The Beatles – The Beatles (White Album) 1968

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Wenzel
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Re: The Beatles – The Beatles (White Album) 1968

Beitrag von Wenzel »

Fevers and Mirrors hat geschrieben: 29 Mär 2026, 11:31 Was hat er denn tatsächlich gesagt, also auf englisch? "Scheißkerl" lässt ja einiges an Möglichkeiten zu.

Und ja, Anekdoten über Pauls "Freundlichkeiten" im Studio gibt es einige.
Er sagte "If you think you can do it better, why don't you f*cking come down here and sing it yourself?"
Halb so wild.
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pipe-bowl
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Re: The Beatles – The Beatles (White Album) 1968

Beitrag von pipe-bowl »

Wenzel hat geschrieben: 29 Mär 2026, 13:17 Er sagte "If you think you can do it better, why don't you f*cking come down here and sing it yourself?"
Halb so wild.
Das liest sich in der Tat nicht wie ein Drama, das den Abgang von Emerick und die Verstimmtheit von Martin rechtfertigt. Dann ist die Übersetzung in dem Buch von Guesdon/Margotin wohl sehr frei. Die haben es von Emerick zunächst ins Französische transportiert. In diesem Fall wurde es dann vom Französischen ins Deutsche übersetzt von Marcus Würmli. Ich liebe diese Reihe der beiden Franzosen zu den Entstehungsegschichten und Hintergründen aller Tracks großer Interpreten ansonsten und habe ein halbes Dutzend davon im Regal stehen (Beatles, Stones, Dylan, Hendrix, Led Zeppelin, Pink Floyd).
There's room at the top they are telling you still, but first you must learn how to smile as you kill.
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pipe-bowl
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Re: The Beatles – The Beatles (White Album) 1968

Beitrag von pipe-bowl »

Ich habe das weiße Album soeben nochmals gehört, um auch nochmal ganz frische Eindrücke aufzunehmen. Mein vorhergehendes Track-Ranking kann ich bedenkenlos so stehen lassen. Meine Eindrücke haben sich verfestigt, dass dieses Album im Ganzen glänzt, schwächere Tracks hin oder her. Es funktioniert und hat so viele tolle Momente.

Auch wenn ich nur die Lyrics heranziehe, zaubert es mir so oft ein Lächeln ins Gesicht.

Von "Show me 'round your snow-peaked mountains way down South, take me to your daddy's farm, let me hear your balalaikas ringing out, come and keep your comrade warm"

über "The man in the crowd with the multicolored mirrors on his hobnail boots, lying with his eyes while his hands are busy working overtime, a soap impression of his wife which he ate and donated to the National Trust"

oder "If you want money for people with minds that hate, all I can tell you is, brother, you have to wait"

hin zu "The king was in the garden picking flowers for a friend who came to play. The queen was in the playroom painting pictures for the children's holiday"

Ob z.B. "Wild honey pie" oder "Number Nine Number Nine Number Nine" dabei in irgendeiner Form gestört haben? Nein, überhaupt nicht. Nothing spoiled the pleasure.
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Pheebee
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Re: The Beatles – The Beatles (White Album) 1968

Beitrag von Pheebee »

pipe-bowl hat geschrieben: 29 Mär 2026, 14:04
Wenzel hat geschrieben: 29 Mär 2026, 13:17 Er sagte "If you think you can do it better, why don't you f*cking come down here and sing it yourself?"
Halb so wild.
Das liest sich in der Tat nicht wie ein Drama, das den Abgang von Emerick und die Verstimmtheit von Martin rechtfertigt.
a. John Lennon hätte es wahrscheinlich noch wesentlich drastischer ausdrücken können als Paul McCartney. (was er dann später in den 70ern bei Phil Spector auch tat).
b. so wie ich es verstehe, war Geoff Emerick allgemein genervt von den Diskussionen und die Ob-La-Di, Ob-La-Da-Sessions nur der Funke, der seinen Geduldsfaden endgültig abbrennen ließ, und die er als aggressive Streitigkeiten wahrnahm. Und George Martin war nicht besonders angetan davon, dass die Band ihn quasi zwang, ein Album in doppelter Länge mit ihnen zu produzieren, was dazu führte, dass sich bis heute verschiedene Hörer bestimmte Stücke von dem Album wegwünschen und von denen der Produzent ebenso wenig überzeugt war, aber er einfach keine Wahl und keine Mittel gegen die gewachsenen Egos "seiner Jungs" hatte.
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Onkel Tom
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Re: The Beatles – The Beatles (White Album) 1968

Beitrag von Onkel Tom »

Ich habe es jetzt nicht mehr gehört aber die Wertung sollte noch so stimmen.

1. Back In The U.S.S.R. ***1/2
2. Dear Prudence ****1/2
3. Glass Onion ***
4. Ob-La-Di Ob-La-Da ***
5. Wild Honey Pie **
6. The Continuing Story Of Bungalow Bill ****
7. While My Guitar Gently Weeps *****
8. Happiness Is A Warm Gun *****
9. Martha My Dear ****
10. I’m So Tired ****
11. Blackbird *****
12. Piggies ***
13. Rocky Raccoon ****1/2
14. Don’t Pass Me By ***+
15. Why Don’t We Do It In The Road? **1/2
16. I Will ****1/2
17. Julia *****

18. Birthday ***
19. Yer Blues **1/2
20. Mother Nature’s Son ****1/2
21. Everybody Got Something To Hide … ***
22. Sexy Sadie ****
23. Helter Skelter **
24. Long, Long, Long ****
25. Revolution 1 ****1/2
26. Honey Pie ***1/2
27. Savoy Truffle ***
28. Cry Baby Cry ****
29. Revolution 9 *
30. Good Night ***1/2

Besonders an meiner Wertung von "Helter Skelter" werden sich wohl einige stoßen. Ich kann mit diesem Geschrei einfach nichts anfangen.
Zuletzt geändert von Onkel Tom am 29 Mär 2026, 15:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Fevers and Mirrors
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Re: The Beatles – The Beatles (White Album) 1968

Beitrag von Fevers and Mirrors »

Wenzel hat geschrieben: 29 Mär 2026, 13:17
Fevers and Mirrors hat geschrieben: 29 Mär 2026, 11:31 Was hat er denn tatsächlich gesagt, also auf englisch? "Scheißkerl" lässt ja einiges an Möglichkeiten zu.

Und ja, Anekdoten über Pauls "Freundlichkeiten" im Studio gibt es einige.
Er sagte "If you think you can do it better, why don't you f*cking come down here and sing it yourself?"
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Boah, Übersetzer, ey!

Danke, Wenzel.
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Kinkster
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Re: The Beatles – The Beatles (White Album) 1968

Beitrag von Kinkster »

Wenzel hat geschrieben: 29 Mär 2026, 13:17 Er sagte "If you think you can do it better, why don't you f*cking come down here and sing it yourself?"
Halb so wild.
In der deutschen Übersetzung von Wolfgang Thon sagt er:

"Wenn du glaubst, dass du es besser kannst, dann komm doch fucking runter und sing es selbst."
Meine nächste Sendung bei Radio StoneFM am Donnerstag 16.04.2026 um 22:00: On the Decks Vol. 65: Black Voices #02
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pipe-bowl
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Re: The Beatles – The Beatles (White Album) 1968

Beitrag von pipe-bowl »

Pheebee hat geschrieben: 29 Mär 2026, 14:55 Und George Martin war nicht besonders angetan davon, dass die Band ihn quasi zwang, ein Album in doppelter Länge mit ihnen zu produzieren, was dazu führte, dass sich bis heute verschiedene Hörer bestimmte Stücke von dem Album wegwünschen und von denen der Produzent ebenso wenig überzeugt war, aber er einfach keine Wahl und keine Mittel gegen die gewachsenen Egos "seiner Jungs" hatte.
Und genau deshalb wurde ja auch die Rolle von Chris Thomas deutlich größer. Er bekam zwar keine Credits als Producer damals, aber er war ja bei einigen Tracks fraglos und maßgeblich als Producer dabei, weil eben Martin sich rausnahm. Inzwischen wird er ja auch bei späteren Releases nicht mehr nur als Engineer, sondern auch als Additional Producer aufgeführt. Für die Tracks "Glass onion", "Piggies", "I will", "Birthday" und "Helter skelter" stehen ihm wohl Producer-Credits zu. Zudem wirkte er als Musiker auf "Bungalow Bill", "Piggies", "Long, long, long" und "Savoy truffle" mit. Der Mann war damals 21 Jahre alt und damit halb so alt wie George Martin, bei dem die Aufnahmen zu diesem Album aber offensichtlich an der Substanz zehrten.
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Hallogallo
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Re: The Beatles – The Beatles (White Album) 1968

Beitrag von Hallogallo »

Pheebee hat geschrieben: 29 Mär 2026, 14:55
pipe-bowl hat geschrieben: 29 Mär 2026, 14:04
Wenzel hat geschrieben: 29 Mär 2026, 13:17 Er sagte "If you think you can do it better, why don't you f*cking come down here and sing it yourself?"
Halb so wild.
Das liest sich in der Tat nicht wie ein Drama, das den Abgang von Emerick und die Verstimmtheit von Martin rechtfertigt.
a. John Lennon hätte es wahrscheinlich noch wesentlich drastischer ausdrücken können als Paul McCartney. (was er dann später in den 70ern bei Phil Spector auch tat).
b. so wie ich es verstehe, war Geoff Emerick allgemein genervt von den Diskussionen und die Ob-La-Di, Ob-La-Da-Sessions nur der Funke, der seinen Geduldsfaden endgültig abbrennen ließ, und die er als aggressive Streitigkeiten wahrnahm. Und George Martin war nicht besonders angetan davon, dass die Band ihn quasi zwang, ein Album in doppelter Länge mit ihnen zu produzieren, was dazu führte, dass sich bis heute verschiedene Hörer bestimmte Stücke von dem Album wegwünschen und von denen der Produzent ebenso wenig überzeugt war, aber er einfach keine Wahl und keine Mittel gegen die gewachsenen Egos "seiner Jungs" hatte.
Insgesamt waren wohl alle genervt von den Aufnahmen zu Obladi-Oblada, weil McCartney immer noch mal eine neue Version wollte, ogwohl für alle anderen das Ding schon im Kasten war. Und McCartney selbst war wohl auch genervt, weil er den Song irgendwie nicht hingekriegt hat, wie er ihn eigentlich wollte. Der genervte Lennon hat dann immerhin das Intro-Klavier geschaffen. :mrgreen:

Diese homepage trägt viele Infos aus diversen Büchern zusammen: http://www.beatlesebooks.com/ob-la-di
Zuletzt geändert von Hallogallo am 29 Mär 2026, 22:35, insgesamt 1-mal geändert.
We hope you all enjoy the show. And remember, people, that no matter who you are and what you do to live, thrive and survive, there're still some things that makes us all the same. You. Me. Them. Everybody. Everybody.
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August Ramone
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Re: The Beatles – The Beatles (White Album) 1968

Beitrag von August Ramone »

Herausragende Einführung in den Thread, @wahr. Klasse und Danke schön.
Danach dann eine feine Diskussion. Richtig gut.