Der letzte Film, den ich gesehen habe

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gypsy tail wind
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von gypsy tail wind »

Toll, der Film von Petri! Ich hab den (und "Todo Modo", 2003) mal im Kino gesehen, aber finde leider keinen Hinweis darauf, wann das war - vermutlich auch schon lange her, ca. 2005-2010. Aber ich weiss noch, wie toll ich den fand. "Todo Modo" interessierte mich wegen des Soundtracks von Charles Mingus, aber ich glaub "Indagine" ist noch was besser.
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salamandersalat
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von salamandersalat »

Wie gefallen dir denn die anderen Filme von Petri? Morricones Score ist wieder schwer eigen und schwer eingängig und angemessen wuchtig.
Keramikvasen geh'n jetzt wieder viel leichter kaputt.
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gypsy tail wind
DJ
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von gypsy tail wind »

Guten Morgen. Ich kenne leider nur die beiden und vermutlich noch "La classe operaia va in paradiso", sonst bisher nichts. Ist alles sehr lange her, daher schwierig, mehr zu sagen - eingebrannt hat sich eben vor allem "Indagine". Bei Morricone geht es mir allerdings ganz generell so, dass ich seine Soundtracks wirklich jedes Mal besonders und am Ende toll finde.
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motörwolf
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von motörwolf »

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Mortal Kombat (Simon McQuoid, 2021)

Die Erde hat die letzten neun Mortal Kombats verloren. Verliert sie auch das nächste Match, ist es mit der Freiheit der Erde vorbei.

Ich habe die Spiele nie gespielt, und ich habe 2021 diesen Film ganz bewusst nicht im Kino geschaut, denn es gab nichts, was mein Interesse daran geweckt hätte. Nun allerdings wurde mir mehrfach erklärt, Teil II sei ein absolutes Action-Feuerwerk, das ich unbedingt schauen müsse, also habe ich mir zur Vorbereitung den Erstling im Stream angesehen. Was für eine Verschwendung von Lebenszeit! Dabei dachte ich in den ersten Minuten noch, der Film könnte etwas werden, denn die initiale Rückblende ins feudale Japan ist einigermaßen stimmungsvoll geraten. Danach jedoch geht alles schief, was schiefgehen konnte. Die Hauptfigur ist lächerlich
und wird konsequenterweise im zweiten Teil recht schnörkellos getötet
, die Kämpfe wenig beeindruckend. Die Story ist komplett banal. Ok, das war zu erwarten und ist innerhalb des Genres noch kein Beinbruch, doch die völlig bekloppte Lore kann nur von Menschen stammen, denen ihre Kunden total am Arsch vorbei gehen, weil sie diese für schwachsinnig genug halten, jeden Mist zu fressen. Dass obendrein das eigentliche Turnier im Film gar nicht stattfindet muss wohl dem Publikum sauer aufgestoßen sein, las ich jetzt, in meinen Augen ist das aber der am wenigsten wiegende Kritikpunkt. Außerdem hat McQuoid zum Trost für die enttäuschten Gamer einiges an Fan-Service in den Film gepackt. Ein paar aus dem Spiel bekannte Oneliner, einige bekannte Charaktere usw. Viele von diesen Dingen erkennt man sogar, wenn man wie ich die Spiele nicht kennt. Nicht wegen ihrer popkulturellen Bedeutung, sondern weil McQuoid bei entsprechenden Szenen jedesmal quasi ein Schild mit Hinweis "Fanservice" hochhält.
Das beste am Film war der Charakter des Kano, der immerhin ein wenig Spaß macht. Das reicht aber bei weitem nicht, um den Film zu tragen, zumal die Gags nicht unbedingt die aller frischesten sind. 3/10 Drachenzeichen

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Mortal Kombat II (Simon McQuoid, 2026)

Das titelgebende Turnier geht los, es geht um nicht weniger als die Freiheit der Erde.

Ich mag dazu gar nicht viel schreiben. Das erhoffte Actionhighlight ist der Film keinesfalls. Erneut gibt es viel Fanservice, z.B. in Form von Handlungsorten, die beliebten Leveln im Spiel entsprechen. Erneut ist die Lore ein ganz, ganz schlechter Witz. Die Story ist unnötig aufgebläht und erinnert teilweise an eine schlechte Version von Avengers: Endgame, wenn unnötigerweise die Handlung auf mehrere Schauplätze und Subplots verteilt wird. Vielleicht mögen Fans der Spiele das anders sehen, aber auch Teil II ist ein ziemlicher Rotz. Es mag auch sein, dass mir die Filme besser gefallen würden, hätte ich eine Verbindung zu den Spielen. Doch selbst wenn dem so wäre: ein Film, der nicht für sich stehen kann, ist einfach kein guter. 2,5/10 gestohlenen Amuletten
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Ewalds Ghost
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von Ewalds Ghost »

@motörwolf Diese ganze Superheldensülze ist bei mir schon seit Jahren durch, von daher kenne ich keinen der beiden Filme. Mich wundert nur, dass du nach dem ersten Teil noch Kraft für den zweiten hattest.
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Mirror Man
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von Mirror Man »

Fällt für mich weniger in die Superhelden-Sparte, eher in Computerspiel-Verfilmungen. Da ist die Liste der gelungenen Umsetzungen ziemlich kurz mMn. Tomb Raider und der erste Silent Hill fallen mir da spontan ein.
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Ewalds Ghost
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von Ewalds Ghost »

Ja, die erste Silent Hill Verfilmung ist ziemlich gelungen. Wenn man noch Serien dazunimmt, ragen The Last of Us und Fallout heraus.
Stranded.
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salamandersalat
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von salamandersalat »

gypsy tail wind hat geschrieben: 04 Jun 2026, 06:53 Guten Morgen. Ich kenne leider nur die beiden und vermutlich noch "La classe operaia va in paradiso", sonst bisher nichts. Ist alles sehr lange her, daher schwierig, mehr zu sagen - eingebrannt hat sich eben vor allem "Indagine". Bei Morricone geht es mir allerdings ganz generell so, dass ich seine Soundtracks wirklich jedes Mal besonders und am Ende toll finde.
Oh, die Gelegenheit, La decima vittima mit Marcello Mastroianni und Ursula Andress zu sehen, bot sich dir bisher nicht? Fühlt sich leichter an und ist in seiner bunten Mid-60s-Optik auch eine Augenweide. Außerdem mag ich Un tranquillo posto di campagna sehr, sehr gerne - auch wegen seiner psychedelischen Qualitäten.
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motörwolf
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von motörwolf »

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In the Grey (Guy Ritchie, 2026)

Rachel Wild übernimmt für die Vermögensverwaltung Spencer Goldstein den Auftrag, eine Milliardenschuld von Manny Salazar einzutreiben, nachdem dieser den letzten Menschen, der dies versuchte, hat ermorden lassen. Dabei kann sich Rachel stets auf ihr Team von Spezialisten verlassen, das damit anfängt, Salazars Geschäfte so zu torpedieren, dass es ihn auf lange Sicht teurer kommen wird, seine Schulden nicht zu bezahlen.

Es mag der Tasache geschuldet sein, dass mein letzter Kinofilm vor diesem Mortal Kombat II war, den ich ziemlich übel fand, aber ich mochte In The Grey. Der Film ist sicher kein Meisterwerk, bietet aber genügend kurzweilige Unterhaltung, um die knappen 98 Minuten zu einem vergnüglichen Kinoabend werden zu lassen. Man darf nur nicht erwarten, viel innovatives auf der Leinwand zu sehen, weder storytechnisch, noch von der Figurenzeichnung her oder bei der optischen Umsetzung. Ritchie macht eben Ritchie-Dinge, und wenn man das grundsätzlich mag, macht man mit In The Grey nichts falsch. Die Aussage gilt freilich auch umgekehrt. Denn Ritchie ist wie fast immer mehr dem Stil als der Substanz verpflichtet, sein Stil ist quasi die Substanz seiner Filme. Da unterscheidet er sich in meinen Augen z.B. von Tarantino (als dessen Epigone Ritchie oft beschrieben wird), bei dem Stil und Substanz deutlich eher im Gleichgewicht sind, was ihn auch zum besseren Filmemacher macht. Aber es muss ja auch nicht jeder Film ein Fünfsterner sein, ich hatte wie gesagt meinen Spaß und gebe gerne 7/10 Safehäusern
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pipe-bowl
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Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

Beitrag von pipe-bowl »

Song Sung Blue (2025 / Craig Brewer) ***1/2

Ein unterhaltsamer Film mit guten Hauptdarstellern.

Kritikpunkte: Mike Sardina hatte mir in seiner Rolle ein wenig zu wenig Kanten und war eigentlich zu gut für diese Welt. Außerdem war mir zum Ende hin ein Herzinfarkt in fast jeder zweiten Szene ein wenig too much. Der Bruch mit dem Unfall von Claire zwischen Feel-Good-Movie und Melodram, zwischen Friede/Freude/Eierkuchen und schwersten Depressionen wirkte auf mich ein wenig zu abrupt. Das Ende war dann ziemlich rührselig.

Ansonsten: Alles tutti. Ich fühlte mich über zwei Stunden gut unterhalten. Die Musik, die Songauswahl, die Performance (die Probe in der Garage! Crunchy Granola Suite! Wow!) waren wirklich gut. Nach dem Film mag ich Neil Diamond noch ein wenig lieber als zuvor. Dank Jackman und Hudson.
There's room at the top they are telling you still, but first you must learn how to smile as you kill.