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Erlebnisbericht folgt ....
jazz 2026
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Re: Jazz 2026
klingt sehr interessant..... bin gespannt wie es war!soulpope hat geschrieben: 02 Jun 2026, 12:46 http://www.porgy.at/events/12939/
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ich wurde mal gefragt warum ich jazz höre. ganz einfach, weil er frei von hautfarbe und emotional ist....
- kathisi
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Re: Jazz 2026
Habe ich leider diese Woche in Dortmund verpasst. Hätte ich auch gerne gesehen.soulpope hat geschrieben: 02 Jun 2026, 12:46 http://www.porgy.at/events/12939/
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Love Goes On!
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Re: jazz 2026
Elina Duni & Rob Luft - Moods, Zürich - 28.05.2026
Elina Duni - vocals, framedrum
Rub Luft - guitar
Letzte Woche hatte ich an drei Abenden drei phantastische Konzerte - das dritte war Grigory Sokolovs Rezital in der Tonhalle (Beethoven opp. 7 und 126, Schubert D 960 und das übliche Set aus sechs Zugaben, viel Chopin dabei glaub ich) und das zweite begann schon um 16 Uhr. Doch los ging es am Donnerstagabend im Moods. Als ich kurz vor Türöffnung ankam, fand ich schon eine längere Schlange als üblich vor - erwartungsfrohes Publikum, darunter wohl einige aus derselben migrantischen Community wie Duni, die zwar in Bern und der Westschweiz heimisch ist (war?), aber so oft in Zürich auftritt, dass sie das Moods später ein Zuhause nannte.
Mit Rob Luft hatte ich sie noch nie gesehen und das Konzert hat mir ihre Zusammenarbeit, die mir sowieso schon sehr gut gefiel, nochmal neu erschlossen. Das Konzert beginnt mit Irving Berlins "Reaching for the Moon" - das neue Album nimmt natürlich einen recht grossen Raum ein und das sehr lange Set dauert am Ende inklusive einer Zugabe gut 1:40 Stunden. "Leili Lullaby", das Film-Medley aus "Yumeji's Theme" und Komedas "Sleep Safe and Warm", "Lonely Woman" mit Margo Guryans Lyrics und "Zambaku i Prizrenit" sind Teil des Konzerts. Aus Albanien stammen noch wenigstens zwei weitere Songs (ein Konzertbesucher hinter mir summte die alle mit), dazu kommen das eine oder andere Original von Duni und/oder Luft und auch ein altes rätoromanisches Lied über eine Schwalbe, die immer wieder am Fenster einer jungen Frau auftaucht, bis diese sie fragt, was sie denn mache. Der Vogel antwortet, sie solle nicht heiraten, denn sie würde nicht glücklich - und das ist schon die ganze Geschichte (Che fasch tü randulin in einer traditionellen Version - als "Randulins" wurden auch die zahlreichen Bündner, besonders Engadiner, bezeichnet, die in die Fremde gingen, um ihr Glück zu suchen, z.B. als Zuckerbäcker in Italien aber auch in allen europäischen Metropolen). Auch im Set zu hören war eine tolle Version von "Left Alone", Mal Waldrons Epitaph für Billie Holiday - und da kamen Erinnerungen das wohl speziellste Duni-Konzert im Wohnzimmer eines Freundes auf: ein Billie Holiday-Programm mit Jean-Paul Brodbeck am Pianino und vierzig andächtig lauschenden Zuhörenden.
Eine der Überraschungen war, wie das Duo eben doch klar im Jazz verwurzelt ist. Mein Fazit nach dem Solo-Auftritt letzten Frühling in Stans war ja, dass Duni inzwischen wirklich alle Stilgrenzen gesprengt hat. Das ist auch weiter so, aber im Duo mit dem englischen Jazzer an der Gitarre kommt der Aspekt wieder stärker zum Tragen: es wird viel soliert, Duni improvisiert mit Scatgesang und Vokalisen, es gibt tolle Versionen alter Standards - ein Highlight war "I'll Be Seeing You", das inklusive verse dargeboten wurde (was Luft in einer seiner nerdigen Ansagen herausstrich). Luft verändert ständig seinen Sound, von schnörkellos klar konturiert bis zu resonant wabernden Klangwolken oder auch mal dünnen Sounds, die fast an Methenys alte Gitarren-Synthesizer erinnern).
Luft ist dabei nicht nur der nette Nerd, der mit Saiten und Pedalen beschäftigt ist und gelegentlich sympathische Ansagen macht, die mit englischem Humor durchsetzt sind, er ist nicht Begleiter sondern musikalischer Partner auf Augenhöhe, er gestaltet aktiv mit und erweist sich als beeindruckend vielseitiger, enorm guter Gitarrist. In einigen Stücken spielt er live Loops ein, fängt an zwei oder drei Stimmen zu schichten, rhythmische Patterns und Licks laufen weiter, über die Duni und er dann improvisieren können, bevor er sie wieder kappt und reibungslos von den Klangschichten in den reinen Live-Sound zurückfindet. Nichts davon war orchestral oder üppig, alles schlank, folgerichtig und hochmusikalisch aus dem Augenblick entwickelt. Als Set-Closer spielten die beiden "Couleur Café" - und Luft sang leise aber gekonnt eine zweite Stimme dazu, während er wieder ein gekonntes Arrangement fabriziert, mit den rhythmischen Patterns aus den alten Gainsbourg-Versionen. Eine Zugabe gibt es dann auch noch - Luft bleibt einfach auf der Bühne und meint dann, Dexter Gordon paraphrasierend, sie würden schon eine Zugabe spielen, aber ohne diesen "going off and back on shit" - obwohl Duni das jetzt grad getan hätte, aber das sei nicht das Ende vom Showbusiness. Mit einem letzten albanischen Lied (vom schon erwähnten Besucher hinter mir vor "Couleur Café" gerufen) endet das grossartige Konzert.
Kris Davis Trio - Tinguely-Museum & Bird's Eye, Basel - 29.05.2026
Kris Davis - piano
Robert Landfermann - bass
Nasheet Waits - drums
+ Tineke Postma - alto & soprano sax (1. Set im Bird's Eye)
Am Tag darauf bin ich früh los, um im Zentrum Paul Klee in Bern die grosse Kurt Schwitters-Ausstellung zu besuchen und dann rechtzeitig für Kris Davis im Tinguely-Museum in Basel zu sein. Das Trio mit Landferman und Waits spielte erstmals zusammen, Davis war die ganze Woche als Artist in Residence im Bird's Eye, spielte im Trio mit Wolfgang Muthspiel und Waits, im Quartett mit denselben und Patrick Fitzgerald, sowie mit Marta Wajdzik, Landfermann und Waits und zum Abschluss im Tio mit Landfermann und Waits und einem nicht angekündigten Überraschungsgast, der als Gastlehrerin am Jazzcampus Basel tätigen niederländischen Saxophonistin Tineke Postma (Davis fängt, wie kürzlich angekündigt wurde, im Herbst als Professorin für Klavier und Ensemble in Basel an - ich hoffe, sie ist dann etwas öfter in der Nähe zu hören ... klappt leider nicht immer, z.B. eher nicht bei Ralph Alessi in Bern und auch nicht bei David Virelles in Zürich).
Am Nachmittag (16-18 Uhr) spielte das Trio zwei Sets im Tinguely-Museum - und fing gemeinsam mit den ratternden, scheppernden Maschinen Tinguelys an, die aus konservatorischen Gründen nur einmal die Stunde oder so in Aktion treten. Das geht also sehr frei los, Davis greift hinten in den Flügel, den sie mit zahlreichen Gegenständen präpariert hat und im Lauf der Sets immer wieder neu präpariert. Es entwickeln sich danach alle Arten von Grooves, die oft sehr frei wirken. Manchmal gelingen dem Trio gerade im Einstieg in das erste Set grosse Bögen wie einst dem Borderlands Trio - und es gibt dieses Phänomen, dass man denkt, "wie sind die jetzt an diesen Punkt gekommen?", obwohl man ja ständig dabei war, alles mitgehört hat. Sehr schnell wird klar, wie gut die drei harmonieren. Das gibt es kaum Egos, es wird ensembledienlich musiziert. Waits spielt zwar fast immer Time, aber seine Fills und Akzente wirken oft sehr frei - mit dieser lässigen Souveränität, wie sie schon die alten Jazzdrummer drauf hatten, wenn sie stompenden Swing mit Fills kombinierten, die manchmal fast arhythmisch wirken und doch immer völlig präzise sind. Louis Moholo-Moholo kommt mir bei dem Thema auch sofort in den Sinn - auch er war darin ein Meister. Irgendwann im ersten Set funken die Tinguley-Plastiken nochmal dazwischen und das Trio geniesst das sichtbar. Das Set endet mit einer kantigen Nummer von Laubrock (alle drei gucken immer mal wieder auf Noten) - die aber tatsächlich abhebt und pulsierend zu grooven anfängt.
Im zweiten Set wählt das Trio den umgekehrten Weg: ein Groove zum Einstieg, der sich mit der Zeit aufzulösen beginnt. Ein ganz grosses Highlight ist am Ende der "Snake Hip Waltz" von Andrew Hill - und als Zugabe spielen die drei noch Wayne Shorters "Dolores". Die meisten Stücke stammten wohl von Davis (die Ansagen waren am Nachmittag wie am Abend nicht gut verständlich, Davis sprach etwas zu leise und oft noch in den Applaus hinein), auf jeden Fall wurde in beiden Konzerten Waits "Between Nothingness and Infinity" gespielt und "Dolores" tauchte am Ende des ersten Abend-Sets noch einmal auf. Dieses war durch Postmas Anwesenheit sehr anders - und dann doch wieder nicht. Einerseits verschob sich das Gleichgewicht durch das zusätzliche Blasinstrument, andererseits wurde weiterhin dicht im Ensemble gespielt - das Ergebnis war aber etwas sperrig und überzeugte mich weniger als die Trio-Sets. Raum für Soli gab es - auch am Nachmittag - trotz des eng verwobenen, ego-armen Spiels aller Beteiligten doch immer wieder. In diesem dritten Set des Tages nutzte ihn Nasheet Waits am besten. Ihm fiel es, dünkte mich, am schwersten, in die freie Musik reinzufinden, die das Quartett spielte - da gab es keine Vorgaben, einfach ein freies, wohl etwas mehr als halbstündiges Set, nach dessen Ende noch was gesucht wurde. Den ersten Vorschlag von Davis verneinte Postma (ich sass zwar nah, ober konnte nichts verstehen), mit "Dolores" kam sie dann einigermassen zurecht, überliess den Lead im Thema aber der Pianistin. Waits war hier sofort wieder drin, und so blieb es auch beim letzten Set des Tages, das leider vor halbleerem Raum gespielt wurde (es war Freitagabend der ersten Sommerwoche, bei über 30 Grad gehen die Leute in Basel offenbar nicht in den Jazzclub, anders als am Vorabend in Zürich). Ohne Postma war alles wieder im Lot - und ein ganz dickes Lob dafür geht auch an Robert Landfermann, der einen knochentrockenen, wunderbar klingenden Bass spielte (mit Pick-Up abgenommen - auch das geht, wenn Bassist und Tonmann wollen) und in allen Sets seine grossen Momente hatte. Er fühlte sich auch im freien Quartett-Set sofort heimisch (wenig überraschend). Auf jeden Fall ein Trio, das durchaus Potential hätte, Davis' regulärem Trio Konkurrenz zu machen, das wurde schon nach wenigen Tagen des Zusammenspiels (im Trio zuerst im Tinguely-Museum, aber am Vortag schon im Quartett mit Marta Wajdzik) mehr als deutlich.
Das nächste Mal Live-Jazz gibt es wohl erst Ende August in Willisau wieder ... oder am 1./2./5. Juli in Berlin, falls dann was Gutes los ist?
Zuletzt geändert von gypsy tail wind am 04 Jun 2026, 06:58, insgesamt 1-mal geändert.
Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' - even if it take them fifteen, twenty years. (Thelonious Monk)
Demnächst auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #173 – 09.06.2026, 22:00
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soulpope
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jazz 2026
Isaiah Collier & The Chosen Few
Porgy & Bess Wien am 1sten Juni 2026
Ein ganzes Konzert John Coltrane gewidmet. Als langjähriger "Kenner"/Wegbegleiter dieser Musik war ich interessiert, wie Isaiah Collier diese Hommage anlegen würde. Der Saxist (welcher auf einem geliehenen hochwertigen Sopransax spielte) ist technisch hochbegabt und von fast grenzenlosem Draufgängertum, seine einwandfreie Rhythmusgruppe folgt ihm punktgenau.
Aufgrund meiner limitierten persönlichen Verfassung hörte ich nur Set 1 (welches aus 4 Stücken bestand und über 90 Minuten dauerte !!) und schon der Einstieg mit "One Down, One Up" gab den Takt vor aka Isaiah Collier mit einem nicht endenwollenden (sic)Tenorsax Solo, folgend auf "Afro Blue" und "My Favorite Things" Ähnliches via Sopransax .... der Pianist eine "Wiedergeburt" von McCoy Tyner (wie sagte einer meiner beiden Konzertbegleiter "100 Pianisten können so spielen") ..... der Bassist nach einem schönen Einstiegssolo unauffällig, der Schlagzeuger ein intimer Kenner von Elvin Jones .... das Ganze gerät zu einer bedingungslosen Messe für den späte(re)n John Coltrane, welche man gerne mitfeiert die aber Nichts in Frage stellt und ausschließlich mit emotionalem Powerplay beglückt ....
War ich enttäuscht ? Keinesfalls. Eine Offenbarung ? Keinesfalls. Einfach "Best of Coltrane on Tour" .... Fazit : "Weniger ist Mehr" ....
P.S Danke an "blacksaint" und Franz P. für die gemeinsamen Stunden ....
"I'm not much but I'm all I have" (Philip K. Dick)
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Re: jazz 2026

joe lovano paramount quartet (ECM, 2025)
santi debriano und will cahoun würde man nicht gerade auf einem ECM-album vermuten. aber auch für julian lage ist es das debüt. ich war sehr gespannt auf dieses quartett und was es im labelkatalog anrichtet, aber nach dem ersten hören finde ich, dass das ziemlich gut zu ECM passt. sehr viel rubato, viel genuschel von lovano, tyrian grillo, der das alles sehr ernst nimmt, trifft es gut mit der mischung aus abstraktem postbop und folk-mystizismus als ECM-geheimsprache, die auch hier gesprochen wird. die band klingt sehr gut, wirkt eingespielt, da schiebt sich niemand nach vorne, es entsteht aber auch kaum reibung. shorters "lady day" kann man schlecht nicht mögen, auch der blues am ende ist klasse, debrianos supertrockener bass macht spaß, und lage hat viele wirklich tolle momente. kann man alles so stehen lassen. warum aber das langweilige cover? gibt es dahinter irgendeine idee? ist ja nicht das erste in diesem typografischen minimalismus.
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Re: jazz 2026
Habe das letztes Jahr im Januar in dieser Besetzung im domicil in Dortmund gesehen. Das hat Spaß gemacht, aber war vielleicht auch zu perfekt eingespielt. "Fehlende Reibung" kann ich unterschreiben.vorgarten hat geschrieben: 07 Jun 2026, 12:44
joe lovano paramount quartet (ECM, 2025)
santi debriano und will cahoun würde man nicht gerade auf einem ECM-album vermuten. aber auch für julian lage ist es das debüt. ich war sehr gespannt auf dieses quartett und was es im labelkatalog anrichtet, aber nach dem ersten hören finde ich, dass das ziemlich gut zu ECM passt. sehr viel rubato, viel genuschel von lovano, tyrian grillo, der das alles sehr ernst nimmt, trifft es gut mit der mischung aus abstraktem postbop und folk-mystizismus als ECM-geheimsprache, die auch hier gesprochen wird. die band klingt sehr gut, wirkt eingespielt, da schiebt sich niemand nach vorne, es entsteht aber auch kaum reibung. shorters "lady day" kann man schlecht nicht mögen, auch der blues am ende ist klasse, debrianos supertrockener bass macht spaß, und lage hat viele wirklich tolle momente. kann man alles so stehen lassen. warum aber das langweilige cover? gibt es dahinter irgendeine idee? ist ja nicht das erste in diesem typografischen minimalismus.
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Re: jazz 2026
Das Artwork beim Tonträger vom Paramount Quartet ist ja eher funktional, im Onlineshop oder Laden bekommt man gleich die wichtigsten Informationen über dieses Produkt, wenn man was mit den Namen anfangen kann. Wurde das Teil erworben, passt es gut zu den anderen die ähnlich aussehen...
...leider spricht mich diese Ästhetik und die mit wenig bis gar kein Tageslicht bei ECM Produkten in nur ganz wenigen Fällen an. Das ist einer von mehreren Gründen, warum ich mich mit vielen Produkten von ECM eher nicht beschäftigen möchte.
...leider spricht mich diese Ästhetik und die mit wenig bis gar kein Tageslicht bei ECM Produkten in nur ganz wenigen Fällen an. Das ist einer von mehreren Gründen, warum ich mich mit vielen Produkten von ECM eher nicht beschäftigen möchte.
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Re: jazz 2026
wie meinst du das mit dem tageslicht?thelonica hat geschrieben: 07 Jun 2026, 13:25
...leider spricht mich diese Ästhetik und die mit wenig bis gar kein Tageslicht bei ECM Produkten in nur ganz wenigen Fällen an. Das ist einer von mehreren Gründen, warum ich mich mit vielen Produkten von ECM eher nicht beschäftigen möchte.
tatsächlich gibt es ja tolle typografische cover (das erste standards-album von jarrett/peacock/dejohntte), aber da wurde ja auch mit farben gearbeitet - hier bringe ich das mit der musik wirklich gar nicht zusammen - und da reicht mir dann auch die rein digitale ausgabe.
Re: jazz 2026
Wie gesagt das Artwork der letzten 20 Jahre bei ECM holt mich meistens nicht richtig ab, denn der Alltag ist schon "grau" und dunkel genug. Fotokunst hat schon absolut eine Berechtigung, aber von ECM bekommt man eher eine Übersättigung mit einer bestimmten Ästhetik und Stimmung, am Ende kann man sich nicht mal mehr an die Namen der Fotografen erinnern, oder? Wenn die wenigstens mal 10 Farbfotografien in Reihe für Alben verwenden würden, um mal aus diesem "Teufelskreis" rauszukommen. Das hat nicht nur mit Vermarktung (und printing) von einem Label zu tun, auch die Künstler (Fotograf_innen) sind beteiligt, weil sie die Images liefern (vielleicht machen die ja sonst noch ganz andere Kunst?).