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Living Chicago Blues Volume 3

Malaco hat sich ab den früh80ern auf den Blues/Soul Crossover festgelegt und damit Künstlern wie Little Milton, Johnnie Taylor, Bobby Bland, Z. Z. Hill, Denise LaSalle, Dorothy Moore etc wiederkehrende Präsenz verschafft und offenbar (vornehmlich beim schwarzen Publikum) gut verkauft .... also win-win für alle Beteiligten .... für mich waren viele dieser Produktionen zu glatt bzw gleichförmig .... schätze jedoch Scheiben wie Bobby Bland "Years of Tears" nichtsdestotrotz ....zoji hat geschrieben: 26 Jul 2026, 21:23 Ich kenne nur zwei oder drei seiner Malaco-Alben, kann also nicht beurteilen, wie adäquat hier eine Essenz destilliert wurde. Allgemein auch zwiespältig für mich. Wenn er zupackt und sich ungefähr auf B.B.-King-Territorium bewegt habe ich nichts zu meckern, aber die scheint´s immer erkleckliche Zahl schmusiger Soul-Balladen, die sind mir immer etwas zu geschmirgelt. Scheint mir auch das Geschäftsmodell von Malaco zu sein, habe jedenfalls oft Abstand von einem Kauf genommen, weil mir das zu dominant dünkte.

Im Sommerzoji hat geschrieben: 27 Jul 2026, 12:20 Mann, Du bist echt ein (doggybedingt?) früher Vogel.
Der Erfolg sei ihnen gegönnt, aber wenn Dir als soulpope das schon zu glatt ist, dann hat mein oberflächlicher Eindruck wohl nicht getäuscht und für mich wird es auch nicht einfacher, bevorzuge es etwas grobkörniger. Von Bland habe ich ein paar frühere Sachen, von LaSalle einen Twofer ihrer ersten beiden Alben, Taylor und Hill kenne ich nur vom reinhören oder vereinzelten Samplerbeiträgen, bei Moore muss ich ganz passen. Ich vermute stark, dass mir diese Art Soul-Blues am ehesten aus der Zeit rund um 1970 liegt und produktionstechnische Manierismen der 80er und 90er meinem Genuss eher abträglich sind.

Amenzoji hat geschrieben: 27 Jul 2026, 15:37 Der Synth hat im Blues in allgemeinen allerdings nichts verloren, so viel Konservatismus muss sein.

Meine Präferenz hier soweit wie möglich "ohne"zoji hat geschrieben: 27 Jul 2026, 17:41 Ach, im Funk auch nicht? Ich dachte immer, dass er dort recht frühzeitig zum Inventar gehörte.