Die Toten Hosen
- TheMagneticField
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Re: Die Toten Hosen
Seh ich ganz anders. Hab aber auch erst die Hälfte der Doku gesehen, die jedoch fand ich sehr unterhaltsam. Klar kommt Campino mit seiner diktatorischen Haltung da nicht so gut weg. So what?
Den Rant, finde ich, wie so ziemlich jeden Rant (weil immer nur auf persönliche Abneigung fußend), komplett daneben. Soll sie halt anspruchsvolle Die Sterne Musik hören und nicht mit ihren Befindlichkeiten nerven.
Musste wahrscheinlich raus, weil sie es in ihrem Hausblatt so nicht schreiben durfte.
Den Rant, finde ich, wie so ziemlich jeden Rant (weil immer nur auf persönliche Abneigung fußend), komplett daneben. Soll sie halt anspruchsvolle Die Sterne Musik hören und nicht mit ihren Befindlichkeiten nerven.
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Re: Die Toten Hosen
Ich liege irgendwo dazwischen. Manches an dieser Kritik kann ich durchaus nachvollziehen, denke aber auch, dass sich die Hosen nun nicht völlig daneben aus der Affäre ziehen. Dem Artikel im aktuellen RS mit dem großen Campino-Interview kann ich in Teilen argumentativ ganz gut folgen. Und ich gehöre zu denjenigen, die sich längst von den Hosen und ihrer Musik verabschiedet haben. Das letzte Album, welches ich erworben habe, ist inzwischen 24 Jahre alt und schon damals hatte ich mich mit dem Herzen bereits einige Jahre zuvor ausgeklinkt. Dieser Zeitpunkt düfte so Mitte der Neunziger gewesen sein. Und ein "Trink aus, wir müssen gehen" hörte sich für mich schon ungehört so an, als bräuchte ich es nicht. Und gehört wurde es nicht besser.
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Re: Die Toten Hosen
ich will diesen Rant gar nicht verteidigen oder gar rechtfertigen. Rant ist Rant, das muss man wohl heutzutage so hinnehmen. Ich will die Hosen auch gar nicht beschimpfen, trotzdem gibt es da einige Gedanken, die ich auch hatte. Der große Artikel im Heft ist ok und nachvollziehbar, allerdings auch mit Vorsicht zu geniessen. Birgit Fuß fehlt bekennenderweise die Distanz. Im Weekly Podcast gibt sie dem Album fünf Sterne, Jan Jekal bleibt bei dreien und betont dabei, dass es für ihn eine sehr wohlwollende Wertung ist. Jan kommt der Realität da schon wesentlich näher, finde ich. Ich habe das Album 1x komplett gehört und mir die Doku angesehen und kann nur sagen, okay, wenn es das gewesen sein soll, dann ist das eben gewesen. Für mich hinterlässt die Band jedenfalls keine große Lücke.
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Re: Die Toten Hosen
Fünf Sterne für das neue Album deuten deutlich darauf hin. Dessen eingedenk äußert Herr Frege dennoch einige Gedanken, die ich interessant finde, sowohl die Entscheidung betreffend, das letzte Studioalbum zu machen und den möglichen Auswirkungen daraus als auch zum bisherigen Werdegang der Band. Dafür, dass ich mit der Band längst abgeschlossen habe, interessieren mich diese Zusammenhänge immer noch. Irgendwie.
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Re: Die Toten Hosen
Klar. Ich habe ja die Titelgeschichte auch komplett gelesen, das Album von vorne bis hinten gehört und die Doku vollständig in einem Rutsch angesehen.pipe-bowl hat geschrieben: 02 Jun 2026, 18:43Dafür, dass ich mit der Band längst abgeschlossen habe, interessieren mich diese Zusammenhänge immer noch. Irgendwie.
Mehr kann man meines Erachtens nicht verlangen, um die Zusammenhänge verstehen zu wollen. Nur vollends überzeugt hat mich das letztlich nicht.
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Re: Die Toten Hosen
Das ist ja das Fatale(?) an diesen Rants, wenn ich mit der Kritik Schrotflinte einmal 360 Grad um mich rum ballere, dann treffe ich natürlich auch das ein oder andere. Wird halt irgendwie wertlos, wenn ich dann alles in einen großen Topf Unsinn schmeiße.pipe-bowl hat geschrieben: 02 Jun 2026, 16:32 Ich liege irgendwo dazwischen. Manches an dieser Kritik kann ich durchaus nachvollziehen...
Ich bin nun wahrlich kein Hardcore Tote Hosen Fan, in den Achtzigern war ich eindeutig Team Die Ärzte (gute heute würde ich ein Hosen Konzert jederzeit vorziehen), und Campino war mir nie über die Maßen sympathisch, aber allein wie ich sehe was seine Art an die Sache ran zu gehen mit den anderen macht, hat sich die Doku für mich schon gelohnt.
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Re: Die Toten Hosen
Die Toten Hosen für ihren Maskulinismus zu geißeln, ist halt auch so eine flache, geradezu nichtssagende Kritik. Stadionrocker, die klassische Jungs-mit-Gitarren-Klischees bedienen? Nein, wirklich?!
Wenn es ein zentrales Element in der Selbstinszenierung der Hosen gibt, dann ist es dieses "Wir sind Kumpels und wir halten zusammen"-Ding, was ja auch tatsächlich alles andere als intellektuell stimulierend ist, gar keine Frage. Die Toten Hosen sind keine Kopfband. Was sie machen, kommt ganz und gar aus dem Bauch heraus. Rockmusik eben, for better or worse. Über die "Anbindung an die Arbeiterklasse in Eck Kneipen" via Alkoholreferenzen in ihren Titeln und Texten rümpft Spilker die Nase. Das ändert natürlich nichts daran, dass diese Gruppe auf Hosen-Konzerten einen deutlich höheren Anteil ausmachen dürfte, als bei, sagen wir, Tocotronic. Den Begriff "Buddykultur" benutzt Spilker, als hätte er eine inhärente negative Konnotation, was die Frage auftut: Ja, warum eigentlich? Was für mich in diesem Rant besonders unangenehm mitschwingt: Klassismus.
Klar, auch die Böhsen Onkelz bedienen ein weißes, männliches Publikum mit überdurchschnittlich hohem Arbeiteranteil. Aber Die Toten Hosen sind eben nicht die Böhsen Onkelz und man muss sie nicht einmal sympathisch oder gut finden, um das zu erkennen. Nicht jedes Pop-Phänomen, dessen Zielgruppe überwiegend männlich und heterosexuell ist, ist toxisch. Wenn die Hosen das Schlimmste wären, was dieses Land an Vorbildern für Jungs hat, hätten wir ein paar Probleme weniger. Und ich sage das als jemand, der sich jahrzehntelang mit der Band schwer getan und selbst schon so manchen Rant über sie (und speziell Campino) gehalten hat.
Wenn es ein zentrales Element in der Selbstinszenierung der Hosen gibt, dann ist es dieses "Wir sind Kumpels und wir halten zusammen"-Ding, was ja auch tatsächlich alles andere als intellektuell stimulierend ist, gar keine Frage. Die Toten Hosen sind keine Kopfband. Was sie machen, kommt ganz und gar aus dem Bauch heraus. Rockmusik eben, for better or worse. Über die "Anbindung an die Arbeiterklasse in Eck Kneipen" via Alkoholreferenzen in ihren Titeln und Texten rümpft Spilker die Nase. Das ändert natürlich nichts daran, dass diese Gruppe auf Hosen-Konzerten einen deutlich höheren Anteil ausmachen dürfte, als bei, sagen wir, Tocotronic. Den Begriff "Buddykultur" benutzt Spilker, als hätte er eine inhärente negative Konnotation, was die Frage auftut: Ja, warum eigentlich? Was für mich in diesem Rant besonders unangenehm mitschwingt: Klassismus.
Klar, auch die Böhsen Onkelz bedienen ein weißes, männliches Publikum mit überdurchschnittlich hohem Arbeiteranteil. Aber Die Toten Hosen sind eben nicht die Böhsen Onkelz und man muss sie nicht einmal sympathisch oder gut finden, um das zu erkennen. Nicht jedes Pop-Phänomen, dessen Zielgruppe überwiegend männlich und heterosexuell ist, ist toxisch. Wenn die Hosen das Schlimmste wären, was dieses Land an Vorbildern für Jungs hat, hätten wir ein paar Probleme weniger. Und ich sage das als jemand, der sich jahrzehntelang mit der Band schwer getan und selbst schon so manchen Rant über sie (und speziell Campino) gehalten hat.
Re: Die Toten Hosen
Ja, irendwie schade... Nach 2 Jahren hatte ich auch was mehr erwartet. Warten wir halt auf das Comeback.
Ein paar von den Covern auf der Bonus CD gefallen aber doch
Ein paar von den Covern auf der Bonus CD gefallen aber doch
Re: Die Toten Hosen
Die meisten der Covers sind völlig überflüssig, da sie den Originalen außer Campinos Stimme nichts neues hinzufügen. Die Versionen von z.B. "Something better change" und "Apokalypse" hört man sich einmal interessehalber an, danach nie wieder. Bettina Wegners "Kinder", das ich früher ganz schlimm fand, gewinnt aber hinzu.
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Re: Die Toten Hosen
die Nummer mit Element klingt so, als ob Campino da nur über den fertigen Song gesungen hat, also keine Interpretation oder sowas, bisschen einfallslos mE
mehr hab ich mir nicht angehört, kein Bedarf, kein Interesse, wenig Sympathie
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