Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

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atom
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von atom »

Fevers and Mirrors hat geschrieben: 15 Jun 2026, 00:25 Achso, und ja, ich benutze die Skala von 0-5 Sterne in Halbsternschritten, daher ist **1/2 da tatsächlich die exakte Mitte, und somit für mich die Orientierung für "Durchschnitt". Wer erst mit einem Stern einsteigt, bei dem ist die Mitte eben ***. Und wer als Minimum einen halben Stern vergibt, bei dem liegt sie halt genau zwischen **1/2 und ***.

Musik, bei der ich nichtmal den allerkleinsten Mikro-Aspekt wertschätzen kann, die mir also nichts gibt, will ich auch nichts geben.
Das ist ein wichtiger Aspekt, der besonders im mittleren und niedrigen Bereich Unterschiede macht. Ich orientiere mich an der Skala des amerikanischen Rolling Stone, beginne also mit einem Stern und ende in Halbschritten bei fünf:

***** = masterpiece – „a record that must be included in any comprehensive collection"
**** = very good – „a record of substantial merit, though flawed in some essential way"
*** = good – „a record of average worth, but one that might possess considerable appeal for fans of a particular style"
** = not good – „records that are artistically insubstantial, though not truly wretched"
* poor – „records in which even technical competence is at question, or which are remarkably ill-conceived"

Ich nutze für mich folgende Zuordnung:
5,0 ★★★★★ — Meisterwerk
4,5 ★★★★½ — ausgezeichnet
4,0 ★★★★ — sehr gut
3,5 ★★★½ — gut
3,0 ★★★ — passabel
2,5 ★★½ — mäßig
2,0 ★★ — schwach
1,5 ★½ — schlecht
1,0 ★ — miserabel

Der entscheidende Unterschied zu deiner Skala liegt im unteren Bereich: Was bei dir **½ ist – deine exakte Mitte, also Durchschnitt – entspricht bei mir bereits dem „nicht gut"-Bereich. Ein Album, das nichts Besonderes hat, aber auch keine Schwächen, landet bei mir bei ***, was ich als „passabel" lese – in etwa das, was Hallogallo beschreibt. Die Halbsterne konkretisiere ich so: ***½ steht für „gut", **½ für „mäßig" – ein Album, das unter seinen Möglichkeiten bleibt, ist bei mir also bereits im negativen Bereich.
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Onkel Tom
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Onkel Tom »

Stellenweise wird hier eine *** ja als "gut" bezeichnet. Ich sehe das eher wie atom. "passabel" oder "befriedigend" trifft es m.E. besser.
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kathisi
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von kathisi »

Onkel Tom hat geschrieben: 15 Jun 2026, 12:11 Stellenweise wird hier eine *** ja als "gut" bezeichnet. Ich sehe das eher wie atom. "passabel" oder "befriedigend" trifft es m.E. besser.
@atoms Beitrag trifft es genau!
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von dogear »

kathisi hat geschrieben: 15 Jun 2026, 12:34
Onkel Tom hat geschrieben: 15 Jun 2026, 12:11 Stellenweise wird hier eine *** ja als "gut" bezeichnet. Ich sehe das eher wie atom. "passabel" oder "befriedigend" trifft es m.E. besser.
@atoms Beitrag trifft es genau!
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Mozza »

Ich halte Atoms Aufschlüsselung für absolut nachvollziehbar, ich wiederum würde aber ein Album, das ich mit * * * 1/2 bewerte, nicht so ganz als "gut" bezeichnen. Es liegt im Bereich von den Noten 2 bis 3. "Gut" sind für mich Alben, denen ich * * * * gebe.
Jeder verbindet mit den Bewertungsstufen (Sterne) individuell immer ein Stück weit etwas anderes.
Und selbst wenn man dieselben Wörter benutzt, wie z. B. "gut", "mäßig", "solide" etc., bedeuten diese Wörter nicht für jeden dasselbe, diese Wörter haben unterschiedliche Konnotationen für unterschiedliche Menschen.
Für manche ist "gut" schon ein richtiges Lob, andere wiederum benutzen dieses Attribut eher inflationär.
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von latho »

kathisi hat geschrieben: 15 Jun 2026, 12:34
Onkel Tom hat geschrieben: 15 Jun 2026, 12:11 Stellenweise wird hier eine *** ja als "gut" bezeichnet. Ich sehe das eher wie atom. "passabel" oder "befriedigend" trifft es m.E. besser.
@atoms Beitrag trifft es genau!
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Roberto
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Roberto »

Genau das ist es doch. Man bekommt bei diesen Besternungen, Bewertungen und den Attributen dazu nie einen kompletten Konsens hin. Und das muss auch nicht sein, warum auch? Das einzige Argument, welches man für einen definitiven Konsens anführen könnte: jeder weiß bei jedem, wie und nach welchem "Schlüssel" bewertet wird. Wenn man darauf großen Wert legt, kann man versuchen, über weitere 5, 8 oder 10 Seiten irgendwie einen breiten Konsens zu erreichen. Man kann es aber auch -meine Ansicht- schlicht dabei belassen, daß viele Leute ein bissel anders bewerten, als viele andere Leute.
Wäre ich 30 Jahre jünger, würde ich jetzt schreiben: Vielfalt rulez. 8-)
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Mozza »

Ich wäre schon froh, wenn ich meinen eigenen Bewertungen trauen könnte, geschweige denn den Bewertungen anderer Leute.
Bin seit geraumer Zeit weit von 100% entfernt; würde meine Bewertungen zurzeit nur mit * * * 1/2 bewerten.
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Roberto
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Roberto »

Mozza hat geschrieben: 15 Jun 2026, 17:19 Ich wäre schon froh, wenn ich meinen eigenen Bewertungen trauen könnte, geschweige denn den Bewertungen anderer Leute.
Bin seit geraumer Zeit weit von 100% entfernt; würde meine Bewertungen zurzeit nur mit * * * 1/2 bewerten.
In unserer Kante heißt das manchmal auch "ich habe den Moralischen". :icon-wink:
Die gute Nachricht dabei: das wird wieder. :greetings-wavegreen:
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Ewalds Ghost
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Ewalds Ghost »

latho hat geschrieben: 15 Jun 2026, 16:48
kathisi hat geschrieben: 15 Jun 2026, 12:34
Onkel Tom hat geschrieben: 15 Jun 2026, 12:11 Stellenweise wird hier eine *** ja als "gut" bezeichnet. Ich sehe das eher wie atom. "passabel" oder "befriedigend" trifft es m.E. besser.
@atoms Beitrag trifft es genau!
Bei mir auch!
Me three.

Bei der Erstbewertung von Alben bin ich oft zu euphorisch und ziehe nach mehreren spins einen halben Stern ab. Umgekehrt (Alben die beim ersten Hören sehr gut sind, sich dann aber mit jedem spin zu wahren Meisterwerken steigern) kommt es bei mir wesentlich seltener vor. Das sind dann aber manchmal genau die Alben, welche ich auch über Jahre immer wieder auflege.

Im unteren Bereich fällt alles bei dem ich keine Lust habe es gleich nochmal zu hören, unter *** oder weniger. Solche Alben hake ich dann (manchmal vorschnell?) ab.

In den letzten Jahren kaufe ich Neuerscheinungen als LP auch nur noch, wenn sie sich bei mindestens **** einpendeln. Ich bin an einem Punkt angekommen, dass ich meine Sammlung nicht mehr wesentlich vergrößern will. Kaum gehörtes wird dann auch nach ein paar Jahren wieder verkauft.
Stranded.