Jazzbücher

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Gipetto
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Re: Jazzbücher

Beitrag von Gipetto »

gypsy tail wind hat geschrieben: 29 Mai 2026, 23:30 "[...] Danach liest es sich eher wie eine fleissige Chronik für jene, die sich einen Überblick verschaffen wollen." (WOZ Nr. 22, 28. Mai 2026, S. 19)
Und das ist ja für Menschen wie mich, die zwar interessiert sind, aber ihren musikalischen Interessenschwerpunkt anderweitig gelagert haben und zeitlich limitiert sind, gar nicht verkehrt. Werde am Wochenende mit der Lektüre starten.
"Really good music isn't just to be heard, you know. It's almost like a hallucination." (Iggy Pop)
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gypsy tail wind
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Re: Jazzbücher

Beitrag von gypsy tail wind »

Den Überblick kann man auch mit der Autobiografie kriegen – sicherlich mit gesteigertem Unterhaltungswert (und blinden Flecken). Und wohl auch im Buch von Carr, das ich aber erst oberflächlich angeschaut habe – erst gerade gekauft, nach der Empfehlung von @atom neulich (das Buch wird nicht nur von ihm empfohlen).

Unabhängig davon natürlich viel Spass bei der Lektüre!
Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' - even if it take them fifteen, twenty years. (Thelonious Monk)

Demnächst auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #174 – 11.08.2026, 22:00
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Gipetto
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Re: Jazzbücher

Beitrag von Gipetto »

Danke Dir, @gypsy tail wind! :-)

Den Hentz hat mir meine Frau wie gesagt als Überraschung geschenkt. Daher werde ich auch (vorerst) dabei bleiben.
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gypsy tail wind
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Re: Jazzbücher

Beitrag von gypsy tail wind »

Hattest Du schon erwähnt, aber hatte ich wieder vergessen, es geht hier ja schon länger um die Bücher über Miles, pardon. So ein Abriss ist, wie Du sagst, durchaus hilfreich (ich hab dazu immer noch ein altes Oreos-TB, dieses hier, nicht das bekanntere spätere von Peter Niklas Wilson).
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redbeansandrice
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Re: Jazzbücher

Beitrag von redbeansandrice »


Stanley Dance - The World of Count Basie

meine Urlaubslektüre von vorletzter Woche, gestern endlich ganz ausgelesen... neulich war das ein relativ spontaner Flohmarktkauf - ich wusste ja, dass es ein Klassiker ist, aber nicht viel mehr... inzwischen weiss ich, dass das Buch das vierte aus einer Serie ist, "The World of Duke Ellington". "The World of Swing", "The World of Earl Hines" und dann das hier... das Konzept ist jeweils ähnlich, etwa 400 Seiten in 30 Kapiteln, die jeweils auf Interviews mit Mitmusikern oder anderen Weggefährten basiert sind... und tatsächlich ist so eine Serie aus 25 Interviews wirklich ein gutes Format um über eine Big Band zu schreiben, man wird den vielen Perspektiven gerecht, die es in so einer Band geben muss, und es bleibt unterhaltsam... viele der Interviews waren vorher schon in irgendwelchen Zeitschriften erschienen - aber das ist mit so viel zeitlichem Abstand ziemlich egal, die Zeitschriften wird keiner zusammensuchen wollen, die älteren Texte sind aus den frühen 60ern, die jüngeren aus den späten 70ern, und sie sind gut zusammengestellt... Grob gesagt geht es zunächst um die territory bands im Mittleren Westen, wie daraus um 1930 die erste Count Basie Band entstand... dann gab es den Übergang von der old testament band zur new testament band um 1950... am Ende gibt es noch einen kurzen zweiten Teil des Buchs, der so eine Art "The World of Jay McShann" ist, die zweite Band aus Kansas City, die landesweit Erfolg hatte und vor allem die Karriere von Charlie Parker anstiess... das Herzstück des Buchs sind die Interviews mit den bekanntesten Basie Sidemen wie Harry Edison, Buck Clayton, Jo Jones, Buddy Tate, Marshall Royal, Lockjaw Davis, Frank Foster, Frank Wess... jedes Interview trägt zum grossen Ganzen bei, hat aber auch viele sehr individuelle Momente... Lockjaw Davis erklärt was man wie im Laufe eines Konzertabends saufen muss, um immer den richtigen Pegel zu haben, ohne am nächsten morgen Magenprobleme zu haben... Sir Charles Thompson philosophiert darüber, warum die Gemeinsamkeiten zwischen Jazz und Golfspielen so selten diskutiert werden... und hundert andere Beispiele... Lockjaw beschwert sich, dass er in der Presse zu oft darüber lesen muss, welche Zeitschrift ein Musiker austragen musste um sich für wieviel Geld sein erstes Instrument zu kaufen... den Schuh muss sich das Buch anziehen (ausser im Lockjaw Kapitel) - aber an sich sind das ja schöne Geschichten... Für die New Testament Band der 50er und 60er ist das Material wohl am besten, da war der zeitliche Abstand optimal, aber Dance hat sich bemüht, auch die anderen Phasen der Band abzudecken (und sich von seinem Freund Chris Albertson sogar eins der wenigen Lester Young Interviews ausgeliehen). Ich bin jetzt wirklich nicht der grosse Count Basie Hörer, werde das wohl ändern müssen... aber sehr froh, das hier gelesen zu haben.