Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert

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NvF
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Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert

Beitrag von NvF »

Veränderung, wohin man blickt:
https://forum.rollingstone.de/foren/top ... eraendert/
Jetzt geht es hier weiter.
Reality is that which, when you stop believing in it, doesn’t go away. Reality denied comes back to haunt.
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NvF
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Re: Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert

Beitrag von NvF »

@Friedrich
Fortsetzung von hier: http://forum.rollingstone.de/foren/reply/12602073/
Friedrich hat geschrieben:
NvF hat geschrieben:
Friedrich hat geschrieben: Nein, warum sollte KI schlecht sein? Jedes Werkzeug ist so gut, wie dass, was der Handwerker damit machen kann. Was mich aber an CAD-Visualisierungen, CGI und eigentlich auch an KI sehr schnell langweilt: Wenn man mit diesen Werkzeugen alles machen kann, überrascht und begeistert mich am Ende nichts mehr daran.
Zustimmung.
Was an aktueller „KI“ ganz prinzipiell schlecht ist, ist der Begriff. Keines der aktuellen Systeme ist In dem Sinn „intelligent“ wie der Begriff vor dem aktuellen Hype benutzt wurde, geschweige denn kreativ. Ich fände es viel interessanter, Musik von Systemen zu hören, die die „echte“ Intelligenz auf dem Niveau von Hund, Krähe oder Feldmaus haben, als mir Suno-Slop anzuhören, der letztendlich immer ein Abklatsch bleiben wird. Auch wenn die Suno-Ergebnisse qualitativ von Formatradio und Kommerz-Country oft nicht mehr zu unterscheiden sind.
Ja, wirklich kreativ ist die KI nicht. Kommt eher darauf an, wie kreativ der Prompt ist.
Bei allen meinen Versuchen mit KI hatte ich den Eindruck, dass das Prompting im Grunde Glücksspiel ist. Man schraubt eben so lange an dem Prompt herum, bis das System etwas mehr oder weniger akzeptables produziert hat und exportiert dieses Ergebnis dann so schnell wie möglich, weil es nicht wiederholbar ist und die KI auch keinen echten "Undo"-Mechanismus hat.
Es würde mich jedenfalls wundern, wenn man bei dem von @.august_ramone geposteten Stück nur die Betonung des Namens korrigieren könnte, ohne dass alles andere auch zur Disposition steht.
NvF hat geschrieben: @.friedrich: Wie war denn das Ergebnis?
Friedrich hat geschrieben: Das Ergebnis war Hyper Pop. Sogar Hyper Hyper Pop. Insofern eigentlich auch nur ein klischeehafter Abklatsch.
Also war es eigentlich schon in der Gegenwart retro-futuristisch. Irgendwie auch eine Leistung. ;-)
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Friedrich
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Re: Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert

Beitrag von Friedrich »

NvF hat geschrieben: 22 Feb 2026, 09:25 @Friedrich
Fortsetzung von hier: http://forum.rollingstone.de/foren/reply/12602073/
Friedrich hat geschrieben:
NvF hat geschrieben:

Zustimmung.
Was an aktueller „KI“ ganz prinzipiell schlecht ist, ist der Begriff. Keines der aktuellen Systeme ist In dem Sinn „intelligent“ wie der Begriff vor dem aktuellen Hype benutzt wurde, geschweige denn kreativ. Ich fände es viel interessanter, Musik von Systemen zu hören, die die „echte“ Intelligenz auf dem Niveau von Hund, Krähe oder Feldmaus haben, als mir Suno-Slop anzuhören, der letztendlich immer ein Abklatsch bleiben wird. Auch wenn die Suno-Ergebnisse qualitativ von Formatradio und Kommerz-Country oft nicht mehr zu unterscheiden sind.
Ja, wirklich kreativ ist die KI nicht. Kommt eher darauf an, wie kreativ der Prompt ist.
Bei allen meinen Versuchen mit KI hatte ich den Eindruck, dass das Prompting im Grunde Glücksspiel ist. Man schraubt eben so lange an dem Prompt herum, bis das System etwas mehr oder weniger akzeptables produziert hat und exportiert dieses Ergebnis dann so schnell wie möglich, weil es nicht wiederholbar ist und die KI auch keinen echten "Undo"-Mechanismus hat.
Es würde mich jedenfalls wundern, wenn man bei dem von @.august_ramone geposteten Stück nur die Betonung des Namens korrigieren könnte, ohne dass alles andere auch zur Disposition steht.
NvF hat geschrieben: @.friedrich: Wie war denn das Ergebnis?
Friedrich hat geschrieben: Das Ergebnis war Hyper Pop. Sogar Hyper Hyper Pop. Insofern eigentlich auch nur ein klischeehafter Abklatsch.
Also war es eigentlich schon in der Gegenwart retro-futuristisch. Irgendwie auch eine Leistung. ;-)
Ich denke, je präzisier man den Prompt formuliert, desto weniger zufällig wird auch das Ergebnis. Ich habe nur sehr oberflächlich mit Suno experimentiert, mit Einzeilern als Prompt. Ich bekomme aber im Netz immer wieder Videos eingeblendet, in denen Profis mit einer Profi-Version des Programms sehr viel detaillierter arbeiten.

Das Bayern-Fan und Betriebsrat-Lied von @August Ramone ramone finde schreiend komisch! Das kann auch nur die KI so, oder? Dieser pathetisch, sentimentale Gesang, dieser dick aufgetragene Text! "Bayern Fan bis in den Tod! August Eilers, merk Dir den Namen!" Das werde ich tun! ;-)

Jetzt muss August mir nur noch erklären, was Ibbenbüren in Westfalen mit dem FC Bayern zu tun hat.

Ja, im Grunde hat KI den Hyper Pop schon wieder karikiert und damit übertroffen. Die Gegenwart als Retro-Bewegung.
Zuletzt geändert von Friedrich am 23 Feb 2026, 19:36, insgesamt 1-mal geändert.
„Für mich ist Rock’n’Roll nach wie vor das beste Mittel, um Freundschaften zu schließen.“ (Greil Marcus)
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Re: Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert

Beitrag von NvF »

Friedrich hat geschrieben: 23 Feb 2026, 16:04 Ich denke, je präzisier man den Prompt formuliert, desto weniger zufällig wird auch das Ergebnis. Ich habe nur sehr oberflächlich mit Suno experimentiert, mit Einzeilern als Prompt. Ich bekomme aber im Netz immer wieder Videos eingeblendet, in denen Profis mit einer Profi-Version des Programms sehr viel detaillierter arbeiten.
Gut möglich. Allerdings wanderert damit auch prinzipbedingt immer mehr Intelligenz und Handwerkvor den Rechner. Und im Vergleich zu den elektronischen Standardwerkzeugen, wie Sample-Bibliotheken usw., wird "KI" dann immer mehr zur bloßen Copyright-Waschmaschine.
Zuletzt geändert von NvF am 24 Feb 2026, 17:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Friedrich
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Re: Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert

Beitrag von Friedrich »

Krank im Bett zu liegen hat Vor- und Nachteile. Dicker Kopf, Gliederschmerzen und Schweißausbrüche gehören sicher zu den negativen Erscheinungen. Wenn Linderung eintritt und der Schädel wieder einigermaßen aufnahmefähig, in Ansätzen sogar denkfähig wird, ist das aber eine gute Gelegenheit, ungestört Podcasts zu hören. Für mich völlig unerwartet - aber sicher das Ergebnis des durch mein Surfverhalten der letzten Zeit erzeugten Algorythmus - poppte das hier auf:

Glaubenssachen
Jenseits des Sinns - Über künstliche Intelligenz und Spiritualität


https://www.ndr.de/kultur/epg/jenseits- ... 54906.html

(Ich schaffe es nicht, den https ...-Link elegant unter dem Titel zu verstecken. Kann jemand helfen?)

Kurzer Podcast, 20:00 min. Ab ca. 8:00 min geht es auch explizit um Musik.

Ich bin nicht religiös. Aber der Mensch hat eine Seele und das, was er tut und wie er es tut, sollte auch eine Seele haben. Okay, vielleicht nicht unbedingt beim Abwasch oder der Steuererklärung. ;-) Aber bei der Musik schon! Schön finde ich, wie hier sogar über das Autofahren gesprochen wird. Dabei 'abe isch selbst gar kein Auto!
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