Der letzte Film, den ich gesehen habe

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atom
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von atom »

Eine sehr persönliche Doku mit großem Fokus auf seine Beziehungen zu Partnerinnen und zu seiner Mutter, die alle zu Wort kommen. Viele bisher nicht zu sehene Bilder, Videos und Tonaufnahmen.
serenity now!
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motörwolf
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von motörwolf »

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Scream 7 (Kevin Williamson, 2026)
Sidney hat jetzt eine Tochter, Tatum, benannt nach Sidneys alter, toter Freundin. Da ist es nicht verwunderlich, dass schon bald das Morden wieder losgeht, ein neuer Ghostface ist in der Stadt. Sidney muss nun alles dafür tun, ihre Familie zu schützen...
Die beiden letzten Teile der Reihe haben mir ziemlich gut gefallen, ich würde sie sogar innerhalb der Reihe weit vorne sehen. Nur das Original war noch besser, wegen der frischen Idee damals. Und genau diese Frische fehlt im neuesten Sream sehr deutlich. Zwar hat man die Location gewechselt, doch Pine Grove, Indiana ist im Grunde nichts anderes als Woodsboro, so dass sich mir der Wechsel nicht erschließt. Da war der Ausflug nach New York im letzten Teil deutlich interessanter. Zudem hat, ebenfalls 'neu', diesmal auf eine Meta-Ebene weitestgehend verzichtet. Zwar spielen KI-generierte Deepfakes eine Rolle, doch so etwas wie Regeln ergeben sich daraus nicht. Das soll wohl die Spannung erhöhen, tatsächlich aber steigt nur die Beliebigkeit der Handlung. Die Figuren sind maximal uninteressant, sobald man die Kernfamlie um Sidney verlässt (wobei schon ihr Mann eigentlich egal ist). Die Kills sind auch nichts besonderes, und man kommt als Zuschauer nicht gerade um vor Spannung. Weder zittert man mit den Helden, noch beschäftigt einen die Identität von Ghostface (übrigens eine wirklich blöde Auflösung). Scream 7 ist leider eine ziemliche Gurke und könnte sich als Todesstoss für das Franchise erweisen. Nach diesem Film wäre ich damit aber auch zufrieden. Schade, dass Melissa Barrera und Jenna Ortega aus dem Projekt ausgestiegen sind / wurden. Mit ihnen wäre Scream 7 sicher besser geworden. 3/10 blutigen Messern
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motörwolf
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von motörwolf »

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Marty Supreme (Josh Safdie, 2025)

Marty Mauser ist ein jüdischer junger Mann im New York des Jahres 1952. Für seinen Onkel verkauft er Schuhe, doch sein Traum ist es, der größte Tischtennisspieler seiner Zeit zu werden. Das Talent dazu ist vorhanden, doch fehlt ihm das Geld, um zu den Turnieren reisen zu können.
Marty ist kein wirklicher Sympathieträger. Sein völlig egoistischer und rücksichtsloser Umgang mit seinen Mitmenschen rührt aber nicht etwa aus einer tief verwurzelten Boshaftigkeit. Er ordnet lediglich alles andere seinem großen Traum unter. Ihm ist es egal, wenn er Bekannte, Freunde gar, ausnutzt, er lügt und stiehlt. Außerdem hat er seine Emotionen oft nicht unter Kontrolle, und man kommt nicht umhin, seine Ausbrüche (z.B. nach Niederlagen) mit einer gewissen Fremdscham zu beobachten. Trotzdem wird der Zuschauer angesteckt von der fieberhaften Jagd nach Erfolg, denn Timothée Chalamet gibt hier wirklich alles. Völlig uneitel spielt er den Marty mit all seinen Fehlern und seinen Makeln (z.B. die Aknenarben im Gesicht) und die Handlung nimmt den Zuschauer mit auf eine aufregende und spannende Reise, die natürlich keine reine Reise durch den Raum ist, denn wie bei einer klassischen Heldenreise üblich entwickelt sich auch der Charakter des Protagonisten weiter.
Für mich bisher der Film des Jahres, was aber auch nicht schwer ist, da die Konkurrenz bisher schwach ist. 9,5/10 orangenen Bällen
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zissou
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von zissou »



Father, Mother, Sister, Brother (Jim Jarmusch, 2025)

Sehr schön. Langsam. Wie früher. Hätte ich noch Haare, ich trüge sie wie Tom Waits.
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TheMagneticField
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von TheMagneticField »

Hat and beard hat geschrieben: 24 Feb 2026, 22:19
JackofH hat geschrieben: 24 Feb 2026, 18:51Ich hatte schon einen längeren Text zu den erneuten "politischen" Begleiterscheinungen geschrieben. Aber da Politik hier nicht gewünscht ist, respektiere ich das natürlich [...]
Mich würde das schon interessieren und ich denke, im Rahmen einer Diskussion über Film und die Entstehungs- und Rezeptionszusammenhänge ist das zulässig.
Dem kann ich nur zustimmen.
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FifteenJugglers
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von FifteenJugglers »

zissou hat geschrieben: 01 Mär 2026, 16:57 Father, Mother, Sister, Brother (Jim Jarmusch, 2025)

Sehr schön. Langsam. Wie früher. Hätte ich noch Haare, ich trüge sie wie Tom Waits.
Den Jarmusch habe ich ebenfalls direkt zum Kinostart gesehen und war sehr angetan. Nicht, dass meine Familie einer der drei vorgestellten ähnlich wäre, aber trotzdem sehr ... relatable. Dazu ein paar typische Jarmusch-Quirks, aber nicht zu viele. Feiner Film.
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FifteenJugglers
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von FifteenJugglers »

Außerdem gesehen:

"Cabra Marcado Para Morrer" (Eduardo Coutinho, 1984)
Eröffnungsfilm der kleinen Brasilien-Reihe im Filmclub 813. 1962 wird der Bauern-Aktivist João Teixeira ermordet, vermutlich im Auftrag eines Großgrundbesitzers. Regisseur Coutinho kommt auf die Idee, einen Spielfilm darüber zu drehen. Dabei soll die Witwe des Ermordeten sich selbst spielen. Die Dreharbeiten werden zweimal unterbrochen, beim zweiten Mal durch das Eingreifen der Armee. Elizabeth Teixeira flieht, Bauern und Teammitglieder werden teilweise verhaftet, einige gefoltert.
Erst 1981 spürt Coutinho dann Elizabeth Teixeira und ihre in alle Himmelsrichtungen versprengten Kinder wieder auf. Das in den 60ern gedrehte, gerettete Material dient dabei als Illustration sowohl der Vorgeschichte als auch des ursprünglichen Filmprojektes.
Starker Tobak und ein bemerkenswerter Film, der vielleicht etwas mehr Sorgfalt bei der finalen Montage vertragen hätte. Von der letzten Dreiviertelstunde hätte die Hälfte locker raus gekonnt.
Knapp: 8/10
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Talking Head
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von Talking Head »

motörwolf hat geschrieben: 01 Mär 2026, 13:56 Marty Supreme (Josh Safdie, 2025)
´

Danke für die ausführliche Rezension. Steht bei mir und insbesondere meiner Frau auch noch unbedingt auf dem Programm.

Da der Film aber leider nur abends lief und wir eher zu den "Nachmittags-ins-Kino Gehern" mutiert sind, waren wir bei:

Ein fast perfekter Antrag (Marc Rothemund, 2026) 6/10

Keine Ahnung, woran das liegt, aber ich mag Heiner Lauterbach seit seinem Durchbruch mit Männer. Er spielt oft den etwas spießigen Oberpiefke. Vielleicht bin ich auch so ...
Der Film hat mich jedenfalls sehr gut unterhalten. Herrlich, wie er auf seine hölzerne Art seine Jugendliebe Iris Berben umwirbt ... und wieder etliche male scheitert ... bis es dann schließlich doch zu einem Happy End kommt.

Ein bisschen Kitsch ist garantiert enthalten.

Das Thema Beziehungen und Liebe für ältere Semester.
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salamandersalat
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von salamandersalat »

Zuletzt gesehen:



New York'ta Beş Minare (Regie: Mahsun Kırmızıgül - Türkei/USA, 2010) 3,5/10
Between Worlds (Regie: Maria Pulera - Spanien, 2018) 4,5/10
Jarhead (Regie: Sam Mendes - USA/Großbritannien/Deutschland, 2005) 7,5/10
United Trash (Regie: Christoph Schlingensief - Deutschland/Zimbabwe, 1996) 9/10
Tod eines Weltstars (Regie: Christoph Schlingensief - Deutschland, 1992) 7,5/10
Keramikvasen geh'n jetzt wieder viel leichter kaputt.
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Talking Head
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

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Auf Prime zum Ausleihen für 3,99€

Zwei zu eins (Natja Brunckhorst, 2024)

Vier Helden machen sich kurz vor der Währungsunion auf den Weg und klauen aus einem Bunker Millionen von "Ostmark". Anschließend entwickeln sie ein ausgeklügeltes System, um dieses Geld in "Westmark" umzutauschen.

Auch wenn die Kritiken nicht so berauschend sind, ich fand den Film höchst amüsant.
Das Leben als Pensionär ist einfach nur geil!