Ich höre gerade ... Jazz

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gypsy tail wind
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von gypsy tail wind »

Friedrich hat geschrieben: 09 Jun 2026, 10:36 Eigentlich war das ein halb absichtliches Missverständnis von mir: vorgarten fragte "ist ein oktett schon eine größere besetzung?", was ich als "wo fangen größere Besetzungen an?" falsch erinnerte und dann in meinem verdrehten Hirn auch noch uminterpretierte - von bezogen auf die Anzahl der Musiker zu bezogen auf den Zeitpunkt der Entstehung von größeren Besetzungen. :D
Das hatte ich mir schon gedacht - aber der Zeitpunkt ist nicht wirklich bestimmbar, denn es gab grosse Besetzungen schon in der Zeit, als der Jazz erst allmählich Form anzunehmen beginnt ... drum bin ich eben doch wieder den Leuten/Stilen nach und nicht dem Zeitpunkt.
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vorgarten
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von vorgarten »

tatsächlich wollte ich diese fässer gar nicht aufmachen - ich habe hier mal wieder einen aufhänger gesucht, um mit frischem blick durch meine sammlung zu gehen und ein paar sachen wiederzuhören (das hat auch damit zu tun, dass mein neuer verstärker mich tatsächlich auch alben neu hören lässt). ob dieser aufhänger in sich stimmig war oder irgendwelche aussagen zulässt, was man im jazz mit größeren besetzungen anstellen kann, würde ich fast verneinen, denn dazu müsste man wirklich mehr in die historie gehen. mich hat eher beschäftigt, welche aufnahmen ich in diesem segment überhaupt angeschafft habe und warum. und tatsächlich hängt das auch mit meinen auseinandersetzungen mit tin pan alley songs zusammen, die ja meist im swingformat uraufgeführt wurden und wo man dann doch ein paar dinge über arrangements lernt. keine ahnung, alles offene fragen - wäre das schärfer konturiert gewesen, hätte ich wohl auch einen neuen thread aufgemacht.
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gypsy tail wind
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von gypsy tail wind »

Das hatte ich mir alles so gedacht - aber Du kennst ja meinen Impuls, bei solchen Dingen anzusetzen, die Fäden weiterzuspinnen ... und ich stelle mir das eigentlich ziemlich spannend vor. Aber das wäre frühestens nach Kino-Ferien und Berlin-Besuch ein Thema.
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vorgarten
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von vorgarten »

ich wäre natürlich sehr interessiert zu lesen, wie du und andere den faden weiterspinnen, was für euch da referenzalben sind...

vielleicht muss man unterscheiden in tatsächliche bigband-aufnahmen (durch verschiedene zeiten), dann wäre ein thread über arrangeur*innen vielleicht wirklich hilfreich, ein drittes thema wären streicher im jazz...
soulpope
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Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von soulpope »



Gil Evans Orchestra "Zee Zee" (Trio Records) 1980 .... die wunderbare Welt des Gil Evans .... und Hannibal Marvin Peterson .... "live" @ Public Theatre New York am 9ten Februar 1980 ....
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soulpope
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Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von soulpope »



Gil Evans Orchestra "Variations On The Misery" (Trio Records) 1980 .... und hier laufen folgend einige Stränge zusammen aka Arthur Blythe zu seiner besten Zeit .... welcher relativ kurz davor "Lenox Avenue Breakdown" mit James "Blood" Ulmer eingespielt hatte ....
.
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Friedrich
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von Friedrich »

Herbie Hancock lief mir in den letzten Tagen wiederholt über den Weg - im übertragenen Sinne. Zum einen erwähnte @vorgarten dessen Album The Prisoner (1970) im Zusammenhang seines Hörprojekts größerer Besetzungen im Jazz. Darauf komme ich ggf. noch mal zurück. Zum anderen erwähnte und spielte Nik Bärtsch ein Stück von HH in dem Podcast, den ich im Nik Bärtsch-Thread geposted habe. Für mich zunächst überraschend, aber im Nachhinein völlig stimmig, dass Nik Bärtsch das unten verlinkte Stück Succotash gespielt hat.

Bild

Herbie Hancock - Inventions & Dimensions (1964)

Sicher eins von HHs und vielleicht auch Blue Notes ungewöhnlichsten Alben. HH am Piano, begleitet nur von Paul Chambers am Bass und den beiden Perkussionisten Willie Bobo und Oswaldo "Chihuahua" Martinez. Zum großen Teil improvisiert, mit nur ein paar vorherigen Absprachen. Und wie die Besetzung erahnen lässt, geht es hier vor allem um Rhythmus, und zwar mit einem sabor latino - ohne dass das ein Latin Jazz-Album ist. Durch die Improvisation bleibt das aber alles auch sehr frei, ist manchmal tastend, suchend und mäandernd. Sehr schlank, eher sogar aufs rhythmische Gerüst skelettiert. Nicht immer auf den Punkt gebracht, einiges bleibt offen, nicht immer einfach aber meistens spannend.



Wären da nicht 2 Perkussionisten, also insgesamt 4 Musiker und nicht nur 3, könnte das als ungewöhnliches Pianotrio durchgehen. Übrigens auch ein tolles Cover, das man aber bei einer Re-Issue im Zuge von HHs Erfolg mit den Headhunters durch ein aus heutiger Sicht reizloses anderes Cover ersetzt und den Titel gleich mit geändert hat. "Klassische Moderne" lag 1973 wohl nicht mehr im Trend.
Zuletzt geändert von Friedrich am 10 Jun 2026, 11:18, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von redbeansandrice »


Dolo Coker - Third Down

auf insta hat der Nutzer hvvinyl die Tage ein paar spannende posts zu Don Schlitten gehabt, dem Gründer von Xanadu... und in meiner Ferienlektüre gab es ein Interview mit Harry Sweets Edison, der hier auf zwei Tracks mitspielt...
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Beitrag von redbeansandrice »


Frank Butler – Wheelin' And Dealin'

Auf Butlers beiden Xanadu Alben gibt es die üblichen Rhythmusgruppen, die man bei dem Label erwartet... und dazu zweimal eher überraschende Wahlen in der Frontline... einmal ein Quartett mit Jack Montrose... und auf dem Album hier ein Duell zwischen Joe Farrell und Teddy Edwards... je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr Sinn macht es für mich, dass ein Drummer sich so ein Tenortandem für sein Leaderalbum in die Band holt... mit zwei Tenoristen fliegen die Funken, und da kann auch ein Drummer sich beweisen...
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Beitrag von soulpope »

redbeansandrice hat geschrieben: 10 Jun 2026, 11:56
Frank Butler – Wheelin' And Dealin'

Auf Butlers beiden Xanadu Alben gibt es die üblichen Rhythmusgruppen, die man bei dem Label erwartet... und dazu zweimal eher überraschende Wahlen in der Frontline... einmal ein Quartett mit Jack Montrose... und auf dem Album hier ein Duell zwischen Joe Farrell und Teddy Edwards... je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr Sinn macht es für mich, dass ein Drummer sich so ein Tenortandem für sein Leaderalbum in die Band holt... mit zwei Tenoristen fliegen die Funken, und da kann auch ein Drummer sich beweisen...
Wobei mir aus diesen Zeiten als "thematische Portfolioerweiterung" die Leaderalben von Dolo Coker "Dolo !" und Art Pepper "Among Friends" einfallen ....
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