lester young, buddy rich, nat 'king' cole, the lester young buddy rich trio (1947/1956)
ich habe ein neues kleines projekt, das bei mir unter dem titel "lücken schließen" läuft. ich habe so ca. 65 alben recherchiert, die ich nicht (oder nur rudimentär) kenne, die mir aber ständig begegnen. heißt: ich bin auf streams angewiesen. die frage ist, ob ich sie brauche, ob ich auch zukünftig darauf zurückgreifen möchte.
die 1947er aufnahmen dieses bass-losen trios machen den anfang. ich kenne fast gar nichts von lester young, nur seinen ruf - u.a. als gegenspieler (in der tenorsax-konzeption) von coleman hawkins, mit dem ich wiederum ganz gut vertraut bin. was mich hier sofort wundert, ist, wie "heiß" young spielen kann, wie ähnlich durchaus manchmal die phrasierung ist. auf jeden fall: ein ton, der seiner selbst gewiss ist. cole dazu ist wunderbar ideenreich, nicht nur durch die linke hand, die den bass ersetzt bzw. nicht vermissen lässt, sondern auch, wie er mit dem rhythmus spielt, wo er pausen lässt, verdichtet etc. das sind sehr tolle aufnahmen. witzigerweise habe ich von ihnen zuerst durch don byrons "ivey-divey"-album erfahren, das ja eine direkte hommage ist (mit jason moran und jack dejohnette). jetzt höre ich young und byron maximal voneinander entfernt, aber moran/cole ist natürlich ein verhältnis voller bezüge. und rich/dejohnette irgendwie auch. alles kleine orchester in sich. fazit: brauche ich.