Stormy Monday hat geschrieben: 12 Jun 2026, 00:52
Mir geht es nicht um Kommerzialisierung. Und die Fehltritte von Multimillionär Bob kenne ich wohl. Mir geht es um Politik und einigermassen korrektes Standing. Und im Falle der Stones jetzt wird mir schlecht. Mit Trump und Infantilo und deren Geschäftsmodell noch Kohle holen versaut mir die Vorfreude auf das Album. Simple as that.
Ich sehe es einfach nicht ein, dass ich Leuten wie Trump oder Infantino die Macht gebe darüber zu entscheiden, welche Sportart ich schätze und welche nicht. Und erst Recht nicht, ob ich mich über ein neues Album der Stones freue.
Ganz genau. Mich an diesen Spinnern zu orientieren, wäre das Ende. Soweit kommt's noch.
Nehmt dies , ihr scheiß Patriarchen!
Mit FOREIGN TONGUES wird das jedenfalls ein viel schönerer Sommer, als mit dieser korrupten FIFA-WM, über die in wenigen Wochen keiner mehr redet, wenn die Stones aufs Neue wieder die Turntables der Welt erobert haben werden.
Music’s for listening to, not to store away in a bloody cupboard. Yeah, I love my music.
Auf mein Gefallen oder Nichtgefallen der LP hat die Veröffentlichungsstrategie/Marketingkampagne auch keinen Einfluss. Die Qualität der Musik und das Drumherum sind zwei verschiedene Paar Schuhe und ich traue meinem Urteilsvermögen zu, das auseinanderhalten zu können. Und meine Vorfreude auf die Musik würde ich mir als Fan davon auch nicht verderben lassen.
Dass die Veröffentlichungspolitik von einer selbst für Rockstars ungewöhnlich stark ausgeprägten Geldgeilheit zeugt, finde ich aber ziemlich eindeutig und das sollte man auch Scheiße finden können, ohne dass einem deswegen Scheinheiligkeit vorgeworfen wird. Der Wandel einer Band von Trägern gegenkultureller Impulse hin zu Bettgefährten von Riesenkonzernen ist natürlich nichts Neues, nimmt hier aber schon erwähnenswert lächerliche Züge an. Die Marvel-Sache finde ich sogar bescheuerter als die - moralisch bedenklichere - FIFA-Zusammenarbeit. Das ist ja wirklich nur auf purer brand recognition basierender, leidenschaftsloser Mist, bei dem zwei Dinge zusammengezwängt werden, die wirklich nichts miteinander zu tun haben, einfach so, weil $$$. Die FIFA-Sache hat zumindest noch einen gewissen Eventcharakter. Offenbar sagen die Stones wirklich zu jedem Scheiß ja, sobald sich damit Geld machen lässt. Und klar, da sind sie bei weitem nicht die einzigen. Trotzdem gibt das keine gute Figur ab und darf auch so benannt werden.
Jan Lustiger hat geschrieben: 12 Jun 2026, 15:41
Dass die Veröffentlichungspolitik von einer selbst für Rockstars ungewöhnlich stark ausgeprägten Geldgeilheit zeugt, finde ich aber ziemlich eindeutig und das sollte man auch Scheiße finden können, ohne dass einem deswegen Scheinheiligkeit vorgeworfen wird.
Jan Lustiger hat geschrieben: 12 Jun 2026, 15:41
Offenbar sagen die Stones wirklich zu jedem Scheiß ja, sobald sich damit Geld machen lässt. Und klar, da sind sie bei weitem nicht die einzigen. Trotzdem gibt das keine gute Figur ab und darf auch so benannt werden.
Bin kein Experte was die Stones angeht, aber die haben sich genug Personal (allein schon die Band) auf der Gehaltsliste, welches auch angemessen bezahlt werden muss. Daher möchten die nach einem Albumrelease oder Videodreh lieber mit einem Plus aus der Sache rauskommen. Die Kosten für den ganzen Apparat (Management, Promo, Physio, Transport, Reisen etc) dürften enorm sein. Ein bißchen Promo mit Mexico/Fifa Shirts, was mag das im Verkauf bringen? Irgendeine Summe zwischen 80.000 $ und 200.000 $ (?) - so stelle ich mir ungefähr das Bruttogehalt von Steve Jordan vor (ohne Berücksichtigung weiterer Einkünfte).
thelonica hat geschrieben: 12 Jun 2026, 16:12
Bin kein Experte was die Stones angeht, aber die haben sich genug Personal (allein schon die Band) auf der Gehaltsliste, welches auch angemessen bezahlt werden muss. Daher möchten die nach einem Albumrelease oder Videodreh lieber mit einem Plus aus der Sache rauskommen.
Die Annahme, dass sie das machen, um ihre Leute bezahlen zu können bzw. um überhaupt mit einem Plus aus der Sache rauszukommen, finde ich etwas weit hergeholt. Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, dass ähnlich große Acts, die sowas nicht bringen, ständig Minus machen. Nee, sorry. Ich glaube nicht, dass The Rolling Stones die FIFA und Marvel brauchen, um mit ihrer Musik Geld verdienen und ihre Leute bezahlen zu können.
Jan Lustiger hat geschrieben: 12 Jun 2026, 15:41
Dass die Veröffentlichungspolitik von einer selbst für Rockstars ungewöhnlich stark ausgeprägten Geldgeilheit zeugt, finde ich aber ziemlich eindeutig und das sollte man auch Scheiße finden können, ohne dass einem deswegen Scheinheiligkeit vorgeworfen wird.
Aber wo passiert denn das?
Hier zum Beispiel:
zissou hat geschrieben: 11 Jun 2026, 20:36
Man wird sich ja wohl noch aussuchen dürfen, wen man nach welchem Maßstab beurteilt.
Ich finde, unsere moralische Fanbrille sitzt hier etwas eng und hinterlässt bisweilen zu tiefe Druckstellen auf der Nasenwurzel.
Auch wenn den meisten hier das Marketing nicht gefällt, so gibt es sicher auf anderen Erdteilen der Welt noch Milliarden Fans von FIFA und USA, die das toll finden.
Und wir kaufen hier schließlich auch in großer Zahl die neue Platte inkl. Vorab-Single und sind damit natürlich ebenso Teil des Spiels. Um im FIFA-Slang zu bleiben: einfach mal den Ball flach halten [sic]
Music’s for listening to, not to store away in a bloody cupboard. Yeah, I love my music.
Pheebee hat geschrieben: 12 Jun 2026, 16:54
Und wir kaufen hier schließlich auch in großer Zahl die neue Platte inkl. Vorab-Single und sind damit natürlich ebenso Teil des Spiels.
Der liebe Mozza nicht!
Dafür werde ich mich nun wieder mal verstärkt um Shakira kümmern. Die Hüft- und Powackler bei der Eröffnungsshow haben mich definitiv überzeugt.
bitches gonna stick together just like birds of a feather
Clau hat geschrieben: 12 Jun 2026, 17:08
Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, dass hier Leuten Scheinheiligkeit unterstellt wird.
Das Anlegen unterschiedlicher Maßstäbe ist ja wohl ein Paradebeispiel für Scheinheiligkeit, weil es von einem inkonsequenten Umgang mit den eigenen Prinzipien zeugt. Und dieser Vorwurf ist hier quasi 1:1, verdeckt lediglich von einer sarkastischen Ausdrucksweise, ausgesprochen worden.