Miles Davis

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lotterlotta
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Re: Miles Davis

Beitrag von lotterlotta »

vorgarten hat geschrieben: 03 Mai 2026, 17:04 zu den repetitiven fluss-stücken, bei denen ja vor allem joe zawinul seine hand im spiel hatte, gehören unbedingt noch "guinnevere" (auf CIRCLE IN THE ROUND völlig verloren) und "recollections" (erst in der COMPLETE BITCHE BREW SESSIONS box aufgetaucht, dann als bonus auf der cd von BIG FUN) dazu. das ist dann die erste sitar-band (die zweite spielt später ON THE CORNER ein). der aureißer hier ist eigentlich "go ahead john", der passt in den rockjazz-kontext von JACK JOHNSON, aber in dieser phase war wirklich unglaublich viel los bei den miles-sessions.
...stammt ja auch aus der session, ergibt aber auch auf big fun ein verdammt großes hörvergnügen, was am albumaufbau mit einem stück pro seite liegt, es ist tatsächlich eins meiner liebsten stücke von miles...als vinylist kommt man da um big fun halt nicht drum rum...
ich wurde mal gefragt warum ich jazz höre. ganz einfach, weil er frei von hautfarbe und emotional ist....
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vorgarten
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Re: Miles Davis

Beitrag von vorgarten »

"go ahead john" gibt es so auf keiner session, nur in einzelbausteinen und ohne die verrückten kanal-switch-experimente (und was da sonst noch alles so abgeht). das stück kann man wirklich nur auf BIG FUN hören.

was hältst du denn von "guinnevere", @lotterlotta ?
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lotterlotta
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Re: Miles Davis

Beitrag von lotterlotta »

vorgarten hat geschrieben: 04 Mai 2026, 13:32 "go ahead john" gibt es so auf keiner session, nur in einzelbausteinen und ohne die verrückten kanal-switch-experimente (und was da sonst noch alles so abgeht). das stück kann man wirklich nur auf BIG FUN hören.

was hältst du denn von "guinnevere", @lotterlotta ?
...deswegen sag ich ja, dass man an big fun nicht vorbeikommt, macero hat da kräftig hand angelegt und miles fand das wohl überragend....würde ihm da auch nicht widersprechen ;-)

in welcher fassung? circle in the round hab ich schon lange nicht mehr auf dem dreher gehabt und die complete bitches brew muss ich erst mal aus den tiefen des regals heraussuchen, wahrscheinlich selbe fassung, für die lp gekürzt, hab das nicht so genau auf dem schirm.....
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vorgarten
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Re: Miles Davis

Beitrag von vorgarten »

lotterlotta hat geschrieben: 04 Mai 2026, 13:57
vorgarten hat geschrieben: 04 Mai 2026, 13:32
was hältst du denn von "guinnevere", @lotterlotta ?
in welcher fassung? circle in the round hab ich schon lange nicht mehr auf dem dreher gehabt und die complete bitches brew muss ich erst mal aus den tiefen des regals heraussuchen, wahrscheinlich selbe fassung, für die lp gekürzt, hab das nicht so genau auf dem schirm.....
habe gerade selbst erst gesehen, dass die lp-version immerhin um 3 minuten gekürzt ist, und nicht nur am ende, wie ich dachte... also 18 statt 21 minuten, aber das ist bei diesem stück nicht so tragisch, denke ich.
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atom
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Re: Miles Davis

Beitrag von atom »

gypsy tail wind hat geschrieben: 04 Mai 2026, 10:51
atom hat geschrieben: 04 Mai 2026, 10:00 Ein schönes und kurioses Zeitdokument. Die Aufnahmen entstanden am 9. September 1958 im Rahmen einer Columbia-Party im Plaza Hotel, mit der das Label seine damals blühende Jazz-Abteilung feierte. Neben dem Davis Sextet traten an dem Abend u.a. Duke Ellingtons Orchester, Jimmy Rushing und Billie Holiday auf. Genau diese Ellington-Aufnahmen vom selben Abend hat Columbia 1973 als Gegenstück nachgeschoben: Duke Ellington & His Orchestra – Jazz at the Plaza Vol. II, unmittelbar im Anschluss an die Davis-Scheibe und mit derselben 15-jährigen Verzögerung. Ein Highlight darauf ist Don't Explain mit Billie Holiday, eine der berührendsten dokumentierten Aufnahmen ihrer späten Phase.
Die Musiker wussten offenbar gar nicht, dass sie aufgenommen wurden – das Tape sollte ursprünglich nur ein internes Dokument fürs Archiv werden. Bill Evans hat später erzählt, dass die zur Veröffentlichung 1973 noch lebenden Musiker nach den Gagensätzen von 1958 ausgezahlt wurden.
Ich hab gestern (wegen der Duke Brooks vs. Dudley Brooks Diskussion im Black & White-Thread) in der Autobiographie und im Buch von Carr geblättert und die Platte wird in beiden nicht einmal erwähnt (weder im Index noch, so weit ich sehen konnte, im Text). Es gibt da eine kleine Lücke zwischen August 1958 (Abschluss der Aufnahmen zu "Porgy & Bess" mit Gil Evans) und März 1959 (Auftakt zu "Kind of Blue"), die letzte Combo-Session, die erwähnt wird, ist die vom Mai 1958 (die mit "Love for Sale", "Fran Dance" usw., die auf "1958 Miles" und anderswo zu finden ist). Und dann ist da noch eine wilde Story von einem Arrest von zwei der Sidemen in Kanada wegen Drogenbesitz oder sowas, das hab ich aber im Detail schon wieder vergessen (Losin hat für den 10. Juli einen Gig in Montréal in den Kommentaren und erwähnt "other dates in Montréal and Quebec City").

Mich das das Miles-Set nie so richtig geflasht - aber es ist besser als das aus Newport (wo irgendwer krank war, wenn ich mich richtig erinnere?).

Für meine Trackliste muss ich nochmal die Aufnahmen von 1965-68 anhören ... und das Quintett von 1956 eigentlich auch wieder mal. Eine schier unmögliche Aufnahme, ich hab schon 30 oder 35 Titel in der Longlist (inkl. ganz vieles aus den frühen elektrischen Jahren).

(Und Zustimmung zum Ellington-Mitschnitt ... ich mag die Band aus der Zeit eh wahnsinnig gerne live und der Mitschnitt aus dem Plaza mit den Gästen ist ein Leckerbissen!)
Interessante Beobachtung – tatsächlich klafft da bei beiden Standardwerken eine auffällige Lücke an genau dieser Stelle. Umso erstaunlicher, als es sich ja um einen prominent besetzten Columbia-Abend handelte, bei dem das Label seine eigene Jazzabteilung feierte. Man hätte annehmen dürfen, dass gerade das in den großen Biographien seinen Niederschlag findet – aber offenbar war Miles selbst die ganze Veranstaltung damals so wenig wichtig, dass sie es nicht in seine Erinnerungen geschafft hat. Newport klingt aus deiner Schilderung übrigens auch nicht nach einer Sternstunde....
Was die Bedeutung des Gigs angeht, habe ich beim Stöbern in meinem Regal aber doch zwei Fundstellen, die das Plaza-Set durchaus würdigen und die hier vielleicht ganz interessant sind: Zum einen eine längere Passage aus Jack Chambers' "Milestones – The Music and Times of Miles Davis" (S. 289–290), die das Konzert in den Kontext der parallel laufenden Porgy and Bess-Sessions einbettet, und zum anderen die zeitgenössische Downbeat-Besprechung von Alan Heineman vom 17. Januar 1974, also kurz nach Erscheinen der Platte. Beide stelle ich hier mal im Original ein:
Jack Chambers in Milestones über den Plaza-Auftritt:
If Davis believed a few months earlier that Evans and Cobb were incapable of playing the hard swingers, he had obviously changed his mind by now. Both the Plaza date and the Newport concert included fast pieces in proportions that were typical of his selections for sets prior to their joining the sextet. For Evans, the main concession is that My Funny Valentine has been turned into a feature for him to share with Davis. It gives him an opportunity to transform the simple melody in numerous complex variations, from his introduction unaided by the other rhythm players to his long, lyrical solo following Davis's. Evans receives some unnatural aid in taking the spotlight away from Davis on My Funny Valentine by the fact that Davis is under-recorded here, as he also is on If I Were a Bell.
If the technical problems help Evans, however, they hinder Cobb; in making the technical adjustment to balance Davis, the engineers bring up Cobb's drums to the point where they are distracting. The best track, both technically and musically for the whole band, is Straight No Chaser, which, after an ensemble lapse where Adderley enters playing the lead before the other horns are ready, features long, facile solos by Davis, Coltrane, Adderley, and Evans, in that order. This title was probably the set closer at the Plaza even though it is placed at the beginning on the record, because it ends with a few bars of The Theme tagged onto it. But whatever the pleasures and the pressures of playing before the Columbia brass in an Edwardian setting that had never admitted jazz until then, for Davis they could only have been a momentary distraction from his real business at the time, which was taking place in Columbia's recording studios.
Porgy and Bess, the best-known American opera, was first produced in 1935, after nearly ten years of collaboration among George Gershwin, who wrote the music, DuBose Heyward, who wrote the libretto (based on his 1924 novel Porgy) and most of the lyrics, and Ira Gershwin, the lyricist for many of his brother's best-known songs, who helped Heyward with the lyrics. The thin plot revolves around a crippled black man who commits murder when he believes that he has lost his lover to another man, but most of the interest in the opera comes from its attempt at dramatizing the rich and colorful ghetto life of Catfish Row, a southern waterfront community. Gershwin's music self-consciously incorporates elements of black music - gospel, work songs, jazz - in a full-scale theatrical score.
In 1958, Porgy and Bess was being produced as a motion picture directed by Otto Preminger and starring Robert McFerrin, Adele Addison, Sammy Davis Jr, and Pearl Bailey, and several record executives seized the occasion to commission jazz adaptations they could release amid the brouhaha that was certain to surround the release of the movie in 1959. Porgy and Bess offered a score that jazz players could potentially elucidate.
Downbeat * * * * ½
I've always considered myself a charter member of Rev. Leroy's congregation — I've always, that is, been more interested in "What's happening now" than in "What used to was." But I guess most of us are suckers for some nostalgia trip or other, and when I saw the personnel and date (1958) on this album, I fell out. These are six of the most beautiful musicians of their time—too short a time, for Trane and P.C.—and any addition to their relatively small recorded output is automatically welcome.
But this is not just any addition. This is the sextet at very nearly peak form; why this session went unreleased for 15 years is therefore a mystery. Two small gripes: The title cut is clearly and unmistakably Thelonious Monk's "Straight, No Chaser" and I don't understand why it was retitled and credited to Miles; also, Evans and Chambers are miserably underrecorded.
Apart from that, a stone gas, "Jazz at the Plaza" (i.e. "Chaser") sets the groove. Most of Miles’ opening solo is in a straight, lively, show tune bag. Then, there's a marvelous rest followed by some bluesier phrasing. Trane follows, running chords until there's nothing left of them. This solo is a striking example of his moving through first the standard and then the abstract intervals, getting himself into what seems to be a dissonant dead-end, and releasing that tension with an utterly natural slur or a lightning-like phrase that reestablishes the basic progression. Cannonball follows, and as usual, the stylistic contrast is remarkable. Bird's ghost sits on his shoulder, but the influence is usually benign. Evans has a short solo before the out-chorus, to which the "Miles Theme" coda is appended.
"My Funny Valentine" is all Miles. The saxes lay out. The leader's melody statement is typically idiosyncratic, as he performs radical surgery on the opening eight bars and then mostly paraphrases or counterpoints the rest. I can think off-hand of at least four other versions by Miles of this tune, and this may well be the best he ever did with it. Gorgeous!
Miles metamorphoses "If I Were a Bell"'s melody, too, omitting much of the bridge to good effect and closing the solo with one of his patented broad quavers. Trane gets into near-atonality in spots, clearly presaging the later, freer Trane, and there's a hesitancy in the playing that would naturally accompany a venture into unexplored territory. Miles takes the out-chorus, but Chambers and Jones, on brushes, are apparently so stimulating to Miles that he takes another chorus. Here you realize how effective and provocative the rhythm section has been all the way through.
Miles hits his only blatant clinker of the date on the first eight bars of
"Oleo." Nice to know he's human—he never did have much luck with the big skips in standard uptempo bop lines. Trane follows with an incredible display of virtuosity, freedom and coherence. Cannonball takes the frenzy down a peg; he's just as fast as Trane, and just as fluid, but he seems rather intimidated by what he's just heard—as who wouldn't be? Evans and Chambers, plus some trumpet-bass tradeoffs, take it out.
I didn't give this five stars because the recording quality is only fair, and because both Cannonball and Evans have been better than they are here.
And even Trane sometimes overdoes the chord-running number. But that's a relative assessment. When the music is good here—as it is more often than not—the solar system is too low a rating.
-Alan Heineman
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Re: Miles Davis

Beitrag von lotterlotta »

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....nun gut, nein, nicht gut oder doch? das cover-bild kann kaum treffender sein, da fasste sich sogar miles davis an die stirn! ;-) was hat sich columbia dabei blos gedacht? hier wurde auf ein doppelalbum musik zusammengefercht die nicht zusammenpasst bzw. nicht zusammen auf ein album gehören sollte, vom hard-bob über modal zu jazz-rock und fusion werden 15 jahre miles-geschichte von der resterampe verwurstet, soweit so bös und eigentlich unverzeihlich.......kommt nun das aber....
der titel zeigt schon an wie man das ganze auch sehen bzw. hören kann, als werkschau eines musikers, der sich über die jahrzehnte immer wieder neu erfand, wo stücke keinen platz auf den jeweiligen alben der zeit fanden, obwohl sie mehr als gut waren (und andere evtl. für solche reste töten würden um sie unter ihrem namen veröffentlichen zu können).....für den vinylisten gibts es sogar einen besonderen grund warum diese compilation her muss. nachdem man die jahre 1955-1969 passiert hat landet man auf circle in the round beim wohl passendsten endpunkt für die werkschau dieses mannes, im februar 1970 bei "guinnevere", einem überbleibsel der bitches brew session, wohl zu zahm für die vö auf jenem hexengebräu. diese studiofassung ist nur hier gekürzt und in voller länge auf der complete bitches brew für die nachwelt enthalten und gehört imo in jede ernsthafte miles davis sammlung, da sie sich imo schon sehr von fast allen miles-vö abhebt.

aber vielleicht hör ich ja auch nicht mehr gut genug um hier den sonst üblichen miles wahrzunehmen, der heraussticht, im vordergrund des ensembles spielt, unüberhörbar miles davis ist....hier spielt er im ensemble, ist ein teil von vielem, fügt sich ein ohne unterzugehen. dass ganze stück ist eine tiefenentspannte reise, farbenprächtig wird hier alles zu einem klangteppich verwoben....ein stück für bestimmte momente und situationen, nichts was ich ständig hören könnte, wenn man aber abstand zu allem und jedem haben möchte sicherlich die beste wahl aus dem repertoire von miles......eindeutig ein stück für die miles-playlist und zum abschalten, gerne auch als kleine nachtmusik, wenn das kopfkino dem einschlafen entgegensteht....
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Re: Miles Davis

Beitrag von atom »

Für mich war das Ende der 80er eine essentielle Ergänzung zu den verfügbaren Miles Davis-Alben. Sicherlich wäre es konsistenter gewesen, wenn man auf die A-Seite verzichtet hätte und mit den Seiten B-D der Columbia-Doppel-LP Directions eine Tripple-LP kompiliert hätte. Allein für den Titel-Track und Guinnevere ein unverzichtbares Werk.
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Re: Miles Davis

Beitrag von thelonica »

gypsy tail wind hat geschrieben: 04 Mai 2026, 11:39 Und es gibt auch dieses tolle Foto ... vorn der Hinterkopf von Jimmy Rushing:

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Das mit dem Plaza ist interessant, es war die Zeit als Filmstars zu Miles Davis in die Clubs kamen (wahrscheinlich ging das schon etwas früher los). Circa einen Monat bevor dieses Foto gemacht wurde gab es das große Treffen für "A Great Day In Harlem", Jimmy Rushing war dabei, die anderen beiden nicht. Im Frühjahr 1958 entstand "Lady In Satin" für Columbia, Jimmy Rushing hatte ein paar Alben für Columbia gemacht, möglicherweise waren sie deswegen eingeladen.
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Re: Miles Davis

Beitrag von lotterlotta »

atom hat geschrieben: 04 Mai 2026, 17:47 Für mich war das Ende der 80er eine essentielle Ergänzung zu den verfügbaren Miles Davis-Alben. Sicherlich wäre es konsistenter gewesen, wenn man auf die A-Seite verzichtet hätte und mit den Seiten B-D der Columbia-Doppel-LP Directions eine Tripple-LP kompiliert hätte. Allein für den Titel-Track und Guinnevere ein unverzichtbares Werk.
.....das sehe ich ja genau so, daher auch in meiner sammlung, bin zwar älter, habe aber wohl später mit miles angefangen und "circle in the round" erst in den 90ern auf cd zugelegt. mit dem klang dieser cd ausgabe wurde ich aber nie so richtig glücklich, wurde also auch noch auf lp nachgekauft, klar unverzichtbar.......
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Re: Miles Davis

Beitrag von lotterlotta »

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....wenn man sich dieses album im original anhört und dann die "complete in a silent way sessions", muss man aus heutiger sicht konstatieren, dass in 1969 ein schwerer fehler begangen wurde. das original ist ein kastrat, die aufnahmen verstümmelt und zusammen modelliert zu einem zugegebenermaßen hervorragendem album, nur hätte es viel größer und noch besser sein können, wenn man die stücke ganz gelassen und die 80min der einspielungen auf einer doppel-lp veröffentlicht hätte! transzendale meditation in formvollendung, ein album für die ewigkeit, die auflösung von grenzen, unendliche freiheit und gleichzeitig die quintessenz humanistischen handelns in dem ein tiefer ausdruck von suche nach frieden liegt....wäre für mich das meisterwerk schlechthin und die beste platte aller zeiten....
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