Musikalisches Tagebuch

Ich höre gerade..., musikalisches Tagebuch
Benutzeravatar
dengel
Beiträge: 3258
Registriert: 04 Dez 2023, 11:40
Has thanked: 79 times
Been thanked: 127 times

Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von dengel »

Weather Report – Mysterious Traveller (1974)
Mark Olson & The Original Harmony Ridge Creekdippers – My Own Jo Ellen (2000)
The Siegel-Schwall Band – The Siegel-Schwall Band (1971)
Tesla – Mechanical Resonance (1986)
Omar & The Howlers – Bamboozled (2006)
Roxy Music – For Your Pleasure (1973)
Gentle Giant – In A Glass House (1973)
James Blood Ulmer – Black Rock (1982)
Tony Joe White – The Train I'm On (1972)
Buck Owens & His Buckaroos – In Japan! (1967)
Neil Young & The Chrome Hearts – Second Song (2026)
Monomyth – Exo (2016)
The Ozark Mountain Daredevils – It'll Shine When It Shines (1974)
Pain Of Salvation – In The Passing Light Of Day (2017)
Benutzeravatar
kathisi
Beiträge: 1169
Registriert: 24 Feb 2026, 16:13
Wohnort: Wittten
Has thanked: 272 times
Been thanked: 231 times

Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von kathisi »

Montag:

Roxy Music - Roxy Music (1972) ****
Das Debüt, hat mich einige Hördurchgänge gekostet, bis es sich mir richtig erschlossen hat. Mittlerweile aber durchaus geschätzt - habe im Nachgang dann mittlerweile auch die Eno-Alben aus den 70ern kennengelernt.

Big Star - #1 Record (1972) ***
Ich hatte letztens anläßlich meiner Hördurchgänge von "Radio City" gefragt, was an dieser Band so außergewöhnlich ist - mir erschließt sich das nämlich nicht. Und ich habe es oft versucht. Es fängt tatsächlich mit der Stimme an, die mich zu sehr an den von mir nicht gemochten amerikanischen 70er/80er Hardrock erinnert (z.B. beim Opener "Feel", schlimm bei "Don't Lie To Me" oder dem ansonsten melodisch guten "In The Street"). Auf der positiven Seite stehen sicherlich "The Ballad Of El Goodo", "Thirteen" und "Watch The Sunrise".

Red Hot Chili Peppers - BloodSugarSexMagik (1991) **** 1/2
Meine drittliebste RHCP-Platte - ich muss gestehen, ich bevorzuge tatsächlich "Californication" und "By The Way" mit ihrem leichten Beach Boy-Einschlag. Hier ist es noch etwas agressiver, punkiger. Tolles Songs alllerdings, jedenfalls die meisten. Und natürlich irgendwie viel zu lang. ;-)

John Scofield - Time On My Hands (Blue Note, rel. 1990, rec. 1989) ***
Tolle Band mit Joe Lovano, Jack Dejohnette und Charlie Haden. Hatte ich bisher nicht genug geschötzt. Positive Überraschung beim Wiederhören. Das ist jetzt nicht sensationell gut, aber durchaus solide mit ein paar guten Nummern.

John Scofield - Meant To Be (Blue Note, rel. 1991, rec. 1990) ***
Der Nachfolger, wiederum mit Joe Lovano am Saxophon, aber mit Marc Johnson und Bill Stewart. Auch keine schlechte Besetzung. Und mit ähnlichem Ergebnis - Mainstream Jazz, ohne riesige Höhepunkte aber immer sein Niveau haltend. Kann man gut durchhören.
Love Goes On!
Benutzeravatar
Jan Lustiger
DJ
Beiträge: 1066
Registriert: 04 Dez 2023, 12:05
Has thanked: 126 times
Been thanked: 211 times

Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von Jan Lustiger »

kathisi hat geschrieben: 05 Okt 2026, 20:59 Big Star - #1 Record (1972) ***
Es fängt tatsächlich mit der Stimme an, die mich zu sehr an den von mir nicht gemochten amerikanischen 70er/80er Hardrock erinnert (z.B. beim Opener "Feel", schlimm bei "Don't Lie To Me" oder dem ansonsten melodisch guten "In The Street"). Auf der positiven Seite stehen sicherlich "The Ballad Of El Goodo", "Thirteen" und "Watch The Sunrise".
Jeder der negativ genannten Songs wird von Chris Bell gesungen, die drei Positivbeispiele von Alex Chilton, der zudem auch "In the Street" geschrieben hat, das du melodisch positiv hervorhebst. Fraglich bleibt, warum du Radio City dann auch nicht mochtest. Da war Bell schon nicht mehr dabei.

Wenn ich meine Liebe für Big Star kurzfassen müsste, würde ich sagen, es gibt keine andere Band, die Unschuld und Hoffnung von Adoleszenz so schön eingefangen hat (alleine "Thirteen" - für mich der zweitbeste Track aller Zeiten, schöner geht eigentlich nicht), nur um dann selbst an dieser zugrundezugehen und das künstlerisch mitreißend zu begleiten.

Die Hard-Rock-Anleihen Chris Bells sind der Grund, warum es #1 Record als einzige ihrer 70s-LPs nicht in meine Top 100 geschafft hat, aber nahezu alles, was Chilton in der Zeit mit Big Star gemacht hat, ist für mich ein klarer Fall für die Champions League dessen, was man unter den Allgemeinbegriff "Gitarrenpop" packen könnte. (Was allerdings auch für Bells Solo-Single "I Am the Cosmos" gilt.)
Benutzeravatar
atom
Beiträge: 674
Registriert: 29 Jul 2025, 11:27
Has thanked: 57 times
Been thanked: 260 times

Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von atom »

Heute
PIERRE DØRGE & NEW JUNGLE ORCHESTRA - Even the Moon Is Dancing (SteepleChase, 1985) * * * *
DAVE HOLLAND QUARTET - Extensions (ECM, 1990) * * * * *
DUKE ELLINGTON & COUNT BASIE - First Time! the Count Meets the Duke (Columbia, 1961) * * * * 1/2
JOHN COLTRANE - Transition (Impulse!, 1970) * * * * *
serenity now!
Benutzeravatar
Jan Lustiger
DJ
Beiträge: 1066
Registriert: 04 Dez 2023, 12:05
Has thanked: 126 times
Been thanked: 211 times

Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von Jan Lustiger »

Bild

The Busters - The Busters (2019)
Hollie Cook - Hollie Cook (2011)
Big Star - Nothing Can Hurt Me (Compilation, 2013)
The Beat - Special Beat Service (1982)
Ozzy Osbourne - Diary of a Madman (1981)
Saint Etienne - Tales from Turnpike House (2005)
The Rolling Stones - Their Satanic Majesties Request (1967)
Die Heiterkeit - Was passiert ist (2019)
Benutzeravatar
hurley
Beiträge: 1100
Registriert: 19 Feb 2026, 16:54
Has thanked: 286 times
Been thanked: 217 times

Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von hurley »

Montag:

Haley Heynderickx- I Need To Star A Garden (2018) * * * *
Eines der schönsten und vielleicht auch lebensbejahendsten wie optimistischen Folk Alben der letzten Jahre.

Chelsea Wolfe- The Dark (2026) * * * 1/2
Ihr verwirrtestes Album. Es gibt durchaus tolle Momente aber es fehlt die fesselnde Ausstrahlung und Präsenz ihrer anderen Album.

Dean McPhee- Northern Earth (2026) * * * *
Veröffentlicht auf seinem eigenem Label "Bass Ritual" und mein erstes Album von Dean McPhee. 3 instrumentale Tracks (2 Longtracks) die live und ohne overdubs aufgenommen wurden. Eine wunderschöne, schon fast mediative Reise in die nordenglische Landschaft.

Nichtseattle- Große Liebe (2026) * * *
Eine Lo-Fi Abkehr. Teilweise verwaschener Sound. Nicht mein Ding, obwohl ich "Kommunistenlibido" in der Coronazeit sehr gefeiert habe. Ich hasse River Cola.

MJ Lendermann- s/t (2019) * * * *
Ein Liebesbrief an Jason Molina (schrieb mal irgend ein user auf RYM). Und das stimmt. Für "Ghost Town" organisiert Molina sicherlich ein Freudenfest im Himmel.

Fat Dog- Cancel Me (I'm Tired) (2026) * * 1/2
Tanzbarer Rock mit Streichern. Melodisch und verspielt. Geht schnell ins Ohr und bleibt dort unangenehm hängen.
Menschenrechte statt rechte Menschen.
Benutzeravatar
Gipetto
DJ
Beiträge: 208
Registriert: 14 Mär 2021, 22:07
Has thanked: 75 times
Been thanked: 63 times

Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von Gipetto »

kathisi hat geschrieben: 05 Okt 2026, 20:59 Red Hot Chili Peppers - BloodSugarSexMagik (1991) **** 1/2
Meine drittliebste RHCP-Platte - ich muss gestehen, ich bevorzuge tatsächlich "Californication" und "By The Way" mit ihrem leichten Beach Boy-Einschlag. Hier ist es noch etwas agressiver, punkiger. Tolles Songs alllerdings, jedenfalls die meisten. Und natürlich irgendwie viel zu lang. ;-)
Natürlich mit Abstand die beste Scheibe der Peppers und das drittbeste Album aller Zeiten. ;-)

Abgesehen vom Greeting Song ist jeder Schuss ein Treffer, was die ohne Frage vorhandene Überlänge verschmerzen lässt. CD-Zeitalter...
"Really good music isn't just to be heard, you know. It's almost like a hallucination." (Iggy Pop)
Benutzeravatar
Al Swearengen
Beiträge: 185
Registriert: 21 Feb 2026, 09:18
Been thanked: 12 times

Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von Al Swearengen »

RICHARD & LINDA THOMPSON - Pour Down Like Silver
MEG BAIRD - Furling
BOWERBIRDS - Upper Air
MARGO PRICE - Strays
"Announcing your plans is a good way to hear God laugh."
Benutzeravatar
kathisi
Beiträge: 1169
Registriert: 24 Feb 2026, 16:13
Wohnort: Wittten
Has thanked: 272 times
Been thanked: 231 times

Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von kathisi »

Jan Lustiger hat geschrieben: 05 Okt 2026, 21:38
kathisi hat geschrieben: 05 Okt 2026, 20:59 Big Star - #1 Record (1972) ***
Es fängt tatsächlich mit der Stimme an, die mich zu sehr an den von mir nicht gemochten amerikanischen 70er/80er Hardrock erinnert (z.B. beim Opener "Feel", schlimm bei "Don't Lie To Me" oder dem ansonsten melodisch guten "In The Street"). Auf der positiven Seite stehen sicherlich "The Ballad Of El Goodo", "Thirteen" und "Watch The Sunrise".
Jeder der negativ genannten Songs wird von Chris Bell gesungen, die drei Positivbeispiele von Alex Chilton, der zudem auch "In the Street" geschrieben hat, das du melodisch positiv hervorhebst. Fraglich bleibt, warum du Radio City dann auch nicht mochtest. Da war Bell schon nicht mehr dabei.

Wenn ich meine Liebe für Big Star kurzfassen müsste, würde ich sagen, es gibt keine andere Band, die Unschuld und Hoffnung von Adoleszenz so schön eingefangen hat (alleine "Thirteen" - für mich der zweitbeste Track aller Zeiten, schöner geht eigentlich nicht), nur um dann selbst an dieser zugrundezugehen und das künstlerisch mitreißend zu begleiten.

Die Hard-Rock-Anleihen Chris Bells sind der Grund, warum es #1 Record als einzige ihrer 70s-LPs nicht in meine Top 100 geschafft hat, aber nahezu alles, was Chilton in der Zeit mit Big Star gemacht hat, ist für mich ein klarer Fall für die Champions League dessen, was man unter den Allgemeinbegriff "Gitarrenpop" packen könnte. (Was allerdings auch für Bells Solo-Single "I Am the Cosmos" gilt.)
Herzlichen Dank für die ausführliche Antwort. Ja, "Thirteen" ist auch für mich sicherlich das Highlight des Albums. Ich bin mit der Hintergrundgeschichte der Bandbesetzungen tatsächlich wenig vertraut und werde mir "Radio City" demnächst nochmal gegenhören. Das habe ich relativ neu und bisher noch nicht so oft gehört. Fand es tatsächlich etwas stärker als "'#1 Record" ohne es bisher genau festgemacht zu haben.

Wann hast Du die Band kennengelernt? Ich erst sehr spät in meinem Leben, da fällt einem auch bei manchen Alben der Zugang schwerer.
Love Goes On!
Benutzeravatar
Talking Head
Beiträge: 721
Registriert: 05 Dez 2023, 16:27
Wohnort: Berlin Spandau
Has thanked: 93 times
Been thanked: 158 times

Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von Talking Head »

kathisi hat geschrieben: 06 Okt 2026, 09:49... Wann hast Du die Band kennengelernt? Ich erst sehr spät in meinem Leben, da fällt einem auch bei manchen Alben der Zugang schwerer.
Stimmt! Ist mir bei einigen Alben auch schon so gegangen, die ich erst sehr spät in meinem Leben kennen gelernt habe.

# 1 Record, das ich auch erst seit ca. 10 Jahren kenne, zählt für mich dazu ;-)
Das Leben als Pensionär ist einfach nur geil!