
....beauty is enough....drei worte die alles sagen...

Aber ja, wirklich sehr sehr gut. Ich brauche mehr von John Lewis. Vielleicht das Album auf Pacific.
Welche Einschränkungen hast/hörst Du hierhurley hat geschrieben: 11 Apr 2026, 11:31
Joe Farrell- Outback
Nice. Aber nicht sensationell. Klasse Besetzung dennoch.
Über Kamuca lerne ich gerade Stück für Stück dazu. Wegen seinem Geburtsort Philadelphia gab es eine gewisse Nähe zu der Szene dort, Kamuca hat mit Leuten von dort gespielt (Ray Bryant, Specs Wright, Philly Joe Jones), dann kannte er wohl Golson. Benny Golson schätze ich zwar, aber als Komponist von z.B. "Whisper Not" habe ich ihn doppelt unterschätzt. Hier wird das Stück in den liner notes als airy waltz beschrieben, bei der Vorstellung/Umsetzung des Themas höre ich vielleicht mehr einen Tango (Blues und Tango ebenfalls im Solo von Kamuca). Die Umsetzung der Band ist eh genial, weil das Stück gar nicht so einfach zu spielen ist (es klingt nur einfach und airy), man kann es allerdings gut mitsummen, den Walzer höre ich mehr am Ende. Mich erinnert das auch an Musik von Cesaria Evora. Gordon und Feldman habe ich etwas unterschätzt. Feldman brachte auf Volume 3 oder 4 noch einen Hauch Erroll Garner mit rein, Red Garland müsste er ebenfalls gehört haben. Hank Mobley wurde als Musiker vielleicht auch etwas missverstanden, immerhin hatte er ja genug komponiert. Von der Art Tenor zu spielen würde ich sagen, dass Golson, Kamuca und Rouse etwas gemeinsam hatten, Mobley war auf seine Weise ein Unikat auf dem Instrument. Natürlich stehen manche im Schatten von irgendwem (Coltrane überschattete Mobley, oder Wayne Shorter überschattet George Coleman), aber vielleicht ist gerade diese Sichtweise auch irgendwie falsch, vielleicht benötigt sie eine ständige Korrektur.redbeansandrice hat geschrieben: 20 Mär 2026, 20:33
Shelly Manne & His Men – At The Black Hawk, Vol. 4
über den Tag hab ich tatsächlich die Inhalte der vier ursprünglichen LPs gestreamed... wenn das zu diesem Zeitpunkt keine Hard Bop Band ist, dann weiss ich's auch nicht, angefangen mit den Kompositionen von Benny Golson und Roland Alexander, die gespielt werden (letztere mitgebracht von Joe Gordon steht in den liner notes)... Gordon (tp) hat lupenreine Hard Bop credentials... und Victor Feldman (p) kriegte kurz darauf den gig bei Miles, wenn auch nicht für lange... Manne und vor allem Monty Budwig (b) haben mir selten besser gefallen... und ja, eine Nähe von Kamuca und Rouse kann ich mir auch einbilden... macht ja Sinn, dass diese Art Saxophon zu spielen auch im Hard Bop funktionieren kann, so weit ist es von den Brothers zu Hank Mobley oder eben Rouse ja dann auch nicht...
Eigentlich nicht viel. Buster und Corea spielen großartig. Joe agiert äußerst vielseitig. Besonders die mehrspurig aufgenommen Flöten sind brill. Manchmal driftet es ein wenig in Easy-listening ab und Ferrell kann auch recht cheesy spielen. Das sind Momente die mir nicht so zusagen. Alles in allem ein ein tolles Hörerlebnis wenn auch nicht grandios.
