2026 | Erwartungen und erste Eindrücke

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Hallogallo
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2026 | Erwartungen und erste Eindrücke

Beitrag von Hallogallo »

Aus meiner Sicht ein überdurchschnittlich guter Anfang eines Musikjahres. Bisher haben mir diese Alben gefallen:

The Cribs – Selling A Vibe
Softcult – When A Flower Doesn’t Grow
Gorillaz – The Mountain
Bill Callahan - My Days Of 58
Die Regierung - Immer unbekannt
Lande Hekt - Lucky Now
PVA - No More Like This
Die Sterne - Wenn es Liebe ist
Hen Ogledd - Discombobulated
Kapa Tult - Immer alles gleichzeitig
Jill Scott - Ti whom this may concern
Yumi Zouma - No Love Lost to Kindness
Urlaub in Polen - Objects, Beings & Parrots
Tessa Rose Jackson - The Lighthouse

Wenn ich Zeit habe, folgt demnächst etwas mehr zu dem ein oder anderen Album. Bestes Album so far "Discombobulated ". Dicht gefolgt von "My Days of 58" und "Lucky now" von Lande Hekt.

Das neue Album Mitski fand ich beim ersten Hören eher durchwachsen. Von der Kritik wird es dagegen eher gefeiert. Na mal hören, manchmal täuscht ja der erste Eindruck, ich habe das Album jedenfalls noch nicht abgehakt.
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hurley
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Re: 2026 Erwartungen und erste Eindrücke

Beitrag von hurley »

Hallogallo hat geschrieben: 28 Feb 2026, 11:16 Aus meiner Sicht ein überdurchschnittlich guter Anfang eines Musikjahres. Bisher haben mir diese Alben gefallen:

The Cribs – Selling A Vibe
Softcult – When A Flower Doesn’t Grow
Gorillaz – The Mountain
Bill Callahan - My Days Of 58
Die Regierung - Immer unbekannt
Lande Hekt - Lucky Now
PVA - No More Like This
Die Sterne - Wenn es Liebe ist
Hen Ogledd - Discombobulated
Kapa Tult - Immer alles gleichzeitig
Jill Scott - Ti whom this may concern
Yumi Zouma - No Love Lost to Kindness
Urlaub in Polen - Objects, Beings & Parrots
Tessa Rose Jackson - The Lighthouse

Wenn ich Zeit habe, folgt demnächst etwas mehr zu dem ein oder anderen Album. Bestes Album so far "Discombobulated ". Dicht gefolgt von "My Days of 58" und "Lucky now" von Lande Hekt.

Das neue Album Mitski fand ich beim ersten Hören eher durchwachsen. Von der Kritik wird es dagegen eher gefeiert. Na mal hören, manchmal täuscht ja der erste Eindruck, ich habe das Album jedenfalls noch nicht abgehakt.
Nicht schlecht @hallogallo. Da hast du ja schon ordentlich zugeschlagen. Ich komme aktuell wohl gerade mal auf 5 Alben, die ich mehr oder weniger intensiv gehört habe bzw behalten habe. "Discombobulated" ist das nicht so Comedy Rock?
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Hallogallo
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Re: 2026 Erwartungen und erste Eindrücke

Beitrag von Hallogallo »

hurley hat geschrieben: 28 Feb 2026, 17:13 Nicht schlecht @hallogallo. Da hast du ja schon ordentlich zugeschlagen. Ich komme aktuell wohl gerade mal auf 5 Alben, die ich mehr oder weniger intensiv gehört habe bzw behalten habe. "Discombobulated" ist das nicht so Comedy Rock?
Ich kaufe nicht alle Alben, ich streame auch. Sogar mehr als ich kaufe. Ich bezahle aber für's streamen.

zu "Discombobulated":

Comedy Rock? Nein, ganz und gar nicht, eher das Gegenteil: Das ist politische (Klang)Kunst. Auf dem Album ist alles drauf von klassischem Walisischen Folk bis experimenteller Avantgardmusik. Manchmal auch alles im selben Song. Das macht das Album sehr abwechselungsreich und anspruchsvoll. Auch gesanglich hat das Album interessantes zu bieten: Dawn Bothwell macht eine Art Sprechgesang/Rap - sie selbst nennt es "Bard Rap".

Die Band:
Richard Dawson - Der wohl bekannteste des Quartetts. Er ist berühmt für seinen „Wyrd Folk“ und seine markante, oft raue Stimme. Auf diesem Album bringt er sowohl viszerale, erdige Gesangsparts als auch seine unverkennbare, oft dissonante Gitarrenarbeit ein.

Dawn Bothwell - Eine Performance-Künstlerin aus Newcastle. Sie prägt das Album maßgeblich durch ihren „Bard Rap“ (eine Mischung aus Spoken Word und rhythmischem Gesang). Sie nutzt oft Loop-Stationen und digitale Effekte, was sie zum „Geist in der Maschine“ des Band-Sounds macht.

Rhodri Davies - Ein walisischer Avantgarde-Harfenspieler. Er spielt die traditionelle walisische Tripelharfe, bearbeitet sie jedoch oft elektronisch oder spielt sie so perkussiv, dass sie wie ein ganz neues Instrument klingt. Er singt auf dem Album auch Passagen auf Walisisch (z. B. in „Dead In A Post-Truth World“).

Sally Pilkington - Sie ist das melodische Bindeglied der Band. Mit ihren Synthesizer-Flächen und ihrem eher sanften, klassischen Gesang (besonders deutlich im Song „Clara“) bildet sie oft den Gegenpol zu den experimentellen Ausbrüchen der anderen drei.

Die Gastmusiker
Will Guthrie: Der australische Schlagzeuger war laut Bandinterviews der „Katalysator“, der die Gruppe 2024 wieder zusammenbrachte. Sein unkonventionelles, oft anarchisches Drumming treibt Stücke wie „Clear Pools“ voran.

Matana Roberts: Die renommierte US-Saxophonistin und Klangkünstlerin steuert Gastbeiträge bei, die dem Album eine jazzige, fast spirituelle Tiefe verleihen.

Chris Watson: Der legendäre Sound-Rekorder (Gründungsmitglied von Cabaret Voltaire) lieferte Field Recordings von Pferden, Insekten und Naturgeräuschen, die in die Textur der Songs eingewoben sind.

Die Kinder der Band: Um das Thema „Zukunft und Erbe“ zu unterstreichen, sind Stimmen ihrer eigenen Kinder zu hören (z. B. im Intro „Nell’s Prologue“).

Track-list

1. Nell’s prologue 01:02
2. Scales will fall 08:35
3. Dead in a post-truth world 06:12
4. Clara 03:59
5. End of the rhythm 04:21
6. Amser a ddengys 00:58
7. Clear pools 19:49
8. Land of the dead 04:40

Auch an der Spielzeit der einzelnen Songs sieht man schon wie abwechselungsreich das Album ist.

https://www.metacritic.com/music/discom ... hen-ogledd

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hurley
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Re: 2026 | Erwartungen und erste Eindrücke

Beitrag von hurley »

Danke für die ausführliche Antwort. Ich hatte nur das Video von "Clara" gesehen und fand das so lustig und weird...muss mir mal das gesamte Album anhören.
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Hallogallo
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Re: 2026 | Erwartungen und erste Eindrücke

Beitrag von Hallogallo »

hurley hat geschrieben: 01 Mär 2026, 00:14 Danke für die ausführliche Antwort. Ich hatte nur das Video von "Clara" gesehen und fand das so lustig und weird...muss mir mal das gesamte Album anhören.
Das Video kenne ich noch gar nicht, nur das schräge Bandfoto:

https://images.squarespace-cdn.com/cont ... rmat=2500w

Das Video werde ich mir bei gelegenheit anschauen.
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wahr
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Re: 2026 Erwartungen und erste Eindrücke

Beitrag von wahr »

Hallogallo hat geschrieben: 28 Feb 2026, 21:31
hurley hat geschrieben: 28 Feb 2026, 17:13 Nicht schlecht @hallogallo. Da hast du ja schon ordentlich zugeschlagen. Ich komme aktuell wohl gerade mal auf 5 Alben, die ich mehr oder weniger intensiv gehört habe bzw behalten habe. "Discombobulated" ist das nicht so Comedy Rock?
Ich kaufe nicht alle Alben, ich streame auch. Sogar mehr als ich kaufe. Ich bezahle aber für's streamen.

zu "Discombobulated":

Comedy Rock? Nein, ganz und gar nicht, eher das Gegenteil: Das ist politische (Klang)Kunst. Auf dem Album ist alles drauf von klassischem Walisischen Folk bis experimenteller Avantgardmusik. Manchmal auch alles im selben Song. Das macht das Album sehr abwechselungsreich und anspruchsvoll. Auch gesanglich hat das Album interessantes zu bieten: Dawn Bothwell macht eine Art Sprechgesang/Rap - sie selbst nennt es "Bard Rap".

Die Band:
Richard Dawson - Der wohl bekannteste des Quartetts. Er ist berühmt für seinen „Wyrd Folk“ und seine markante, oft raue Stimme. Auf diesem Album bringt er sowohl viszerale, erdige Gesangsparts als auch seine unverkennbare, oft dissonante Gitarrenarbeit ein.

Dawn Bothwell - Eine Performance-Künstlerin aus Newcastle. Sie prägt das Album maßgeblich durch ihren „Bard Rap“ (eine Mischung aus Spoken Word und rhythmischem Gesang). Sie nutzt oft Loop-Stationen und digitale Effekte, was sie zum „Geist in der Maschine“ des Band-Sounds macht.

Rhodri Davies - Ein walisischer Avantgarde-Harfenspieler. Er spielt die traditionelle walisische Tripelharfe, bearbeitet sie jedoch oft elektronisch oder spielt sie so perkussiv, dass sie wie ein ganz neues Instrument klingt. Er singt auf dem Album auch Passagen auf Walisisch (z. B. in „Dead In A Post-Truth World“).

Sally Pilkington - Sie ist das melodische Bindeglied der Band. Mit ihren Synthesizer-Flächen und ihrem eher sanften, klassischen Gesang (besonders deutlich im Song „Clara“) bildet sie oft den Gegenpol zu den experimentellen Ausbrüchen der anderen drei.

Die Gastmusiker
Will Guthrie: Der australische Schlagzeuger war laut Bandinterviews der „Katalysator“, der die Gruppe 2024 wieder zusammenbrachte. Sein unkonventionelles, oft anarchisches Drumming treibt Stücke wie „Clear Pools“ voran.

Matana Roberts: Die renommierte US-Saxophonistin und Klangkünstlerin steuert Gastbeiträge bei, die dem Album eine jazzige, fast spirituelle Tiefe verleihen.

Chris Watson: Der legendäre Sound-Rekorder (Gründungsmitglied von Cabaret Voltaire) lieferte Field Recordings von Pferden, Insekten und Naturgeräuschen, die in die Textur der Songs eingewoben sind.

Die Kinder der Band: Um das Thema „Zukunft und Erbe“ zu unterstreichen, sind Stimmen ihrer eigenen Kinder zu hören (z. B. im Intro „Nell’s Prologue“).

Track-list

1. Nell’s prologue 01:02
2. Scales will fall 08:35
3. Dead in a post-truth world 06:12
4. Clara 03:59
5. End of the rhythm 04:21
6. Amser a ddengys 00:58
7. Clear pools 19:49
8. Land of the dead 04:40

Auch an der Spielzeit der einzelnen Songs sieht man schon wie abwechselungsreich das Album ist.

https://www.metacritic.com/music/discom ... hen-ogledd

Sehr informative Zusammenfassung. Klasse!
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Zzyzx
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Re: 2026 | Erwartungen und erste Eindrücke

Beitrag von Zzyzx »

1. Bill Callahan - My Days Of 58
2. Mitski - Nothing‘s About To Happen To Me

Beide hoch dekoriert im RS. Schöne Podcast Folge dazu. Beide Alben gefallen mir sehr gut. Callahan ist mir wegen des mitschwingenden Themas gerade näher.

Bin gespannt auf die neue Bonnie Prince Billy …
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Hallogallo
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Re: 2026 | Erwartungen und erste Eindrücke

Beitrag von Hallogallo »

https://www.rollingstone.de/audio/ (leider kriegt es der RS nicht hin, dass man auf einzelne Folgen verlinken kann :roll: )

Ja, im RS Weekly podcast feiern Jekal und Brüggemeier beide Alben ab. Bei Callahan feier ich mit. Mitski hat mich noch nicht gekriegt.
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Hallogallo
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Re: 2026 | Erwartungen und erste Eindrücke

Beitrag von Hallogallo »

@hurley Das Video zu Clara ist wirklich weird - ich habe ja für sowas durchaus etwas übrig, aber ob die sich damit einen Gefallen getan haben? :mrgreen: Wenn es neugierig auf das Album macht, ist das natürlich gut. Den ein oder anderen könnte das aber auch zu sehr von der Musik ablenken. Keine Ahnung. Das Video zu Scales will fall ist auch toll und wierd, aber anders weird. :)
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hurley
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Re: 2026 | Erwartungen und erste Eindrücke

Beitrag von hurley »

Hallogallo hat geschrieben: 03 Mär 2026, 16:02 @hurley Das Video zu Clara ist wirklich weird - ich habe ja für sowas durchaus etwas übrig, aber ob die sich damit einen Gefallen getan haben? :mrgreen: Wenn es neugierig auf das Album macht, ist das natürlich gut. Den ein oder anderen könnte das aber auch zu sehr von der Musik ablenken. Keine Ahnung. Das Video zu Scales will fall ist auch toll und wierd, aber anders weird. :)
Stimmt es ist anders...aber auch weird, was ja kein schlechtes Attribut sein soll. Zumindest nicht so gemeint. Die Band erinnert mich an Polyphonic Spree bzw wie eine coolere britische Version davon mit einem Hauch Kirmes und Karneval. Also das ist der Eindruck nach diesen beiden Videos. Muß mir das gesamte Album noch anhören. Aber der Stapel wird leider auch nicht kleiner.