The Beatles - Revolver

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pipe-bowl
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Re: The Beatles - Revolver

Beitrag von pipe-bowl »

Herr Rossi hat geschrieben: 20 Sep 2026, 13:22 Mal titelangemessen aus der Hüfte geschossen:

11. I Want To Tell You * * *
13. I Want To Tell You * * 1/2

Außer Wertung: Yellow Submarine, als Single B Side * * * *, aber auf dem Album eine Fehlbesetzung, keine Frage.
@Herr Rossi: Der Schuss aus der Hüfte hat Fragen offen gelassen. Ich sehe zweimal "I want to tell you", dafür hast Du "Love you to" ausgespart. Und die Anmerkung zu "Yellow submarine" lässt mich ratlos zurück. Es ist der Track, der er ist. Egal wo. Für mich so. Wenn ich ihn mag, kann er mir auch das Album nicht mies machen. Und so verhält es sich bei mir auch mit dem Track. Der gehört zu "Revolver" wie der Dom zu Kölle.
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pipe-bowl
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Re: The Beatles - Revolver

Beitrag von pipe-bowl »

Herr Rossi hat geschrieben: 20 Sep 2026, 14:32 Wir sollten nicht zu off topic geraten, aber gibt es aus deiner Sicht überhaupt funky Momente im Beatles-Katalog? Der enthält ja fast alles, was man sich musikalisch vorstellen kann, aber dafür würde mir spontan kein Beispiel einfallen.
Ein wenig off-topic finde ich gar nicht schlecht. Wenn die Beatles z.B. nur eine EP mit den Tracks "The word", "Hey bulldog", "Come together", "Everybody's got something to hide" und "Drive my car" gemacht hätten, hätte ich sie wohl eher als Funk/Soul-Band wahrgenommen denn als Pop-Band.
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Herr Rossi
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Re: The Beatles - Revolver

Beitrag von Herr Rossi »

pipe-bowl hat geschrieben: 20 Sep 2026, 18:01Und die Anmerkung zu "Yellow submarine" lässt mich ratlos zurück. Es ist der Track, der er ist. Egal wo. Für mich so. Wenn ich ihn mag, kann er mir auch das Album nicht mies machen. Und so verhält es sich bei mir auch mit dem Track. Der gehört zu "Revolver" wie der Dom zu Kölle.
Kann man so sehen - muss man aber nicht.;) Die Beatles haben ja Überschneidungen zwischen Singles und LPs weitgehend vermieden. Insofern finde ich die Entscheidung, "Yellow Submarine" auch mit aufs Album zu setzen, durchaus diskutabel. "Yellow Submarine" ist ein Novelty Song, ein für mich liebenswerter, liebevoll inszenierter, und als solcher für eine Single prädestiniert. Oder als Soundtrack-Beitrag, was er dann auch wurde. Aber auf "Revolver" steht er irgendwie quer, gegen den Flow. Dagegen stört mich "When I'm 64" und mein geliebter Oktopus-Garten im Flow der jeweiligen Alben überhaupt nicht. Bin ich Dr. Konsistenz? Wahrscheinlich nicht.:)

Mein least favourite ist Love You To; hab es korrigiert und auch noch auf 3 Sterne erhöht. Ich kann den Track respektieren, aber mir gibt er nicht viel.
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hurley
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Re: The Beatles - Revolver

Beitrag von hurley »

01. Got To Get You Into My Life * * * * *
02. She Said She Said * * * * *
03. For No One * * * * *
04. Eleanor Rigby * * * * *
05. And Your Bird Can Sing * * * * *
06. Tomorrow Never Knows * * * * 1/2
07. I'm Only Sleeping * * * * 1/2
08. Doctor Robert * * * * 1/2
09. Good Day Sunshine * * * * 1/2
10. I Want To Tell You * * * *
11. Taxman * * * *
12. Here, There And Everywhere * * * 1/2
13. Yellow Submarine * * *
14. Love You To * * 1/2

Gesamt: * * * * 1/2
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pipe-bowl
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Re: The Beatles - Revolver

Beitrag von pipe-bowl »

Herr Rossi hat geschrieben: 20 Sep 2026, 18:42 Bin ich Dr. Konsistenz? Wahrscheinlich nicht.:)
Ich würde dir diesen Titel wegen deiner Einstellung zu "Yellow submarine", "When I'm sixty-four" und "Octopus's garden" nicht unmittelbar absprechen wollen. Insbesondere "Sgt. Pepper" ist ein so knallbuntes Album, dass dort alles implementiert werden konnte, natürlich auch Paul's Music Hall-Stück. Natürlich kann man "Yellow submarine" dagegen als den Flow störend empfinden. Ich hingegen finde auch "Revolver" schon so vielfältig, dass es mich eben nicht stört.
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Joliet Jake
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Re: The Beatles - Revolver

Beitrag von Joliet Jake »

kathisi hat geschrieben: 20 Sep 2026, 11:48 Die Höchstwertung scheitert bei mir tatsächlich an "Yellow Submarine", einen Track, den ich seit meiner frühesten musikalischen Sozialisation kenne ("Rote Album" als Hintergrundmusik seit meiner frühen Kindheit), zu dem ich aber nie eine Beziehung aufbauen konnte und das ich mit den Jahren immer mehr als Fremdkörper auf einem nahezu perfekten Album empfunden habe.
Danke!!
Mozza hat geschrieben: 20 Sep 2026, 11:51 Das ist aber doch gerade der Sinn der Sache - es ist ein Song über einen "Taxman", einen Steuerbeamten. Die grooven schließlich auch nicht.
Aber U-Boote.... :drool:
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pipe-bowl
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Re: The Beatles - Revolver

Beitrag von pipe-bowl »

Ich freue mich über die rege Beteilugng hier.

Als Freund von Statistiken, Listen und Rankings habe ich die bisherigen sieben Rankings mal zusammengerechnet und so steht das Rennen um die Revolver-Krone momentan aggregiert:

01. Eleanor Rigby
02. For no one
03. I'm only sleeping
04. Tomorrow never knows
05. Here, there and everywhere
06. And your bird can sing
07. Got to get you into my life
08. She said she said
09. Taxman
10. Good day sunshine
11. I want to tell you
12. Doctor Robert
13. Yellow submarine
14. Love you to

Bei weiteren Rankings würde ich das hier updaten.
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Hallogallo
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Re: The Beatles - Revolver

Beitrag von Hallogallo »

Da zuckt es mich ja in den Fingern eine längere Abhandlung über Yellow Submarine zu schreiben... :mrgreen:

Die Flow-These hat mich überrascht. Ich nehme das Album auch eher als sehr abwechselungsreich wahr.
We hope you all enjoy the show. And remember, people, that no matter who you are and what you do to live, thrive and survive, there're still some things that makes us all the same. You. Me. Them. Everybody. Everybody.
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Herr Rossi
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Re: The Beatles - Revolver

Beitrag von Herr Rossi »

Danke, Jörg! Da hätte ich ja ausnahmsweise ziemlich gute Chancen auf das Konsensheini-Treppchen.:)
Hallogallo hat geschrieben: 21 Sep 2026, 13:13 Da zuckt es mich ja in den Fingern eine längere Abhandlung über Yellow Submarine zu schreiben... :mrgreen:
Hau rein.:)

Klar ist "Revolver" abwechslungsreich, aber mit den Hörspielelementen, sticht YM doch sehr raus.
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wahr
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Re: The Beatles - Revolver

Beitrag von wahr »

Seite 1

Taxman *****
Sowas wie Gitarren-Indie – aber konzentriert auf das Wesentliche, mit space und ohne Geschrängel. Davon hätten sich 1,3 Millionen Indie-Gitarren mal inspirieren lassen sollen, anstatt alles immerzu zuzuschrammeln.

Eleanor Rigby *****
Die erste Zeile entzündet den ganzen Song.

I’m Only Sleeping *****
Ein beiläufiges Manifest des kreativen Nichtstuns. Schon damals gab es gehetzte Leben, vergisst man gerne mal.

Love You To *****
Eben noch der heiße, fremde Scheiß, jubeln Festivalbesucher Stunden später schon, wenn eine Sitar nur gestimmt wird. Harrison führt hier eigentlich thematisch das Thema Schlaf und Ruhe in einer durchökonomisierten Welt fort und stellt es auf eine universelle Ebene. Das Leben ist kurz, du kannst keine Verlängerung buchen. Was ist dir wichtig?

Here, There And Everywhere ****1/2
Unwiderstehlich melancholischer McCartney-Samt. Bisschen viele Uuuuhs vielleicht.

Yellow Submarine *****
Denkt doch auch mal ein bisschen an die Kinder!
Revolver spielt an den Schwellen von kindlichem Intellekt, jugendlichem Experimentieren und erwachsenem Herantasten an universale Themen. Das Besondere: Alle drei Komplexe sind gleichwertig und verschränken sich bisweilen. Kunst für Kinder wird oft per se schon geringer geschätzt als Kunst für Erwachsene. So gut sie auch sein mag, wird es am Ende trotzdem oft heißen, es sei halt nur für Kinder. Dabei ist es gar nicht so einfach, gute Kunst für Kinder zu entwickeln. Es gibt hervorragendes Kindertheater, das altersgerecht ist und trotzdem auch für Erwachsene Erkenntnisse bereithält und dabei enorm unterhaltsam sein kann. Eines der nicht realisierten Projekte von Stanley Kubrick war ein Kinderfilm, weil ihn die Herausforderungen, einen guten Kinderfilm zu machen, gereizt haben. Yellow Submarine ist ein sehr gelungenes Beispiel für einen Kindersong mit einem universalen Setting, also für die Grundthemen von Revolver gut geeignet: Man fährt hinaus ins Unbekannte und findet sich aufgehoben in einer Gemeinschaft verschiedener Menschen. Das können sogar Menschen aus der Nachbarschaft sein. Man braucht noch nicht mal ein Unterseeboot. Es reicht zum Beispiel schon ein langes Magnetband, das von einer Gemeinschaft kreuz und quer durchs Aufnahmestudio gespannt wird, um den Loop für Tomorrow Never Knows herzustellen. Und schon erleben alle zusammen ein tolles Abenteuer in einem unbekannten Terrain. Wer so ins Leben eingeführt wird, der kommt später vielleicht nicht auf den Gedanken, sich vor Angst abzuschotten. Man sollte sich auf ein unbekanntes Morgen freuen, statt sich vor ihm zu fürchten. Davon handelt neben Tomorrow Never Knows auch Yellow Submarine.

She Said, She Said *****
„Ich weiß, wie es ist, tot zu sein. Ich weiß, wie es ist, tot zu sein.“ „Halt’s Maul, Mann, wir wollen’s nicht hören!“ LSD Erfahrungen in kalifornischer Villa (von Doris Day, glaube ich) mit einem von den Fondas.

Seite 2

Good Day Sunshine טטט
Ich bekomme die Langnese-Honig-Assoziation nicht aus meinem Kopf. Bewertung erfolgt daher in Honigtöpfen (wegen Honigtopf-Ähnlichkeit dem Hebräischen entnommen). Für mich der schwächste Song des Albums, und dann auch noch auf dem äh, Honigplatz erster Song, Seite 2. Hallo und auf Wiedersehen.

And Your Bird Can Sing ****1/2
Indie-Gitarren, Teil 2. Auch wieder packend, aber irgendwas in mir hat etwas daran auszusetzen wie „ … and your bird can sing …“ gesungen wird. Ich werde weiterforschen und kann schon erste Ergebnisse liefern: Der Refrain trägt sich haarscharf aus der Kurve, um beinahe unvermittelt im schlagerhaften Schlumpfland zu landen. Haarscharf und beinahe zwar nur, aber das führt auf einem Superalbum wie Revolver unverzüglich zur Abwertung knapp oberhalb der Honigtöpfe.

For No One *****
Ein bisschen die Leidensgenossin von Eleanor. Schönes Waldhorn - hatte McCartney nicht den Waldhornspieler zur Weißglut gebracht? Es hat sich gelohnt.  Pop-Musik sollte sowieso mehr Waldhorn einsetzen.

Dr. Robert *****
Wieder perfekter Gitarrensound, rollt auch alles schön.

I Want To Tell You ****
Scheint mir mit dem allgemeinen Fortschritt der Beatles-Musik auf Revolver nicht ganz Schritt halten zu können. Sehen Menschen, die den Fortschritt der Beatles eher als Rückschritt betrachten und sich die 1964er Beat-Beatles zurückwünschen, möglicherweise anders.

Got To Get You Into My Life *****
Motown-Euphorie, als würde sie von einer Band gespielt, die ihre Flegeljahre mit Lederjacken-Rock’n’Roll zugebracht hat. Weiß auch nicht, wie ich zu dieser total verrückten Assoziation komme.

Tomorrow Never Knows *****
Alles von Revolver vor Tomorrow Never Knows ist toll, wird aber an diesem Punkt wie feinster Sand über den Ozean gepustet.

Das Irrste an Revolver ist seine Verschwendung von Ideen. Jede Idee wird gefühlt EINMAL verwendet, oft noch nicht mal im Song selbst wiederholt. Sind alle Ideen untergebracht, hört der Song auf. Das ist wie SST-Punk, wie die ersten Singles von Black Flag oder den Minutemen, dort hat man auch den Eindruck maximalen Kurzhaltens. Revolver ist also toll, von vorne bis hinten, jedes Lob, das ihm zuteil wird, ist berechtigt. Jede Platzierung als Nummer 1 der Lieblingsalben mehr als verdient. Und doch fällt mir zu Revolver nicht viel Besonderes ein. Ich kann mich nicht so recht einwühlen. Schon seltsam.

Bin kein Freund von Rankings, aber ...

Tomorrow Never Knows *****
I’m Only Sleeping *****
She Said, She Said *****
Taxman *****
For No One *****
Love You To *****
Dr. Robert *****
Yellow Submarine *****
Got To Get You Into My Life *****
Eleanor Rigby *****
Here, There And Everywhere ****1/2
And Your Bird Can Sing ****1/2
I Want To Tell You ****
Good Day Sunshine טטט
Zuletzt geändert von wahr am 21 Sep 2026, 19:29, insgesamt 10-mal geändert.

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