Musikalisches Tagebuch

Ich höre gerade..., musikalisches Tagebuch
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firecracker
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von firecracker »

kathisi hat geschrieben: 18 Jun 2026, 10:12 Lustig, daß du gerade diese beiden Alben als Vergleich heranziehst, die hier ja eher selten Erwähnung finden. Arthur habe ich gerade wiedergehört, Yorn schon länger nicht, aber beide hängen hier bei ***.

Und "You are my Sunshine" ist ja ein unantastbarer Klassiker, da verbietet sich fast jede kritische Textanalyse. Staatshymne von Louisiana, wenn ich mich recht erinnere.
Note to self: Do your research! (Jetzt wird mir auch klar, dass "Sweet America" von Steve Rowland's The Family Dogg nicht ihr Original ist)

Hatte ich mitbekommen, dass du das Album von Joseph Arthur gerade mal wieder gehört hattest. Ich auch vor einer Weile – und kam zu einem ähnlichen Schluss. Musicforthemorningafter kam ja ungefähr zeitgleich raus. Und war, meine ich, auch Thema im Rolling Stone. Hätte auch Back to Bedlam von James Blunt (Songbird und ich haben einen tollen Abend in der Prinzenbar beim Showcase verbracht!) oder Room for Squares von John Mayer nennen können. ;)

Recherchiere gleich mal, was ich noch über "You Are My Sunshine" rausfinde. Erstmal die Santa Barbara Honeymoon Re-Edition mit Bonus-Tracks zu Ende hören.
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Jan Lustiger
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von Jan Lustiger »

firecracker hat geschrieben: 18 Jun 2026, 09:55 You are my sunshine, my only sunshine
You make me happy when skies are gray
You'll never know dear, how much I love you
Please don't take my sunshine away
Ich liebe ja die Version von Low, die daraus den traurigsten Song der Welt machen. Plötzlich liegt der Fokus nicht mehr auf dem Glück ("You make me happy when skies are gray"), sondern auf der Angst vor dem Verlust von ebendiesem ("Please don't take my sunshine away").

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Mr. Blue
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von Mr. Blue »

Sonntag - Mittwoch :

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Mitch Ryder - The Selection (eigene Zusammenstellung)
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V.A. - Bluesnews Collection Vol. 15
U2 - Days Of Ash And Easter Lily


Von U2 sind es 2 EPs, die im Frühjahr veröffentlicht wurden, leider bislang digital nur als Download. Ich habe mir den Download dann in wav-Dateien umgewandelt und als CD gebrannt mit einer Laufzeit von rd. 53 min.
Jetzt unabhängig vom Technischen muss ich sagen, dass es sich mit Abstand um das Beste von U2 handelt seit ihrem 2004 Album "How to dismantle an Atomic Bomb". Hätte ich der Truppe echt nicht mehr zugetraut, dass sie nochmals so gute typische U2-Musik auf den Weg bringen würde. Hier passt einfach alles wieder wie zu besten Zeiten.
Auch wenn es ein für mich selbstgebasteltes Album ist, ist es für mich bislang das beste in 2026 !
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firecracker
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von firecracker »

Jan Lustiger hat geschrieben: 18 Jun 2026, 11:16 Ich liebe ja die Version von Low, die daraus den traurigsten Song der Welt machen. Plötzlich liegt der Fokus nicht mehr auf dem Glück ("You make me happy when skies are gray"), sondern auf der Angst vor dem Verlust von ebendiesem ("Please don't take my sunshine away").
Schön! Die Version von Johnny Cash auch.
"You Are My Sunshine" (French: Tu es mon soleil; Louisiana Creole: To vyé mô soléy) is an American standard of old-time and country music and the state song of Louisiana. Its original writer is disputed. According to the performance rights organization BMI, by the year 2000 the song had been recorded by over 350 artists and translated into 30 languages.

Written and recorded as early as 1939, the song was first published and copyrighted in 1940 by Jimmie Davis and Charles Mitchell. Davis went on to be governor of Louisiana from 1944 to 1948 and again from 1960 to 1964, and used the song for his election campaign
– Wiki

Gut, dass ich den jetzt dank dem Schotten Bert Jansch auch kenne. (Die Schreibweise gray hätte mich eigentlich erkennen lassen sollen, dass es sich um ein Cover handeln muss. I did wonder, however.)
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kathisi
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von kathisi »

firecracker hat geschrieben: 18 Jun 2026, 11:47
Jan Lustiger hat geschrieben: 18 Jun 2026, 11:16 Ich liebe ja die Version von Low, die daraus den traurigsten Song der Welt machen. Plötzlich liegt der Fokus nicht mehr auf dem Glück ("You make me happy when skies are gray"), sondern auf der Angst vor dem Verlust von ebendiesem ("Please don't take my sunshine away").
Schön! Die Version von Johnny Cash auch.
"You Are My Sunshine" (French: Tu es mon soleil; Louisiana Creole: To vyé mô soléy) is an American standard of old-time and country music and the state song of Louisiana. Its original writer is disputed. According to the performance rights organization BMI, by the year 2000 the song had been recorded by over 350 artists and translated into 30 languages.

Written and recorded as early as 1939, the song was first published and copyrighted in 1940 by Jimmie Davis and Charles Mitchell. Davis went on to be governor of Louisiana from 1944 to 1948 and again from 1960 to 1964, and used the song for his election campaign
– Wiki

Gut, dass ich den jetzt dank dem Schotten Bert Jansch auch kenne. (Die Schreibweise gray hätte mich eigentlich erkennen lassen sollen, dass es sich um ein Cover handeln muss. I did wonder, however.)

Quote Wikipedia (sicher nicht die beste Quelle, aber hier schön zusammengefasst):

"Sicher ist, dass die Originalaufnahme von den Pine Ridge Boys stammt. Das aus Marvin Taylor und Douglas Spivey bestehende Duo war jedoch nicht Autor des Songs, sondern Paul Rice hat ihn 1937 verfasst.[1] Paul Rice war mit seinem Bruder Hoke Mitglied der Rice Brothers Gang, die den Song erst drei Wochen später aufnahm. Ein Artikel in der Shreveport Times aus dem Jahr 1956 bestätigt, dass Paul Rice der Komponist gewesen sei.

Der spätere Gouverneur von Louisiana, Jimmie Davis, habe 1939 den Radiosender KWKH angerufen, um in Kontakt mit Rice zu kommen. Dessen Frau war krank, so dass er Geld benötigte. Davis erwarb die Rechte von Rice gemäß Vertrag vom 16. Dezember 1939 zum Preis von 35 US-Dollar.[2] Laut Vertrag werden „Jimmie Davis und Charles Mitchell als Autoren der vorgenannten Komposition aufgelistet …“[3]"

Die Figur Jimmie Davis taucht ja auch in "O Brother, Where art thou" der Coen-Brüder prominent auf.
Zuletzt geändert von kathisi am 18 Jun 2026, 17:13, insgesamt 1-mal geändert.
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madmartl
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von madmartl »

firecracker hat geschrieben: 18 Jun 2026, 09:55
madmartl hat geschrieben: 17 Jun 2026, 21:46 Danke dir, ich behalte das mal im Hinterkopf. Kein Herzschmerz ;-)
Und Flitterwochen lieber auch nicht. Heartbreak (1982) und Santa Barbara Honeymoon (1975) haben meines Erachtens immer noch mehr Charme als die gar nicht so schlechten Redemption’s Son von Joseph Arthur und Musicforthemorningafter von Pete Yorn, aber ich darf mich inzwischen wohl auch als Fan der gesamten Discographie von Bert Jansch bezeichnen. Und ein bisschen auch von ihm selbst. (Das Interview, das ich damals mit Pete Yorn führte, war strange. Bin mir aber nicht sicher, ob das an ihm oder an mir lag. Vielleicht gut, Bert Jansch nie getroffen zu haben.)

Aber da du ja nicht auf Lyrics achtest, sollten solche Zeilen ja in Ordnung sein:

You are my sunshine, my only sunshine
You make me happy when skies are gray
You'll never know dear, how much I love you
Please don't take my sunshine away


:)

Wenn Bert Jansch sie singt, finde ich sie sogar schön. Ich mag auch Gospelchöre.
Ok, keine Herzensdinge, keine Flitterwochen. Ich habe noch keinen Ton von ihm bewusst gehört und kenne mich dank zahlreicher Wortmeldungen hier gefühlt schon sehr gut aus ;)

Manchmal interessieren und berühren mich auch Lyrics, aber in der Zeit (1980er) und mit dem Stil (NDW, Hardrock, 80ies-Pop), mit dem ich groß wurde, war es oft besser, nicht genauer hinzuhören, was da gesungen wurde. Oder ich habe es erst gar nicht verstanden... :D
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salamandersalat
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von salamandersalat »

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firecracker
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von firecracker »

madmartl hat geschrieben: 18 Jun 2026, 14:14Ok, keine Herzensdinge, keine Flitterwochen. Ich habe noch keinen Ton von ihm bewusst gehört und kenne mich dank zahlreicher Wortmeldungen hier gefühlt schon sehr gut aus ;)

Manchmal interessieren und berühren mich auch Lyrics, aber in der Zeit (1980er) und mit dem Stil (NDW, Hardrock, 80ies-Pop), mit dem ich groß wurde, war es oft besser, nicht genauer hinzuhören, was da gesungen wurde. Oder ich habe es erst gar nicht verstanden... :D
Um so cooler, wenn man jetzt alles versteht, was einem damals noch fremd war. Grundschüler von heute (zumindest die Hamburger, die immer noch ab Klasse 1 Englisch lernen, während andere BL zum Start in Klasse 3 zurückgekehrt sind) werden das so nie erfahren. Spätestens ab Ende Klasse 3 verstehen sie radiotaugliche englischsprachige Musik. OK, vielleicht nicht gerade Al Stewart.
kathisi hat geschrieben: 18 Jun 2026, 11:56 "Sicher ist, dass die Originalaufnahme von den Pine Ridge Boys stammt. Das aus Marvin Taylor und Douglas Spivey bestehende Duo war jedoch nicht Autor des Songs, sondern Paul Rice hat ihn 1937 verfasst.[1]
Und ich hör grad The Louisiana Sunshine Man von Jimmie Davis, das 1930 erschienen sein soll. Ha. Track 3 ist "You Are My Sunshine".
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kathisi
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von kathisi »

firecracker hat geschrieben: 18 Jun 2026, 16:41
madmartl hat geschrieben: 18 Jun 2026, 14:14Ok, keine Herzensdinge, keine Flitterwochen. Ich habe noch keinen Ton von ihm bewusst gehört und kenne mich dank zahlreicher Wortmeldungen hier gefühlt schon sehr gut aus ;)

Manchmal interessieren und berühren mich auch Lyrics, aber in der Zeit (1980er) und mit dem Stil (NDW, Hardrock, 80ies-Pop), mit dem ich groß wurde, war es oft besser, nicht genauer hinzuhören, was da gesungen wurde. Oder ich habe es erst gar nicht verstanden... :D
Um so cooler, wenn man jetzt alles versteht, was einem damals noch fremd war. Grundschüler von heute (zumindest die Hamburger, die immer noch ab Klasse 1 Englisch lernen, während andere BL zum Start in Klasse 3 zurückgekehrt sind) werden das so nie erfahren. Spätestens ab Ende Klasse 3 verstehen sie radiotaugliche englischsprachige Musik. OK, vielleicht nicht gerade Al Stewart.
kathisi hat geschrieben: 18 Jun 2026, 11:56 "Sicher ist, dass die Originalaufnahme von den Pine Ridge Boys stammt. Das aus Marvin Taylor und Douglas Spivey bestehende Duo war jedoch nicht Autor des Songs, sondern Paul Rice hat ihn 1937 verfasst.[1]
Und ich hör grad The Louisiana Sunshine Man von Jimmie Davis, das 1930 erschienen sein soll. Ha. Track 3 ist "You Are My Sunshine".
Das Thema ist ja insbesondere deshalb interessant, weil Davis in den 40ern seine Gesangskarriere als Basis für seine populistische politische Plattform zur Förderung der strikten Segregation nutzte - und dies sehr erfolgreich. Er war eine Art Vorgänger des guten Donalds. Später milderte er seine Einstellung und kandidierte 1960 als Demokrat (Vorsicht - die Southern Democrats waren zumeist auch strikte Verfechter der Rassentrennung, was in den 60ern zu Zeiten der Bürgerrechtsbewegung und der Positionsänderung von Präsident Johnson gegenüber dem Thema fast zur Spaltung der Partei führte).

Und "You Are My Sunshine" hat er immer und ständig auf seinen Wahlkampfauftritten gespielt und sich als Komponist ausgegeben. Seine erste Decca-Aufnahme als Single ist von 1940, auch laut Discogs, die alle seine Schellacks der 30er listen.

Und 1930 gab es nur kurze Schellack-Singles, LPs erst seit Ende der 40er.

Vielleicht auch noch interessant in diesem Zusammenhang: Louisiana gilt und galt immer schon als einer der politisch korruptesten Bundesstaaten der USA - mit einer ausgiebigen Selbstbedienungsmentalität. Die Küste dort ist der größte Chemiestandort der USA und Entsorgung und Umweltschutz spielen kaum eine Rolle. Die Wurzeln dafür wurden in den 40ern gelegt - da wird der Sunshine dann schon mal von giftigen Abgaswolken milchig.
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von madmartl »

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