Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

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Mozza
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Mozza »

Ich bin ja nicht jeden Tag dieselbe Person ;-)
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Jan Lustiger
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Jan Lustiger »

Die Einschätzung der Qualität eines Albums basiert aber ja nicht einzig und allein auf der Intensität des jeweils letzten Spins, sondern auf mehreren Kontakten mit der Musik, unter unterschiedlichen Konditionen. Und je mehr du mit einem Werk vertraut bist, umso besser kannst du deine qualitative Einschätzung unabhängig von Einzelerfahrungen treffen.
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Mozza
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Mozza »

Diesen Ansatz würde ich durchaus unterschreiben, löst mein "Problem" aber dennoch nicht vollständig.
Bin inzwischen nicht mehr so der Fan davon, Eindrücke (etc.) in Wertungen (Besternungen etc.) umzumünzen.
Zu Beginn meiner Forumszeit hingegen (2006, 2007) sind mir die Wertungen in Form von Sternen noch richtig flüssig aus der Tastatur getropft. Die Metapher ist nicht gut. Bin heute bei weitem nicht bei 100%. :(
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Roberto
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Roberto »

salamandersalat hat geschrieben: 14 Jun 2026, 21:57
Roberto hat geschrieben: 14 Jun 2026, 21:55
salamandersalat hat geschrieben: 14 Jun 2026, 21:48 Für das genaue Ranking sorgt doch dann das betreffende Gefühl zum Album.
Also das berühmte Bauchgefühl der Sorte "liebe ich ein klitzekleines Bisschen mehr"? In einer Top 100 (oder größer) :wie klein wäre dann klitzeklein. Oder klitzeklitzeklein?
Steht mir sofort vor Augen: Revolver, The Beatles und Abbey Road, mathematisch alles Fünfsterner. Aber: The Beatles vor Revolver vor Abbey Road. Und das auch künstlerübergreifend. Kein Grund, extrem kleinteilig zu werden.
Ich bin nicht extrem kleinteilig, wenn Du das am Beispiel der Beatles so sehen möchtest, ist es dir natürlich unbenommen. Inwieweit es für den interssierten Leser deiner Rankings verständlich oder nachvollziehbar wäre, steht auf einem anderen Blatt.
Was hieße bei dir dann eigentlich genau "mathematisch" alles Fünfsterner? Ich bin der Ansicht: je grober das Ranking mit Sternen oder Punkten, desto weniger sind bei großen oder umfangreichen Listungen die Plätze zumindest in der hinteren Hälfte für den Betrachter deiner Rankings / Listen nachvollziehbar, erklärbar, verständlich oder was auch immer.
Wenn Du allerdings sagst: "sowas steht mir sofort vor Augen", bewundere ich das durchaus. Dann hast Du höchstwahrscheinlich eine Gabe, die zumindest ich nicht habe.
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Mozza
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Mozza »

Roberto, warst du im "alten" RS-Forum auch schon aktiv? Irgendwie sagt mir der Nickname was, aber vielleicht verwechsele ich was, da gab es auch mal einen Alberto.
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salamandersalat
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von salamandersalat »

Roberto hat geschrieben: 14 Jun 2026, 22:54 Ich bin nicht extrem kleinteilig, wenn Du das am Beispiel der Beatles so sehen möchtest, ist es dir natürlich unbenommen. Inwieweit es für den interssierten Leser deiner Rankings verständlich oder nachvollziehbar wäre, steht auf einem anderen Blatt.
Was hieße bei dir dann eigentlich genau "mathematisch" alles Fünfsterner? Ich bin der Ansicht: je grober das Ranking mit Sternen oder Punkten, desto weniger sind bei großen oder umfangreichen Listungen die Plätze zumindest in der hinteren Hälfte für den Betrachter deiner Rankings / Listen nachvollziehbar, erklärbar, verständlich oder was auch immer.
Wenn Du allerdings sagst: "sowas steht mir sofort vor Augen", bewundere ich das durchaus. Dann hast Du höchstwahrscheinlich eine Gabe, die zumindest ich nicht habe.
Mir fällt die Materialsammlung deutlich schwerer als das eigentliche Ranking. Die Gefahr, unter Tausenden von Alben etwas zu übersehen, bleibt hoch. Deshalb beschränke ich mich bei Listen auf Releases, die mir physisch vorliegen. Diese in eine Reihenfolge zu bringen ergibt sich für mich wie von selbst.

Nachvollziehbar muss es nur für mich sein, für den "interessierten Leser" ist das eh alles ex cathedra. Ich kann das natürlich gerne an von mir herausgepickten Punkten "belegen", aber das macht es nicht unbedingt nachvollziehbarer. Mir konnte bisher z.B. noch niemand nahebringen, warum Their Satanic Majesties Request nicht in die Top 5 der Rolling Stones-LPs gehören sollte.

Und so sind die Toplisten dann auch eher ein Stimmungsbild, das mir einen Eindruck von der Gestimmtheit des Geschmacks des Users vermittelt - und das hat Auswirkungen darauf, wie gerne ich in seinen Tipps und Playlists stöbere, um für mich Neues zu entdecken.
Keramikvasen geh'n jetzt wieder viel leichter kaputt.
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Fevers and Mirrors
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Fevers and Mirrors »

Roberto hat geschrieben: 14 Jun 2026, 21:37
Fevers and Mirrors hat geschrieben: 14 Jun 2026, 18:49 Ist die offensichtliche Antwort nicht, weil man das Album auf Platz 105 etwas besser als das auf Platz 106, aber auch etwas schlechter als das auf Platz 104 findet?
Nein, nach meiner Überzeugung ist es nicht die offensichtliche Antwort. Bei einer dreistelligen Liste müsstest Du mir erst einmal nachvollziehbar erläutern, weshalb du Platz 105 etwas besser als Platz 106 findest. Ich möchte dir wirklich und ehrlich nicht zu nahe oder auf die Füße treten: aber das wirst Du nicht können. Der Unterschied wäre so marginal, daß er sprichwörtlich im berühmten My-Bereich läge. Du müsstest mir -bildlich gesprochen- erklären, daß Du bei Album 105 2 Gitarrenlicks oder 1 Basslinie als etwas besser beurteilst, als bei Album 106. Ganz und vollständig unmöglich wäre das vielleicht nicht. Aber mal ehrlich: würde das wirklich Sinn machen?
Fevers and Mirrors hat geschrieben: 14 Jun 2026, 18:49Rankings funktionieren halt nur im jeweiligen Vergleich zueinander. Da ist es dann auch egal, ob Top10 oder Top1000, finde ich.
Hier muss ich gestehen, daß ich ein wenig ein Verständnisproblem habe. Was heißt genau "funktionieren halt nur im jeweiligen Vergleich zueinander"?
Rankings funktionieren für mich nur dann, soweit sie von ihrer Größe her nicht so weit ausufern, daß sie noch halbwegs nachvollziehbar für den Lesenden sind. Deshalb mag ich es auch (und mache das auch selbst), wenn Rankings mit ein klein wenig Text zu den gelisteten Alben versehen sind.
Keine Sorge, meine Füße fühlen sich unberührt an.

Im Groben bin ich bei Jan und salamandersalat. Es ist mir ein Rätsel, warum ein Ranking nur bis zu einem gewissen Umfang nachvollziehbar sein sollte. Wenn ich für mich klar habe, dass meine #1 meiner #2 überlegen ist, kann ich das doch genauso gut oder schlecht mit meiner #787 und #788. Welche Kriterien ich dafür benutze, ob Trackdurchschnittsbewertung, Auflegeanzahl, Bauchgefühl o.a., ist dabei ja egal, hauptsache ich bleibe dabei durchgängig konsequent, damit es vergleichbar bleibt.
Und diese "Tagesform"-Argumentation habe ich auch noch nie verstanden. Selbst wenn ich gerade eine Platte lieber höre als eine andere, wirft das doch noch nicht direkt mein Ranking um. Soviel Reflexion in Bezug auf die insgesamte Bedeutung und persönliche Verbundenheit sollte doch jedem hier möglich sein. Erst anhaltende Neubewertungen regen mich zu Verschiebungen an.
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Fevers and Mirrors
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Fevers and Mirrors »

Achso, und ja, ich benutze die Skala von 0-5 Sterne in Halbsternschritten, daher ist **1/2 da tatsächlich die exakte Mitte, und somit für mich die Orientierung für "Durchschnitt". Wer erst mit einem Stern einsteigt, bei dem ist die Mitte eben ***. Und wer als Minimum einen halben Stern vergibt, bei dem liegt sie halt genau zwischen **1/2 und ***.

Musik, bei der ich nichtmal den allerkleinsten Mikro-Aspekt wertschätzen kann, die mir also nichts gibt, will ich auch nichts geben.
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Roberto
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Roberto »

Mozza hat geschrieben: 14 Jun 2026, 22:58 Roberto, warst du im "alten" RS-Forum auch schon aktiv? Irgendwie sagt mir der Nickname was, aber vielleicht verwechsele ich was, da gab es auch mal einen Alberto.
Aktiv würde ich nicht wirklich behaupten wollen. Ich war im RS-Forum Anfang der 2010er Jahre einmal für vielleicht knappe 2 Jahre registriert, aber mit nur wenigen Beiträgen. Was ich noch weiß: irgendwann in dieser Zeit muss es sowas wie einen Relaunch oder etwas ähnliches gegeben haben, dem wohl mein alter Nick (Lamotte)irgendwie zum Opfer gefallen ist.
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Hallogallo
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Hallogallo »

Vielen Dank für euer Feedback! Mir ging es darum, die Besternung im Forum etwas besser zu verstehen, insbesondere, wenn nichts dabei steht. Da stehe ich dann manchmal etwas ratlos da und denke: Wieso gibt UserX diesem Album nur X Sterne, dass ist doch gar nicht so schlecht. Weil eben bei meiner Interpretation X Sterne schon recht wenig und auf jeden Fall im schlechten Bereich ist. Bei UserX ist das aber nicht der Fall. UserY gibt mehr Sterne, findet das Album aber auch "nur" "durchschnittlich". Unterschiedliche Anzahl der Sterne, aber sie meinen das gleiche. Das hilft mir dann schon sehr, die Bewertungen im Forum besser zu verstehen.

Ich finde insbesondere den Cutpoint interessant, ab dem jemand ein Album nicht mehr gut findet: "Das lohnt sich eher nicht. Hört mal rein, aber erwartet nicht zu viel. Das gefällt mir nicht. Da stimmt einiges nicht." u. ä. Das mache ich selbst übrigens ganz selten, über Alben, die mir nicht gefallen, schweige ich eher als sie zu bewerten.

Beim Ranking tritt dieses Problem für mich nicht nicht so auf, denn da ist klar: UserX findet die Alben im oberen Bereich seines Rankings besser als die im unteren Bereich. Und die Alben, die nah beieinander liegen sind ähnlich gut. Insbesondere bei Rankings von Künsterler*innen Diskographien. Bei allgemeinen hunderter oder noch mehr Listen relativiert sich das jedoch stark. Wenn ich meine 100 Lieblingsalben aufschreiben würde, wäre das Ranking recht egal, das sind (natürlich :mrgreen: ) alles krasse Meisterwerke.
We hope you all enjoy the show. And remember, people, that no matter who you are and what you do to live, thrive and survive, there're still some things that makes us all the same. You. Me. Them. Everybody. Everybody.