Trio Transition
Michel Legrand / Stéphane Grappelli
Das Trio-Album lief die letzten Wochen schon mehrfach, so richtig komm ich noch nicht rein. Miller wirkt manchmal etwas generisch, ist dann wieder super, Workman klingt manchmal übel, dann wieder toll, und Waits ist in den besten Momenten richtig prägend, aber hält sich anderswo ziemlich raus. Der nächste Anlauf folgt bald.
Legrand/Grappelli war "a dream come true" für den Pianisten, der auch die Arrangements (inklusive Streicher und - meist wortlosem - Chor) einrichtete und die Band leitete, zu der vor allem Marc-Michel Lebevillon am elektrischen Kontrabass und André Ceccarelli gehören,a ber auch ein Blechbläser-Satz, in dem Jon Faddis und Denis Leloup den Lead spielen (total fünf Trompeten, drei Posaunen und Bassposaune). Das ist alles etwas slick, etwas gar nostalgisch, aber eben doch immer eine Spur neben dem, was man erwarten würde. Die Standards, die Legrand ausgewählt hat, stammen natürlich aus der Grande Nation ("Mon Homme, "The Good Life", "Nuages", "Whate Are You Doing for the Rest of Your Life?", "Les Parapluies de Cherbourg", "Mon Legionnaire" ...) und "are the equal of the best works to come from the New World", wie Alain Tercinet in den Liner Notes meint. Eine Produktion aus dem Jahr 1992 von Legrand, natürlich mit Jean-Philippe Allard und Daniel Richard im Hintergrund. Und ein Sempé-Cover hat auch nicht jeder in seiner Diskographie. Wusste bis zur Bestellung bei Discogs vor ein paar Wochen noch nicht mal, dass es diese Album gibt.
Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' - even if it take them fifteen, twenty years. (Thelonious Monk)
Demnächst auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz #176: 13.10.2026, 22:00