Ich höre gerade .... Blues

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zoji
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Re: Ich höre gerade .... Blues

Beitrag von zoji »

kathisi hat geschrieben: 31 Mai 2026, 10:57
soulpope hat geschrieben: 30 Mai 2026, 12:09
zoji hat geschrieben: 30 Mai 2026, 11:48 Naja, das was die meisten von uns trifft und wiederum die meisten hier vielleicht schon hinter sich haben, der gesundheitliche Niedergang der greisen Eltern. Und bei Dir? Falls Du es nennen magst.
Nur soviel : "kleine Kinder kleine Sorgen - grosse Kinder grosse Sorgen" .... den gesundheitlichen Niedergang der alten Eltern hatte ich bereits (für lange) zuvor ....
Toi, toi, toi - alles Lebenserfahrungen, die wohl unvermeidlich sind, die man aber nicht braucht!
Oh, unerwartet. Danke Dir auch, kathisi.

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:dance:
Und lieg` ich dereinst auf der Bahre, dann denkt an meine Gu-i-tah-re! Und gebt sie mir mit in mein Grab! (Der rührselige Cowboy, D. Duck)
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Mr. Blue
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Re: Ich höre gerade .... Blues

Beitrag von Mr. Blue »

[/quote]

bin ja schon da!

a) Nun, Albert, B.B. oder Freddie, da kann man sicher geteilter Meinung sein. Entweder man beurteilt, oder versucht es zu beurteilen nach technischer Spielweise, nach Ideenreichtum, nach Virtuosität oder, was mir wichtiger ist, nach Feeling.

b) also Feeling. Auch das wird natürlich, weil wir Alle verschieden sind, also auch unterschiedlich gedeutet und angewendet werden.

c) insofern, und da werde ich jetzt konkret, war MIR der B.B. stets der Liebste. Er hat meine Seele stets mehr berührt als Albert und/oder Freddie...

d) so lässt sich mit Gewissheit nicht feststellen, wer nun "besser" war. Darüber hinaus spielten alle Drei unterschiedlich geprägten Blues. Unabhängig davon gibt es natürlich viele Klassiker von Albert und Freddie, die mein Herz und meine Seele berühren, sei es bei Freddie "Have You Ever Loved A Woman" oder die sicher unverzichtbaren Klassiker wie "Hideaway" oder "The Stumble". Und bei Albert kann ich bei Songs wie "Pretty Woman" oder "What can I do to change your mind" "dahinschmelzen".

e) letztlich ist es jedoch das mir liebere Gitarrenspiel und dieses weichere Feeling von B.B., dass ihn bei mir vorn landen lässt.

Letztlich sind sie alle Drei für mich echte KINGS des Blues....

aaaber: meine "Lieblinge" sind und bleiben EARL HOOKER, JODY WILLIAMS und MAGIC SAM!
[/quote]

Ja immer diese alte Diskussion : Wer ist der beste der 3 Großen Kings des Blues ? 8-)
Aber darum geht es für mich eigentlich nicht. ich habe mir deswegen dieses Statement von Byrdie herausgesucht, weil ich vielem, was er hier schreibt, zustimmen kann. Insbesondere der Punkt "Feeling" ist für mich hier auch der relevanteste Punkt. Und da sind Albert und B.B. auch für mich vor Freddie. Dieser ist sicherlich der "Rockigste" der Drei, da hat dann zoji Recht. Ich liebe von Freddie vor allem seine unsterblichen Instrumentalstücke wie natürlich Hideaway u.a. Die gab es so von den anderen beiden nicht. Was aber Gesang und Feeling angeht, sind diese wiederum Freddie voraus.
Letztlich haben alle 3 ihre Stärken und gute und herausragende Alben veröffentlicht. Hängt bei mir auch immer etwas von der Tagesform ab, wenn ich denn gerade präferiere. Aber im Großen und Ganzen hat wohl Albert so ganz knapp die Nase vorn.
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Percy Thrillington
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Re: Ich höre gerade .... Blues

Beitrag von Percy Thrillington »

zoji hat geschrieben: 27 Mai 2026, 22:10 Pentatonik ist dann eben genau so etwas bei dem ich eine leere, fragende Mimik aufsetze.
Haha, das macht ja nichts ... letztlich geht es nur darum, dass BB bei der üblichen Progression eines 12-Takt-Blues vor dem Turnaround gerne mal um einen Halbton vom gängigen Schema abrückt ... sowas schleicht sich dann eher subtil in die Gehörgänge ;)

zoji hat geschrieben: 27 Mai 2026, 22:10Aber Du bist schon sehr gut darin genau die Titel herauszupicken, die auch zu meinen Favoriten gehören. Und das sind dann so Sachen, bei denen ich auch gar keine Abstriche im Vergleich zu meinen Freddie-Lieblingen mache. Wobei ich Blue Shadows (da ist Dir ein s verrutscht) in der späteren Interpretation auf In London bevorzuge. Ist allerdings, wie auch The Thrill Is Gone, keine King-Komposition, diesbezüglich gebühren dann eher anderen die Credits für das filigrane. Sehr weit vorne wären bei mir auch das vor kurzem erwähnte Why I Sing The Blues und Hummingbird.
Ja, ich habe "Blue Shadows" (wir spielen die "In London"-Version!) und "Thrill Is Gone" einfach mal BB zugeschlagen, weil er vor allem letzteren Song berühmt gemacht hat ... "Why I Sing The Blues" hatten wir auch mal im Programm - und zwar in der großartigen "Live In Africa '74"-Fassung ...
zoji hat geschrieben: 27 Mai 2026, 22:10Wie sich letzteres dezent, aber pointiert heranschleicht, die Streicher wie heiße Luft über dem Asphalt flirren, die Intensität erst beständig zunimmt, die Zügel dann wieder etwas lockerer gelassen werden, um schließlich in diesem hymnischen Gospelchor wie ein gigantischer Sonnenaufgang zu münden - das knocked mich jedes mal aus.
Sehr schön beschrieben! :clap:
zoji hat geschrieben: 27 Mai 2026, 22:10Findet Deine Band "nur" im Übungsraum statt oder tretet Ihr auch auf?
Ja, ein paar Mal im Jahr treten wir auch auf ... für Blues-Combos gibt es da leider nicht allzu viele Gelegenheiten (im Gegensatz zB zu meiner Rock-Pop-Coverband)
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zoji
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Re: Ich höre gerade .... Blues

Beitrag von zoji »

Mr. Blue hat geschrieben: 31 Mai 2026, 16:07
Ja immer diese alte Diskussion : Wer ist der beste der 3 Großen Kings des Blues ? 8-)
Aber darum geht es für mich eigentlich nicht. ich habe mir deswegen dieses Statement von Byrdie herausgesucht, weil ich vielem, was er hier schreibt, zustimmen kann. Insbesondere der Punkt "Feeling" ist für mich hier auch der relevanteste Punkt. Und da sind Albert und B.B. auch für mich vor Freddie. Dieser ist sicherlich der "Rockigste" der Drei, da hat dann zoji Recht. Ich liebe von Freddie vor allem seine unsterblichen Instrumentalstücke wie natürlich Hideaway u.a. Die gab es so von den anderen beiden nicht. Was aber Gesang und Feeling angeht, sind diese wiederum Freddie voraus.
Letztlich haben alle 3 ihre Stärken und gute und herausragende Alben veröffentlicht. Hängt bei mir auch immer etwas von der Tagesform ab, wenn ich denn gerade präferiere. Aber im Großen und Ganzen hat wohl Albert so ganz knapp die Nase vorn.
Was mich betrifft eigentlich nicht. Bzw. ist es mir auch wurscht, wer jetzt nach welchen Kriterien der Beste ist, jedenfalls würde das an meinem persönlichen Erleben nichts ändern. Entzieht sich wie beschrieben auch völlig meiner Beurteilung. Ging mir nur darum zu erläutern, warum ich Freddie aus persönlichen, individuellen, subjektiven Gründen unterm Strich den Vorzug gebe. Fand byrdies Erläuterungen und Schlüsse auch interessant, lese so etwas gerne, finde es auch völlig nachvollziehbar. Aber Recht haben ist für mich in diesem Zusammenhang irrelevant.

Feeling bleibt für mich schwammig. Ich weiß nicht einmal, worauf sich das genau bezieht. Auf die Finger an der Gitarre oder die Stimme in der Kehle? Beides? Ist ein weicheres Spiel gleichbedeutend mit mehr feeling? Ist feeling dasselbe wie Intensität? Und wie genau skaliert man das? Insbesondere, wenn der Ausdruck stark differiert?

Im Grunde auch ein bisschen absurd, man diskutiert das ja nur wegen der Namensgleichheit und weil dieser Name eine Bedeutung hat. Die gleiche Debatte kann man ja aber auch über Waters und Wolf führen, Charley Patton und Robert Johnson, etc.

Wirklich wichtig finde ich auch nur, dass alle drei mein Leben bereichert haben. Und eben das von anderen.
Zuletzt geändert von zoji am 01 Jun 2026, 00:09, insgesamt 1-mal geändert.
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zoji
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Re: Ich höre gerade .... Blues

Beitrag von zoji »

Percy Thrillington hat geschrieben: 31 Mai 2026, 16:21
zoji hat geschrieben: 27 Mai 2026, 22:10 Pentatonik ist dann eben genau so etwas bei dem ich eine leere, fragende Mimik aufsetze.
Haha, das macht ja nichts ... letztlich geht es nur darum, dass BB bei der üblichen Progression eines 12-Takt-Blues vor dem Turnaround gerne mal um einen Halbton vom gängigen Schema abrückt ... sowas schleicht sich dann eher subtil in die Gehörgänge ;)
zoji hat geschrieben: 27 Mai 2026, 22:10Findet Deine Band "nur" im Übungsraum statt oder tretet Ihr auch auf?
Ja, ein paar Mal im Jahr treten wir auch auf ... für Blues-Combos gibt es da leider nicht allzu viele Gelegenheiten (im Gegensatz zB zu meiner Rock-Pop-Coverband)
Natürlich geht es nur darum, so sieht´s mal aus! Hätte ich nicht besser beschreiben können. Also wirklich nicht. :wink:

B.B. King In Africa sagt mir leider gar nichts.

In welcher Ecke Deutschlands (oder wo sonst) seid Ihr denn unterwegs?
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zoji
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Re: Ich höre gerade .... Blues

Beitrag von zoji »


Reverend Gary Davis And Pink Anderson: Gospel, Blues And Street Songs
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zoji
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Re: Ich höre gerade .... Blues

Beitrag von zoji »

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kathisi
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Re: Ich höre gerade .... Blues

Beitrag von kathisi »

zoji hat geschrieben: 31 Mai 2026, 11:31

Oh, unerwartet. Danke Dir auch, kathisi.
Unerwartet im Blues-Faden? Ich lese hier eigentlich immer interessiert mit. Habe bloß wenig Zugang zu neueren Bluesplatten und Musikern. Habe aber einen großen Fundus bei den Klassikern. Wenn ich da was schreibe, ist das aber im Tagebuch-Faden.

Mein letztes gehörtes Album war J.B. Lenoir mit "Passionate Blues" und in den nächsten Tagen werde ich mal wieder in die Compilations der "When The Sun Goes Down"-Serie einsteigen.
Love Goes On!
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Ich höre gerade .... Blues

Beitrag von soulpope »

zoji hat geschrieben: 01 Jun 2026, 09:13
Für mich die Stimme von Jimmy Dawkins = musikgewordene Hoffnungslosigkeit ....
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kathisi
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Re: Ich höre gerade .... Blues

Beitrag von kathisi »

soulpope hat geschrieben: 01 Jun 2026, 09:22
zoji hat geschrieben: 01 Jun 2026, 09:13
Für mich die Stimme von Jimmy Dawkins = musikgewordene Hoffnungslosigkeit ....
Gatemouth Brown durfte ich in den 2000er Jahren mal in Chicago persönlich kennenlernen. Sehr sehr höflicher, netter, umgänglicher Mensch.
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