Jetzt verstehe ich, weshalb meine Schwester damals so sauer war.
Amy Sherman-Palladino ignoriert so ziemlich alles, was nach ihrem Abgang passierte, um ihr ursprünglich erdachtes Ende durchzuziehen. Ohne Rücksicht auf Verluste oder kohärente Figurenentwicklung. Zudem hat sie vergessen, wie sie diese Figuren einst schrieb, weshalb sämtliche Dialoge unheimlich bemüht rüberkommen, auch weil das halbe Ensemble in all den Jahren offenbar verlernt hat, wie man spielt. Daher wirkte dieses Revival auf mich einfach nur "falsch". Ganz zu schweigen von der augenfeindlichen Netflix-Optik. Die einzigen Lichtblicke: Lorelais Anruf in der (unnötig langen) letzten Folge sowie die ewig gute Kelly Bishop. Aber ohne Emily Gilmore wäre auch schon die Originalserie nicht mal halb so gut gewesen.