ECM Records

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Friedrich
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Re: ECM Records

Beitrag von Friedrich »

vorgarten hat geschrieben: 31 Mär 2026, 12:52 ich wusste gar nicht mehr, dass ich dir den auch gegeben hatte.
Lange her! Aber stand griffbereit im Regal und wurde prompt eingelegt.
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dogear
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Re: ECM Records

Beitrag von dogear »

Friedrich hat geschrieben:
Hmmm ...? Das ist eine Mix-CD zum persönlichen Gebrauch. Wurde früher massenhaft in Form von Mixtapes aufgenommen und von Schallplattenjungs an Cassettenmädchen verschenkt. Das ist nichts Böses, glaube ich.
Song hierzu;
The Pearlfishers - Making Tapes For Girls

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vorgarten
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Re: ECM Records

Beitrag von vorgarten »

das hat jetzt sogar ein bisschen spaß gemacht... 50 lieblings-ECM-tracks von mir.

50 ECM tracks

top ten

1 | keith jarrett/ dewey redman/ charlie haden/ paul motian | eyes of the heart part two | EYES OF THE HEART | 1979

eine band, die das unvohersehbare zum prinzip macht. ein stück, das einen äußertst merkwürdigen verlauf nimmt. der saxofonist hat die bühne verlassen, auf der suche nach einem glas wein. das tolle "eyes of the heart, part one" kommt schon ohne ihn aus, eigentlich aber kein problem, die anderen drei arbeiten auch schon seit 10 jahren als trio miteinander. auf part two will es jarrett aber nochmal wissen und lockt den partner mit einer vamp-figur der linken hand, die er mit ein paar schönen akkorden umspielt, der drummer steigt nach 3 minuten ein - und wieder aus. jarrett bleibt hängen, entwickelt was, wiederholt eine figur endlos, versucht eine kleine rhapsodie - doch immer wieder kommt die linke hand, unerlöst, drängend, bereit, loszulassen. das geht 7 minuten lang. plötzlich ist das tenorsaxofon da, von irgendwo, butterweich, aus der tiefe des raums. mit ihm steigen auch bass und schlagzeug (wieder) ein, jarrett spielt nur noch rampe, das sax lässt den himmel über bregenz einstürzen und die mischpultpegel austicken. eins der schönsten saxofonsoli der jazzgeschichte, ganz weiche ekstase, schwebendes inferno. das warten hat sich gelohnt.

2 | dave holland quartet | the oracle | EXTENSIONS | 1990

das entspannte mittelstück eines für ECM ungewöhnlichen m-base-fusion-rock-albums, mit einem gitarristen (kevin eubanks), mit dem wohl niemand auf ECM gerechnet hatte. hier spielt er eine butterweiche, cleane jazzgitarre mit großem körper, wenig effekten und viel raum, die erstmal mit ansatzlosen glissandi vogelstimmen imitiert. eine ostinato-figur, die so nur von dave holand kommen kann, am anfang im flageolet. der drummer singt durch eine kleine pfeife und erweitert nach und nach sein instrumentarium, umspielt aber bis zum schluss die ungerade bass-figur mit einer originellen latin-betonung auf einer kuhglocke. ausgerechnet steve coleman repräsentiert hier die unaufgeregte jazztradition, spielt ein klares, warmes altsax, das ein paar figuren hin- und herschiebt und schließlich, nach fast 4 minuten im thema landet. es gibt drei wunderbare soli, die schöne steigerungskurven haben, ihre intensität aber nicht durch licks, sondern durch rhythmische akzentverschiebungen finden, während bass und schlagzeug eine große bewegung durch den raum machen, die beiden anderen dabei immer wieder einfangen, bis sie schließlich in einer horizontspiegelung gemeinsam verschwinden. ECM mit hiphop- und rockanteilen, in frischer fusion, hardbopvermeidung, eine band wie keine andere, ein bandsound wie kein anderer. manfred eicher hat den hektischen new yorker funk in die fläche gestreckt und über fjorde gedehnt, oder: als reich behängte karawane durch die neotraditionalistischen früh-90er-geschickt.

3 | john abercrombie | timeless | TIMELESS | 1975

für mich ein ECM-quintessenzstück. eigenwillig gefundene sounds, die sich im raum entfalten, schließlich unaufgeregt über einen laszven grooven auskühlen. zeit spielt keine rolle. von jan hammer kommen ein synthesizer-drone und schließlich orgelbass und schimmernde -flächen. abercrombie nudelt über einem akkord, spielt ein schönes thema, wartet auf den groove von jack dejohnette. als der einsetzt, fällt alles zu einander. und ganz anders als die fusion-eskapaden dieser zeit wird nicht weiter auf die tube gedrückt und der ultimative klimax gesucht, sondern läuft auf zehenspitzen weiter, mit kleinen sensationen: soundverschiebungen durch wechsel von besen zu sticks, von orgel zu synth, die schöne gleichzeitigkeit von flow und akzent.

4 | keith jarrett/ gary peacock/ jack dejohnette | solar – sun prayer | TRIBUTE | 1990

ich liebe ja stücke, die einen eigenwilligen verlauf nehmen. hier entwickelt sich der bill-evans-tribut eines klaviertrios, das - mit ausnahmegenehmigung des hardbop-gegners eicher - standards spielen durfte und sollte, in proto-necks-territorium. das nervöse "solar", komplett mit klavier-, bass- und schlagzeugsolo, bleibt in der coda (wahrscheinlich abgesprochen) auf einem akkord hängen und wird plötzlich zu einem tanz, der sich minimalistisch immer wilder aufschwingt und schließlich in einen ungerade funk skelettiert. entscheidendes passiert dabei immer woanders - und im kollektiv wird nichts davon überhört. sowas ist diesem trio mehrfach gelungen, aus dem standardmaterial wurden dabei startrampen für irrlichternde exkursionen durch unbekanntes gelände. aber wenn man diese ausflüge fest erwartete, überraschten die drei wieder mit konzisen close readings der originalkompositionen. beides war teil eines starken arguments: nur wirklich gute songs erlauben es, sich so weit von ihnen zu entfernen, das man die entwicklung immer noch als organisch empfindet.

5 | julian priester pepo mtoto | prologue – love, love | LOVE, LOVE | 1974

ECM ist ein label aus dem experimentierfreudigen geist des jazz der frühen 1970er. und was man damals nicht selbst produzierte, hat man zu dieser zeit auch dazugekauft, ohne dass das profil des labels unscharfer wurde dadurch, im gegenteil. der ehemalige hardbop-posaunist priester, der sich in den bands von herbie hancock zu einer stimme entwickelte, die über elektronische sounds und wilde texturen heraushörbar menschlich und auratisch blieb, experimentierte zusammen mit dem soundtüftler patrick gleeson auch unter eigenem namen und mit einer quasi-zweitbesetzung des hancock-sextets weiter. auf einem deutschen label plötzlich ein panafrikanischer weltraumtrip, bei dem das raumschiff von einer dominanten bass-figur angetrieben wurde. der rest sind sound-verdichtungen und elektronische weiterverarbeitung, die geräte machen sich selbstständig, entwicklungen passieren in den details, soloabfolgen sind hier zugunsten von auf-und abtauchenden stimmen aufgelöst, worunter die des leaders kein bisschen dominant ist. selten passten die ECM-aversion gegen große erzählungen und schwarze trance-musik so gut zusammen.

6 | john abercrombie/ dave holland/ jack dejohnette | back – woods song | GATEWAY | 1975

auf sowas kommt man auch nur mit ganz frischem geist: elemente eines country-and-western-vehikels (im netz fühlte sich jemand an die allman brothers erinnert), hier nach ad-libitum eingetaucht und wieder von sich geschoben, wie es in die eigene verqueere logik passt; der schlag-bass lächelt über sich selbst und fällt dann in hypnose, das schlagzeug betont mit freien akzenten, ohne in einen gleichförmigen swing oder groove zu fallen. dazu entwickelt sich eins der größten gitarren-soli aller zeiten, mit so vielen modulationen und so wenig licks wie kaum ein anderes, auch das rhythmisch befreit, wenn auch nicht völlig frei. der rest des albums ist anders, sphärischer, freier, ungebundener. aber es hörte sich für mich immer so an, als habe es diesen hinterwälder-shuffle am anfang gebraucht, um den kopf frei zu bekommen (und das klappt auch bei mir, jedes mal). ein stück aus der ECM-kategorie "halleluja".

7 | charles lloyd quartet | booker’s garden | RABO DE NUBE | 2008

lloyd hatte einen schönen späten lauf auf ECM, mit permanenten verjüngungskuren durch neue musiker*innen, die ihm den manchmal fehlenden kick verpassten. und kein stück aus dieser zeit kickt mehr als diese live-version der schönen esoterischen lloyd-komposition "booker's garden". eigentlich eine pastorale für shakuhachi und rollendes gospel-klavier. aber in minute 5 setzt eine aufreizende bass-figur ein, und dann tut die entwicklung so, als müsste der althippie an die jungspunde abgeben, die ansatzlos von 15 auf 100 schalten. aber nach einem grandiosen moran-solo ist es wieder der bass, der die richtung vorgibt, hier einen r&b-breakbeat, der sehr deutlich macht, dass wir hier in den nuller jahren und nicht im nachglühen der 60er sind. und das tollste: lloyd setzt sich drauf auf den stotterbeat, mit großer lässigkeit und viel gefühl, und bringt das ding nach hause (bzw. nach japan). halleluja und amen.

8 | vijay iyer sextet | nope | FAR FROM OVER | 2017

das ist ein wirklich ungewöhnliches stück in der ECM-diskografie. ein mit sexy fragementen zusammengebautes instrumentales hiphop-stück mit einem verschleppten groove und kurzen freigeistigen kommentaren, die einander sehr gut zuhören. iyer wechselt in seinem solo von einem sehr auratisch getupften fender rhodes in ein geri-allen-kürzel-solo auf dem klavier, später übernimmt der allen-weggefährte haynes den part des schönen drüberspiels. an manchen tagen denke ich, dass der ECM-sound, der die hiphopper in die tropfsteinhöhle einsperrt, gegen das stück arbeitet - aber heute finde ich das wieder gerade reizvoll: wie ein schatten kommt die hektische moderne welt in diese kathedrale der reinen musik, lässt den dreck zwar draußen, aber verleugnet ihn auch nicht.

9 | ralph towner | waterwheel | BATIK | 1978

das ist wieder ECM-quintessenz und dabei so komplex produziert, dass man es eigentlich kaum glauben mag. es verbinden sich aufs schönste europäische kammermusik mit einem schwarzen groove, aber es passiert schon rein musikalisch viel mehr: die zyklische gitarrenfigur, deren letzter ton immer der erste der neuen bewegung ist, setzt einen flow frei, zu dem aber keine starre begleitung hinzugefügt wird, sondern das unendlich nuancenreiche spiel von dejohnette, das viele kleine dramen auslöst und dabei ganz locker bleibt. der bass ist dabei so freigesetzt, dass er mal druck erzeugen, mal (gestrichen) drübersingen kann. so passiert immer irgendwo anders was schönes, und die postproduktion baut viele spuren dazu, verdoppelt das geschehen, reduziert es wieder, verabschiedet sich aber nie am sinnlichen effekt von gitarrensaite, basskörper und dem hellen sound des angeschlagenen metallbeckens. man muss schon sehr genau wissen, was man will, um so etwas zu produzieren.

10 | keith jarrett/ gary peacock/ jack dejohnette | endless | CHANGELESS | 1989

ein sehr interessanter freier take dieses trio über 2-akkord-pendelbewegungen, die sich ja vor allem im spiritual jazz etabliert hatten. während sich dejohnette zu beginn mit schwebenden becken und fellschlägen ins diffuse verzieht (very anti-spiritual-jazz), tauschen jarrett und peacock immer wieder neue melodielinien aus, spielen einander in die lücken, bis der pianist nach dem bass-solo die initiative ergreift und plötzlich keine lücken mehr lässt, nur noch einen akkord zerlegt, über die gesamte tastatur, den klimax des schlagzeugs abwartet, bis alles einstürzt - dann ein magischer moment: aus der drone-haften stase heraus findet jarrett ganz zart zum anfang zurück - und dejohnette wechselt plötzlich zu den sticks und in einen sanften swing. 15 minuten wie auskomponiert. man weiß immer noch nicht, wie das album aus freien live-stücken gebaut ist, in denen zwei ja sogar ineinander übergehen, obwohl an verschiedenen orten und tagen aufgenommen... gab es standards, aus denen heraus sie das entwickelt haben? haben sie damals programme nur aus freien improvisationen gespielt? man würde das erst erfahren, wenn man die gesamten sets veröffentlichte - und zu eicher würde passen, dass das nie passiert.

der rest chronologisch

11 | paul bley | ending | BALLADS | 1971

das album, das für viele den ECM-ton setzte: less is more, freies ausschwingen von ideen, sound, der über sich selbst nachdenkt. mit halbdurchgetretener pedale schickt bley melodiefragmente in den raum, lässt sie von peacock und altschul kommentieren, alle solieren in zeitlupe, dem loftjazz werden die starken gefühle entzogen, der opener heißt "ending". man kann das nach 2 minuten ausschalten oder ewig so weiterhören. der tatsächliche balance-akt dauert 17 minuten 15 sekunden. keine ursprüngliche ECM-produktion, aber eine programmatische.

12 | dave holland / derek bailey | improvised piece III | improvisations for cello and guitar | 1971

zwei im nahen frequenzbereich aneinandergeratende instrumente, die oft auf verschiedenem weg etwas vergleichbares ansteuern, aber sich doch kratzig reiben. eine englische affäre, live aufgenommen in london. pianissimo, mit kleinen spratzern im dunkelgelben bereich. viel wärme, körper, austausch. sehr schade, dass ECM nicht mehr mit derek bailey aufgenommen hat, eicher hat ja durchaus ohren für gitarren, wenn auch oft für die auftrumpfenden. hier bekommt man die antithese zu dem, was 1971 von elektrischen gitarren erwartet wurde.

13 | bobo stenson | underwear | UNDERWEAR | 1971

hatte ich mal in einem blindfoldtest untergebracht, mochte kaum jemand. ich habe mich hier früh in jon christensen verliebt, die etwas ruppigere, aber nicht weniger beckensoundfetischistische alternative zu jack dejohnette auf ECM. ansonsten ist das hier ein klaviertrio im heißen interplay, eher richtung corea als bill evans - heiß, triebhaft, cocky. überhaupt etwas dirty, die aufnahme, das cover, der titel. nordisches testosteron. ein stück, das, wenn man es früh entdeckt und quasi auswendig lernt, sehr vieles vorprägt, was einem in den nächsten jahren gefallen wird.

14 | chick corea | what game shall we play today? | RETURN TO FOREVER | 1972

sagte ich dirty und corea? das hier ist ganz lieb, ein bisschen banal vielleicht sogar, einer der wenigen veritablen popsongs auf ECM. ich mag sehr, wie verschlungen hier die melodie wandert, sehr brasilianisch, jede zeile hat eine neue idee, und erst, wenn 12 davon durch sind, fängt man vielleicht wieder vorne an. ein paar elemente arbeiten hier gegen das luftig-leichte des gesangs an, aber ich will letzteres gar nicht kleinreden, die stimmung ist hier besser als auf der prototypischen ECM-session, die fenster sind geöffnet, flöte und fender rhodes singen unisono, flora purim verliert die bodenhaftung. dieses spiel wird nur heute gespielt.

15 | keith jarrett | landscape for future earth | 1972

das glückskind des labels auf seinen ersten kurzen flügen. es kleines 2-ton-motiv wird hier überraschend kompliziert variiert, an verschiedene logische ende geführt und doch immer wieder auf eine neue bahn gesetzt. man hört einen großen optimismus im herausfinden aus den selbstgestellten hindernissen, und immer dann, wenn das gelingt, singt jarrett mit, so, als würde etwas durch ihn hindurchpfeifen. ein ganz schöner kurzer trip, der ruckelt und sich immer wieder befreit.

16 | dave holland quartet | four winds | CONFERENCE OF THE BIRDS | 1973

hier kann man schön hören, wie dave holland aus dem loftjazz wieder zu einem postbop zurückfindet, der an swing und spielfreude schöne alternativen zum später dominanten neotraditionalismus findet. auch steve coleman wird er im studio rivbea aufgabeln. hier schaut noch braxton vorbei, der auch ein interessanter kandidat für das label hätte sein können, das am anfang ja sehr offen für das AACM war, später aber nur noch dem art ensemble die treue hielt. ein wildes ding hier, sehr nervös, reaktionsschnell, new yorkish. toll auch die spätere trioversion mit coleman und dejohnette auf TRIPLICATE.

17 | steve swallow/ gary burton | sweeping up | HOTEL HELLO | 1974

ein kleiner melancholischer marsch, auf dem steve swallow ein eckiges klavier spielt und den großen emotionalen kitsch grundiert, den sich burton hier traut. da sich die spannung aus den akkorden nie auflöst und die schluchzer nie zum durchatmen kommen, wundert man sich ein bisschen, wie das im protestantischen kirchenraum des labels durchgehen konnte, aber dann hört man, wie kompliziert mehrspurig das gebaut ist und versteht, dass die intelligenz sich hier andere aufgebane gestellt hat als gary burtons großes ausschweifen zu begrenzen. wobei: gemeinerweise wird hier ausgeblendet, sonst ein no-go auf ECM.

18 | enrico rava | biancasnow | THE PILGRIM AND THE STARS | 1975

ein lieblingsstück, das in zwei sehr ungleiche teile zerfällt. ravas strahlende trompete setzt in beiden schöne melodielinien in die luft, zuert gegen einen furor von schlagzeug (irgendwann wird die reibung so groß, dass rava absetzt und laut aufschreit), dann gegen ein endlos-bass-ostinato - auch hier wird abgeblendet, weil es keinen schlusspunkt geben kann. hier steckt schon rob mazurek drin, bis ins kleinste detail. darüber hinaus ein wunderbares beispiel, wie diese nord-süd-euro-us-amerikanischen bands auf ECM funktionieren, bei denen etwas zusammenfindet, was nicht zum pudding wird.

19 | michael naura | salvatore | VANESSA | 1975

man kann diese band in tv-mitschnitten der zeit beobachten, wallendes blondes haar, nicht wenige vollbärte... germanisch-eckige jazzrockfusion mit feinfühligem instrumentarium (marimba und fagott, eberhard webers sphärenbass), das dann doch nicht auf die große geste aus ist, sondern den hobbykeller mit dem weltraum kurzschließt. oder (wie auf dem cover) ein raster mit einer (geflügelten?) ameise. ein stück, das sich zeit nimmt, um zu etwas eigenem zu finden.

20 | jan garbarek bobo stenson quartet | dansere | DANSERE | 1976

ich stelle fest, dass die meisten meiner lieblingsstücke zwischen 10 und 15 minuten lang sind, ich mag also das trippige an den ECM-produktionen. oder die stücke, in denen etwas aufgebaut wird, so wie hier. ein rubato-exzess über einem drone-akkord, zu dem garbarek eine melodielinie anbietet. zunächst. geht zu ende, reicht eigentlich. dann kommt zaghaft das, was der titel verspricht, ein tänzerisches bass-ostinato, dasaber auch erst ganz am ende unvorhersehbar abhebt, als das saxofon plötzlich nochmal losprescht, obwohl alles gesagt scheint. den atem hätte jarrett, der stenson wenig später die begleitband wegnimmt, nicht gehabt.

21 | john abercrombie | parable | CHARACTERS | 1978

abercrombie solo, aus der virtuosen frühphase. ein fragezeichen im raum zunächst, das nach und nach kontextualisiert wird. man hört den us.amerikanischen ländlichen raum darin, die weiten flächen, aus denen die ureinwohner vertrieben wurden. dann multiplizieren sich die linien, bevölkern den raum, geben sich selbst rhythmische und melodische strukturen, erzeugen reibung, fordern einander heraus. am ende fast ein urbanes neben- und durcheinander, aus dem die zarte abercrombie-melodie fast wie eine ungeschützte stimme um gehör fleht. faktisch aber ein schichtwerk aus vielen techniken und skills, die kein bisschen angeberisch daherkommen.

22 | dave holland | hooveling | EMERALD TEARS 1978

eine basslinie, wie sie nur von holland kommen kann - clean, rhythmisch vertrackt, autoritär. schnell aufgelöst, auf nebenwege abdriftend, ins stolpern geratend, geschwindigkeit aufnehmend, sich überstürzend. am ende natürlich findet die choreografie wieder zurück, in die klarheit des anfangs. eine messerscharf konsistente etüde, in unter 4 minuten.

23 | jack dejohnette | bayou fever | NEW DIRECTIONS | 1978

ich halte fest daran, diese unwahrscheinliche band einen absoluten glücksfall zu finden - ich hätte sie mir 1978 nicht erträumen können. hier trauen sie sich einfach, über einen einzigen akkord auszufasern, dejohnetteswing, gomezdrone, elektrische mandoline in space, dazu das räuspern, spratzen, aufgepluster und die kleinen melodienfetzen von lester bowie. eigenbrötlerische allstars im sumpffieber. sie spielen, als wären sie am schluss angelangt und würden den ausgang nicht finden.

24 | codona | mumakata | CODONA | 1979

neben dem art ensemble sicherlich die freigeistige band, die es auf ECM zu hören gab. hier dudeln sie ein bisschen herum, don cherry sagt autoritär sowas wie "namu!", und dann finden sie einen schnarrenden groove aus berimbau und doussungouni und wasweißich. kann man im club auflegen, aber darum gehts nicht, sie singen sich was vor, finden eine fantasiesprache und setzen ein piratensegel. die korallen blühen, die wellen werfen berge.

25 | art ensemble of chicago | old time southside street dance | FULL FORCE | 1980

das ist einfach mal freidrehendes freejazzbrett, ein thema, das einen wirbelwind ingang setzt, die energie nimmt nie ab, wird aber sehr unterschiedlich umgewandelt und endet kakafonisch in einem hirnzersägenden schiefton. dazwischen darf geschmunzelt werden. full force heißt das album, und hier wird das umgesetzt.

26 | jack dejohnette | india | SPECIAL EDITION | 1980

einfach nur: der moment, in dem dejohnettes klavier-intro aufgehört hat, die bläser weiter riffen, und plötzlich das schlagzeug einsetzen wird.

27 | art lande/ gary peacock/ elliot zigmund | so green | SHIFT IN THE WIND | 1981

ein mit unrecht so unbekanntes klaviertrio, heute klingt das so wie das, was gefühlt 80% aller klaviertrios auf ECM versuchen. ein klavier, was sich dominant und ein bisschen ungelenk durch die akkorde manövriert und dabei sich selbst fast genug ist - aber dann gibt es da einen bass, der aus den lücken, im ungefragten dazuspiel die entscheidenden farben hinzufügt, und ein schlagzeug, dass in der auskomponierten anlage den swing findet. am ende steht man da und fragt sich, wie so etwas schönes aus so etwas steifem entstehen konnte.

28 | bill connors | sing and swim | SWIMMING WITH A HOLE IN MY BODY | 1981

der gitarrist, der vorher stadien zerlegt hat, fängt bei ECM wieder ganz klein und leise an. fängt klassisch an, melodie und akkordbegleitung abwechselnd, doch dann erzeugt er eine kleine welle und steigt aufs board. daran ist gar nichts abgezirkeltes, er geht mit dem flow, taucht irgendwo anders wieder auf als er eingesunken ist. ich mag an connors, dass er total gitarristisch denkt, weder song noch sound, sondern resonanzen und bewegungen erzeugt zwischen den hohen und den tiefen saiten, und dabei flächig wird und leise bleibt.

29 | pat metheny | are you going with me? | OFFRAMP | 1982

ok, und dazu dann gleich die antithese. song und sound, ohne scheu vor kitsch und billigen effekten. und trotzdem ist metheny kein blender, sondern ein wirklich emotionaler musiker. man kann das ein bisschen aus der distanz goutieren als etwas rührendes, hip-cheesiges, aber es wird, allen moden zum trotz, auch in 150 jahren noch fans davon geben, die einfach mitgehen bei seinen übergroßen, aufgewühlten gesten. hier also: klimax, romantische steigerung, orgasmus, ringelshirt und stadionseligkeit, ECM hat die frühphase davon abbekommen, wie gesagt, bei pianisten und gitarristen kennt eicher sich wirklich aus.

30 | paul motian | it should’ve happen a long time ago | IT SHOULD’VE HAPPEN A LONG TIME AGO | 1984

eine schwebende ballade, die für sieses ungewöhnlich instrumentierte trio perfekt passt: lovano hat den balladenton, motian kann sich auf die wesentlichen akzente beschränken, und frisell spielt sehr viele unterschiedliche sounds in das bass-lose mittelfeld. tatsächlich einigen sie sich sogar auf einen schläfrigen swing. ein musikalisches gebilde, das einem nebelfeld gleicht. meine lieblingsversion ist die sehr kurze mit geri allen und charlie haden, die gab es aber nicht auf ECM. aber diese hier ist wirklich besonders.

31 | dave holland quintet | first snow | JUMPIN‘ IN | 1984

das album ist charles mingus gewidmet, und so steuert der viel freundlichere dave holland auf ebenso autoritäre weise vom bass aus dieses kleine orchester, das nur ein quintett ist, aber aus so unterschiedlichen sounds besteht, dass es viel reicher wirkt. das schöne balladenthema im reduzierten swing von steve ellington wird kollektiv umspielt, zurückhaltend, schließlich den weg freimachend für kenny wheelers flügehorn, das hier wärmer und greifbarer klingt als auf wheelers eigenen ECM-alben. eins seiner schönsten soli.

32 | pat metheny | lonely woman | REJOICING | 1984

metheny übt hier schon für sein zusammentreffen mit ornette coleman, hier spielen sie allerdings nicht dessen "lonely woman", sondern das von horace silver, eine blues-nahe ballade, sehr klassisch, reduziert, auf die akkorde fokussiert. metheny ist hier ganz stripped-down, akustisch, spielt die komposition und wenig mehr, der reichtum liegt in den schattensounds, kleine flageolets, angedeuteten akkordvariationen. ein gesundschrumpfen auf das jazzgitarristenrepertoire, sehr überzeugend. ich mag natürlich auch das format, das unterstützende geschrubbel von higgins, das kantige stützgerüst von haden. mehr braucht es manchmal nicht zum glück.

33 | keith jarrett/ gary peacock/ jack dejohnette | too young to go steady | STANDARDS LIVE | 1986

das standards-trio hier mal mit einem standard. der allerdings weder erwähnung bei wilder, noch bei gioia findet. man kennt vor allem john coltranes version davon, vom BALLADS-album, sanders hat es nachgespielt, dann kommt schon das hier (gesungen: nat king cole, danach vielleicht noch johnny mathis). jarrett geht völlig in der melodie auf, und peacock & dejohnette unterlegen das mit einem tänzerisch-hippen groove auf 2 und 4, der immer mehr ausflippt. so schön trägt es jarrett nicht selten weg, aber eben doch hier noch ein bisschen mehr. dabei bleibt er sehr sparsam hier, spielt fast nur mit der rechten hand. aber es ist so schön, ihm beim aufjauchzen zu hören, wenn er schon weiß, was er als nächstes spielen wird, und dass das super sein wird...

34 | marc johnson‘ bass desires | crossing the corpus callosum | SECOND SIGHT | 1987

auch so ein stück mit unvorhersehbarem verlauf. ein kantiger rockbeat zunächst, ein fusion-thema, doch sobald scofield zum solo ansetzt, diffundiert die begleitung, frisells loops fahrend durcheinander, erskine zieht sich aufs freie assoziieren zurück, das stück gerät auf die geisterbahn. sehr toll an dieser band ist der akustische bass, der in diesem avant-rock-gelände seine eigenen bahnen fährt.

35 | dave holland trio | segment | TRIPLICATE | 1988

auf dem ganzen album ist spannend zu hörn, wie dejohnette den jungen saxofonisten coleman herausfordert, auch und vor allem hier, wo dieser ein fragment seine idols charlie parker auspackt. die herausforderung wird angenommen, das ergebnis führt zu etwas, das ich bei einem saxofontrio bisher noch nicht gehört habe, ein drahtseilakt mit immer festeren muskeln. toll zu hören, wie inspiriert die alten hasen von dieswer bebop-aktualisierung sind, und coleman wieder für sich alles aufsaugt, was er zur weiterentwicklung gebrauchen kann.

36 | sidsel endresen | so i write | SO I WRITE | 1990

sich schreibend der welt annähern und dabei verloren gehen - darum geht es in dem song von endresen, von dem django bates jeden gesungenen ton mit einem eigenen akkord unterstreicht, bis sie durch ist mit dem text, dann steigt auch christensen ein und tanzt ums klavier herum, das vom song nur noch ein luftiges gefühl behält. mit diesem und dem nächsten album bin ich zum zeitgenössischen käufer von ECM-alben geworden, alle davor habe ich irgendwann nachgeholt.

37 | dave holland quartet | black hole | EXTENSIONS | 1990

von meinem libelingsalbum habe ich mir erlaubt, ein zweites stück auszuwählen, weil es mehr den coleman-anteil an diesem quartett repräsentiert und für mich damals sehr aufregend war. alles ist komponiert zunächst, auch der schlagzeugpart, die bass-linie sowieso, auch die gitarrenbegleitung. doch sehr schnell wird ein sehr organisch-swingendes funk-gebilde mit großem reibungspotenzial daraus, das auf zwei großartige angeber-soli hinausläuft. ich glaube, das hat generationen von musiker*innen beeinflusst - ob eicher das damals schon geahnt hat? ob er heute davon weiß?

38 | jan garbarek/ miroslav vitous/ peter erskine | the music of my people | STAR | 1991

eine kleiner lockerungsübung als closer auf einem ansonsten eher sphärischen album. garbarek im call & response mit der rhythm section, hip & aufgekratzt und sehr lässig. eigentlich ist das aber ein talenausweis für den drummer peter erskine, der das auch komponiert hat. so wie er die verschiedenen bereiche von trommeln und becken nutz und dabei immer im groove bleibt - das war anfang der 1990er state of the art.

39 | jack dejohnette | time warps | DANCING WITH NATURE SPIRITS | 1996

für den späten dejohnette brauchte ich ein paar jahrzehnte. programmierte percussion- und bassspuren, ein imaginär-folkloristische flöte, mir kam das etwas cheesy vor, ich wusste aber auch nicht, dass sich der drummer hier auf die cherokee-spuren in seiner familie machte. der closer hat einen sehr schönen flow, unangestrengt, melodisch, mit offenen akkorden als gerüst - und dem unnachahmlichen swing des leaders natürlich.

40 | bobo stenson trio | mindiatyr | REFLECTIONS | 1996

über das stenson-trio habe ich damals partiell wieder zu ECM zurückgefunden, obwohl ich vieles davon heute nicht mehr mag. christensen fängt hier an, erratisch zu werden, aber aus dem getupfe, dem raunen und andeuten wird zwangsläufig (merkt man, wenn man es öfter hört) ein stück mit hand und fuß, über einen schönen bass-ostinato, mit verschiedenen geschwindigkeiten und einem wirklich tollen klaviersolo. habe ich später sehr häufig in corona-lockdowns aufgelegt.

41 | vassilis tsabropoulos/ arild andersen/ john marshall | diamond cut diamond | ACHIRANA | 1999

von diesem pianisten ist bei mir bisher nur dieses eine stück übriggeblieben, das mich damals wohl ein bisschen auf die necks vorbereitet hat. eine rollende minimalistische figur, über die das trio aus lauter einzelakzenten in eine endlosbewegung kommt. natürlich werden sie immer dichter dabei, und natürlich bauen sie das schöne gebilde am ende wieder zurück. etwas abgezirkelt also, trotzdem toll.

42 | john taylor trio | rosslyn | ROSSLYN | 2003

noch ein klaviertrio. die zyklische figur erinnert an die weiten soundlandschaften von azymuth, das ist ausgeklügelt komponiert, was die begleitung entlastet und befreit. marc johnson und joey baron fügen atmosphären und luft hinzu, am ende steht das stück da als attraktives statisches gebilde, das gar nicht von der stelle kommen mag.

43 | keith jarrett/ gary peacock/ jack dejohnette | somewhere – everywhere | SOMEWHERE | 2013

ein sentimentales vergnügen - bisher das abschlussalbum dieses trios, der sound ist schwierig, die luzerner halle dröhnt, jarrettpeacockdejohnette kommen auf bernstein und entwickeln aus "somewhere" einen halbmarathon. das adrenalin kickt schnell, sie sind ja hier auch schon älter. und schon sind sie da, wo kein anderer ihnen folgen könnte. irgendwo ist ein ort für uns - irgendwo, überall.

44 | david virelles | the highest one | MBÓKÒ | 2014

ein - sehr langsamer - puls, nicht mehr menschlich. vorsichtiges eintasten mit verstimmtem klavier, gestrichenem und schiefgezupften bass. kleine perkussion setzt ein gegenmetrum, das mehrere takte später dann doch passt. ECM im geist der santeria, leise kultmusik in einer geheimsprache, die hier, am ende, doch noch verständlich wird.

45 | vijay iyer trio | hood | BREAK STUFF | 2015

hatten die m-base-leute noch in ihrer jugend funk gehört und das später in ihrer musik abstrahiert, so greifen iyer, crump und gilmore auf techno zurück, "hood" heißt mit vornamen robert, und was der mal programmiert hat, kommt hier handgemacht wieder in den jazz zurück. so viele metren auf einmal, dass man sich aussuchen kann, von wo aus man das stück hört. die langweiligste idee ist hier ein angedeutetes kurzes klaviersolo.

46 | ralph alessi | quiver | QUIVER | 2016

tatsächlich schwer, aus diesem schönen album irgendetwas auszuwählen. hier was ECM-typisches: wie ein paar in die luft abgesetzte akzente zu einem leichten, fragilen gebilde werden, sobald die band einsteigt - und am ende gibt die freie trompete auf und steigt auch in die basslinie ein. das könnte dann ewig so weiterlaufen.

47 | jack dejohnette/ matthew garrison/ ravi coltrane | in movement | IN MOVEMENT | 2016

das album ist ein spätes meisterwerk von ECM, aber über sowas denkt man wahrscheinlich gar nicht mehr nach. feuilletonistisch erschien vor allem interessant, dass hier der sohn von coltrane und der sohn von jimmy garrison mit dejohnette spielen, aber beide hatten da längst ihre eigene stimme gefunden und dejohnette klingte sich da eher ein. das hier ist vor allem ein großes saxofonsolo, mit großer spannungskurve, über schwerem drumkit und elektronisch verdichtetem bass. und ganz schön düster.

48 | masabumi kikuchi | black orpheus | BLACK ORPHEUS | 2016

es gibt viele kikuchi-intepretationen des "manhã de carnaval" aus dem orfeo-negro-film, und jede ist (anders) toll. er zerdehnt das melancholische thema, das im original über einem sanften langsamen bossa-rhythmus läuft, oft bis in die totale abstraktion, hier bleibt er in unmittelbarer nähe, findet dennoch neue, schlüssige voicings. auf diesem album ist das eine insel zwischen freien improvisationen, für sich gehört, ist es ein völlig für sich stehendes kleines epos.

49 | dino saluzzi | adiós maestro kancheli | ALBORES | 2020

ein alterswerk, für das saluzzi zum ersten mal seit 30 jahren wieder auf dem bandoneon aufnimmt. ich mag die atmosphäre sehr, mit sehr einfachen mitteln erzeugt, das instrument ist nicht orchestral angelegt, es quetscht etwas luft durch ein paar öffnungen, aber die melodiefragmente und akkorde wandern hier auf eigenem weg, es scheint kein thema zu geben, alles tastet sich vorwärts. ich höre immer nur diess eine stück, nie das ganze album - und ich kenne mich ansonsten gar nicht mit saluzzi aus.

50 | marc johnson | love theme from spartacus | OVERPASS | 2021

ales norths sandalenfilm-thema kennen wir alle von jusef lateef, auf dem solobass hier kriegt es plötzlich eine ganz andere gravitas. johnson spielt die melodielinie des themas mit unterbrechungen, in die er minimalistisch ein paar akzente einstreut. so wirkt jeder moment des themas wie gegen widerstände erzeugt, kostbar, mit überwindung artikuliert. und so wird ein liebeslied wieder unkitschig.
Zuletzt geändert von vorgarten am 11 Apr 2026, 18:47, insgesamt 7-mal geändert.
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Re: ECM Records

Beitrag von dogear »

Schöne Liste.
Besonders die 19. Dass jemand überhaupt mal Michael Naura erwähnt, ist schon ein kleines Wunder.
Tip:
Michael Naura - Wolfgang Schlüter: Country Children, ECM 2305803 SP (1980)

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ECM Records

Beitrag von soulpope »

https://ecmreviews.com/category/compilations/

Quasi die offiziellen (Einzelkünstler bezogenen) Sampler .... hier mit Informationen zur Track Auswahl ....
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Beitrag von soulpope »



Ralph Towner + Gary Peacock + Kenny Wheeler "live" @ Enschede am 21sten Juni 1992 .... dieses interessante Trio von ECM Labelmusikern hat es leider nie in das dortige Studio geschafft .... als Trost dieser auch tontechnisch äußerst wertige Radiomitschnitt ....
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Beitrag von soulpope »



Neuer ECM Podcast mit dem Bassisten Anders Jormin anlässlich seines aktuellen Duo Albums "Memento" mit Marylin Crispell ....
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Re: ECM Records

Beitrag von vorgarten »

ich habe im stillen nochmal meine 50 lieblingstracks durchgehört und kleine kommentare dazugeschrieben. an gleicher stelle, also hier.
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Re: ECM Records

Beitrag von soulpope »

https://jazztimes.com/features/profiles ... sy-living/

Interview mit Enrico Rava, welches auch seine Zeit/Aufnahmen mit ECM beleuchtet ....
"I'm not much but I'm all I have" (Philip K. Dick)
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Re: ECM Records

Beitrag von jimmydean »

Habe jetzt auch mal meine Lieblingstracks halbwegs chronologisch gelistet. Bei Keith Jarrett habe ich nur kurze Stücke genommen, vielleicht mache ich noch mal eine Top 10 seiner Solo-Musik-Parts…
Ich habe auch Sublabels inkludiert, nicht aber die ECM New Series

Wie gesagt, ausser chronologisch ist da keine Wertung drin… Und ich habe sicher das ein oder andere vergessen…


Jan Garbarek – Beast of Kommodo (Afric Pepperbird)

Carla Bley - A.I.R. (All India Radio) (Escalator over the Hill)

Carla Bley - Rawalpindi Blues (Escalator over the Hill)

Keith Jarrett - Starbright (Facing you)

Dollar Brand - Bra Joe from Kilimanjaro (African Piano)

Chick Corea - What game shall we play today ? (Return To Forever)

Chick Corea - Sometime Ago - La Fiesta (Return To Forever)

Dave Holland - The Conference of the Birds (The Conference of the Birds)

Terje Rypdal - Over Birkerot (Odyssey)

Terje Rypdal – Rolling Stone (Odyssey)

Gary Burton Quartet - Coral (The New Quartet)

Bennie Maupin - The Jewel in the Lotus (The Jewel in the Lotus)

Keith Jarrett Quartet - Spiral Dance (Belonging)

John Abercrombie - Timeless (Timeless)

Enrico Rava - By the sea (The pilgrim and the stars)

Gary Burton Quintet - Dreams so real (Dreams so real)

Gateway - Sorcery I (Gateway)

Pat Metheny - Bright Size Life (Bright Size Life)

Eberhard Weber - Sand-Glass (Yellow Fields)

Pat Metheny - Phase Dance (Pat Metheny Group)

Kenny Wheeler - Heyoke (Gnu High)

Keith Jarrett Quartet - My Song (My Song)

Eberhard Weber - Eyes that can see in the dark (Silent Feet)

Pat Metheny - Sueno Con Mexico (New Chautauqa)

Colin Walcott - Cloud Dance (Cloud Dance)

Old and New Dreams - Togo (Old and New Dreams)

Pat Metheny - Cross the Heartland (American Garage)

Chick Corea /Gary Burton - Senor Mouse (In Concert, Zürich, October 28, 1979)

Chick Corea /Gary Burton - Bud Powell (In Concert, Zürich, October 28, 1979)

Pat Metheny - 2 Folk Songs (80/81)

Pat Metheny - Goin' ahead (80/81)

Rainer Brüninghaus– Spielraum (Freigeweht)

Codona - Mumukata (Codona)

Jack De Johnette – One for Eric (Special Edition)

L. Shankar - Ragam-Tanam-Pallavi (Who's to know)

Keith Jarrett - Heartland (Concerts - Bregenz)

Pat Metheny & Lyle Mays - As Falls Wichita , so falls Wichita Falls (As Falls Wichita , so falls Wichita Falls)

Pat Metheny & Lyle Mays - It's for you (As Falls Wichita , so falls Wichita Falls)

Pat Metheny - Lonely Woman (Rejoicing)

Pat Metheny - Story from a Stranger (Rejoicing)

Charlie Haden - Els segadors (The Ballad of the Fallen)

Charlie Haden - Silence (The Ballad of the Fallen)

Jon Hassell - Power Spot (Power Spot)

Oregon – The Rapids (Oregon)

Terje Rypdal – Blue (Blue)

Keith Jarrett - Endless (Changeless)

Marc Johnsons Bass Desires – Samurai Hee-Haw (Marc Johnsons Bass Desires)

John Surman – Portrait of a Romantic (Private City)

John Surman – The Wizard (Private City)

Kenny Wheeler - Sweet Time Suite (Music for Large and Small Ensembles)

Steve Kuhn - Remembering Tomorrow (Remembering Tomorrow)

Crispell / Peacock / Motian - Open, to love (Nothing ever was anyway)

Paul Bley - Mondsee Variations VII (Solo in Mondsee)

Charles Lloyd – tales of rumi (canto)

Dave Holland – prime directive (prime directive)

Vijay Iver - Poles (Far from over)

Anouar Brahem - Persepolis' Mirage (Blue Maquams)
I don't care about the girls,
I don't wanna see the world,
I don't care if I'm all alone,
as long as I can listen to the Ramones
(The Dubrovniks)