Musikalisches Tagebuch

Ich höre gerade..., musikalisches Tagebuch
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hurley
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von hurley »

Freakwater- Old Paint
Eine der Bands die ich ohne die "Roots"-Sendungen von WD wohl niemals kennengelernt hätte. Der spröde Gesang von Catherine Irwin der nur durch Janet Beans Unterstützung erträglicher wird, geht durch Mark und Bein. Und am Ende einer jeden Freakwater Platte bleibt die Erkenntnis: "Alles scheiße, In Liebe Cathrine & Janet!" Schräg, spröde, düster und auch zugleich wunderschön in manchen Momenten... all das passt zu diesem eher traditionell-konservativen Sound, der nur durch die schrägen und schroffen Harmonies gebrochen wird.

Martin & Jessica Simpson- True Dare Or Promise
Noch eine "klassische" Roots Platte. Die großartigen Aufnahmen reichen von Folk bis Folk-Rock. Martins Gitarrenspiel ist brill und für mich neben Jansch & Thompson einer der besten Gitarristen. Bei ihrer Darbietung von "Past Caring" bleibt einem die Spucke weg, so intensiv und heftig ist das von Steve Ashley vertonte Gedicht von Henry Lawson, welches hier als Grundlage fundiert. Eines der ganz schmerzhaft übersehenden Folk Platten, Auch wenn die "Digifizierung" hier schon ihr Unwesen treibt. :-)

Misty In Roots- Live At The Counter Eurovision 79
Das Debüt Alben gleichzeitig auf Live Alben sind kommt vor aber nicht so häufig. Aufgenommen in Brüssel bei einem sozialistischen Festival, gehört dieses Vermächtnis zu einem der besten Roots-Reggae Platten auch wenn viele biblische Bilder heranzitiert werden und Wut diese politisch aufgeladene Aufnahme beherrscht. Aber diese Orgel! Das muss man mal gehört haben.

Ansonsten habe ich noch gehört:
Killah Priest- Heavy Mental
Stan Getz & Joào Gilberto- Getz/Gilberto
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The Imposter
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von The Imposter »

yeah, das Misty in Roots Album hab ich auch in guter Erinnerung,

'Getz/Gilberto' sowieso (wahrscheinlich All Time TopTen, wenn ich das denn listen würde)
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madmartl
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von madmartl »

Tocotronic - Sie wollen uns erzählen (Maxi, 1997)
Clannad - Banba (1993)
Chris Rea - Stony road (2002)
Queen - The works (1984)
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kathisi
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von kathisi »

Freitag:

Angine de Poitrine - Vol. 2 (2026) ****
Das Polka-dot-Internetphänomen aus Quebec mit dem Talent zur perfekten Inszenierung im Social Media Zeitalter. Aber musikalisch machen die weitestgehend instrumental gespielten Tracks durchaus Spaß, wie immer man das Genre auch benennen mag. "Utzp" könnte man sich auch sehr gut von einem tollen Balkan-Blasorchester gespielt vorstellen.

Underworld - A Hundred Days Off (2002) ***
Gar nicht mein Genre, aber der RS-Sampler Track "Trim" hatte mich neugierig gemacht. Das Album selbst hat sich dann tatsächlich als "nicht so meins" herausgestellt. Faktisch bedeutet das, das ich objektiv die Qualität dieser Musik kaum beurteilen kann - das ist ja alles gut gemacht und sehr sauber produziert, ich schaffe bloß keine emotionale Bindung zu dieser Art von Musik.

The Streets - Original Pirate Material (2002) ***
Auch Rap bleibt für mich ein "acquired taste". Neugier hat inzwischen etliche klassische Rap-Alben in meine Sammlung gespült, von denen ich einige auch wirklich gern höre, ohne das es für Höchstwertungen reichen würde. Mike Skinners Debüt in einer englisch orientierten Variante des Genres ist in erster Linie originell in der Wahl der Erzählung und der Themen. Musikalisch okay - aber ist das eigentlich Rap? Eigentlich erzählt er ja eher zur Musik.

Eminem - The Eminem Show (2002) ***

Und nun doch noch ein klassisches US-Rapalbum mit dem typischen Mix toller Tracks und grenzwertiger Statements.

Queens Of The Stone Age - Songs For The Deaf (2002) *** 1/2
Und weiter außerhalb meiner musikalischen Comfort Zone. Hardrock in jeglicher Spielart ist bei mir eine Fall-zu-Fall-Entscheidung (Motörhead und AC/DC schon, der klassische 70er und 80er Hardrock gefällt eher selten auf Albumlänge). Dies fällt da irgendwie in die Mitte - "Desert Rock" als eigenständiges Genre? Hier sind schon ein paar tolle Stücke darauf - "Go With The Flow", "First It Giveth", "Gonna Leave You" z.B.. Und die Radio-Jingle Idee ist auch klasse.

Tocotronic - Tocotronic (2002) *** 1/2
Meine einzige Platte dieser Band (hab sie aber mal live gesehen) und eine, die mich bisher auch eher gespalten zurückgelassen hatte. Somit nach langer Zeit ein Wiederhören, und durchaus eine positiver Überraschung, Deutscher Alt-Rock mit kryptisch verdrehten Texten - aber es kommt mir heute nicht mehr so manieriert vor, wie ich es in Erinnerung hatte. Heute höre ich mehr die Lust am Spiel mit der Sprache.

Coleman Hawkins - Body and Soul (Dreyfus Jazz, comp. 2002, rec. 1939-1949) ***
Eine weitere Compilation des französischen Dreyfus-Labels, diesmal mit Hawkins-Aufnahmen aus den 40ern. Sein warmer Saxophonton kommt sehr schön herüber, die Rhythmusgruppen und das Klavier oft etwas scheppernd. Zur Abrundung der End-50er/Anfang-60er Aufnahmen von Hawkins in meiner Sammlung gut geeignet, aber für mich kein "must have".
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hurley
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von hurley »

kathisi hat geschrieben: 19 Jun 2026, 17:29 Freitag:

Angine de Poitrine - Vol. 2 (2026) ****
Das Polka-dot-Internetphänomen aus Quebec mit dem Talent zur perfekten Inszenierung im Social Media Zeitalter. Aber musikalisch machen die weitestgehend instrumental gespielten Tracks durchaus Spaß, wie immer man das Genre auch benennen mag. "Utzp" könnte man sich auch sehr gut von einem tollen Balkan-Blasorchester gespielt vorstellen.
Ich hab's durchaus versucht aber letztendlich bin ich froh mir die beiden Alben nicht gekauft zu haben wobei es durchaus auch was für mich wäre diese zappaesken Sounds. Realtalk? ->ich finde die Kostüme besser als die Musik. :-)
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firecracker
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von firecracker »

hurley hat geschrieben: 19 Jun 2026, 15:52 Martin & Jessica Simpson- True Dare Or Promise
Noch eine "klassische" Roots Platte. Die großartigen Aufnahmen reichen von Folk bis Folk-Rock. Martins Gitarrenspiel ist brill und für mich neben Jansch & Thompson einer der besten Gitarristen. Bei ihrer Darbietung von "Past Caring" bleibt einem die Spucke weg, so intensiv und heftig ist das von Steve Ashley vertonte Gedicht von Henry Lawson, welches hier als Grundlage fundiert. Eines der ganz schmerzhaft übersehenden Folk Platten, Auch wenn die "Digifizierung" hier schon ihr Unwesen treibt. :-)
Vielleicht ist der Name heute einfach ungünstig?

Ich hör mal rein bei Gelegenheit.
kathisi hat geschrieben: 19 Jun 2026, 17:29 The Streets - Original Pirate Material (2002) ***
Auch Rap bleibt für mich ein "acquired taste". Neugier hat inzwischen etliche klassische Rap-Alben in meine Sammlung gespült, von denen ich einige auch wirklich gern höre, ohne das es für Höchstwertungen reichen würde. Mike Skinners Debüt in einer englisch orientierten Variante des Genres ist in erster Linie originell in der Wahl der Erzählung und der Themen. Musikalisch okay - aber ist das eigentlich Rap? Eigentlich erzählt er ja eher zur Musik.
Ich kann mich auch mehr für einzelne Tracks begeistern. Auf Albumlänge ziemlich anstrengend.
Zuletzt geändert von firecracker am 19 Jun 2026, 17:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Nur ins Wasser geh ich nicht, denn mein Walkman ist nicht wasserdicht
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kathisi
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von kathisi »

hurley hat geschrieben: 19 Jun 2026, 17:42
kathisi hat geschrieben: 19 Jun 2026, 17:29 Freitag:

Angine de Poitrine - Vol. 2 (2026) ****
Das Polka-dot-Internetphänomen aus Quebec mit dem Talent zur perfekten Inszenierung im Social Media Zeitalter. Aber musikalisch machen die weitestgehend instrumental gespielten Tracks durchaus Spaß, wie immer man das Genre auch benennen mag. "Utzp" könnte man sich auch sehr gut von einem tollen Balkan-Blasorchester gespielt vorstellen.
Ich hab's durchaus versucht aber letztendlich bin ich froh mir die beiden Alben nicht gekauft zu haben wobei es durchaus auch was für mich wäre diese zappaesken Sounds. Realtalk? ->ich finde die Kostüme besser als die Musik. :-)
Ich war auch sehr skeptisch, habe bisher auch nur "Vol. 2" gehört - war dann aber doch eher positiv überrascht. Kann man so machen, denke ich. Ja, die Kostüme sind dadaistisch toll.
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Mirror Man
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von Mirror Man »

John Greaves - Yours Sincerely
Booker T. & The MG's - The Booker T. Set
Eagles - Hotel California
Deradoorian - Disembodied Improvisations, Vol. 1
10,000 Maniacs - Live at the Greek Theatre, Los Angeles, 1992
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Ed O'Brien - Earth
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Okumu behalte ich mal auf dem Schirm.
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dengel
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von dengel »

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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von krauspop »

Fugazi - End Hits (1998)
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