Der letzte Film, den ich gesehen habe

Benutzeravatar
gypsy tail wind
DJ
Beiträge: 1670
Registriert: 15 Mär 2021, 00:06
Has thanked: 371 times
Been thanked: 280 times

Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von gypsy tail wind »

Der Film setzt den Bruch in der Pandemie an ... klassischer Querdenker, der einerseits die Massnahmen als "Faschismus" bezeichnete und seine Fabrik offen liess (mit hunderten Erkrankungen als Folge), andererseits begeistert von der Unterstützung aus China war - wobei seine Werke dort ja nur so gut unterstützen konnten, weil in China extrem viel schärfere Massnahmen galten und die Pandemie ganz anders gehandhabt wurde. Aber das sah er dann nicht mehr oder wollte es nicht sehen.

Aber das mit 2018 stimmt natürlich, das wird auch im Film klar. Zwar wurde Musk bei Paypal gefeuert und hat auch sonst einiges verkackt und natürlich Tesla nicht gegründet (was im Film relativ ausführlich verhandelt wird), aber er war halt quasi der begabteste Spieler auf dem Feld des Kapitalismus (den Staat melken konnte er wie kaum ein zweiter, mit Tesla und mit SpaceX) und hat ja auch wirklich Vieles erreicht. Der Schulterschluss mit Trump und der ganzen rechten Social-Media-Szene ist dann quasi der zweite Teil des Filmes - und die Folge davon war, dass er dem Staat dann noch gleich alle Daten abgenommen hat ...

(Ich bin über Grimes natürlich nicht enttäuscht und drehe keine Stricke - mir ist sie egal bzw. kam mir, soweit ich sie wahrgenommen habe, immer schon sehr schräg bis leicht suspekt rein. Da hat sich durch den Film gar nichts geändert.)
Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' - even if it take them fifteen, twenty years. (Thelonious Monk)

Demnächst auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz #176: 13.10.2026, 22:00
Benutzeravatar
NvF
Beiträge: 197
Registriert: 14 Mär 2021, 21:37
Has thanked: 10 times
Been thanked: 36 times

Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von NvF »

Mirror Man hat geschrieben: 28 Sep 2026, 06:48
gypsy tail wind hat geschrieben: 27 Sep 2026, 19:47
Mirror Man hat geschrieben: 27 Sep 2026, 19:18 Werde es Grimes nie verzeihen dass sie mit diesem Kotzbrocken Kinder hat.
Ihr Kurzauftritt im Film ist auch reichlich seltsam. Zuerst in der Beziehung, da labert sie so utopistischen Techbromüll. Danach kommt die nur noch ganz kurz vor als eine der Mütter, die gegen den ************************ um ihre Kinder kämpfen.
Ja, ich glaube die ist auch schräg drauf. Keine Ahnung ob es an Musk liegt oder ob sie schon vorher so war.
Vorher, definitiv vorher:
https://en.wikipedia.org/wiki/Roko%27s_basilisk#Legacy

Der ganze Komplex rund um "AI", "Effective Altruism" etc. ist, vorsichtig formuliert, extrem problematisch. Ich lasse das hier mal als Link hier: https://en.wikipedia.org/wiki/TESCREAL, mehr würde die Forumsregeln ungemessen überdehnen.
Reality is that which, when you stop believing in it, doesn’t go away.
Reality denied comes back to haunt.
Philip K. Dick
Benutzeravatar
NvF
Beiträge: 197
Registriert: 14 Mär 2021, 21:37
Has thanked: 10 times
Been thanked: 36 times

Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von NvF »

gypsy tail wind hat geschrieben: 27 Sep 2026, 17:53
Nachmittagsfüllend gerade Musk gesehen, den neuen Dokumentarfilm von Alex Gibney (YT hat den Trailer inzwischen wieder freigeschaltet - als es losgehen sollte, wurde er auf allen vier grossen Plattformen als Politikwerbung gesperrt, wie einer der Produzenten erklärte, Nick Shumaker, der zu einem kurzen Q&A vor dem Vierstünder da war). Der Film zeichnet ziemlich gründlich den Werdegang mit fast allen fragwürdigen Wendungen und Manövern nach, bis hin zu DOGE, der Fake-Behörde, die wohl hauptsächlich dazu diente, alle Daten über alle US-Einwohner*innen abzuziehen, über die die Regierung verfügt.
Geht der Film auf die Konsequenzen der von Musk/DOGE betriebenen Schließung von USAID ein, die nichts anderes war als Massenmord? Siehe: https://www.cgdev.org/blog/update-lives-lost-usaid-cuts

Wie gut ist der Film denn als Film? Ich verfolge Musk (leider) schon so lange, dass ich inhaltlich eigentlich nichts neues erwarte und eigentlich nicht noch mehr Zeit mit einem rassistischen Milliardär verschwenden möchte.
Reality is that which, when you stop believing in it, doesn’t go away.
Reality denied comes back to haunt.
Philip K. Dick
Benutzeravatar
gypsy tail wind
DJ
Beiträge: 1670
Registriert: 15 Mär 2021, 00:06
Has thanked: 371 times
Been thanked: 280 times

Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von gypsy tail wind »

.
Zuletzt geändert von gypsy tail wind am 28 Sep 2026, 13:37, insgesamt 1-mal geändert.
Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' - even if it take them fifteen, twenty years. (Thelonious Monk)

Demnächst auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz #176: 13.10.2026, 22:00
Benutzeravatar
gypsy tail wind
DJ
Beiträge: 1670
Registriert: 15 Mär 2021, 00:06
Has thanked: 371 times
Been thanked: 280 times

Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von gypsy tail wind »

NvF hat geschrieben: 28 Sep 2026, 10:18
gypsy tail wind hat geschrieben: 27 Sep 2026, 17:53
Nachmittagsfüllend gerade Musk gesehen, den neuen Dokumentarfilm von Alex Gibney (YT hat den Trailer inzwischen wieder freigeschaltet - als es losgehen sollte, wurde er auf allen vier grossen Plattformen als Politikwerbung gesperrt, wie einer der Produzenten erklärte, Nick Shumaker, der zu einem kurzen Q&A vor dem Vierstünder da war). Der Film zeichnet ziemlich gründlich den Werdegang mit fast allen fragwürdigen Wendungen und Manövern nach, bis hin zu DOGE, der Fake-Behörde, die wohl hauptsächlich dazu diente, alle Daten über alle US-Einwohner*innen abzuziehen, über die die Regierung verfügt.
Geht der Film auf die Konsequenzen der von Musk/DOGE betriebenen Schließung von USAID ein, die nichts anderes war als Massenmord? Siehe: https://www.cgdev.org/blog/update-lives-lost-usaid-cuts

Wie gut ist der Film denn als Film? Ich verfolge Musk (leider) schon so lange, dass ich inhaltlich eigentlich nichts neues erwarte und eigentlich nicht noch mehr Zeit mit einem rassistischen Milliardär verschwenden möchte.
Der Film als Film ist so zweidrittelgut ... so arte-Doku im gehobeneren Segment mit ein paar besonderen Touches, die die grössere Produktion verraten (ein KI-Musk mit Riesenkopf, der seine Tweets vorliest z.B.). Und ja, auf USAID geht der Film ein - nicht allzu ausführlich, aber deutlich genug. Und auf die vielen Unfälle mit den "selbstfahrenden" (haha) Autos auch. Kommt mir wie gesagt ziemlich gründlich vor. Und kommt schon auch gut auf der grossen Leinwand. Zu Deiner letzten Überlegung kann ich nicht wirklich was sagen, ist klar ... ist bei mir ähnlich, aber ich fand den Film dennoch sehenswert, auch weil er das eine oder andere wieder in Erinnerung ruft, was ich längst wieder vergessen hatte. Obama kommt natürlich auch nicht direkt gut weg.

Was ich jetzt noch überhaupt nicht erwähnt habe, sind die Ex-Frauen, von denen Justine Musk eine grosse Rolle einnimmt und auch die geläuterte (echt?) Ashley St. Clair. Etwas weniger zwiespältig ist die Tech-Journalistin Kara Swisher, die relativ früh kritisch wurde (so scheint es zumindest). Es gibt auch ehemalige Weggefährten, die mit ihm gebrochen haben (oder eher andersrum) und ein paar Leute, die mit ihm gearbeitet haben oder von seinem Handeln beeinträchtigt wurden (z.B. eine von der NASA oder Samantha Power von USAID). Der Film ist eben gerade kein "hit piece", wie Musk auf X geschrieben hatte, bevor er den Kontakt abbrach, indem er Gibney einen "douche" nannte (der erlaubt sich den Spass, gegen Ende des Films den unerträglichen Musk-Vater sagen zu lassen, wenn er in Südafrika irgendwen "douchebag" nennen würde, müsste er sich eine neue Nase kaufen).
Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' - even if it take them fifteen, twenty years. (Thelonious Monk)

Demnächst auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz #176: 13.10.2026, 22:00
Benutzeravatar
salamandersalat
Beiträge: 678
Registriert: 07 Dez 2023, 17:38
Has thanked: 409 times
Been thanked: 172 times

Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von salamandersalat »

Zuletzt gesehen:

Bild

Undisputed (Regie: Walter Hill - USA, 2002) 4,5/10
Death Defying Acts (Regie: Gillian Armstrong - Großbritannien/Australien, 2007) 6/10
Disclosure Day (Regie: Steven Spielberg - USA, 2026) 4/10
Gongdong gyeongbi guyeok JSA (Regie: Park Chan-wook - Südkorea, 2000) 7,5/10
Gardiens de l'ordre (Regie: Nicolas Boukhrief - Frankreich, 2010) 6/10
Pour elle (Regie: Fred Cavayé - Frankreich, 2008) 6,5/10
Crying Freeman (Regie: Christophe Gans - Frankreich/Kanada/Japan, 1995) 7/10
Vicious Lips (Regie: Albert F. Pyun - USA, 1986) 3,5/10

Wäre ich Steven Spielberg, dessen Name einst synonym mit Filmregisseur gebraucht wurde wie Picasso mit Maler, ich hätte furchterregende Wutanfälle (Stühle schmeißen, Brüllen wie ein Elch, Leute feuern), sollte mir die SFX-Abteilung für meinen neuen 115-Millionen-Dollar-Film diesen schlecht getricksten Quark in Disclosure Day vorlegen. Speziell die Zug-Szene und der CGI-Zoo sind eine unfassbare Frechheit. Danach schaute ich kleinlaut auf mich selbst und gestünde mir ein, einen 150 Minuten langen Verfolgungsthriller fürs 90er Fernsehprogramm gedreht zu haben. Und würde auf weitere Filmprojekte verzichten.
Keramikvasen geh'n jetzt wieder viel leichter kaputt.
Benutzeravatar
Mozza
DJ
Beiträge: 1936
Registriert: 15 Mär 2021, 12:01
Has thanked: 15 times
Been thanked: 85 times

Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von Mozza »

Der Trailer von "Disclosure Day" gefällt mir aber. Wo hast du den Film gesehen? (Kino, Streaming-Anbieter...?)
It's hard to be humble when you're as great as I am
Benutzeravatar
salamandersalat
Beiträge: 678
Registriert: 07 Dez 2023, 17:38
Has thanked: 409 times
Been thanked: 172 times

Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von salamandersalat »

Bei Prime geliehen. (Würde ich für Spielberg überhaupt ins Kino gehen?)
Keramikvasen geh'n jetzt wieder viel leichter kaputt.
Benutzeravatar
Mozza
DJ
Beiträge: 1936
Registriert: 15 Mär 2021, 12:01
Has thanked: 15 times
Been thanked: 85 times

Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von Mozza »

Bist du ein Spielberg-Hasser, Lümmel?

Fürs Leihen will ich kein Geld ausgeben, wenn kaufe ich mir Filme auf Blu-Ray oder DVD oder ich streame sie nur.
Dann muss ich noch warten.
It's hard to be humble when you're as great as I am
Benutzeravatar
salamandersalat
Beiträge: 678
Registriert: 07 Dez 2023, 17:38
Has thanked: 409 times
Been thanked: 172 times

Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von salamandersalat »

Ist der Account meiner Freundin und ihr Geld. :dance:

Spielberg hat kaum Filme gedreht, die mich begeistern können. Käme nicht mal auf eine Top 10.
Keramikvasen geh'n jetzt wieder viel leichter kaputt.

Zurück zu „Für Cineasten“