. Kann Freddie nicht, der klingt ja selbst in balladesken Titeln noch wie ein brünftiges Testosteronmonster. Und ich mag dieses Raue eben noch den Hauch der Idee einer Nuance lieber als das weiche bei B.B.
Ein zweiter Aspekt, bei dem es dann vielleicht doch um "besser" geht ist die Qualitäts-Quote bezogen auf die gesamte Karriere (ohne allerdings, dass ich das Gesamtwerk der Dreien kenne). B.B. erreicht für mich seinen Höhepunkt Mitte/Ende der 60er bis in die erste Hälfte der 70er, als er auch noch funky wurde. Das ist die Phase von ihm die mir am meisten am Herzen liegt. Darauf folgt dann aber eine etwa zwei Jahrzehnte umfassende Periode, in der er für mich völlig uninteressant ist. Ich hatte aus dieser Zeit mal ein oder zwei Alben und sie wieder abgestoßen. Die Zeit zwischen dem Live-Album mit Bobby Bland und Blues Summit ist bei mir nur noch durch ein paar Tracks auf einer bei ERscheinen karriereumspannenden 4-CD-Box präsent. Ich habe in das alles irgendwann mal reingehört, oft mehrmals, aber es hat in mir nie den Wunsch ausgelöst, die Sachen zu kaufen und besitzen zu wollen. Das müsste mir schon sehr zufällig mal für kleinstes Geld in die Hände fallen, damit ich es mal mitnehme. Seine Spätphase nehme ich dann als etwas wechselhaft zwischen hit and miss wahr. Freddies Output hingegen finde ich fast makellos, auch und gerade die oft geschmähten Shelter-Alben. Albert fällt für mich ein bisschen dazwischen. Das liegt vielleicht auch daran, dass er für mein Empfinden stilistisch der Konstanteste ist. Es gibt Entwicklungen, aber er scheint mir der, je nach Lesart, trendresistenteste oder konservativste der Drei zu sein. Vielleicht habe ich deshalb noch keinen Totalausfall bei ihm ausgemacht. Trotzdem gibt es aus den 70ern und 80ern aber schon etliche Alben, die mir nicht sonderlich viel bedeuten. Auch das ist natürlich subjektiv, und vor allem etwas unfair und verzerrt, weil die Karriere der anderen beiden viel länger währte, in B.B.s Fall ja sogar rund viermal so lang, und ihr Katalog entsprechend umfangreicher ist. Hätte Freddie mehr Zeit gehabt hätte es sicherlich auch irgendwann Missgriffe gegeben.
Das sind so etwa die Gründe, warum er bei mir vorne liegt. Schlicht persönliche Vorliebe eines Stils und ein bisschen der karriereumspannende Gesamteindruck.
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- Percy Thrillington
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Re: Ich höre gerade .... Blues
Ja, an Freddie gefällt mir wie Dir, dass er von den Three-Kings den rohesten Stil pflegte, am meisten vom Rock beeinflusst war ... BB war m.E. der filigranste der Drei, auch was die Kompositionen betrifft ... da denke ich zB an Songs wie "Thrill Is Gone" und "Blues Shadow", in denen er Moll-Akkorde und kurz vor dem Turnaround sogar eine Moll-Pentatonik verwendet, was sich dann jazziger und melancholischer anhört ... Albert wiederum sehe irgendwo zwischen den beiden anderen, er war musikalisch und optisch wohl der eleganteste King ...
Was mir (als Musiker) noch an Freddie aufgefallen ist: er trug den Gurt seiner Gibson immer nur längs über der rechten Schulter, nicht quer über dem Rücken ... keine Ahnung warum - vielleicht bekam er damit die beste Spielposition mit dieser doch etwas klobigeren, halbakustischen Gitarre ..
Ja, wenn der Kollege noch ein Overdrive-Pedal vor die Hammond schaltet, dann geht es schon straight in Richtung Jon Lordzoji hat geschrieben: 26 Mai 2026, 21:47Von Instrumenten weiß ich genau nichts, weshalb ich das mit der Orgel möglicherweise nicht richtig würdigen kann, sorry. Das ist dann aber so ein schöner Schweineorgelsound wie bei Deep Purple oder so? Zu den Bläsersätzen vielleicht nachher noch auf Umwegen in der Antwort auf einen andern Post.
Re: Ich höre gerade .... Blues
mit dem Blues nach Texas:
GOREE CARTER - Unsung Hero
Fälschlicherweise wird hier als Name GORE CARTER aufgeführt...,allerdings trat er auch unter Little T-Bone, Rocky Thompson oder Gory Carter auf. Hier jedenfalls, leider nur eine Kollektion mit 14 Songs (es gibt natürlich mittlerweile auch umfangreichere), aber sein Hit "Rock Awhile" ist dabei..., aus 1949, man titulierte diesen Song bisweilen auch als ersten Rock'n'Roll-Titel, nun, warum nicht?

GOREE CARTER - Unsung Hero
Fälschlicherweise wird hier als Name GORE CARTER aufgeführt...,allerdings trat er auch unter Little T-Bone, Rocky Thompson oder Gory Carter auf. Hier jedenfalls, leider nur eine Kollektion mit 14 Songs (es gibt natürlich mittlerweile auch umfangreichere), aber sein Hit "Rock Awhile" ist dabei..., aus 1949, man titulierte diesen Song bisweilen auch als ersten Rock'n'Roll-Titel, nun, warum nicht?

Re: Ich höre gerade .... Blues
Pentatonik ist dann eben genau so etwas bei dem ich eine leere, fragende Mimik aufsetze. Aber Du bist schon sehr gut darin genau die Titel herauszupicken, die auch zu meinen Favoriten gehören. Und das sind dann so Sachen, bei denen ich auch gar keine Abstriche im Vergleich zu meinen Freddie-Lieblingen mache. Wobei ich Blue Shadows (da ist Dir ein s verrutscht) in der späteren Interpretation auf In London bevorzuge. Ist allerdings, wie auch The Thrill Is Gone, keine King-Komposition, diesbezüglich gebühren dann eher anderen die Credits für das filigrane. Sehr weit vorne wären bei mir auch das vor kurzem erwähnte Why I Sing The Blues und Hummingbird. Wie sich letzteres dezent, aber pointiert heranschleicht, die Streicher wie heiße Luft über dem Asphalt flirren, die Intensität erst beständig zunimmt, die Zügel dann wieder etwas lockerer gelassen werden, um schließlich in diesem hymnischen Gospelchor wie ein gigantischer Sonnenaufgang zu münden - das knocked mich jedes mal aus.Percy Thrillington hat geschrieben: 27 Mai 2026, 15:09Ja, an Freddie gefällt mir wie Dir, dass er von den Three-Kings den rohesten Stil pflegte, am meisten vom Rock beeinflusst war ... BB war m.E. der filigranste der Drei, auch was die Kompositionen betrifft ... da denke ich zB an Songs wie "Thrill Is Gone" und "Blues Shadow", in denen er Moll-Akkorde und kurz vor dem Turnaround sogar eine Moll-Pentatonik verwendet, was sich dann jazziger und melancholischer anhört ... Albert wiederum sehe irgendwo zwischen den beiden anderen, er war musikalisch und optisch wohl der eleganteste King ...
Was mir (als Musiker) noch an Freddie aufgefallen ist: er trug den Gurt seiner Gibson immer nur längs über der rechten Schulter, nicht quer über dem Rücken ... keine Ahnung warum - vielleicht bekam er damit die beste Spielposition mit dieser doch etwas klobigeren, halbakustischen Gitarre ..
Ja, wenn der Kollege noch ein Overdrive-Pedal vor die Hammond schaltet, dann geht es schon straight in Richtung Jon Lordzoji hat geschrieben: 26 Mai 2026, 21:47Von Instrumenten weiß ich genau nichts, weshalb ich das mit der Orgel möglicherweise nicht richtig würdigen kann, sorry. Das ist dann aber so ein schöner Schweineorgelsound wie bei Deep Purple oder so? Zu den Bläsersätzen vielleicht nachher noch auf Umwegen in der Antwort auf einen andern Post.![]()
Findet Deine Band "nur" im Übungsraum statt oder tretet Ihr auch auf?
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Pee Wee Crayton: Things I Used To Do
Passt für mich auch gut zu den Kings.
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Walter "Wolfman" Washington "Skin Tight" (Pointblack Records) 1991 .... aus meiner losen Aufarbeitung "Blues und Funk" .... btw dieses Album spielte ich "damals" oft und gerne ....
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Koko Taylor "Come To Mama" (Alligator) 1985 .... bluesifizierter Memphis Funker aus der Feder von Earl Randle .... heiss ....
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Re: Ich höre gerade .... Blues
Mh, das habe ich mal kurzzeitig besessen und wieder abgegeben, weil es mir zu gelackt war. Vielleicht ein Fehler? Aber jedenfalls wunderschönes Cover.soulpope hat geschrieben: 28 Mai 2026, 08:40
Walter "Wolfman" Washington "Skin Tight" (Pointblack Records) 1991 .... aus meiner losen Aufarbeitung "Blues und Funk" .... btw dieses Album spielte ich "damals" oft und gerne ....
Und das ist dann zielsicher einer der besten Tracks meines Lieblings-Koko-Albums.soulpope hat geschrieben: 28 Mai 2026, 15:36
Koko Taylor "Come To Mama" (Alligator) 1985 .... bluesifizierter Memphis Funker aus der Feder von Earl Randle .... heiss ....
Komme wegen privater Malaisen derzeit kaum zum Musik hören, und wenn steht mir der Sinn nach bewährtem. Daher liegt die Funkecke bei mir etwas brach, sorry.
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