
Lionel Hampton All Stars / The All Stars – Gene Norman Presents "Just Jazz" | Lionel Hampton with the Just Jazz All Stars | Ein zu Recht berühmt gewordenes Konzert von Gene Norman, der in den Vierzigern in L.A. ähnliche jam-session-artige Konzerte wie Norman Granz veranstaltete und manche von ihnen auch aufnahm. Berühmt ist dieses hier vor allem wegen einer famosen Version von "Star Dust" geworden, die dann auch bei Hamptons damaligem Label Decca unterkam und dem Vibraphonisten den Top-Credit gibt. Ansonsten ist das wirklich Jam-Session-Material, aber von bester Güte. 85 Minuten oder so zusammen, Charlie Shavers, Willie Smith, Corky Corcoran sind die Bläser, am Klavier wechseln sich Milt Buckner (auf dem GNP-Album) und Tommy Todd (Decca) ab, wenn die Angaben denn stimmen, Barney Kessel spielt die Gitarre, Slam Stewart den Bass (inklusive Gesang, wenn er arco soliert), am Schlagzeug sitzen Jackie Mills oder Lee Young (beim Decca-Album gibt's Track-für-Track-Credits, da sind sie je zweimal zu hören, beim GNP-Album weiss ich's nicht). Hampton spielt auf dem Decca-Album nur auf "seinem" Track, auf dem GNP-Album ist er dann wieder dabei. Natürlich spielen sie jam-session-taugliches Material: "Perdido", "One O'Clock Jump", "Oh, Lady Be Good", aus Hamptons Kernrepertoire dürfen "Flying Home", "Hamp's Boogie Woogie" und "Central Avenue Breakdown" nicht fehlen (alle drei auf dem GNP-Album), ein paar Blues-Nummern gibt es auch - und zu Highlights werden dann die Balladen: "The Man I Love", "That's My Desire" - und natürlich "Star Dust".


Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' - even if it take them fifteen, twenty years. (Thelonious Monk)
Demnächst auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #173 – 09.06.2026, 22:00