Musikalisches Tagebuch

Ich höre gerade..., musikalisches Tagebuch
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hurley
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von hurley »

Stone Country- Stone Country
Sehr unterschätzte Band um Steve Young, die auf ihrem einzigen Album eine Bandbreite aus Folk-Rock, Psychedelica, Sixties-Pop und Country zeigen. Don Beck spielt die 12-seitge so hinreißend als wüsste er, er hätte nur eine Chance. Am Ende gibt es ein Cover von "Angelica", das nicht ganz so düster gespielt wird wie jene berühmte Version von Scott Walker aber ähnliche Crooner Qualitäten aufweist. Die Vielseitigkeit mag vielleicht auch etwas die Schwäche des Albums zu sein, da sie als Gesamtwerk nicht ganz homogen erscheint, aber jeder einzelne Track ist für sich sehr stark.

Richard Hawley- Hollow Meadows
Es ist nicht mein liebstes Album von Richard Hawley aber das bislang letzte lohnende Album. Allein für das Cover lohnt sich die Vinylanschaffung auch wenn er es auf dem Album nicht schafft neue Stimmungen und Akzente zu setzten, so sind die Arrangements dennoch weniger ausladend aber ähnlich wohlwollig und balladesk-herbstlich geprägt wie schon auf seinen vorherigen Alben.

The Hello Strangers- Goodbye
Der Sound der Platte mag etwas obsolet klingen aber so war der Sound einer Rockband um 1987 nun einmal- insofern ist es absolut authentisch. Und gute Songs haben sie auch. Leider war es ihr einziges Album aber zumindest Mark Mulcahy ist auch noch bei den großartigen The Butterflies of Love zuhören.

Steve Wynn- Flourescent
Sein drittes Solo-Album nach dem Ende von The Dream Syndicate und ein eher ruhiges Werk von Wynn, der hier mehr auf seine akustische sowie erzählerische Seite und auf einen zeitlosen Sound setzt. Ist eines seiner besseren Alben.

Charlie Rich- Behind Closed Doors
Das Album hat Rich in den Siebzigern berühmt gemacht. Zumindest "The Most Beautiful Girl" dürften auch Leihen heute noch kennen. Das Album versickert ein wenig im üblichen Siebziger Jahre Schmalz auch durch die orchestralen Streicher und kitschigen Produktion von Billy Sherrill... aber singen konnte der Mann. Country Soul in Perfection aber Charlie Rich hat wirklich einige bessere Alben gemacht.

Willie Nelson- Shotgun Willie
Willie's erstes Album für Atlantic markiert zugleich auch seinen Ausbruch aus der makellosen Nashville Maschinerie und leitet seinen rauhen sowie sowie authentischen Outlaw Sound ein. EIn Album das darüber hinaus auch die Country Musik für immer veränderte. 5 Stars.
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kathisi
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von kathisi »

hurley hat geschrieben: 08 Jun 2026, 20:51
Charlie Rich- Behind Closed Doors
Das Album hat Rich in den Siebzigern berühmt gemacht. Zumindest "The Most Beautiful Girl" dürften auch Leihen heute noch kennen. Das Album versickert ein wenig im üblichen Siebziger Jahre Schmalz auch durch die orchestralen Streicher und kitschigen Produktion von Billy Sherrill... aber singen konnte der Mann. Country Soul in Perfection aber Charlie Rich hat wirklich einige bessere Alben gemacht.
Ich besitze von Charlie nur die "Feel Like Going Home - The Essential Charlie Rich"-Compilation. Habe sie mir zugelegt, nachdem ich "Feel Like Going Home: Portraits in Blues and Rock 'n' Roll" von Peter Guralnick gelesen habe - der sich mit Charlie Rich während der Recherchen für das Buch angefreundet hat und viel über die Hintergründe schreibt. Bin gespalten - die Stimme ist toll, oft fast mit Elvis Presley zu verwechseln. Aber die Arrangements sind oft nicht meins - du erwähnst selbst die orchestralen Streicher und manchen Kitsch in der Produktion.
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hurley
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von hurley »

kathisi hat geschrieben: 08 Jun 2026, 21:01
hurley hat geschrieben: 08 Jun 2026, 20:51
Charlie Rich- Behind Closed Doors
Das Album hat Rich in den Siebzigern berühmt gemacht. Zumindest "The Most Beautiful Girl" dürften auch Leihen heute noch kennen. Das Album versickert ein wenig im üblichen Siebziger Jahre Schmalz auch durch die orchestralen Streicher und kitschigen Produktion von Billy Sherrill... aber singen konnte der Mann. Country Soul in Perfection aber Charlie Rich hat wirklich einige bessere Alben gemacht.
Ich besitze von Charlie nur die "Feel Like Going Home - The Essential Charlie Rich"-Compilation. Habe sie mir zugelegt, nachdem ich "Feel Like Going Home: Portraits in Blues and Rock 'n' Roll" von Peter Guralnick gelesen habe - der sich mit Charlie Rich während der Recherchen für das Buch angefreundet hat und viel über die Hintergründe schreibt. Bin gespalten - die Stimme ist toll, oft fast mit Elvis Presley zu verwechseln. Aber die Arrangements sind oft nicht meins - du erwähnst selbst die orchestralen Streicher und manchen Kitsch in der Produktion.
Danke für die Buch Empfehlung. Das klingt interessant und ich werde mal schauen ob ich es noch irgendwo auftreiben kann. Ja der Sound wird mir oftmals etwas zu kitschig. Ich persönlich präferiere den etwas rauheren Sound auf "The Many Sounds Of Charile Rich" oder "The Best Years". Die beiden Alben sind leider nicht so bekannt, sind aber seine besten Werke.
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kathisi
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von kathisi »

hurley hat geschrieben: 08 Jun 2026, 21:13
kathisi hat geschrieben: 08 Jun 2026, 21:01
hurley hat geschrieben: 08 Jun 2026, 20:51
Charlie Rich- Behind Closed Doors
Das Album hat Rich in den Siebzigern berühmt gemacht. Zumindest "The Most Beautiful Girl" dürften auch Leihen heute noch kennen. Das Album versickert ein wenig im üblichen Siebziger Jahre Schmalz auch durch die orchestralen Streicher und kitschigen Produktion von Billy Sherrill... aber singen konnte der Mann. Country Soul in Perfection aber Charlie Rich hat wirklich einige bessere Alben gemacht.
Ich besitze von Charlie nur die "Feel Like Going Home - The Essential Charlie Rich"-Compilation. Habe sie mir zugelegt, nachdem ich "Feel Like Going Home: Portraits in Blues and Rock 'n' Roll" von Peter Guralnick gelesen habe - der sich mit Charlie Rich während der Recherchen für das Buch angefreundet hat und viel über die Hintergründe schreibt. Bin gespalten - die Stimme ist toll, oft fast mit Elvis Presley zu verwechseln. Aber die Arrangements sind oft nicht meins - du erwähnst selbst die orchestralen Streicher und manchen Kitsch in der Produktion.
Danke für die Buch Empfehlung. Das klingt interessant und ich werde mal schauen ob ich es noch irgendwo auftreiben kann. Ja der Sound wird mir oftmals etwas zu kitschig. Ich persönlich präferiere den etwas rauheren Sound auf "The Many Sounds Of Charile Rich" oder "The Best Years". Die beiden Alben sind leider nicht so bekannt, sind aber seine besten Werke.
Wenn du englisch liest, sollte das kein Problem darstellen.

Ich finde es übrigens gut, dass wir jetzt schon mindestens zu zweit sind, die den Threadtitel "Tagebuch" etwas wörtlicher nehmen und nicht nur Listen posten...
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hurley
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von hurley »

kathisi hat geschrieben: 08 Jun 2026, 21:18
hurley hat geschrieben: 08 Jun 2026, 21:13
kathisi hat geschrieben: 08 Jun 2026, 21:01

Ich besitze von Charlie nur die "Feel Like Going Home - The Essential Charlie Rich"-Compilation. Habe sie mir zugelegt, nachdem ich "Feel Like Going Home: Portraits in Blues and Rock 'n' Roll" von Peter Guralnick gelesen habe - der sich mit Charlie Rich während der Recherchen für das Buch angefreundet hat und viel über die Hintergründe schreibt. Bin gespalten - die Stimme ist toll, oft fast mit Elvis Presley zu verwechseln. Aber die Arrangements sind oft nicht meins - du erwähnst selbst die orchestralen Streicher und manchen Kitsch in der Produktion.
Danke für die Buch Empfehlung. Das klingt interessant und ich werde mal schauen ob ich es noch irgendwo auftreiben kann. Ja der Sound wird mir oftmals etwas zu kitschig. Ich persönlich präferiere den etwas rauheren Sound auf "The Many Sounds Of Charile Rich" oder "The Best Years". Die beiden Alben sind leider nicht so bekannt, sind aber seine besten Werke.
Wenn du englisch liest, sollte das kein Problem darstellen.

Ich finde es übrigens gut, dass wir jetzt schon mindestens zu zweit sind, die den Threadtitel "Tagebuch" etwas wörtlicher nehmen und nicht nur Listen posten...
Du warst da meine Inspiration und nach kurzem Nachsinnen war klar: nur so kann es gehen. :-)
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hurley
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von hurley »

Ich lese aber auch gerne die Gedanken anderer zu Alben oder zur Musik allgemein und "Tagebuch" bringe ich auch immer mit persönlichen Gedanken in Verbindung nicht nur mit Auflistungen.
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salamandersalat
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von salamandersalat »

Auch spannend: Keine in Kausalzusammenhänge geordneten Wörter, sondern einfach nur ein musikalisches Bild, das sich aus den gelisteten Alben ergibt.
Keramikvasen geh'n jetzt wieder viel leichter kaputt.
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kathisi
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von kathisi »

salamandersalat hat geschrieben: 08 Jun 2026, 21:30 Auch spannend: Keine in Kausalzusammenhänge geordneten Wörter, sondern einfach nur ein musikalisches Bild, das sich aus den gelisteten Alben ergibt.
Da ich viele der gelisteten Alben nicht kenne, ergibt sich da meistens ein Bild mit vielen Leerstellen...
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salamandersalat
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von salamandersalat »

kathisi hat geschrieben: 08 Jun 2026, 21:32 Da ich viele der gelisteten Alben nicht kenne, ergibt sich da meistens ein Bild mit vielen Leerstellen...
Die kann man einfach leer stehen lassen - oder selbst gedanklich auffüllen. Obwohl ich zugeben muss, dass ich das Mukatabu auch eher als Gesprächsangebot sehe.
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Jan Lustiger
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von Jan Lustiger »

Keine Ahnung, ob jemand daraus schlau wird, aber hier mein musikalisches Programm von heute (Außer The Divine Comedy. Das war die einzige Platte, für die gestern Zeit da war)

Bild

The Divine Comedy - Absent Friends (2004)
Iron Maiden - Killers (1981)
Judas Priest - Stained Class (1978)
Black Sabbath - Forbidden (1995)
Blaze - As Live as It Gets (Live, 2003)
The Aggrolites - Super Atomic (2026)
Lee "Scratch" Perry & Mouse on Mars - Spatial, No Problem. (2026)
The Specials - More Specials (1980)
Kraftwerk - Computerwelt (1981)
The Magnetic Fields - Holiday (1994)