Die letzte Doku, die ich gesehen habe...
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Re: Die letzte Doku, die ich gesehen habe...
Zuletzt habe ich mir den Dokumentarfilm "Der Fels rock" über das 50-jährige Jubiläum der Loreley Freilichtbühne in St. Goarshausen in Rheinland-Pfalz in der ARD-Mediathek angeschaut. Ganz prominent kommen darin Peter Maffay und Wolfgang Niedecken vor, die ausführlich über ihre dortigen Open Airs erzählen, etwa über das legendäre Bap-Konzert im Sommer 1982 für den WDR-Rockpalast. Auch Thomas D. von den Fantastischen Vier, die nächstes Jahr am 13. August 2027 erneut auf der Loreley spielen werden, blickt auf vergangene Konzerte zurück. Vermisst habe ich jedoch die Toten Hosen ... die hatten im September 2002 ein zünftiges Grillparty-Konzert auf der Freilichtbühne veranstaltet. Das nicht minder legendäre Metal Hammer Festival 1985 mit Metallica, Venom, Warlock und Running Wild wird nur ganz kurz angerissen. Wishbone Ash, Genesis, Bob Dylan, David Bowie, Paco de Lucia und Al Di Meola sind ebenfalls Thema. Der Stadtarchivar Daniel Daum von St. Goarshausen sammelt Memorabilia in Bezug auf die Loreley Freilichtbühne, etwa Konzertplakate und T-Shirts. Es befindet sich ein Museum über die Loreley Freilichtbühne in Planung.
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Re: Die letzte Doku, die ich gesehen habe...
Gestern hab ich mir auf YouTube den Dokumentarfilm "The Gits Movie" von Filmemacherin Kerri O'Kane über die Punk-Sängerin Mia Zapata (1965-1993) angeschaut, die als Grunge-Vorreiterin gilt, die die Szene in Seattle, Washington mit ihrer Band The Gits maßgeblich beeinflusste und am 7. Juli 1993 nachts von einem unbekannten Täter vergewaltigt und erdrosselt wurde. Man fand den leblosen Körper von Mia Zapata, die mexikanische Wurzeln besaß, mitten auf einer Straße in Seattle. Während der anschließenden Obduktion erkannte der Pathologe, der Fan von The Gits war, dass es sich um die ortsbekannte Grunge-Sängerin Mia Zapata handelte. Mia Katherine Zapata wurde 27 Jahre alt.
Nur wenige Wochen zuvor hatten The Gits, die an der Schwelle zum Durchbruch standen, einen vielversprechenden Plattenvertrag bei Atlantic Records unterschrieben, eine erste landesweite Konzerttour stand bevor. Durch den Mord an Mia Zapata wurden sämtliche Pläne der aufstrebenden Grunge-Band zunichtegemacht. Bekannte Songs der Gits, deren Bandname dem Sketch "Mr. and Mrs. Git" von der britischen Komikertruppe Monty Python entstammt und ins Deutsche übersetzt "Trottel" oder "Idioten" bedeutet, sind die Stücke "Second Skin", "Spear and magic Helmet", "Seaweed", "Sign of the Crab", "Precious Blood", "Another Shot of Whiskey" und "Here's to your Fuck". Ursprünglich kam Mia Zapata musikalisch aus dem Blues und Jazz und zog Inspiration aus Sängerinnen wie Bessie Smith und Billie Holiday. In Seattle bewohnten die Gits ein gemeinsames und heruntergekommenes Haus, das sie The Rathouse nannten. Zusammen hingen die Gits gerne in der Comet Tavern ab, ein legendärer Treffpunkt der Musikszene in Seattle. In dem Gits-Song "Sign of the Crab" schien Mia Zapata ihren gewaltsamen Tod wie eine Hellseherin lyrisch vorhergesehen zu haben. Mit den Gits befreundete Grunge-Bands waren 7 Year Bitch und D.C. Beggars, die durch den Tod von Mia Zapata in ein dunkles Loch fielen. Zehn Jahre lang tappten die Polizei und ein Privatdetektiv auf der Suche nach dem Mörder im Dunkeln. Zwar besaßen die Strafverfolgungsbehörden einige Spuren von Speichel des Täters an Mias Brust, die damals jedoch noch nicht für eine DNA-Analyse ausreichten.
Erst im Januar 2003, zehn Jahre nach der Tat, konnte die Polizei den Mörder, der bereits mehrfach vorbestraft war, durch weiterentwickelte Technologie in einer Datenbank ausfindig machen und überführen. Der Mörder Jesus Mezquia wurde zu 36 Jahren Haft verurteilt und starb 2021 im Gefängnis. Das Grab von Gits-Sängerin Mia Zapata befindet sich in Louisville, Kentucky. Als Hommage an Mia gründete die Runaways-Gitarristin Joan Jett mit den verbliebenen Gits-Mitgliedern die Tribute-Band Evil Stig. Wobei "Stig" für den rückwärts gelesenen Bandnamen Gits steht. Außerdem veröffentlichten The Gits 1994 ein Album mit dem Titel "Enter: The Conquering Chicken". Der Spitzname von Mia Zapata war Chicken, weshalb sie ein Huhn als Tattoo an einer Wade trug. Im August 1993 wurde ein Benefizkonzert für Mia Zapata veranstaltet, bei dem Nirvana und Tad spielten. Die Punk-Band 7 Year Bitch widmete Mia ihr 1994 erschienenes und von Produzent Jack Endino produziertes Album "¡Viva Zapata!", auf dem sich der Song "M.I.A." befindet, in dem 7 Year Bitch den Tod ihrer Freundin verarbeiten.
Auf der Homepage von Radio Bob gibt es einen Podcast namens "True Crime Tracklist", dort kann man sich die 42-minütige Episode "Der Mord an Mia Zapata – Der lange Weg zur Wahrheit" anhören. Durch diesen Podcast bin ich auf den Dokumentarfilm "The Gits Movie" aufmerksam geworden. The Gits und Mia Zapata sind auch Thema in dem berühmten Dokumentarfilm "Hype!" von Regisseur Doug Pray von 1996.
Nur wenige Wochen zuvor hatten The Gits, die an der Schwelle zum Durchbruch standen, einen vielversprechenden Plattenvertrag bei Atlantic Records unterschrieben, eine erste landesweite Konzerttour stand bevor. Durch den Mord an Mia Zapata wurden sämtliche Pläne der aufstrebenden Grunge-Band zunichtegemacht. Bekannte Songs der Gits, deren Bandname dem Sketch "Mr. and Mrs. Git" von der britischen Komikertruppe Monty Python entstammt und ins Deutsche übersetzt "Trottel" oder "Idioten" bedeutet, sind die Stücke "Second Skin", "Spear and magic Helmet", "Seaweed", "Sign of the Crab", "Precious Blood", "Another Shot of Whiskey" und "Here's to your Fuck". Ursprünglich kam Mia Zapata musikalisch aus dem Blues und Jazz und zog Inspiration aus Sängerinnen wie Bessie Smith und Billie Holiday. In Seattle bewohnten die Gits ein gemeinsames und heruntergekommenes Haus, das sie The Rathouse nannten. Zusammen hingen die Gits gerne in der Comet Tavern ab, ein legendärer Treffpunkt der Musikszene in Seattle. In dem Gits-Song "Sign of the Crab" schien Mia Zapata ihren gewaltsamen Tod wie eine Hellseherin lyrisch vorhergesehen zu haben. Mit den Gits befreundete Grunge-Bands waren 7 Year Bitch und D.C. Beggars, die durch den Tod von Mia Zapata in ein dunkles Loch fielen. Zehn Jahre lang tappten die Polizei und ein Privatdetektiv auf der Suche nach dem Mörder im Dunkeln. Zwar besaßen die Strafverfolgungsbehörden einige Spuren von Speichel des Täters an Mias Brust, die damals jedoch noch nicht für eine DNA-Analyse ausreichten.
Erst im Januar 2003, zehn Jahre nach der Tat, konnte die Polizei den Mörder, der bereits mehrfach vorbestraft war, durch weiterentwickelte Technologie in einer Datenbank ausfindig machen und überführen. Der Mörder Jesus Mezquia wurde zu 36 Jahren Haft verurteilt und starb 2021 im Gefängnis. Das Grab von Gits-Sängerin Mia Zapata befindet sich in Louisville, Kentucky. Als Hommage an Mia gründete die Runaways-Gitarristin Joan Jett mit den verbliebenen Gits-Mitgliedern die Tribute-Band Evil Stig. Wobei "Stig" für den rückwärts gelesenen Bandnamen Gits steht. Außerdem veröffentlichten The Gits 1994 ein Album mit dem Titel "Enter: The Conquering Chicken". Der Spitzname von Mia Zapata war Chicken, weshalb sie ein Huhn als Tattoo an einer Wade trug. Im August 1993 wurde ein Benefizkonzert für Mia Zapata veranstaltet, bei dem Nirvana und Tad spielten. Die Punk-Band 7 Year Bitch widmete Mia ihr 1994 erschienenes und von Produzent Jack Endino produziertes Album "¡Viva Zapata!", auf dem sich der Song "M.I.A." befindet, in dem 7 Year Bitch den Tod ihrer Freundin verarbeiten.
Auf der Homepage von Radio Bob gibt es einen Podcast namens "True Crime Tracklist", dort kann man sich die 42-minütige Episode "Der Mord an Mia Zapata – Der lange Weg zur Wahrheit" anhören. Durch diesen Podcast bin ich auf den Dokumentarfilm "The Gits Movie" aufmerksam geworden. The Gits und Mia Zapata sind auch Thema in dem berühmten Dokumentarfilm "Hype!" von Regisseur Doug Pray von 1996.
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Re: Die letzte Doku, die ich gesehen habe...
Hab den Netflix-Dokumentarfilm "Our Brother, Hillel" über die frühen Jahre der Red Hot Chili Peppers in den 1980er Jahren begutachtet. In der ersten Hälfte geht die Doku auf die Vorgängerbands der 1983 gegründeten Chili Peppers ein, die Anthym und What is This? hießen. Diese beiden Bands entstanden, als Anthony Kiedis und Flea, der im australischen Melbourne geboren wurde, ursprünglich Trompete spielte und bürgerlich Michael Balzary heißt, noch die Highschool besuchten und auf den Straßen in Los Angeles aufwuchsen. Im Mittelpunkt des Dokumentarfilms steht, wie der Titel nahelegt, der Urgitarrist Hillel Slovak, der jüdische Wurzeln besaß und im Juni 1988 im Alter von 26 Jahren an seiner Heroin-Sucht starb.
Zwischendurch sieht man handschriftliche Seiten aus dem Tagebuch von Hillel Slovak sowie einige Zeichnungen von Hillel, der ein Talent als Zeichner und Maler hatte. Auch Sänger Anthony Kiedis hatte hart mit seiner Heroin-Sucht zu kämpfen und bekam im Schicksal von Hillel Slovak gespiegelt, was ihm bevorsteht, wenn er seinen leichtfertigen Lebenswandel nicht radikal ändert. Die 93-minütige Dokumentation "Our Brother, Hillel" endet mit dem Einstieg und der Einarbeitung von John Frusciante an der Gitarre bei den Red Hot Chili Peppers. In der Doku sprechen die Funk-Legende George Clinton, der das zweite Album "Freaky Styley" der Chili Peppers von 1985 produzierte, und der Produzent Michael Beinhorn, der bei den folgenden Alben "The Uplift Mofo Party Plan" und "Mother's Milk" am Mischpult saß. Ihren ersten Grammy-Award gewannen die Funk-Rocker 1992 für ihren Song "Give it away" gegen starke Konkurrenz wie Guns N' Roses, Nirvana und Pearl Jam, überreicht aus den Händen von B.B. King und Billy Idol. Selbst habe ich die Red Hot Chili Peppers das erste Mal bewusst wahrgenommen durch ihren Auftritt auf dem Woodstock-Festival 1994 und mit dem Musikvideo von "Give it away", das auf MTV und Viva lief.
Zwischendurch sieht man handschriftliche Seiten aus dem Tagebuch von Hillel Slovak sowie einige Zeichnungen von Hillel, der ein Talent als Zeichner und Maler hatte. Auch Sänger Anthony Kiedis hatte hart mit seiner Heroin-Sucht zu kämpfen und bekam im Schicksal von Hillel Slovak gespiegelt, was ihm bevorsteht, wenn er seinen leichtfertigen Lebenswandel nicht radikal ändert. Die 93-minütige Dokumentation "Our Brother, Hillel" endet mit dem Einstieg und der Einarbeitung von John Frusciante an der Gitarre bei den Red Hot Chili Peppers. In der Doku sprechen die Funk-Legende George Clinton, der das zweite Album "Freaky Styley" der Chili Peppers von 1985 produzierte, und der Produzent Michael Beinhorn, der bei den folgenden Alben "The Uplift Mofo Party Plan" und "Mother's Milk" am Mischpult saß. Ihren ersten Grammy-Award gewannen die Funk-Rocker 1992 für ihren Song "Give it away" gegen starke Konkurrenz wie Guns N' Roses, Nirvana und Pearl Jam, überreicht aus den Händen von B.B. King und Billy Idol. Selbst habe ich die Red Hot Chili Peppers das erste Mal bewusst wahrgenommen durch ihren Auftritt auf dem Woodstock-Festival 1994 und mit dem Musikvideo von "Give it away", das auf MTV und Viva lief.
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