im ersten set eröffnete lloyd swanton am bass mit unmittelbarem einstieg von tony buck am schlagzeug(tom, tom toms und snare nur mit filz angeschlagen sowie die base nutzend) und sehr verhaltenem hinzutreten von chris abrahams ausschließlich am klavier im mittelton/hochtonbereich. gemächlicher beginn mit nur minimaler tempoerhöhung aber extremer verdichtung aller instrumente. um dem ganzen akustisch überhaupt gerecht zu werden musste ich die augen schließen. die spannung war am höchsten als lloyd den bogen einsetzte, innerlich war ich schon drauf und dran ein ende dieses intensiven hörerlebnisses herbeizuwünschen, eine steigerung war in dem moment kaum noch möglich, löste sich aber mit dem griff in die tiefen saiten des basses und einer leichten entschleunigung mit verringerung der dichte(so gefühlt nach 30min), vom eindruck her dachte ich, okay jetzt schleichen sie aus....war allerdings ein trugschluss, denn was nun folgte war eine nochmalige steigerung des intensiven zusammenspiels, vor allem am bass legte lloyd ganz immens an intensität, dichte und tempo zu, base und bass waren kaum noch zu differenzieren, chris spielte rechtsseitig in einer unglaublichen ruhe seine grundtöne um links mit dem bass und der base traumwandlerisch zu kollidieren. nach ca 50. spannungsgeladenen min wurde die dichte aufgelöst, das tempo gedrosselt und die unendliche wucht dieses ersten sets mit leichten wischern über die high-hats beendet.... bis dahin *****
es folgte eine ca.30min pause, die sicher alle beteiligten benötigten, wenn es nach mir gegangen wäre, hätten sie jetzt auch ganz aufhören können oder direkt weiterspielen....
das zweite set konnte und würde nach meiner erwartung mit dem ersten nicht mithalten können, zu überwältigend war das ganze bis dahin.
2.set
tony buck bearbeitete überwiegend die tom toms links mit dem stick und rechts mit der hand, erst nach dem gewohnten anschwellen wie im ersten set mit leichtem break setzte er die besen in immer gleichen abläufen auf den toms, snare und high hats ein, chris blieb am klavier rechtshändig fast ausschließlich im mitteltonbereich mit dem grundrhythmus und nur spärlichen griffen in den tieftonbereich mit der linken. der überwiegende einsatz des bogens von lloyd, der meiner meinung nach absichtlich unsauber auf den höheren saiten erfolgte vergällte mir das hörvergnügen ganz erheblich, erst mit dem wechselspiel des bogens über die tiefen saiten geschoben und deren anschlang mit dem finger sowie dem leicht arabesk wirkendem klavierspiel ließen mich wieder gespannter zuhören. der strukturelle aufbau war ähnlich des ersten sets, zum ende hin steckte der bogen häufiger im köcher, die tiefen saiten wurden wieder schneller und intensiver angeschlagen, das besenwischen war zu dicht und laut, das ausschleichen aus diesem zweiten set war für mich tatsächlich wie eine erlösung, zwischendrin hatte ich tatsächlich mit dem gedanken gespielt zu gehen.... *** mit viel wohlwollen, vor allem der unsaubere bogen anschlag und der laute besenbrei waren nichts für meinen geschmack....
im nachgang am merchstand mal wieder über meinen vinylschatten springend ihr letztes album auf cd erstanden, logischerweise mit unterschrift. bei buck ein etwas seltsames, sarkastisch wirkendendes wiederholen der wünsche des publikums nach dem nächsten necks-konzert next year registriert, vielleicht hat er ja einen andere art von humor, keine ahnung, kam mir aber so vor als gäbe es kein next....kann da aber falsch liegen! laut aussage von lloyd kommt das nächste album wohl anfang des nächsten jahres, dann auch mal wieder auf vinyl, womit sie mich natürlich wieder on board bekommen und vielleicht auch wieder zu einem nächsten necks-konzert, so es dies dann gibt