Der Bass .... im Jazz (und Grenzgebieten)

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gypsy tail wind
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Re: Der Bass .... im Jazz (und Grenzgebieten)

Beitrag von gypsy tail wind »

soulpope hat geschrieben: 07 Mär 2026, 07:46 Zur Musik :

Ich habe mich gefreut, einen Teil des Mitschnitts der Conjure Band (es gibt für Interessierte mehr davon @ YT) aus 1991 im Netz zu finden und damit diesen Thread eröffnet. Da dies für Dich "kein Einstiegspunkt war", folgende Fragen :

Kennst Du das Werk von Jack Bruce ?
Kennst Du das Conjure Projekt von Kip Hanrahan ?
Kennst Du die darin tätigen Bassisten ?
Kennst Du den Hintergrund, weshalb mehrere Bassisten (auch alternativ) eingesetzt werden ?
Kennst Du das Werk von Andy Gonzalez ?
....

Falls ja, hast Du dazu geschwiegen. Falls nicht, hast Du nicht gefragt oder es hat Dich schlicht nicht interessiert (Letzteres "fair enough").

Fazit : Das Forum ist keine Zwangsbeglückung Dritter, sondern eine Ansammlung von Infos (auch "Angebote" genannt). Diese können je nach persönlichem Empfinden interessant, tauglich, uninteressant oder egal sein. Geht uns allen so, ergo mir auch ....
Du hast dazu ja auch geschwiegen - erzähl doch dazu etwas darüber!

Eine Art "Eröffnung" wäre bei der Titelwahl schon angebracht - aber ich muss hier nicht wiederholen, was @atom schon geschrieben hat. So kommt das wie eine Art Monolog rüber - der mit dem Thema "Bass im Jazz" letzlich wenig zu tun hat, wenn es keinen Kontext, keine Fragestellungen usw. gibt zu den eingestellten Tracks von YT.
Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' - even if it take them fifteen, twenty years. (Thelonious Monk)

Demnächst auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #173 – 09.06.2026, 22:00
bullschuetz
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Re: Der Bass .... im Jazz (und Grenzgebieten)

Beitrag von bullschuetz »

Um das mal ins Produktive zu lenken: @soulpope, mich interessiert, was Du so hörst, aber mit Serien von Videos kann ich ehrlich gesagt auch nichts anfangen, weil ich die ja alle anklicken und nachhören müsste und nicht recht weiß, aus welchen Gründen ich die Zeit dafür aufwenden und den Hörpfaden eines Fremden folgen sollte. Was man hört und was man danach hört und wohin einen das dann wieder führt, hat ja immer Gründe. Man hört Changeless, findet es gut, fragt sich, ob Changes anders oder ähnlich klingt und hört es an. Oder man hört ein Standards-Album von Jarrett/Peacock/DeJohnette, fragt sich, wie die klingen, wenn sie keine Standards spielen, landet bei Changeless, von da bei Changes usw. So ergeben sich Hörpfade, rational verknüpft, emotional verknüpft, assoziativ verknüpft, welche Wege die Neugier halt auch immer nimmt.

Oder man fühlt sich angeregt vom Pianotrio-Thread und folgt den dort von anderen ausgelegten Spuren. Debatten und Argumente, verknüpft mit Hörbeispielen, finde ich zum Beispiel immer sehr einladend, und da bin unter anderem Dir sehr dankbar, dass mich das zu manchen Entdeckungen geführt hat!

Ich fand auch sehr interessant, was Du zu Peacock geschrieben hast. Es wäre toll, wenn Du die Gedanken zu seiner heimlichen Leaderrolle konkretisieren könntest, gerne mit Hörbeispielen mit und/oder Jarrett. Mit mehreren unbegründet eingestellten Videos wie hier fühle ich mich hingegen ein bisschen alleingelassen, weil mir Deine Gedanken, die zwischen den Videos Zusammenhang stiften würden, fehlen und ich deshalb nicht recht weiß, ob ich Lust habe, mich aufs Durchklicken einzulassen. Im Zweifelsfall folge ich dann lieber meinen eigenen Hörpfaden, die es ja immer auch gibt, außerhalb dieses Forums.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu schroff. Ich wollte nur klarmachen, wie anregend ich Deine wahnsinnig breite Musikkenntnis finde, dass es mir mit diesem Bass-Thred bislang aber eher wie @atom geht. Aber von diesem suboptimalen Beginn aus kann hier sicher noch Spannendes entstehen.
soulpope
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Re: Der Bass .... im Jazz (und Grenzgebieten)

Beitrag von soulpope »

gypsy tail wind hat geschrieben: 07 Mär 2026, 08:11
soulpope hat geschrieben: 07 Mär 2026, 07:46 Zur Musik :

Ich habe mich gefreut, einen Teil des Mitschnitts der Conjure Band (es gibt für Interessierte mehr davon @ YT) aus 1991 im Netz zu finden und damit diesen Thread eröffnet. Da dies für Dich "kein Einstiegspunkt war", folgende Fragen :

Kennst Du das Werk von Jack Bruce ?
Kennst Du das Conjure Projekt von Kip Hanrahan ?
Kennst Du die darin tätigen Bassisten ?
Kennst Du den Hintergrund, weshalb mehrere Bassisten (auch alternativ) eingesetzt werden ?
Kennst Du das Werk von Andy Gonzalez ?
....

Falls ja, hast Du dazu geschwiegen. Falls nicht, hast Du nicht gefragt oder es hat Dich schlicht nicht interessiert (Letzteres "fair enough").

Fazit : Das Forum ist keine Zwangsbeglückung Dritter, sondern eine Ansammlung von Infos (auch "Angebote" genannt). Diese können je nach persönlichem Empfinden interessant, tauglich, uninteressant oder egal sein. Geht uns allen so, ergo mir auch ....
Du hast dazu ja auch geschwiegen - erzähl doch dazu etwas darüber!

Eine Art "Eröffnung" wäre bei der Titelwahl schon angebracht - aber ich muss hier nicht wiederholen, was @atom schon geschrieben hat. So kommt das wie eine Art Monolog rüber - der mit dem Thema "Bass im Jazz" letzlich wenig zu tun hat, wenn es keinen Kontext, keine Fragestellungen usw. gibt zu den eingestellten Tracks von YT.
Guten Morgen Flurin,

"Du hast dazu auch geschwiegen"

Also mein "Schweigen" zu Jack Bruce/Conjure war der Grund des "Monologes", nicht die bezüglich des "Angebot" Untätigkeit Dritter ;-) ....

Wir können natürlich wechselseitig akademische Schuldzuweisungen weiter fortführen, Sinn macht es wohl endenwollend ....

Ich gebe Dir Recht, dass bei einem neuen Thread eine Einleitung wichtig ist, hier jedoch handelt es sich - wie auch beim "Piano Trio" - um eine durch das Ableben des alte Forums bedingte Fortführung eines bestehenden und den wenigen (verbleibenden) Forum Jazz Proponenten (so es diese interessierte) bekannten Themas .... und historisch wurden ja dort Beiträge - wenn überhaupt - begrüsst ....

Schliesslich zum Thema "monologisieren" : jenes entsteht ja im nicht geringen Ausmass durch "Nichtreaktion" Dritter und so sollte jeder Forumsteilnehmer auch "vor der eigenen Türe kehren" ....

Zum Schluss was "sonniges" aka ich hoffe Du hattest/hast eine gute Zeit @ Italia ....
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soulpope
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Re: Der Bass .... im Jazz (und Grenzgebieten)

Beitrag von soulpope »

bullschuetz hat geschrieben: 07 Mär 2026, 08:27 Um das mal ins Produktive zu lenken: @soulpope, mich interessiert, was Du so hörst, aber mit Serien von Videos kann ich ehrlich gesagt auch nichts anfangen, weil ich die ja alle anklicken und nachhören müsste und nicht recht weiß, aus welchen Gründen ich die Zeit dafür aufwenden und den Hörpfaden eines Fremden folgen sollte. Was man hört und was man danach hört und wohin einen das dann wieder führt, hat ja immer Gründe. Man hört Changeless, findet es gut, fragt sich, ob Changes anders oder ähnlich klingt und hört es an. Oder man hört ein Standards-Album von Jarrett/Peacock/DeJohnette, fragt sich, wie die klingen, wenn sie keine Standards spielen, landet bei Changeless, von da bei Changes usw. So ergeben sich Hörpfade, rational verknüpft, emotional verknüpft, assoziativ verknüpft, welche Wege die Neugier halt auch immer nimmt.

Oder man fühlt sich angeregt vom Pianotrio-Thread und folgt den dort von anderen ausgelegten Spuren. Debatten und Argumente, verknüpft mit Hörbeispielen, finde ich zum Beispiel immer sehr einladend, und da bin unter anderem Dir sehr dankbar, dass mich das zu manchen Entdeckungen geführt hat!

Ich fand auch sehr interessant, was Du zu Peacock geschrieben hast. Es wäre toll, wenn Du die Gedanken zu seiner heimlichen Leaderrolle konkretisieren könntest, gerne mit Hörbeispielen mit und/oder Jarrett. Mit mehreren unbegründet eingestellten Videos wie hier fühle ich mich hingegen ein bisschen alleingelassen, weil mir Deine Gedanken, die zwischen den Videos Zusammenhang stiften würden, fehlen und ich deshalb nicht recht weiß, ob ich Lust habe, mich aufs Durchklicken einzulassen. Im Zweifelsfall folge ich dann lieber meinen eigenen Hörpfaden, die es ja immer auch gibt, außerhalb dieses Forums.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu schroff. Ich wollte nur klarmachen, wie anregend ich Deine wahnsinnig breite Musikkenntnis finde, dass es mir mit diesem Bass-Thred bislang aber eher wie @atom geht. Aber von diesem suboptimalen Beginn aus kann hier sicher noch Spannendes entstehen.
Danke für Dein Feedback, welches ja auch Aspekte der Musik/Musiker berücksichtigt .... ich werde anlassbezogen mehr schreiben ....

Nochmal zu Hörvideos (allgemein) : für mich stehen diese beispielhaft was/wie der Poster hört und ich kann es im Interessenfall durch anklicken nachvollziehen (und wenn nicht, dann nicht ....) und diese Möglichkeit des Entdeckens schätze ich sehr, wenn sie mir von Dritter Seite geboten wird ....

P.S Und nein, schroff warst Du nicht sondern im Miteinander respektvoll ....
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atom
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Re: Der Bass .... im Jazz (und Grenzgebieten)

Beitrag von atom »

soulpope hat geschrieben: 07 Mär 2026, 07:46
atom hat geschrieben: 06 Mär 2026, 22:20 Das "wozu auch" ist die ehrlichste Aussage in deiner Antwort – und beantwortet meine Frage eigentlich schon. Kein Ziel, kein Austausch gewünscht. Das ist ja völlig legitim, aber dann ist ein Forum vielleicht der falsche Ort dafür?
Den Vorwurf der Anmaßung nehme ich zur Kenntnis. Aber: Wer einen Thread eröffnet, lädt andere ein – oder sollte es zumindest. Vier Links ohne erkennbare These sind keine Einladung. Dass ich selbst noch nichts beigetragen habe, liegt schlicht daran, dass ich bisher keinen Einstiegspunkt erkannt habe.
Zum PN: Du hast recht, das wäre eine Option gewesen. Ich habe das Forum gewählt, weil es ein Forumsthema ist.
Guten Morgen,

Zusammenfassend :

Du vermeinst bestimmen zu können, was der "ehrlichste" Teil meiner Post war, indem Du zwei Worte aus dem Kontext reisst und diesen folgend sicherheitshalber den Spin in eine von Dir gewünschte Richtung gibst.
Du vermeinst bestimmen zu können, wofür das Forum "der richtige Ort ist".
Du vermeinst bestimmen, was allgemein gültig tauglicher Einstiegspunkt für (m)ein Thema ist.
Du hast Dich entschlossen, dies öffentlich darzulegen.

Zur Musik :

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....

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Von Bruce kenne ich seine Arbeit mit Graham Bond, den Bluesbreakers, Cream und ein paar seiner Solo-Alben.
Von Conjure kenne ich nur das Debüt mit Jamaaladeen Tacuma und Steve Swallow – die späteren Besetzungen gar nicht.
Genau das, was du jetzt abfragst, wäre ein wunderbarer Einstieg in einen möglichen Austausch gewesen: Warum wechselnde Bassisten? Was bringen Saunders und Cox, was Swallow nicht kann? Welche Funktion hat der Bass bei Hanrahan generell?

Ich habe dazu geschwiegen, weil dein Post keine Einladung bot. Das hat nichts mit Desinteresse zu tun.

Deinem Fazit stimme ich übrigens zu – das Forum ist kein Verpflichtungsprogramm. Aber ein Angebot, das sich nicht erklärt, bleibt eben oft ungehört.
serenity now!
soulpope
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Der Bass .... im Jazz (und Grenzgebieten)

Beitrag von soulpope »

http://forum.rollingstone.de/foren/topi ... z/page/23/

Überleitung von/zu der Forum Historie ....
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soulpope
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Der Bass .... im Jazz (und Grenzgebieten)

Beitrag von soulpope »



Dave Holland "live" @ Jazz Baltica Salzau am 5ten Juli 2003 .... Solokonzerte sind immer ein Drahtseilakt für den Künstler und gleichzeitig Herausforderung an Zuhörer .... Dave Holland hat es - wie hier - immer wieder verstanden, seine stupende Technik nicht als Selbstzweck, sondern Basis für Geschichten einzusetzen .... btw herausragende Tonqualität ....
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soulpope
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Re: Der Bass .... im Jazz (und Grenzgebieten)

Beitrag von soulpope »

https://jazztimes.com/features/intervie ... s-tribute/

Nachdem sich hier ja die Reaktionen eher in Grenzen halten anbei ein lesenswerter Artikel wie die jüngere Bassistengeneration die Bedeutung bzw den Einfluss von Dave Holland einstuft ....
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soulpope
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Der Bass .... im Jazz (und Grenzgebieten)

Beitrag von soulpope »



Mal Waldron Trio + Sean Bergin "live" am 27sten Oktober 2001 @ Bimhous .... hier bestand das Trio des Pianisten aus John Betsch(dr) und Arjen Gorter (b) .... Letzterer unzweifelhaft ein Weltklassebassist, dessen Karriere über weite Teile auf sein brständiges Wirken in der freien niederländischen Jazzszene beschränkt blieb .... vom Potential her wäre da viel mehr möglich gewesen ....
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Beitrag von soulpope »



Ein Interview mit dem kanadischen Bassisten Don Thompson (btw "The Canadian Rhythm Section) über seinen Werdegang ....
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