Passport - Infinity MachineHallogallo hat geschrieben: 22 Mär 2026, 09:00
Originalwerbung von 1976
1976 war ja nicht nur das Jahr des Punk, sondern auch das Jahr des Fusion.
Weather Report - Black Market
Das Album Black Market stellt einen Wendepunkt in der Diskografie von Weather Report dar. Die Gruppe unter der Leitung von Joe Zawinul und Wayne Shorter ging vom freien, improvisationslastigen Stil zu stärker durchkomponierten Songs über. Das Album ist ein Meilenstein des Fusion, des Jazz-Rock mit Global-Musik Einschlag plus Zawinuls Synthesizereinsatz. Wilde Mischung, die aber aufgeht.
Musikhistorisch ist das Album untrennbar mit dem Bassistenwechsel verbunden. Während Alphonso Johnson auf den meisten Stücken einen soliden, funk-orientierten Bass liefert, markiert das Debüt von Jaco Pastorius in „Barbary Coast“ und „Cannon Ball“ eine Zäsur. Pastorius’ Spiel auf dem fretless E-Bass führte eine neue melodische Komponente in die Musik von WR ein. Pastorius wurde zum Bass-Star, eine Legende, die bis heute fortlebt.
Besetzung (von en.wikepedia.org)
Joe Zawinul – Yamaha Grand Piano, Rhodes Electric Piano, 2 × ARP 2600, Oberheim Polyphonic Synthesizer, orchestration
Wayne Shorter – Selmer soprano and tenor saxophones, Computone Lyricon
Alphonso Johnson – electric bass
Jaco Pastorius – electric fretless bass (tracks 2 & 6)
Narada Michael Walden – drums (tracks 1–2)
Chester Thompson – drums (tracks 1, 3–7)
Alex Acuña – congas, percussion (tracks 2–5, 7)
Don Alias – percussion (tracks 1 & 6)
Weather Report für Arme? Nein, aber auf dem 5. Passport Album nimmt die Tendenz zu staccatohaften Synthi Klängen (Kristian Schulze) zu und die gehen mir persönlich auf die Nerven. Funk überwiegt (Juju Man, Infinitiy Machine, Ostinato), dafür sorgen das solide Schlagzeug (Curt Cress) und der schnörkellose Bass (Wolfgang Schmid), aber mir gefallen die melodischen Stücke ( Blue Aura, Contemplation) weitaus besser.
