Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert

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NvF
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Re: Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert

Beitrag von NvF »

Herr Rossi hat geschrieben: 04 Jun 2026, 14:30
Hallogallo hat geschrieben: 04 Jun 2026, 13:49Eine positive Definition von Song ist aber wohl auch schwer, zumindest fällt mir gerade keine ein. Alles was man auch nur mit der Klampfe am Lagerfeuer zum Besten geben kann? :mrgreen:
Gerade darum ging es den NYT-Juroren ja gerade - sie meinen, dass im Jahr 2026 die "Klampfe-am-Lagerfeuer"-Definition eben nicht mehr ausreicht. Ich empfehle dazu den Trackstar-Podcast. (Die Minimalvoraussetzung für "Song" ist vermutlich, dass es einen Menschen gibt, der in einem musikalischen Kontext in irgendeiner Form Text vorträgt.)
Diese Minimalvoraussetzung wäre mir viel zu umfassend. Damit wäre ja auch das was klassisch (pun not intended) vom "Lied" abgegrenzt wird, wie beispielsweise Oper oder ein vertontes Gedicht alles "Song". Meine Minimalvoraussetzung im Hinblick auf das Handwerk wäre jedenfalls, dass Text und Musik Hand in Hand entstehen. Dazu kämen dann noch (zu diskutierende) stilistische Aspekte und Aspekte der Aufführungspraxis.
Zuletzt geändert von NvF am 07 Jun 2026, 19:37, insgesamt 1-mal geändert.
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NvF
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Re: Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert

Beitrag von NvF »

Hallogallo hat geschrieben: 05 Jun 2026, 15:45
Herr Rossi hat geschrieben: 04 Jun 2026, 14:30
Hallogallo hat geschrieben: 04 Jun 2026, 13:49Eine positive Definition von Song ist aber wohl auch schwer, zumindest fällt mir gerade keine ein. Alles was man auch nur mit der Klampfe am Lagerfeuer zum Besten geben kann? :mrgreen:
Gerade darum ging es den NYT-Juroren ja gerade - sie meinen, dass im Jahr 2026 die "Klampfe-am-Lagerfeuer"-Definition eben nicht mehr ausreicht. Ich empfehle dazu den Trackstar-Podcast. (Die Minimalvoraussetzung für "Song" ist vermutlich, dass es einen Menschen gibt, der in einem musikalischen Kontext in irgendeiner Form Text vorträgt.)
Die meisten (alle?) in ihrer Liste machen dann aber doch Songs, die auch am Lagerfeuer reproduzierbar sind. Oder meinen die, dass das bei HIPHOP nicht geht? Da würde ich dann widersprechen.
Den Aspekt Reproduktion finde ich für meine eigene informelle Definition von "Song" schon wichtig. Ist das innerhalb der Hiphop-Kultur eigentlich ein relevanter Aspekt? Von außen betrachtet scheint mir die Reproduktion der Stücke, sei es mit Blick auf Coverversionen oder im Hinblick auf Mitsingen, jedenfalls bei den Musikern keine Priorität zu haben.
Zuletzt geändert von NvF am 07 Jun 2026, 12:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert

Beitrag von Jan Lustiger »

Mitgesungen wird bei Hip-Hop-Konzerten in der Regel auch. Der DJ baut für besonders populäre Stellen zum Beispiel Breaks ein, damit alle zusammen mitsprechsingen können.
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Hallogallo
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Re: Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert

Beitrag von Hallogallo »

NvF hat geschrieben: 07 Jun 2026, 10:24
Hallogallo hat geschrieben: 05 Jun 2026, 15:45
Herr Rossi hat geschrieben: 04 Jun 2026, 14:30

Gerade darum ging es den NYT-Juroren ja gerade - sie meinen, dass im Jahr 2026 die "Klampfe-am-Lagerfeuer"-Definition eben nicht mehr ausreicht. Ich empfehle dazu den Trackstar-Podcast. (Die Minimalvoraussetzung für "Song" ist vermutlich, dass es einen Menschen gibt, der in einem musikalischen Kontext in irgendeiner Form Text vorträgt.)
Die meisten (alle?) in ihrer Liste machen dann aber doch Songs, die auch am Lagerfeuer reproduzierbar sind. Oder meinen die, dass das bei HIPHOP nicht geht? Da würde ich dann widersprechen.
Den Aspekt Reproduktion finde ich für meine eigene informelle Definition von "Song" schon wichtig. Ist das innerhalb der Hiphop-Kultur eigentlich ein relevanter Aspekt? Von außen betrachtet scheint mir die Reproduktion der Stücke, sei es mit Blick auf Coverversionen oder im Hinblick auf Mitsingen, jedenfalls bei den Musikern keine Priorität zu haben.
Das hat auch einen historischen Aspekt: Bevor es technische Möglichkeiten gab, Musik aufzuzeichnen und zu vervielfälltigen, und sich dies durchsetzte, wurden Songs "mündlich" weitergegeben oder sie wurden aufgeschrieben und als Notenblatt (oder wie das hieß) verkauft und jeder konnte das dann nachspielen.

Ich sehe nicht, dass das bei HIPHOP-Stücken grundsätzlich nicht gehen sollte, das sind ja auch "nur" Texte mit Melodie & Rhythmus. Klar, es kann sein, dass es da mal was experimentelles gibt, wo das nicht geht, das gibt es aber im Pop und Rock auch.
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Re: Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert

Beitrag von NvF »

Hallogallo hat geschrieben: 07 Jun 2026, 12:47
NvF hat geschrieben: 07 Jun 2026, 10:24 Den Aspekt Reproduktion finde ich für meine eigene informelle Definition von "Song" schon wichtig. Ist das innerhalb der Hiphop-Kultur eigentlich ein relevanter Aspekt? Von außen betrachtet scheint mir die Reproduktion der Stücke, sei es mit Blick auf Coverversionen oder im Hinblick auf Mitsingen, jedenfalls bei den Musikern keine Priorität zu haben.
Das hat auch einen historischen Aspekt: Bevor es technische Möglichkeiten gab, Musik aufzuzeichnen und zu vervielfälltigen, und sich dies durchsetzte, wurden Songs "mündlich" weitergegeben oder sie wurden aufgeschrieben und als Notenblatt (oder wie das hieß) verkauft und jeder konnte das dann nachspielen.
Richtig. Allerdings gab es auch "früher" schon Stücke, bei denen die (allgemeiine) Reproduzierbarkeit weniger oder mehr im Vordergrund stand. Und das hatte entsprechende kulturelle Auswirkungen. Die Komponisten hatten ja auch ganz unterschiedliche Zielgruppen, vom Amateurmusiker bis zum Virtuosen und vom Solisten bis zum Orchester, auch wenn theoretisch jeder die Noten kaufen konnte.
Ich sehe nicht, dass das bei HIPHOP-Stücken grundsätzlich nicht gehen sollte, das sind ja auch "nur" Texte mit Melodie & Rhythmus. Klar, es kann sein, dass es da mal was experimentelles gibt, wo das nicht geht, das gibt es aber im Pop und Rock auch.
Klar. Ich würde dann aber ebenso infrage stellen, ob es sich dann um "Songs" handelt.

Salvatorische Klausel: Ich bin absolut der Meinung, dass Hiphop-Musiker in einer Songwriting-Tradition stehen und (auch) Songwriter sind. Dass das ggf. nicht auf alle Musiker und Stücke zutrifft, tut dem ja keinen Abbruch.
Zuletzt geändert von NvF am 07 Jun 2026, 19:36, insgesamt 4-mal geändert.
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Hallogallo
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Re: Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert

Beitrag von Hallogallo »

NvF hat geschrieben: 07 Jun 2026, 13:29
Ich sehe nicht, dass das bei HIPHOP-Stücken grundsätzlich nicht gehen sollte, das sind ja auch "nur" Texte mit Melodie & Rhythmus. Klar, es kann sein, dass es da mal was experimentelles gibt, wo das nicht geht, das gibt es aber im Pop und Rock auch.
Klar. Ich würde dann aber ebenso infrage stellen, ob es sich dann um "Songs" handelt.
Ja, genau, so meinte ich das auch. Um mal ein Beispiel zu nennen, was ich meine: Revolution 9 vom White Album ist kein Song.
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