Ich höre gerade ... Jazz
- gypsy tail wind
- DJ
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Re: Ich höre gerade ... Jazz
Ich sehe sie Ende Mai im Moods hier. Duni sah ich schon vier- oder fünfmal, glaub ich, die letzten zwei Male solo, davor mit Vallon (und Moret und Pfammatter). Mit Luft sah ich sie bisher erst vor dem klassischen Konzert neulich in der Lobby der Tonhalle sitzen, im Konzert wird das die Premiere. Für Duni muss ich also glücklicherweise nirgendwo hinfahren. Lohnt sich auf jeden Fall.
Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' - even if it take them fifteen, twenty years. (Thelonious Monk)
Demnächst auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #173 – 09.06.2026, 22:00
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- Hallogallo
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass ich ein MD-Liste für die Umfrage zusammen kriege. Herkules-Aufgabe!
We hope you all enjoy the show. And remember, people, that no matter who you are and what you do to live, thrive and survive, there're still some things that makes us all the same. You. Me. Them. Everybody. Everybody.
- Friedrich
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Anna Butterss – Mighty Vertebrate (2024)
Anna Butterss ist Bassistin (und Multi-Instrumentalistin, hier spielt sie außerdem guitar, synths, flute und drum machine) australischer Herkunft, die in Los Angeles lebt und u.a. mit Jeff Parker, der hier auch mitspielt, Makaya McCraven und SML zusammengearbeitet hat.
Mighty Verbetrate ist ihr zweites Album unter eigenem Namen. Auf dem Cover ein Totenkopf mit rot-weiß gestreiften Augenhöhlen und Nasenhöhle, ein Pferd auf den Hinterbeinen, dessen Vorderläufe von zwei körperlosen Händen gegriffen werden, und ein riesiges schwebendes Ei, aus dem eine Blume wächst. Der Titel heißt übersetzt „Mächtiges Wirbeltier“. Ganz so phantastisch-surreal ist die Musik auf Mighty Vertebrate zwar nicht, aber sie bewegt sich im Bereich der Grenzwissenschaften von Jazz, Electronica, Hip Hop und Rock in unterschiedlichen Gewichtsanteilen. Post-Genre, wenn man will.
Schwer zu greifen, diese Musik, vieles ist in Bewegung, irritierend und herausfordernd, was auch gut so ist. Das merkt man auch dann, wenn AB sich mit Breadrich an sowas-wie-einem Hip Hop-Stück versucht und damit eigentlich das noch am klarsten festlegbare aber in diesem Zusammenhang deplatziert wirkende und in meinen Ohren schwächste Stück des Albums macht.
Zuletzt geändert von Friedrich am 25 Apr 2026, 21:22, insgesamt 4-mal geändert.
„Für mich ist Rock’n’Roll nach wie vor das beste Mittel, um Freundschaften zu schließen.“ (Greil Marcus)
Re: Ich höre gerade ... Jazz
Erster Eindruck nach dem Einschalten des yt-Videos:
schlechte Kopie von Tortoise. Also irgendwie auch
kein Jazz. Aber mittlerweile macht ja jede Else und
jeder Heinz Jazz. Wobei der Name und die Einordnung
eigentlich egal ist.
Nochmal anhören.
Zum Vergleich:
(ungefähr ab Minute 32)
schlechte Kopie von Tortoise. Also irgendwie auch
kein Jazz. Aber mittlerweile macht ja jede Else und
jeder Heinz Jazz. Wobei der Name und die Einordnung
eigentlich egal ist.
Nochmal anhören.
Zum Vergleich:
(ungefähr ab Minute 32)
Re: Ich höre gerade ... Jazz
Der erste Teil von "Pokemans" ist schön gelungen (bis 1:05), musikalisch höre ich den Part eher als Intro zu einem Song oder einem Instrumental. Trotz moderner Aufnahmetechnik klingt das tatsächlich etwas vintage und organisch (nach Isley Brothers, Curtis oder EW & F oder Al Green). Und der Bass von Carol Kaye konnte auch so klingen. Das Intro höre ich schon als Teil einer größeren Idee (Komposition), man hätte das als Einleitung für eine Suite verwenden können. Interessant ist der Track "Bishop" vom Album (als würde jemand wie Carol Kaye in einer Post Punk oder New Wave Band spielen). Jan Hammer (Miami Vice) lässt bei "Dance Steve" ein bißchen grüßen, eigentlich höre ich nicht so gerne Synths, aber das ist nicht schlecht gemacht.
Re: Ich höre gerade ... Jazz
Also: ich strenge mich ziemlich an.
Aber ich kann nichts nachvollziehen.
Was erzählst du da?
Größere Idee? Hau rein die Scheiße!
Aber ich kann nichts nachvollziehen.
Was erzählst du da?
Größere Idee? Hau rein die Scheiße!
Re: Ich höre gerade ... Jazz
Eigentlich wollte ich mehr auf den Post von friedrich reagieren, möglicherweise hört er im mittleren Teil von "Pokemans" auch etwas Roy Ayers raus. Die Musikerin versteht was von der genannten Musik aus den 70ern, kopiert aber auch nicht komplett. Bei so einem kurzen Track mit einigen Ideen und Sounds hätte man vielleicht bestimmte Parts erweitern sollen, aber in die Richtung geht es dann doch nicht ganz. Man hätte nur ein bißchen mehr Musik für den Track schreiben brauchen. Bestimmte Arrangeure könnten aus diesen Ideen am Anfang relativ leicht einen Hit oder einen längeren instrumentalen Albumtrack bauen.
Und auf anderen Tracks (2 oder 3) vom Album hört man etwas Kalimba, das war auch so ein Ding bei Earth, Wind & Fire, auf dem Album der Bassistin ist die Kalimba allerdings nicht durchgehend länger zu hören. Aber ein paar weitere Einflüsse werden schon deutlicher.
Und auf anderen Tracks (2 oder 3) vom Album hört man etwas Kalimba, das war auch so ein Ding bei Earth, Wind & Fire, auf dem Album der Bassistin ist die Kalimba allerdings nicht durchgehend länger zu hören. Aber ein paar weitere Einflüsse werden schon deutlicher.
- Friedrich
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Re: Ich höre gerade ... Jazz
Ich war bei meinen Streifzügen durchs Netz auf der Suche nach mehr oder weniger aktueller Musik auf Anna Butterss' Mighty Vertebrate gestoßen. Irgendwas reizte mich daran und ich habe das Album bislang zwar nur, aber wiederholt geströmt.
Niemals hätte ich EW&F, Curtis Mayfield oder Al Green damit in Verbindung gebracht. Was nicht heißen muss, dass diese Assoziation abwegig ist. Und der Name Carol Kaye gehört nicht zu meinem aktiven Wissensschatz. Ich habe diese fast schon legendäre Bassistin aber sicher schon -zig mal unbewusst gehört. Anna Butterss würde sich wahrscheinlich durch diesen Verweis geehrt fühlen.
Vielleicht ist es symptomatisch, dass man sehr unterschiedliche Sachen aus oder in Mighty Vertebrate heraus- oder hineinhören kann. Da kommen die unterschiedlichsten Einflüsse zusammen, aber ohne sie direkt zu zitieren. Das macht die Musik für mich irgendwie unbestimmt, vielleicht auch etwas unfokussiert und - wie gesagt - schwer zu fassen. Wie ich das bewerten soll, kann ich selbst auch nicht so recht fokussieren.
Das hier klingt schon wieder ganz anders:
Niemals hätte ich EW&F, Curtis Mayfield oder Al Green damit in Verbindung gebracht. Was nicht heißen muss, dass diese Assoziation abwegig ist. Und der Name Carol Kaye gehört nicht zu meinem aktiven Wissensschatz. Ich habe diese fast schon legendäre Bassistin aber sicher schon -zig mal unbewusst gehört. Anna Butterss würde sich wahrscheinlich durch diesen Verweis geehrt fühlen.
Vielleicht ist es symptomatisch, dass man sehr unterschiedliche Sachen aus oder in Mighty Vertebrate heraus- oder hineinhören kann. Da kommen die unterschiedlichsten Einflüsse zusammen, aber ohne sie direkt zu zitieren. Das macht die Musik für mich irgendwie unbestimmt, vielleicht auch etwas unfokussiert und - wie gesagt - schwer zu fassen. Wie ich das bewerten soll, kann ich selbst auch nicht so recht fokussieren.
Das hier klingt schon wieder ganz anders:
Zuletzt geändert von Friedrich am 26 Apr 2026, 20:35, insgesamt 2-mal geändert.
„Für mich ist Rock’n’Roll nach wie vor das beste Mittel, um Freundschaften zu schließen.“ (Greil Marcus)
- lotterlotta
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Re: Ich höre gerade ... Jazz
@freidrich anna butterss kam via jeff parker und mkaya mccraven mit ihren scheiben auf meinen teller, vielleicht solltest du auch mal in ihren erwerbbaren erstling "activities" reinhören und in diese beiden alben von daniel villarreal auf denen sie mitwirkt um ein genaueres bild von ihr zu bekommen. bei den parker evtet alben geh ich von aus, dass du sie dir schon angehört hast...






ich wurde mal gefragt warum ich jazz höre. ganz einfach, weil er frei von hautfarbe und emotional ist....
- lotterlotta
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

.....in der eh schon außergewöhnlichen discography von marion brown eine stilistisch noch außergwöhnlichere platte....
ich wurde mal gefragt warum ich jazz höre. ganz einfach, weil er frei von hautfarbe und emotional ist....