@Friedrich
....besser kann ichs nicht, hoffe ausführlich genug deinen erwartungen entsprechend
klaus hoffmann geburtstagskonzert berliner philharmonie 27.03.2026
….pünktlich um 20:00Uhr beginnt er mit einem jovialen einstieg zu dem geburtstagskonzert hinsichtlich „des besten publikums der welt, nein wartet, seid ihr nicht…..und dem verweis auf geschenke bei kindergeburtstagen seiner kindheit wie langen unterhosen und feinrippunterwäsche und nun(übertreibend) 2000 Leuten die für den geburtstag auch noch erstaunlicherweise einen haufen kohle bezahlen und launischen anspielungen auf frauen die ihre männer hinschleppen“ und immer wieder kommen, stimmt er sein publikum und die gäste von fern auf das konzert ein….und nach „doch ihr seid die besten“, stellt er die band vor und los geht’s mit „berlin“, klar sein heimspiel kann nicht anders beginnen! zwischen den stücken immer wieder der erzähler über die kindheit im nachkriegsberlin, seinem vater der so nah und doch so fern erschien, der beschädigung durch das kriegstrauma, den starken frauen(und seinem bezug zu ihnen) und schwachen männern dieser zeit, seiner entwicklung zum musiker und dem lauf der zeit! er spielt viele klassiker wie „blinde katharina“, „wenn ich sing“ und klar, vielen stücken mit bezug auf berlin im mix mit für mich neueren stücken(nach 1991), das publikum ist da erstaunlich textsicher. ein geburtstagskonzert wäre kein geburtstagskonzert ohne besondere gäste und so bittet er nach ca. 45min seinen „ bruder im geiste“ auf die bühne! schon beim aussprechen brandet tosender applaus auf, denn klar, wer könntet das anderes sein als reinhard mey! nach launischem plausch bringen sie zwei stücke im duett und mey wird im anschluss auch wieder mit tosendem applaus verabschiedet. im weiteren verlauf kommt mit lydia auvrey eine alte weggefährtin auf die bühne, sie spielte auf dem album „westend“ mit und tourte u.a. auch mit hannes wader. mit ihr gibt es „amsterdam“ und den verweis auf vergesslichkeit hinsichtlich des textes am morgen des tages.
als weiterer gast für zwei stücke kommt till brönner auf die bühne und nach einem weiteren stück geht es nach 90min in eine viertelstündige pause.
diese ist auch für mich bitter nötig, der erste teil nahm mich emotional zu sehr mit, ich merke wie nah mir das alles ist und wie sehr es mich anfasst…..
im zweiten set kommen für mich viele unbekannte aber trotzdem tolle stücke, auch mit aktuellem politischem bezug. in folge des set kommt eine weitere sängerin als gast, deren namen ich leider nicht verstanden habe, mit ihr singt er „ne me quitte pas“ im duett , zum teil zweisprachig! als besonderer gast danach erika pluhar, die mit ihren 87 jahren zwei eigene stücke über das alter und das leben darbietet. die beiden verbinden ihre rollen im film „die kameliendame“(erika pluhar) und armand(klaus) von 1978. sie wird nur von ihrem pianisten roland guggenbichler begleitet und im zweiten stück spielt hoffmann ein paar akkorde auf der akustischen dazu. zum letzten stück „schenk mir diese nacht“ vom album melancholia kommen nochmals alle gäste auf die bühne und bieten es gemeinsam dar. mit standing ovations und donnerndem applaus werden alle verabschiedet, dieser ebbt nicht ab und hoffmann und sein pianist kommen für ein stück im duo zurück. leider ist dieser tolle abend dann um 23:00h zu ende….man dürfte nicht länger spielen wurde nach abgang der beiden erklärt…in der weltstadt berlin mit seinen unzähligen dörfern werden also um 23uhr die bürgersteige hochgeklappt….ich überlege, ob ich nicht doch noch einen termin auf der kommenden tour buche um mehr von diesem tollem menschen und seiner musik erleben zu dürfen….
Die besten Konzerte 2026 (so far)
- lotterlotta
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Re: Die besten Konzerte 2026 (so far)
Zuletzt geändert von lotterlotta am 29 Mär 2026, 14:57, insgesamt 1-mal geändert.
ich wurde mal gefragt warum ich jazz höre. ganz einfach, weil er frei von hautfarbe und emotional ist....
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Re: Die besten Konzerte 2026 (so far)
@Doc F.Doc F. hat geschrieben: 28 Mär 2026, 07:21 Was heißt falsch gemacht? Gitarre Solo plus gelegentlichen Gesang fand ich irgendwie nicht sehr interessant. Ich kann mir vorstellen, dass er mir in einem größeren Ensemble besser gefällt. Es lag sicher an mir und nicht an ihm.
War von mir natürlich etwas provokant formuliert.
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Re: Die besten Konzerte 2026 (so far)
@JackofHJackofH hat geschrieben: 28 Mär 2026, 07:58 Schön beschrieben @Friedrich. Ein wirklich entspannter Abend, wie eine Umarmung zwischen den Musikern untereinander und zugleich mit dem Publikum. Wenn ich nicht dem poetischen Tanz von Hollands Fingern über seine Basssaiten gefolgt bin, habe ich öfters mit geschlossenen Augen gelauscht. Und: So woke kann ein alter weißer Mann sein! Hollands Sanftmut und Bescheidenheit fand ich ganz bezaubernd.
Ach ja, einmal nach Essaouira reisen, mir einen Fisch grillen lassen und Gnawa hören, steht nun auf der To-do-list ...
Du warst auch im Zig Zag? Nächstes mal verabreden wir uns alle miteinander!
Schöne Beschreibungen von Dir. So war es wirklich und Dave Hollands Persönlichkeit, diese bescheidene, gelassene, humorvolle und gleichzeitig lebendig und selbstsichere Art fand ich auch bezaubernd. Er wirkte als fast 80-Jähriger frischer als manch halb so alte. Daran kann man sich ein Beispiel nehmen.
Die Ankedote mit dem gegrillten Fisch hatte ich schon fast vergessen.
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Re: Die besten Konzerte 2026 (so far)
Hallo @lotterlotta,lotterlotta hat geschrieben: 28 Mär 2026, 11:33 @Friedrich
....besser kann ichs nicht, hoffe ausführlich genug deinen erwartungen entsprechend
klaus hoffmann geburtstagskonzert berliner philharmonie 27.03.2026
….pünktlich um 20:00Uhr beginnt er mit einem jovialen einstieg zu dem geburtstagskonzert hinsichtlich „des besten publikums der welt, nein wartet, seid ihr nicht…..und dem verweis auf geschenke bei kindergeburtstagen seiner kindheit wie langen unterhosen und feinrippunterwäsche und nun(übertreibend) 2000 Leuten die für den geburtstag auch noch erstaunlicherweise einen haufen kohle bezahlen und launischen anspielungen auf frauen die ihre männer hinschleppen“ und immer wieder kommen, stimmt er sein publikum und die gäste von fern auf das konzert ein….und nach „doch ihr seid die besten“, stellt er die band vor und los geht’s mit „berlin“, klar sein heimspiel kann nicht anders beginnen! zwischen den stücken immer wieder der erzähler über die kindheit im nachkriegsberlin, seinem vater der so nah und doch so fern erschien, der beschädigung durch das kriegstrauma, den starken frauen(und seinem bezug zu ihnen) und schwachen männern dieser zeit, seiner entwicklung zum musiker und dem lauf der zeit! er spielt viele klassiker wie „blinde katharina“, „wenn ich sing“ und klar, vielen stücken mit bezug auf berlin im mix mit für mich neueren stücken(nach 1991), das publikum ist da erstaunlich textsicher. ein geburtstagskonzert wäre kein geburtstagskonzert ohne besondere gäste und so bittet er nach ca. 45min seinen „ bruder im geiste“ auf die bühne! schon beim aussprechen brandet tosender applaus auf, denn klar, wer könntet das anderes sein als reinhard mey! nach launischem plausch bringen sie zwei stücke im duett und mey wird im anschluss auch wieder mit tosendem applaus verabschiedet. im weiteren verlauf kommt mit lydia auvrey eine alte weggefährtin auf die bühne, sie spielte auf dem album „westend“ mit und tourte u.a. auch mit hannes wader. mit ihr gibt es „amsterdam“ und den verweis auf vergesslichkeit hinsichtlich des textes am morgen des tages.
als weiterer gast für zwei stücke kommt till brönner auf die bühne und nach einem weiteren stück geht es nach 90min in eine viertelstündige pause.
diese ist auch für mich bitter nötig, der erste teil nahm mich emotional zu sehr mit, ich merke wie nah mir das alles ist und wie sehr es mich anfasst…..
im zweiten set kommen für mich viele unbekannte aber trotzdem tolle stücke, auch mit aktuellem politischem bezug. in folge des set kommt eine weitere sängerin als gast, deren namen ich leider nicht verstanden habe, mit ihr singt er „ne me quitte pas“ im duett , zum teil zweisprachig! als besonderer gast danach erika pluhar, die mit ihren 87 jahren zwei eigene stücke über das alter und das leben darbietet. die beiden verbinden ihre rollen im film „die kameliendame“(erica pluhar) und armand(klaus) von 1978. sie wird nur von ihrem pianisten roland guggenbichler begleitet und im zweiten stück spielt hoffmann ein paar akkorde auf der akustischen dazu. zum letzten stück „schenk mir diese nacht“ vom album melancholia kommen nochmals alle gäste auf die bühne und bieten es gemeinsam dar. mit standing ovations und donnerndem applaus werden alle verabschiedet, dieser ebbt nicht ab und hoffmann und sein pianist kommen für ein stück im duo zurück. leider ist dieser tolle abend dann um 23:00h zu ende….man dürfte nicht länger spielen wurde nach abgang der beiden erklärt…in der weltstadt berlin mit seinen unzähligen dörfern werden also um 23uhr die bürgersteige hochgeklappt….ich überlege, ob ich nicht doch noch einen termin auf der kommenden tour buche um mehr von diesem tollem menschen und seiner musik erleben zu dürfen….
sehr schöner Bericht!
„wie nah dir das alles ist und wie sehr es dich anfasst …“ hattest du mir auf unserer nächtlichen S-Bahnfahrt ja schon erzählt. Schön, dass dich das Klaus Hoffmann-Konzert dann tatsächlich auch so begeistert hat.
Was einem in Berlin so begegnet, ob es gefällt oder nicht, hast du ja in der S-Bahn und sicher auch während deiner übrigen Zeit in Berlin erleben können. Dazu passt Klaus Hoffmann mit seinen Geschichten natürlich perfekt. „Was hält mich noch in dieser kalten / Rostig fett, schon fast verfaulten Bärenstadt.“ Auch wenn die Mauer schon lange weg ist, spürt man das immer noch ein bisschen. Die „deutlichen Gebrauchsspuren (aber noch abspielbar, Hintergrundrauschen und Kratzer, Schäden wie Flecken, Beschriftungen, Wasserschäden), insgesamt Zustand Good+" wird Berlin nie loswerden.
Fast vergessen: Dass das Konzert um 23 h endete, hat vermutlich einen ganz profanen arbeitsrechtlichen Grund: Die Philharmonie ist sozusagen "öffentlicher Dienst". Da hat - vermutlich noch in den 70er Jahren - die mächtige berliner Sektion der damaligen Gewerkschaft ÖTV durchgesetzt, dass das Personal der Philharmonie nur bis 24 h arbeiten darf. Deswegen muss das Publikum eben um 23 h gehen. Kein Scherz!
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Re: Die besten Konzerte 2026 (so far)
....ja daran wird es wohl liegen, eine ältere dame neben mir beim zur bahn schlendern erwähnte so etwas arbeitsrechtliches zu ihrem mitgänger...und die spuren des verbrauchten, abgenutzten und verschandeltem werden wohl noch sehr lange zu sehen bleiben....schön, dass dir der bericht gefallen hat....Friedrich hat geschrieben: 29 Mär 2026, 11:46
„wie nah dir das alles ist und wie sehr es dich anfasst …“ hattest du mir auf unserer nächtlichen S-Bahnfahrt ja schon erzählt. Schön, dass dich das Klaus Hoffmann-Konzert dann tatsächlich auch so begeistert hat.
Was einem in Berlin so begegnet, ob es gefällt oder nicht, hast du ja in der S-Bahn und sicher auch während deiner übrigen Zeit in Berlin erleben können. Dazu passt Klaus Hoffmann mit seinen Geschichten natürlich perfekt. „Was hält mich noch in dieser kalten / Rostig fett, schon fast verfaulten Bärenstadt.“ Auch wenn die Mauer schon lange weg ist, spürt man das immer noch ein bisschen. Die „deutlichen Gebrauchsspuren (aber noch abspielbar, Hintergrundrauschen und Kratzer, Schäden wie Flecken, Beschriftungen, Wasserschäden), insgesamt Zustand Good+" wird Berlin nie loswerden.
Fast vergessen: Dass das Konzert um 23 h endete, hat vermutlich einen ganz profanen arbeitsrechtlichen Grund: Die Philharmonie ist sozusagen "öffentlicher Dienst". Da hat - vermutlich noch in den 70er Jahren - die mächtige berliner Sektion der damaligen Gewerkschaft ÖTV durchgesetzt, dass das Personal der Philharmonie nur bis 24 h arbeiten darf. Deswegen muss das Publikum eben um 23 h gehen. Kein Scherz!
ich wurde mal gefragt warum ich jazz höre. ganz einfach, weil er frei von hautfarbe und emotional ist....
Re: Die besten Konzerte 2026 (so far)
God is an Astronaut (Support Maven) 1.4. Esch-sur-Alzette (LUX)
In der Kulturfabrik in Esch in Luxemburg habe ich bisher durchweg gute und interessante Konzerte gesehen – Swans, Motorpsycho, Sunn O))), Godspeed You! Black Emperor und jetzt die oben genannten beiden Postrock Acts.
Über die Liveauftritte von GIAA hatte ich in der Vergangenheit viel positive Rezensionen gelesen und sie haben mich voll überzeugt. Es war infernalisch laut, aber das passt zu diesem Genre, dass live irgendwie immer noch ein bisschen besser ist als auf Platte. Tolle Songauswahl, ein sehr guter Sound und eine wirkungsvolle Lichtshow. Eine zusätzliche Entdeckung war die Vorgruppe, Maven, aus dem nahe gelegenen Metz. Wer diese Musik mag, von Mogwai bis We lost the See, sollte auch mit Maven glücklich werden. Ich denke, GIAA sind sowieso den meisten ein Begriff.


In der Kulturfabrik in Esch in Luxemburg habe ich bisher durchweg gute und interessante Konzerte gesehen – Swans, Motorpsycho, Sunn O))), Godspeed You! Black Emperor und jetzt die oben genannten beiden Postrock Acts.
Über die Liveauftritte von GIAA hatte ich in der Vergangenheit viel positive Rezensionen gelesen und sie haben mich voll überzeugt. Es war infernalisch laut, aber das passt zu diesem Genre, dass live irgendwie immer noch ein bisschen besser ist als auf Platte. Tolle Songauswahl, ein sehr guter Sound und eine wirkungsvolle Lichtshow. Eine zusätzliche Entdeckung war die Vorgruppe, Maven, aus dem nahe gelegenen Metz. Wer diese Musik mag, von Mogwai bis We lost the See, sollte auch mit Maven glücklich werden. Ich denke, GIAA sind sowieso den meisten ein Begriff.


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Re: Die besten Konzerte 2026 (so far)
01 Dominique Fils-Aimé - Reutlingen, franz.K (24.03.2026) *****
02 Ana Carla Maza - Freiburg, Jazzhaus (11.04.2026) *****
03 Derya Yıldırım & Grup Şimşek - Reutlingen, franz.K (06.02.2026) ****1/2
04 Bassekou Kouyaté & Amy Sacko - Tübingen, Sudhaus (10.03.2026) ****
Ganz wunderbarer Auftritt von Ana Carla Maza im Freiburger Jazzhaus. Dass es sich dabei um einen Soloauftritt handeln sollte, wusste ich zuvor nicht. Nachdem ich aber den Gewölbekeller betreten und einen Blick auf die Bühne geworfen hatte, war alles klar, denn dort befanden sich nur eine Sitzbank und ein Tisch. Neben dem Gesang spielt Maza Cello, was als einziges Begleitinstrument dann doch etwas ungewöhnlich ist. Doch Zweifel, ob so etwas funktionieren kann, waren schnell verflogen. Mit Leidenschaft und Temperament und einer Spiel- und Lebensfreude, die ich auf einer Bühne bislang selten erlebt habe, führte die Kubanerin durch das über 90 Minuten lange Set, bei dem zu keiner Zeit Langeweile aufkam und ich die Band auch absolut nicht vermisste. Zwischendurch erzählte sie aus ihrem Leben oder von ihrer Heimat, spielte das Cello, mit dem sie nach eigener Aussage mehr Zeit verbrachte als mit allem anderen, auch schon mal wie eine Gitarre oder einen Bass. Die eng aufgebauten Sitzreihen gerieten dabei schnell zum Hindernis, denn von Kammermusik war das Ganze weit entfernt. Im Grunde ersetzte sie mit ihrem Cello die ganze Band und das ganz ohne Loopstation. Am Ende war es ein beeindruckendes Konzerterlebnis, mit dem ich so zuvor nicht gerechnet hatte.
Up next: Vanessa Paradis, Sona Jobarteh, Dota, Tamikrest
02 Ana Carla Maza - Freiburg, Jazzhaus (11.04.2026) *****
03 Derya Yıldırım & Grup Şimşek - Reutlingen, franz.K (06.02.2026) ****1/2
04 Bassekou Kouyaté & Amy Sacko - Tübingen, Sudhaus (10.03.2026) ****
Ganz wunderbarer Auftritt von Ana Carla Maza im Freiburger Jazzhaus. Dass es sich dabei um einen Soloauftritt handeln sollte, wusste ich zuvor nicht. Nachdem ich aber den Gewölbekeller betreten und einen Blick auf die Bühne geworfen hatte, war alles klar, denn dort befanden sich nur eine Sitzbank und ein Tisch. Neben dem Gesang spielt Maza Cello, was als einziges Begleitinstrument dann doch etwas ungewöhnlich ist. Doch Zweifel, ob so etwas funktionieren kann, waren schnell verflogen. Mit Leidenschaft und Temperament und einer Spiel- und Lebensfreude, die ich auf einer Bühne bislang selten erlebt habe, führte die Kubanerin durch das über 90 Minuten lange Set, bei dem zu keiner Zeit Langeweile aufkam und ich die Band auch absolut nicht vermisste. Zwischendurch erzählte sie aus ihrem Leben oder von ihrer Heimat, spielte das Cello, mit dem sie nach eigener Aussage mehr Zeit verbrachte als mit allem anderen, auch schon mal wie eine Gitarre oder einen Bass. Die eng aufgebauten Sitzreihen gerieten dabei schnell zum Hindernis, denn von Kammermusik war das Ganze weit entfernt. Im Grunde ersetzte sie mit ihrem Cello die ganze Band und das ganz ohne Loopstation. Am Ende war es ein beeindruckendes Konzerterlebnis, mit dem ich so zuvor nicht gerechnet hatte.
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Wann kommt Horst Lichter mit dem Händlerkärtchen und knallt mich ab?