Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

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Talking Head
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Talking Head »

Onkel Tom hat geschrieben: 17 Mär 2026, 09:41
Talking Head hat geschrieben: 16 Mär 2026, 21:06
Klar gibt es auch bei mir zementierte Alben. Wenn ich aber nach 13? Jahren jetzt hier eine neue TOP 100 erstellen würde, könnten sich auch in der TOP 10 Veränderungen ergeben.
Das ist bei mir eher unwahrscheinlich. Meine Lieblingsalben bleiben im Regelfall auch weiter meine Lieblingsalben. Neu Einsteiger in den Top200 bewegen sich meist im hinteren Bereich. Das "jüngste" Album in meinen Top 10 ist übrigens "Automatic For The People". ;)
Hat dich dieses Album sofort umgehauen oder brauchte es einen gewissen Reifeprozess, bis es den Einstieg in deine TOP 100 und dann in deine TOP 10 geschafft hat?

Btw. Wäre eine Veränderung in meiner TOP 10 Ben De La Cour - Sweet Anhedonia (2023). Es gab schon sehr lange kein Album mehr, das mich vom ersten Moment an so derartig vom Hocker gehauen hat.
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Jan Lustiger
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Jan Lustiger »

Talking Head hat geschrieben: 17 Mär 2026, 09:22 Lasst ihr euch bei der Bewertung eines Albums eigentlich auch von persönlichen Emotionen des Augenblicks des ersten Hörens oder sonstiger Begleitumstände leiten?
Ich versuche, es zu vermeiden. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass es eher schwer ist, das zu vermeiden. Ein bisschen Widersprüchlichkeit ist aber ja nicht schlimm.
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Onkel Tom
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Onkel Tom »

Talking Head hat geschrieben: 17 Mär 2026, 09:54
Onkel Tom hat geschrieben: 17 Mär 2026, 09:41
Talking Head hat geschrieben: 16 Mär 2026, 21:06
Klar gibt es auch bei mir zementierte Alben. Wenn ich aber nach 13? Jahren jetzt hier eine neue TOP 100 erstellen würde, könnten sich auch in der TOP 10 Veränderungen ergeben.
Das ist bei mir eher unwahrscheinlich. Meine Lieblingsalben bleiben im Regelfall auch weiter meine Lieblingsalben. Neu Einsteiger in den Top200 bewegen sich meist im hinteren Bereich. Das "jüngste" Album in meinen Top 10 ist übrigens "Automatic For The People". ;)
Hat dich dieses Album sofort umgehauen oder brauchte es einen gewissen Reifeprozess, bis es den Einstieg in deine TOP 100 und dann in deine TOP 10 geschafft hat?

Btw. Wäre eine Veränderung in meiner TOP 10 Ben De La Cour - Sweet Anhedonia (2023). Es gab schon sehr lange kein Album mehr, das mich vom ersten Moment an so derartig vom Hocker gehauen hat.
Schwierig zu beantworten. Ja, das Album faszinierte mich von Beginn an. Aber zu der Zeit habe ich noch gar keine Listen geführt. Das kam erst mit der Anmeldung im RS Forum in 2007 (soweit ich mich recht erinnere). Ich hab auch die alten Listen nie aus "Archivgründen" abgelegt. Ich denke aber, es war relativ flott da oben mit dabei.
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Talking Head
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Talking Head »

Onkel Tom hat geschrieben: 17 Mär 2026, 15:22
Talking Head hat geschrieben: 17 Mär 2026, 09:54
Onkel Tom hat geschrieben: 17 Mär 2026, 09:41

Das ist bei mir eher unwahrscheinlich. Meine Lieblingsalben bleiben im Regelfall auch weiter meine Lieblingsalben. Neu Einsteiger in den Top200 bewegen sich meist im hinteren Bereich. Das "jüngste" Album in meinen Top 10 ist übrigens "Automatic For The People". ;)
Hat dich dieses Album sofort umgehauen oder brauchte es einen gewissen Reifeprozess, bis es den Einstieg in deine TOP 100 und dann in deine TOP 10 geschafft hat?

Btw. Wäre eine Veränderung in meiner TOP 10 Ben De La Cour - Sweet Anhedonia (2023). Es gab schon sehr lange kein Album mehr, das mich vom ersten Moment an so derartig vom Hocker gehauen hat.
Schwierig zu beantworten. Ja, das Album faszinierte mich von Beginn an. Aber zu der Zeit habe ich noch gar keine Listen geführt. Das kam erst mit der Anmeldung im RS Forum in 2007 (soweit ich mich recht erinnere). Ich hab auch die alten Listen nie aus "Archivgründen" abgelegt. Ich denke aber, es war relativ flott da oben mit dabei.
Ja, das mit den Listen habe ich auch erst 2008 bei der Anmeldung im RS-Forum kennen gelernt. Vorher hatte ich zwar ein paar Favoriten pro Jahr, das Ganze aber längst nicht so archiviert, wie es da praktiziert wurde.

Btw. Automatic For The People ist ein sehr schönes Album!
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Doc F.
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Doc F. »

Ich bin sehr großzügig und schnell im Besternen von *** - ****1/2.
Aber ***** vergebe ich nur selten, ebenso weniger als ***. Dafür benötigt
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Talking Head
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Talking Head »

Doc F. hat geschrieben: 17 Mär 2026, 19:51 Ich bin sehr großzügig und schnell im Besternen von *** - ****1/2.
Aber ***** vergebe ich nur selten, ebenso weniger als ***. Dafür benötigt
es viele Durchgänge.
Schön, dich wieder zu lesen!
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Hallogallo
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Hallogallo »

Talking Head hat geschrieben: 17 Mär 2026, 09:22
Hallogallo hat geschrieben: 16 Mär 2026, 21:45... Es kommt auch eher selten vor, dass ich ein Album erstmal nicht so doll finde und irgendwann später stellt es sich dann doch als 5-Sterne-Album heraus ...
...

Lasst ihr euch bei der Bewertung eines Albums eigentlich auch von persönlichen Emotionen des Augenblicks des ersten Hörens oder sonstiger Begleitumstände leiten?

...
Guter Punkt.

Ja, aber in anderer Hinsicht. Für "anstregende" Musik, zum Beispiel sehr experimentelle, krachige Sachen, muss ich schon in der Richtung Stimmung sein, sonst kriegen die kaum Punkte. Die höre ich mir zum Beispiel nicht Sonntag vormittags an, wenn ich es eher ruhig mag. Oder andersrum: Wenn ich in der Stimmung für was flottes bin, haben es ruhige Alben eher schwer. Das berücksichtige ich schon.

Alben, die mit speziellen Momenten in meinem Leben verbunden sind, sind Zeitmashinen, die mich emotional direkt wieder zu diesen Moment zurückbeamen. Die lege ich nicht auf, wenn ich gerade nicht beamen möchte. An der Beurteilung dieser Alben ändert sich bei mir nichts.
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Doc F.
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Doc F. »

Talking Head hat geschrieben: 17 Mär 2026, 19:57
Doc F. hat geschrieben: 17 Mär 2026, 19:51 Ich bin sehr großzügig und schnell im Besternen von *** - ****1/2.
Aber ***** vergebe ich nur selten, ebenso weniger als ***. Dafür benötigt
es viele Durchgänge.
Schön, dich wieder zu lesen!
Danke.

Zu den Talking Heads, weil Du die als Beispiel angeführt hast. Ich habe damals im Musik Express eine Kritik zu „Speaking in Tongues“ gelesen. Wenn ich mich noch richtig erinnere, war es das Album des Monats und hat volle Punktzahl bekommen (im ME waren das sechs Sterne). In der Zeit habe ich fast nur Pink Floyd, Yes und solche Sachen gehört und habe mir trotzdem das Album gekauft und konnte erst einmal gar nicht viel damit anfangen, weil sie definitiv anders klangen. Ich habe eine Weile gebraucht, um mich einzuhören, aber heute höre ich die Band immer noch sehr gerne - insofern ist das auch für mich ein ganz gutes Beispiel, dass es Musik gibt, die Zeit benötigt. „Remain in Light“ finde ich noch besser, aber ich würde beide Alben heute mit ***** bewerten.
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Doc F.
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Doc F. »

Hallogallo hat geschrieben: 17 Mär 2026, 20:05 (…)
Alben, die mit speziellen Momenten in meinem Leben verbunden sind, sind Zeitmashinen, die mich emotional direkt wieder zu diesen Moment zurückbeamen. Die lege ich nicht auf, wenn ich gerade nicht beamen möchte. An der Beurteilung dieser Alben ändert sich bei mir nichts.
Verstehe ich. Aber trotzdem gibt es einige Platten, die ich heute anders bewerte, auch wenn ich in der Rückschau nachvollziehen kann, warum sie mir früher so viel bedeutet haben. Du schreibst ja auch, dass es hier um Emotionalität geht. Insofern kann mich ein Album auch berühren, wenn ich es objektiv vielleicht nur noch mit ***1/2 bewerten würde.
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Grievous Angel
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Re: Über das Bewerten/Besternen von Musik/Alben

Beitrag von Grievous Angel »

Finde es toll, dass wir da alle unterschiedliche Zugänge haben. Ich fand den Zugang vom erwähnten @wahr zur Musik immer schon sehr sympathisch, auch wenn ich da ganz anders ticke. Mit einem Beispiel wie dem von @Talking Head mit "Remain in Light" von * * zu * * * * * kann ich glaube ich nicht dienen, wäre aber jederzeit offen dafür, dass bei irgendeinem verschmähten Album plötzlich und unverhofft der Knopf aufgeht. :)

Ich hatte zur Zeit meiner ersten Top 100 2010 so um die 150 Alben mit * * * * * (das war damals vor der Volljährigkeit vermutlich ein Drittel meiner gesamten Sammlung), heute sind es weniger. Mit den Jahren sind viele Favoriten aus Teenager-Jahren realistischer bewertet worden, die Ansprüche verändern sich mit der Erfahrung und der Erweiterung des eigenen Horizonts ja auch. Seit jener Zeit hat sich die Einschätzung von vielen Alben erheblich geändert, nichts ist einzementiert - auch wenn ich beim Kennenlernen wenn möglich versuche mir direkt einen intensiven Eindruck zu verschaffen, statt einmal kurz drüber zu hören und das Album beim nächsten Mal quasi neu zu entdecken - das führt natürlich zu gefestigteren Eindrücken, wiewohl es auch da öfter viel später Klick macht oder sich der unmittelbare Reiz abnutzt.

Dies spielt sich bei mir aber auch in der Regel eher zwischen * * * und * * * * 1/2 ab. Und Alben, bei denen ich beim Erstkontakt, also wirklich beim ersten Hören direkt überzeugt davon bin, dass da nichts anderes drin ist außer die volle Punktzahl, die hat es seit damals wohl nur eine Handvoll gegeben. Die sind auch praktisch alle in der Top 100, eher sogar in der Top 20. Die Entdeckung von "Grievous Angel" und "The Gilded Palace of Sin" war 2012 das letzte Offenbarungs-Erlebnis, auch wenn sich danach noch einige 5er dazugesellt haben, die Top-Liste seither freilich bedeutend verändert hat. Meine letzte Liste ist von 2018 und sollte vielleicht noch vor dem zehnjährigen Jubiläum aktualisiert werden. :)
keep on sailing.