Der letzte Film, den ich gesehen habe

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gypsy tail wind
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von gypsy tail wind »

salamandersalat hat geschrieben: 02 Sep 2026, 17:20 Außerdem gesehen:



Steamboat Bill, Jr. (Regie: Charles Reisner/Buster Keaton - USA, 1928) 7/10

Die Filmcrew bekniete Buster Keaton den weltberühmten und waghalsigsten Stunt in Steamboat Bill, Jr. zu unterlassen, fürchtete sie doch, Zeuge einer Tragödie zu werden. Keaton ließ sich nicht beirren und stürzte sich mit Todesverachtung in die Arbeit, das heißt: Er blieb einfach stoisch an Ort und Stelle stehen, während eine Häuserfassade auf ihn zukippte, mit einer kleinen Fensteröffnung, durch die sein Körper schlüpfen sollte. Einer der vielen Höhepunkte des Finales von Steamboat Bill, Jr., geprägt von Keatons Teufelskerl-Performances in einem (künstlichen) Sturm.
Leider baut sich der Film bis dahin eher schleppend auf und die Gag-Dichte fällt ungewöhnlich gering aus. Die letzten 20 Minuten sind Klassiker-Material, alles davor eher gehobener Durchschnitt.

Bild
Erinnere ich als etwas besser, aber ist eine Weile her. Der Stunt mit der Hauswand reiht sich unter die krassesten von Keaton ein (mir kommen da als erstes noch der am Seil im reissenden Fluss und der mit der Ladung aus dem Wassertank, der ihm das Genick brach, in den Sinn). Zuletzt wieder mal gesehen hatte ich Anfang Jahr "The Navigator", und der ist natürlich von Anfang bis Schluss grandios.
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Friedrich
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von Friedrich »

Mirror Man hat geschrieben: 02 Sep 2026, 19:48
Copland finde ich auch stark, und bis in die Nebenrollen gut besetzt. Und Stallone mit Mut zur Wampe.
... und auf einem Ohr taub!
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Talking Head
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von Talking Head »

Nach neulich Sicario 1 heute

Sicario 2 (Sicario 2, Stefano Sollima, 2018)

Interessante Fortsetzung mit nahezu gleichem Ensemble. Das Drehbuch von Taylor Sheridan überzeugt mal wieder völlig, ebenso wie die Drehbücher zu High Or High Water und Wind River.

Schade, dass Taylor Sheridan nach Wind River für einen Kinofilm keine Regie mehr geführt, sondern sich nur noch auf Serien konzentriert hat.
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gypsy tail wind
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von gypsy tail wind »



Gestern im Kino: Manji (Swastika) (das im Vergleich zum Nazi-Symbol umgedrehte, buddhistische Symbol, das als japanischer Filmtitel dient, lasse ich hier lieber mal weg) (JP 1964) von Yasuzo Masumura - einmal mehr ein ziemlich wilder Film. Eine gelangweilte verheiratete Frau verliebt sich in eine andere Schülerin (Ayako Wakao natürlich) in der Kunstschule, an der sie Zeichenunterricht nimmt. Zwischen den beiden entspannt sich eine Affäre, die sich verkompliziert, als zuerst der Verlobte und der später der zunächst zurückhaltend agierende Ehemann auch dazustossen. Betrug und Verwirrspiele enden in einer psychischen Abhängigkeit, die mit Liebe nichts mehr zu tun haben scheint (oder: alles) - und im gemeinsamen Suizid. Eine weitere Geschichte von Obsessionen, die in Selbstzerstörung münden. Das könnte melodramatisch sein, ist es teilweise auch ein wenig, aber nie übermässig. Ebenso gekonnt entgeht der Film den Exploitation-Klischees, bleibt dank der tollen Kameraarbeit immer raffiniert und geschmackvoll. Dunkel ist er, vielleicht sogar zynisch, aber dank des hervorragenden Ensembles - vor allem natürlich den beiden Schauspielerinnen im Lead - ist er wirklich eindringlich. Das Drehbuch schrieb übrigens Kaneto Shindo, auf eine Vorlage von Jun’ichiro Tanizaki.
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salamandersalat
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von salamandersalat »

Zuletzt gesehen:



The Wizard of Oz (Regie: Larry Sermon - USA, 1925) 5,5/10
Atoll K [UK Cut] (Regie: Léo Joannon/John Berry - Frankreich/Italien, 1951) 5/10
Lost in Translation (Regie: Sofia Coppola - USA/Japan, 2003) [Re-Watch] 8/10
In the Name of the King: A Dungeon Siege Tale (Regie: Uwe Boll - Deutschland/Kanada/USA, 2007) 4,5/10
Watching the Detectives (Regie: Paul Soter - USA, 2007) 6/10

Fantasy-Gedöns von Uwe Boll? Auch nicht schlimmer als The Lord of the Rings. (Und ähnlich prominent besetzt.)
Keramikvasen geh'n jetzt wieder viel leichter kaputt.
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kathisi
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von kathisi »

Friedrich hat geschrieben: 01 Sep 2026, 08:55 Odyssee (Christopher Nolan, USA, 2026)

Mischung aus Sandalenfilm, Fantasy und Psychogramm des tragischen Helden Odysseus. Visuell beeindruckend, erschlägt aber zum Glück eigentlich nicht mit monumentalen Settings und spektakulären Tricks. Manchmal wirken die Abenteuer des Odysseus wie aneinandergereiht und sie treiben den Film nicht wirklich voran. Interessant wird es, wenn der Film örtlich und zeitlich hin- und herspringt, der durch Krieg und Gewalt offenbar traumatisierte Odysseus erkennbar wird und seine Versuche, wieder nach Hause zu kommen, als die Versuche erscheinen, wieder in ein normales, friedliches Leben zurückzukehren. Ich hätte mir gewünscht, dass dieses psychologische Thema noch etwas deutlicher herausgearbeitet worden wäre. Am Ende wird der bestehende Konflikt doch wieder durch Gewalt gelöst und die Suche nach Erlösung geht von vorne los. Ich vergebe etwas knappe antike ****.


Gestern abend habe ich mit einem alten Freund geredet, der ebenfalls Odyssee gehen hatte. Auf die Frage, wie er ihn fand, sagte er "Was für eine vertane Chance!" und meinte damit vor allem, dass der Film die Abenteuer des Odysseus wie eine Nummernrevue aneinanderreiht, ohne dass sie einen tieferen Sinn ergeben und der psychologische Aspekt des geistig-moralisch verwirrten und traumatisierten Odysseuss viel zu spät und viel zu wenig betont wird. Er dachte laut darüber nach, wie es wäre, wenn man die Geschichte in die Gegenwart übertragen könnte. Ich denke seit gestern abend darüber nach, ob ich bei der Besternung von Odyssee eine Wertberichtigung nach unten vornehmen soll. Hat noch jemand anderes hier diesen Film gesehen?
Gestern in der Lichtburg in Essen im 70mm Format gesehen. Ja, eine Hommage an den klassischen Sandalenfilm. Bildgewaltig. Und immerhin ein halbwegs gebrochener Held, das geht schon in Ordnung. Mehr wäre für ein Massenpublikum kaum zuträglich gewesen. Und auf dieses muß der Film angesichts des Budgets ja zielen. Das mit der Nummernrevue habe ich nicht so deutlich empfunden wie gedacht - es ist halt viel "Erzählmasse" da, die in den knapp 3 Stunden verarbeitet werden muss, insbesondere wenn man dem Ende von Troja und der Situation um die Freier angemessenen dramaturgischen Platz einräumen will. Da wird es dazwischen erzählerisch notgedrungen schon mal knapper und das wurde durch den Rückblendeneinsatz finde ich ganz gut gelöst.
Was mir nach dem Film aufgefallen ist, dass mich das Ganze bei allen eingesetzten Mitteln und dem filmtechnischen Aufwand seltsam kalt gelassen hat. Ich habe offensichtlich Matt Damon seine Qualen und Gewissensbisse nicht abgenommen. Ich kann das nicht mal an konkreten schauspielerischen Schwächen festmachen - er hat mich einfach nicht "gekriegt". *** 1/2 Sterne, für die non-digitale Produktion ****, das war schon gut.
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Friedrich
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von Friedrich »

kathisi hat geschrieben: 06 Sep 2026, 08:57
Friedrich hat geschrieben: 01 Sep 2026, 08:55 Odyssee (Christopher Nolan, USA, 2026)

Mischung aus Sandalenfilm, Fantasy und Psychogramm des tragischen Helden Odysseus. Visuell beeindruckend, erschlägt aber zum Glück eigentlich nicht mit monumentalen Settings und spektakulären Tricks. Manchmal wirken die Abenteuer des Odysseus wie aneinandergereiht und sie treiben den Film nicht wirklich voran. Interessant wird es, wenn der Film örtlich und zeitlich hin- und herspringt, der durch Krieg und Gewalt offenbar traumatisierte Odysseus erkennbar wird und seine Versuche, wieder nach Hause zu kommen, als die Versuche erscheinen, wieder in ein normales, friedliches Leben zurückzukehren. Ich hätte mir gewünscht, dass dieses psychologische Thema noch etwas deutlicher herausgearbeitet worden wäre. Am Ende wird der bestehende Konflikt doch wieder durch Gewalt gelöst und die Suche nach Erlösung geht von vorne los. Ich vergebe etwas knappe antike ****.


Gestern abend habe ich mit einem alten Freund geredet, der ebenfalls Odyssee gehen hatte. Auf die Frage, wie er ihn fand, sagte er "Was für eine vertane Chance!" und meinte damit vor allem, dass der Film die Abenteuer des Odysseus wie eine Nummernrevue aneinanderreiht, ohne dass sie einen tieferen Sinn ergeben und der psychologische Aspekt des geistig-moralisch verwirrten und traumatisierten Odysseuss viel zu spät und viel zu wenig betont wird. Er dachte laut darüber nach, wie es wäre, wenn man die Geschichte in die Gegenwart übertragen könnte. Ich denke seit gestern abend darüber nach, ob ich bei der Besternung von Odyssee eine Wertberichtigung nach unten vornehmen soll. Hat noch jemand anderes hier diesen Film gesehen?
Gestern in der Lichtburg in Essen im 70mm Format gesehen. Ja, eine Hommage an den klassischen Sandalenfilm. Bildgewaltig. Und immerhin ein halbwegs gebrochener Held, das geht schon in Ordnung. Mehr wäre für ein Massenpublikum kaum zuträglich gewesen. Und auf dieses muß der Film angesichts des Budgets ja zielen. Das mit der Nummernrevue habe ich nicht so deutlich empfunden wie gedacht - es ist halt viel "Erzählmasse" da, die in den knapp 3 Stunden verarbeitet werden muss, insbesondere wenn man dem Ende von Troja und der Situation um die Freier angemessenen dramaturgischen Platz einräumen will. Da wird es dazwischen erzählerisch notgedrungen schon mal knapper und das wurde durch den Rückblendeneinsatz finde ich ganz gut gelöst.
Was mir nach dem Film aufgefallen ist, dass mich das Ganze bei allen eingesetzten Mitteln und dem filmtechnischen Aufwand seltsam kalt gelassen hat. Ich habe offensichtlich Matt Damon seine Qualen und Gewissensbisse nicht abgenommen. Ich kann das nicht mal an konkreten schauspielerischen Schwächen festmachen - er hat mich einfach nicht "gekriegt". *** 1/2 Sterne, für die non-digitale Produktion ****, das war schon gut.
Die Lichtburg scheint ja der angemessene Rahmen für diesen Film zu sein!

Immerhin bietet Cristopher Nolans Odyssee Diskussionsstoff. Die Rezeption reicht von Jubelkritiken über Skepsis bis zu Totalverrissen. Kommt auch ein bisschen drauf an, worauf man als Zuschauer den Fokus richtet. Ich weiß nicht, ob es eine Stärke oder eine Schwäche des Films ist, dass er etwas unbestimmt bleibt. Der gebrochene Held - hm ...? Ich frage mich, ob man da dem Publikum zu wenig zutraut. Wenn man das vertieft hätte, hätte einen der Film vielleicht mehr berührt.

Ich kenne jetzt Homers Odysse nur sehr oberflächlich und weiß nicht, wie sehr der Film sich an die Vorlage hält und was eher Interpretation ist. James Joyce hat mit Ulysses eine Adaptation der Odyssee geschaffen, Jochen Distelmeyer hat sich damit dem Vernehmen nach verhoben. Kenne ich als relativ lesefauler Mensch aber beides nicht. Was hätte Christopher Nolan daraus machen können? Ist aber auch ein ganz schön schwerer Stoff. Da muss man sich was trauen.
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kathisi
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von kathisi »

Friedrich hat geschrieben: 06 Sep 2026, 15:01
kathisi hat geschrieben: 06 Sep 2026, 08:57
Friedrich hat geschrieben: 01 Sep 2026, 08:55 Odyssee (Christopher Nolan, USA, 2026)

Mischung aus Sandalenfilm, Fantasy und Psychogramm des tragischen Helden Odysseus. Visuell beeindruckend, erschlägt aber zum Glück eigentlich nicht mit monumentalen Settings und spektakulären Tricks. Manchmal wirken die Abenteuer des Odysseus wie aneinandergereiht und sie treiben den Film nicht wirklich voran. Interessant wird es, wenn der Film örtlich und zeitlich hin- und herspringt, der durch Krieg und Gewalt offenbar traumatisierte Odysseus erkennbar wird und seine Versuche, wieder nach Hause zu kommen, als die Versuche erscheinen, wieder in ein normales, friedliches Leben zurückzukehren. Ich hätte mir gewünscht, dass dieses psychologische Thema noch etwas deutlicher herausgearbeitet worden wäre. Am Ende wird der bestehende Konflikt doch wieder durch Gewalt gelöst und die Suche nach Erlösung geht von vorne los. Ich vergebe etwas knappe antike ****.


Gestern abend habe ich mit einem alten Freund geredet, der ebenfalls Odyssee gehen hatte. Auf die Frage, wie er ihn fand, sagte er "Was für eine vertane Chance!" und meinte damit vor allem, dass der Film die Abenteuer des Odysseus wie eine Nummernrevue aneinanderreiht, ohne dass sie einen tieferen Sinn ergeben und der psychologische Aspekt des geistig-moralisch verwirrten und traumatisierten Odysseuss viel zu spät und viel zu wenig betont wird. Er dachte laut darüber nach, wie es wäre, wenn man die Geschichte in die Gegenwart übertragen könnte. Ich denke seit gestern abend darüber nach, ob ich bei der Besternung von Odyssee eine Wertberichtigung nach unten vornehmen soll. Hat noch jemand anderes hier diesen Film gesehen?
Gestern in der Lichtburg in Essen im 70mm Format gesehen. Ja, eine Hommage an den klassischen Sandalenfilm. Bildgewaltig. Und immerhin ein halbwegs gebrochener Held, das geht schon in Ordnung. Mehr wäre für ein Massenpublikum kaum zuträglich gewesen. Und auf dieses muß der Film angesichts des Budgets ja zielen. Das mit der Nummernrevue habe ich nicht so deutlich empfunden wie gedacht - es ist halt viel "Erzählmasse" da, die in den knapp 3 Stunden verarbeitet werden muss, insbesondere wenn man dem Ende von Troja und der Situation um die Freier angemessenen dramaturgischen Platz einräumen will. Da wird es dazwischen erzählerisch notgedrungen schon mal knapper und das wurde durch den Rückblendeneinsatz finde ich ganz gut gelöst.
Was mir nach dem Film aufgefallen ist, dass mich das Ganze bei allen eingesetzten Mitteln und dem filmtechnischen Aufwand seltsam kalt gelassen hat. Ich habe offensichtlich Matt Damon seine Qualen und Gewissensbisse nicht abgenommen. Ich kann das nicht mal an konkreten schauspielerischen Schwächen festmachen - er hat mich einfach nicht "gekriegt". *** 1/2 Sterne, für die non-digitale Produktion ****, das war schon gut.
Die Lichtburg scheint ja der angemessene Rahmen für diesen Film zu sein!

Immerhin bietet Cristopher Nolans Odyssee Diskussionsstoff. Die Rezeption reicht von Jubelkritiken über Skepsis bis zu Totalverrissen. Kommt auch ein bisschen drauf an, worauf man als Zuschauer den Fokus richtet. Ich weiß nicht, ob es eine Stärke oder eine Schwäche des Films ist, dass er etwas unbestimmt bleibt. Der gebrochene Held - hm ...? Ich frage mich, ob man da dem Publikum zu wenig zutraut. Wenn man das vertieft hätte, hätte einen der Film vielleicht mehr berührt.

Ich kenne jetzt Homers Odysse nur sehr oberflächlich und weiß nicht, wie sehr der Film sich an die Vorlage hält und was eher Interpretation ist. James Joyce hat mit Ulysses eine Adaptation der Odyssee geschaffen, Jochen Distelmeyer hat sich damit dem Vernehmen nach verhoben. Kenne ich als relativ lesefauler Mensch aber beides nicht. Was hätte Christopher Nolan daraus machen können? Ist aber auch ein ganz schön schwerer Stoff. Da muss man sich was trauen.
Das ist ja generell das Problem von Mainstreamkino - die systematische Unterforderung seines Publikums.
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von gypsy tail wind »



Heute Morgen im Kino: Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war (DE/AT 2026) von Regina Schilling. Gefiel mir sehr gut, die Montage von Archivmaterial mit neuen Aufnahmen mit Sandra Hüller, die meistens stumm ist, aber aus dem Off auch Texte Bachmanns liest, funktionierte überraschend gut, fand ich. Grosse Lust, mal wieder Bachmann zu lesen (vieles von ihr hab ich noch gar nie gelesen) ... und in ein paar Wochen zeigt das Programmkino hier im Rahmen einer Huppert-Reihe auch wieder "Malina", den ich 1999 zuletzt gesehen habe.
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

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gypsy tail wind hat geschrieben: 06 Sep 2026, 16:37 Heute Morgen im Kino: Ingeborg Bachmann - Jemand, der einmal ich war (DE/AT 2026) von Regina Schilling. Gefiel mir sehr gut, die Montage von Archivmaterial mit neuen Aufnahmen mit Sandra Hüller, die meistens stumm ist, aber aus dem Off auch Texte Bachmanns liest, funktionierte überraschend gut, fand ich. Grosse Lust, mal wieder Bachmann zu lesen (vieles von ihr hab ich noch gar nie gelesen) ... und in ein paar Wochen zeigt das Programmkino hier im Rahmen einer Huppert-Reihe auch wieder "Malina", den ich 1999 zuletzt gesehen habe.
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Gibt es etwas, womit man gut den Einstieg in Bachmanns Werk findet? Ich pralle jedes Mal schon an den Klappentexten bzw. den Inhaltsangaben ab, aber würde ihr doch gerne eine faire Chance geben - und wer weiß, ob der Zugang sich nicht beim Lesen findet.
Reality is that which, when you stop believing in it, doesn’t go away.
Reality denied comes back to haunt.
Philip K. Dick

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