
herbie hancock, the prisoner / andrew hill, passing ships (beide 1969)
akustischer jazz für 9 bzw. 11 spieler am ende der 60er, von pianisten mit arrangeursambitionen. einziges bindeglied ist ron carter, der aber sehr unterschiedliches beiträgt, verbindendes bei hancock, latin- und r&b-figuren bei hill, wen dem danach ist. hancock und hill arrangieren ein bisschen so, wie sie spielen - hancock baut komplexe und im ergebnis smoothe flechtwerke, in denen es keinen wirklichen vorder- und hintergrund gibt; hill initiiert swingende trios mit störrischen bläsersätzen, die spitzen setzen, stören, reiben. bei hancock die schnelle, swingende rhythmusgruppe, bei hill ein bisschen modernistische schießbude; hancock empfiehlt sich für CTI (altflöte!), hill - ja, für was eigentlich? für blue note, so lange es eben blue note im eigentlichen sinne gibt. beides lieblingsalben mittlerweile.