
johnny "hammond" smith, nasty (1968)
john abercrombie im orgeltrioeinsatz, grady tate an den drums, houston person fliegt nur für die soli ein. was für eine slicke band. wie viel geheimwissen da drin steckt, über sounds, über interplay, über dramaturgie. auf den üblichen samplern landet nur das titelstück, spannend ist die band aber vor allem in solchen swingnummern wie "if I were a bell" oder dem langsamen "song for my father", wo ein bestimmtes mikroklima herrscht, das man so wohl nur im orgeltrio hinbekommt. abercrombie macht seine sache gut, soundmäßig sowieso, aber vor allem in den rhythmischen akzenten - seine soli sind hier noch etwas akademisch, skalenverhaftet. ab und zu, im wechsel von single notes und akkorden, hört man schon die spätere fluidität heraus. der liner-notes-schreiber, der ihn überhaupt nicht kennt, beschreibt sein spiel als "logical and lithe", das trifft es ganz gut. super bft-material.

