Ich höre gerade ... Jazz

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lotterlotta
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von lotterlotta »

....also ich hätte mir auch dee dee bridgewater gut vorstellen können, da hätte ich nicht eine sekunde gezögert und das album sofort vorbestellt, aber vielleicht wäre sie sogar zu exaltiert dafür. war bis dato am schwanken wegen reeves hab es aber nun doch bestellt und bin gespannt....
ich wurde mal gefragt warum ich jazz höre. ganz einfach, weil er frei von hautfarbe und emotional ist....
redbeansandrice
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von redbeansandrice »


Stefano Battaglia - In the Morning

Bei mir im Kopf gehen Alec Wilder und ECM Klaviertrio nicht besonders gut Zusammen, Wilders Musik hat sowas abgeschlossenes während ECM so offen ist... ich hab das Album die Tage öfter gehört, und höre viel mehr ECM als Wilder... was mich irritiert, aber was natürlich kein Problem ist, ECM Klaviertrios sind ja schön
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vorgarten
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von vorgarten »

für mich geht das auch nicht gut zusammen - das mit dem offen/geschlossen-widerspruch macht sinn. Irritierend auch, dass sie diese merkwürdigen "art songs" von wilder spielen, nicht die songs aus dem jazzkontext (bis auf 2 ausnahmen). jarrett dagegen hat wilder-material im trio gut zu fassen bekommen.
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gypsy tail wind
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von gypsy tail wind »



Bei mir gestern noch Bobby Hackett (toll, zwei superbe Combo-Sessions von 1938 und die zwei einzigen mit seiner Big Band von 1940 sowie ein wenig was von direkt danach, als die Band schon wieder aufgegeben wurde) und Billy Kyle (ein mixed bag, es gibt ein paar schöne Sachen auf der CD aber auch ziemlich viel ziemlich elend klingende Orgel, die natürlich nicht von Kyle gespielt wird - die Zeit, in der man Orgel und Piano eine gute Kombination fand, war zum Glück relativ kurz bzw. schon damals fanden das vermutlich vor allem Organisten eine gute Idee).

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Jazz on the Left Bank / Rèunion à Paris | Den Twofer wollte ich wieder mal hören, seitdem @redbeansandrice vor ein paar Wochen das erste Album erwähnt hat. ich glaub ich hab beide bisher nur im Solal-Kontext gehört und dann immer recht enttäuschend gefunden. Das geht mir gerade ganz anders. Klar sind Solals Klaviersoli oft die Glanzlichter, aber Billy Byers (der beim ersten Album arrangiert hat, beim zweiten dann Solal) ist auf total unaufgeregte Art schon ganz gut, und Dick(ie) Mills an der Trompete nochmal mehr als das. William Boucaya (der auf einem Stück vom Bari- ans Tenorsax wechselt) finde ich wie immer weniger interessant, aber wie Benoît Quersin und Wessel Ilcken macht er eigentlich auch nichts falsch. Auf die drei achte ich einfach irgendwie nicht. Beim zweiten Album sind dann neben Byers, Solal und Quersin mit Jimmy Deuchar und Allen Eager Bläser zu hören, die etwas mehr nach vorn gehen, und mit Kenny Clarke ist auch ein Drummer dabei, der eigenen Charakter mitbringt. Dieses zweite Album kenne ich schon sehr viel länger, von Vol. 4 der Solal-CDs aus der "Original Vogue Masters"-Reihe, aber aus Bequemlichkeit höre ich das Album gerade von der Fresh Sound-CD, die recht okay klingt (und mit der ich das erste Album erst kennenlernte).
Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' - even if it take them fifteen, twenty years. (Thelonious Monk)

Demnächst auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz #176: 13.10.2026, 22:00
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BYRDIE
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von BYRDIE »

hier läuft ein neues Album mit sehr spirituell getränkter Musik, das ist mit sowohl ruhigen als auch wilden Songs gespickt.

JAN PRAX - Traces Of Light

sehr kann mich Drummer Zhitong Xu mit seinem impulsiven Spiel begeistern!


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Rockyron
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von Rockyron »

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St. Germain - Boulevard (1995)
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gypsy tail wind
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von gypsy tail wind »



Jo Stafford – Her Greatest Hits Expertly Remastered
Joe Lovano & Dave Douglas, Soundprints – Other Worlds

Kleins Hörprojekt hier: die vier JSP-Boxen mit einer grossen Menge von Aufnahmen von Jo Stafford, allerdings nicht chronologisch und auch nur so halb thematisch geordnet ... die erste Box enthält 108 "Hits" (einige waren wohl wirklich Hits, in den Vierzigern war sie anscheinend fast ständig in den Charts) - die ersten zwei CDs liefen, los geht es mit ein paar Stücken der noch achtköpfigen Pied Pipers, die dann schnell aufgelöst werden mussten, zu viert wieder neu zusammenfanden und von Tommy Dorsey gefördert wurden - in seiner Band sangen sie mit Sinatra, die junge Jo nahm allerdings bei den ständigen One-Nightern mit ungesundem Frass stark zu und das Publikum begann, über den Act zu spotten, wenn der spindeldürre Sinatra die rundliche Stafford auf der Bühne umgarnte. Das war dann wohl der Anlass für die eiserne Disziplin, die sie fortan an den Tag legte - auch als Performerin. Auch wenn das Material oft nicht besonders gut ist (aber immer besser, als was die schwarzen Sängerinnen kriegten oder auch als das, was die Band-Sänger von weissen sweet Bands damals kriegten), ist Stafford immer hervorragend. Als einer der Pied Pipers dem notorischen Hitzkopf Dorsey an einem Bahnhof das falsche Gleis nannte und gefeuert wurde, griffen die anderen drei auch ihre Koffer und gingen gleich mit. Einer von Dorseys damaligen Arrangeuren, Paul Weston, mochte die Sängerin und produzierte mit seiner Band weitere Aufnahmen mit den Pied Pipers und bald nur noch mit Stafford. 1945 wurden die beiden zum Paar und heirateten 1952 (und bildeten auch ein Comedy-Duo, Jonathan and Darlene Edwards, in dem Stafford - ausgerechnet! - eine inkompetente Sängerin mimte und falsch sang, während Weston seltsames Zeug spielte ... und - ausgerechnet! - für das Album "Jonathan and Darlene Edwards in Paris" erhielt Stafford auch ihren einzigen Grammy). Aber gut, es gib auch die tolle V-Disc-Session, die natürlich bei Mosaic sehr viel besser klingt, ein Stück mit Nat Cole, eins mit Johnny Mercer, ein paar mit dem Bariton Teddy McRae, das ist nicht alles Gold, aber selbst der Country-Song "Tim-Tayshun" ("Temptation" von Brown/Freed) mit Red Ingle, den das Landei Stafford zufällig im Studio traf und fragte, ob man nicht gemeinsam einen Song einspielen wolle, funktioniert bestens - wie alles hier.

Das Douglas/Lovano-Album hab ich die Tage für einen Freund aus einer Grabbelkiste gezogen und wollte es seither wieder mal hören ... Lawrence Fields, Linda May Han Oh und Joey Barons sind dabei, erschienen ist es 2021 bei Douglas' Label. Das Space-Thema ist nicht wirklich hörbar, aber die Musik (je fünf Stücke der Co-Leader, fast) finde ich sehr ansprechend, ziemlich frei, was sowohl Lovano wie auch Baron ganz gut tut, dünkt mich. Jedenfalls werden Räume geöffnet, wie das bei Lovano nur fallweise (bei den Trio-Alben vor allem, egal ob beim frühen auf Enja oder den beiden auf Blue Note) passiert.
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