Trip Hop – Die besten Alben (Bristol, Mo' Wax und alles dazwischen)

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atom
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Trip Hop – Die besten Alben (Bristol, Mo' Wax und alles dazwischen)

Beitrag von atom »

Ich höre seit einigen Monaten wieder sehr viel Trip Hop und Artverwandtes – und hatte schon länger vor, diesen Thread zu starten.



Der Begriff Trip Hop tauchte erstmals im Juni 1994 in einem Mixmag-Artikel auf. Andy Pemberton hatte ihn geprägt, um DJ Shadows Single In/Flux zu beschreiben – erschienen 1993 auf James Lavelles Mo' Wax-Label in London.
Pemberton schrieb:
This is trip hop, a deft fusion of head-nodding beats, supa-phat bass and an obsessive attention to the kind of otherworldly sounds usually found on acid house records. It comes from the suburbs, not the streets.
Wenig später wurde das Label auf die Bristol-Szene angewendet, von der es eigentlich gar nicht stammte. Massive Attack, Portishead und Tricky haben es überwiegend abgelehnt. Rob Smith erinnert sich an einen Gig im Shepherd's Bush Empire in London, bei dem Tricky ins Publikum fragte: „Who likes trip hop?" – und als ein paar Leute jubelten, antwortete er: „Well, fuck off home then."



Was als Genre gilt, hat tiefe Wurzeln. Die Soundsystem-Kultur jamaikanischer Einwanderer in Großbritannien der 60er und 70er, früher Hip Hop, Dub-Produktionstechniken und die UK-Rave-Explosion Ende der 80er haben das Fundament gelegt. Nightmares on Wax' A Word of Science (Warp, 1991), ein Leeds-Techno/Breakbeat-Album, gilt heute als einer der direkten Vorläufer – strukturell noch kein Trip Hop, aber bereits die Verlangsamung der Beats, die Funk- und Soul-Samples, das Denken von der Stimmung her. Ähnliches gilt für frühe Wild-Bunch-Kassetten, Massive Attacks Debüt Blue Lines (1991) – streng genommen vor dem Begriff – und die Londoner Acid-Jazz-Szene, die zeitgleich Sampling und Jazz-Ästhetik verband.



Zentral ist dabei: Trip Hop lebte vor allem durch Remixe, DJ-Sets und 12"-Singles – nicht primär durch Alben. Die Headz-Compilations auf Mo' Wax (1994, 1996) sind keine Zusammenfassungen des Genres, sie sind zentrale Sammlungen der 12“ Singles. Wer versteht, was James Lavelle dort sehr früh versammelt hat – Shadow, Nightmares on Wax, La Funk Mob, Howie B, Autechre – versteht, was das Genre strukturell ausmacht: Sampling als Kompositionsmethode, Hip-Hop-Rhythmik als Ausgangspunkt, alles andere offen. Parallel dazu baute Ninja Tune in London ein eigenes Universum mit DJ Food, Coldcut und The Herbaliser. Die wichtigsten Augenblicke des Genres sind oft keine Albumtracks, sondern Remix-12inches – K&D remixen Lamb, Shadow remixt UNKLE, Portishead verarbeiten 60er-Filmscores zu etwas völlig Neuem.

RJ Wheaton, der 2023 ein Buch zum Thema im Bloomsbury-Verlag veröffentlicht hat, beschreibt Trip Hop als „unstable compound of dub, hip-hop, ambient house, Lovers Rock or soul or R&B, and of jazz, sort of." Die Instabilität war von Anfang an eingebaut. Wheaton zeigt, wie sich die Räume veränderten, in denen diese Musik gehört wurde – von Underground-Clubs, Shebeens und Chill-out-Rooms zu Boutiquen, Coffeeshops und Flughafenlounges. Diese Reise war auch eine Verflachung. Was am Ende übrig bleibt, hat Strictly Kev – langjähriger Ninja-Tune-Designer und Mitglied von DJ Food – so formuliert: „psychedelic beat collages, usually instrumental, embracing samples, analogue electronics and dub FX – questing, otherworldly." Das ist auch das Kriterium für diese Liste.

Gilles Peterson hat es zuletzt so zusammengefasst:
A lot of what you call bass music today could easily have been called trip-hop back then. It's just a term to help focus people's attention on a certain type of sound.
Im alten Rolling Stone Forum hat das litti 2002 nicht unähnlich beschrieben:
Der eigentliche Trip Hop kommt eindeutig aus der bristoler Ecke und wird hauptsächlich mit Tricky, Massive Attack und Portishead assoziiert. Langsame, gesampelte Beats (maximal 90 Beats per Minute), ruhige melancholische Melodien, viel Streicher und Rhodes, sehr gezielt eingesetzte Synthies, schwebend-sinnlicher Gesang. Heute gibt es eigentlich keinen Trip Hop mehr, sondern das hat sich alles mit einer unmenge elektronischer Spielarten vermischt, so dass es schwer fällt, exakte Definitionen zu finden.
Das war 2002. Hat sich seitdem viel geändert?

Für meine Faves-Liste habe ich versucht, den Begriff historisch zu verankern und dabei zwischen Kern, erweitertem Orbit und ästhetischer Verwandtschaft zu unterscheiden. Der Ausgangspunkt war der Bristol-Dreiklang und der Mo' Wax-Orbit – also auch Shadow & UNKLE: Wer den Begriff verstehen will, fängt dort an. Nicht reingenommen habe ich Alben, die hauptsächlich über Atmosphäre und Tempo mit dem Genre verwandt sind. Wo die Grenze liegt, ist diskutabel, und genau das ist der Punkt.

Die Liste ist mein persönliches Ranking meiner Faves, keine systematische Aufarbeitung. Compilations und DJ-Sets habe ich rausgelassen, auch wenn Headz und Headz 2 eigentlich Pflicht wären. Den Mo' Wax-Orbit habe ich bewusst mitgenommen – also nicht nur Bristol, sondern auch Skylab, DJ Cam, Attica Blues.



01. PORTISHEAD - Portishead (Go! Beat, 1997)
02. PORTISHEAD - Dummy (Go! Beat, 1994)
03. MASSIVE ATTACK - Mezzanine (Circa Records, 1998)
04. TRICKY - Maxinquaye (4th & Broadway, 1995)
05. PORTISHEAD - Roseland NYC Live (Go! Discs, 1998)
06. DJ SHADOW - Endtroducing (Mo' Wax, 1996)
07. GOLDFRAPP - Felt Mountain (Mute, 2000)
08. MASSIVE ATTACK - Blue Lines (Wild Bunch, 1991)
09. TRICKY - Angels With Dirty Faces (Island, 1998)
10. MASSIVE ATTACK - Protection (Wild Bunch, 1994)
11. UNKLE - Psyence Fiction (Mo' Wax, 1998)
12. SNEAKER PIMPS - Splinter (Virgin, 1999)
13. ATTICA BLUES - Attica Blues (Mo' Wax, 1997)
14. CRUSTATION - Bloom (Jive, 1997)
15. RED SNAPPER - Making Bones (Warp Records, 1998)
16. DAVID HOLMES - Let's Get Killed (Go! Beat, 1997)
17. ESTHERO - Breath from Another (Work, 1998)
18. EMILÍANA TORRINI - Love in the Time of Science (One Little Indian, 1999)
19. LAMB - Lamb (Fontana, 1996)
20. NENEH CHERRY - Man (Hut Records, 1996)
21. THIEVERY CORPORATION - Sounds From The Thievery Hi-Fi (Eighteenth Street Lounge Music, 1996)
22. NIGHTMARES ON WAX - Carboot Soul (Warp Records, 1999)
23. TRICKY - Pre-Millennium Tension (Island, 1996)
24. SNEAKER PIMPS - Becoming X (Clean Up Records, 1996)
25. ARCHIVE - Londinium (Island, 1996)
26. SKYLAB - #1 (L'Attitude Records, 1994)
27. ALPHA - The Impossible Thrill (Melankolic, 2001)
28. NIGHTMARES ON WAX - Smokers Delight (Warp Records, 1995)
29. DJ CAM - Underground Vibes (Street Jazz, 1995)
30. NEARLY GOD - Nearly God (Island, 1996)

01.-02. * * * * *
03.-11. * * * * 1/2
12.-27. * * * *
28.-30. * * * 1/2

Ein paar Grenzfälle habe ich in Kauf genommen. Freue mich auf eure Faves.
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sparch
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Re: Trip Hop – Die besten Alben (Bristol, Mo' Wax und alles dazwischen)

Beitrag von sparch »

Die vergleichsweise schwache Wertung für Nearly God überrascht mich. Für mich das zweitbeste Tricky Album nach Maxinquaye. Ansonsten stimmen wir, was die Big 3 angeht, weitgehend überein.
Dass Du Man in der Liste hast, finde ich auch überraschend. Hätte ich trotz Together Now für so eine Liste jetzt nicht auf dem Schirm gehabt. Wie sieht es dann mit Homebrew aus? Somedays nimmt ja Portishead schon so ein bisschen vorweg.
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atom
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Re: Trip Hop – Die besten Alben (Bristol, Mo' Wax und alles dazwischen)

Beitrag von atom »

sparch hat geschrieben: 15 Mär 2026, 00:18 Die vergleichsweise schwache Wertung für Nearly God überrascht mich. Für mich das zweitbeste Tricky Album nach Maxinquaye. Ansonsten stimmen wir, was die Big 3 angeht, weitgehend überein.
Dass Du Man in der Liste hast, finde ich auch überraschend. Hätte ich trotz Together Now für so eine Liste jetzt nicht auf dem Schirm gehabt. Wie sieht es dann mit Homebrew aus? Somedays nimmt ja Portishead schon so ein bisschen vorweg.
Nearly God war für mich immer eine Sammlung brillanter aber unfertiger Demos. Maxinquaye baut eine eigene Welt, Nearly God lebt von seinen Momenten. Homebrew hatte ich beim systematischen Nachhören der letzten Wochen nicht auf dem Zettel, hole ich nach, tolles Album jedenfalls. Somedays als Portishead-Vorwegnahme ist ein gutes Argument.
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vorgarten
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Re: Trip Hop – Die besten Alben (Bristol, Mo' Wax und alles dazwischen)

Beitrag von vorgarten »

vielen dank, tolles thema, schöner einstieg! für mich ist das alles sehr prägend (studiumbegleitend) gewesen, genauso in der verflachungsbewegung, wie du sie beschreibst: clubkultur, später musik fürs café, in dem ich gejobbt habe ;) aber ich war ein paar jahre zu spät, auch nie an den orten der entstehung.

irgendwann werde ich das alles auch mal auffrischen und kann dann hier was reinstellen. was mich aber an deiner liste, @atom , wundert, ist die völlige abwesenheit von laika.

und warum im albenthread, wenn doch remixes, dj sets und 12'' die wesentlichen formate waren? (keine kritik, ich frage mich das selbst.)
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thelonica
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Re: Trip Hop – Die besten Alben (Bristol, Mo' Wax und alles dazwischen)

Beitrag von thelonica »

Massive Attack hatten ein paar starke Singles auf "Blue Lines", dank MTV waren die ja häufig in Rotation, aber im Radio hörte ich die weniger. Der größte Support kam vielleicht von MTV (UK). Mit David Holmes habe ich mich ab 2000 (?) auch eine zeitlang beschäftigt, aber das Album habe ich nicht mehr (mit DJ Shadow konnte ich nicht so viel anfangen, fand sein Debut auf Mo Wax durchwachsen und zu lang, "Let's Get Killed" hatte für mich durchgehend vielleicht einen interessanteren Vibe).
Zuletzt geändert von thelonica am 15 Mär 2026, 09:41, insgesamt 2-mal geändert.
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Hallogallo
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Re: Trip Hop – Die besten Alben (Bristol, Mo' Wax und alles dazwischen)

Beitrag von Hallogallo »

Ich bin ein großer Fan von Morcheebas Big Calm.
We hope you all enjoy the show. And remember, people, that no matter who you are and what you do to live, thrive and survive, there're still some things that makes us all the same. You. Me. Them. Everybody. Everybody.
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Re: Trip Hop – Die besten Alben (Bristol, Mo' Wax und alles dazwischen)

Beitrag von sparch »

atom hat geschrieben: 15 Mär 2026, 01:07 Nearly God war für mich immer eine Sammlung brillanter aber unfertiger Demos. Maxinquaye baut eine eigene Welt, Nearly God lebt von seinen Momenten. Homebrew hatte ich beim systematischen Nachhören der letzten Wochen nicht auf dem Zettel, hole ich nach, tolles Album jedenfalls. Somedays als Portishead-Vorwegnahme ist ein gutes Argument.
Das war es wohl auch für Tricky selbst. Wobei ich das selbst komischerweise nie so wahrgenommen habe. Das Album lebt mehr von Sound und Atmosphäre als von unverwüstlichen Hooks, wie sie auf Maxinquaye zahlreich zu finden sind. Das beginnt schon beim Artwork, dessen klaustrophobische Stimmung musikalisch perfekt eingefangen wird. Erstaunlicherweise kann man Siouxsies Original zu Tattoo schon als eine Art Vorläufer bezeichnen. Poems und der eiskalte Blues Make A Change sind meine liebsten Tricky Tracks. Nachdem ich das Album heute mal wieder gehört habe, würde ich ohne zu zögern die Höchstwertung vergeben.
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atom
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Re: Trip Hop – Die besten Alben (Bristol, Mo' Wax und alles dazwischen)

Beitrag von atom »

@vorgarten: Laikas Sounds of the Satellites ist knapp außerhalb der Top 30, Silver Apples of the Moon kenne ich zu wenig für ein faires Urteil.
Das Album als Format hat mich zunächst zur Fokussierung gezwungen, eine Formatübergreifende Aufstellung hätte noch länger gedauert. Aber ein eigener Genre-Thread könnte das weiterdenken: entweder formatübergreifend mit 12inches, Remixes und DJ-Sets, oder mit einem weiteren Genre-Begriff, der auch Downtempo, Illbient und anderes einschließt. Oder schlicht die Fave-Versionen – also welche Remixe und Singles das Kernmaterial neu definieren.

@thelonica Ich habe zu der Zeit regelmäßig BFBS gehört, da liefen die Singles relativ häufig und spätere dann bei Klaus Fiehes Raum & Zeit, das bei mir seit seiner ersten Sendung zur wichtigsten Informationsquelle für elektronische Musik wurde.

@Hallogallo Big Calm ist der Moment, wo Morcheeba vom rohen Who Can You Trust?-Sound zum polierten Mainstream wechseln, zumindest in der ersten Hälfte. Schönes Album trotzdem, auch knapp außerhalb meiner Top 30.

@sparch Das Artwork ist wirklich sehr passend – diese klaustrophobische Stimmung zieht sich tatsächlich durch. Make A Change hatte ich nicht auf dem Schirm als Highlight, werde ich nach deiner Erwähnung mal wieder auflegen. Und ja, Siouxsies Tattoo als Vorläufer – da liegt mehr drin als man zunächst denkt, dieser Post-Punk-Faden, den Tricky durch sein ganzes Frühwerk zieht. Vielleicht nehme ich die Wertung noch mal unter die Lupe.
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Fevers and Mirrors
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Re: Trip Hop – Die besten Alben (Bristol, Mo' Wax und alles dazwischen)

Beitrag von Fevers and Mirrors »

Sehr schöner Thread, vielleicht beteilige ich mich wenigstens mit einer Top10.
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thelonica
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Re: Trip Hop – Die besten Alben (Bristol, Mo' Wax und alles dazwischen)

Beitrag von thelonica »

thelonica hat geschrieben: 15 Mär 2026, 09:19 Mit David Holmes habe ich mich ab 2000 (?) auch eine zeitlang beschäftigt, aber das Album habe ich nicht mehr (mit DJ Shadow konnte ich nicht so viel anfangen, fand sein Debut auf Mo Wax durchwachsen und zu lang, "Let's Get Killed" hatte für mich durchgehend vielleicht einen interessanteren Vibe).
Zum David Holmes Album ist mir noch was eingefallen, weil auf dem Track "Slashers Revenge" Melodica zu hören ist. Es könnte Augustus Pablo sein (uncredited), vielleicht eine Produktion von Scientist oder Lee Perry (oder Rockers Production), die da verwendet wurde. Sampling ist sampling, ohne Knowhow, Vision und Ideen geht da natürlich nicht so viel, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass Leute wie Holmes oder Shadow einfach auch Postproduktion (mit bereits vorhandener Musik und teilweise eigenen Beats) auf einem hohen Level machten, aber zum damaligen Zeitpunkt Monate/Jahre gebraucht hätten, um ein Album mit diversen Instrumenten (und ohne Verwendung von Samples) zu produzieren (was Holmes nach den Anfängen allerdings irgendwann anging, z.B. zusammen mit der Band Joy Zipper).

Das DJ Shadow Album auf Mo Wax zerrt teilweise noch ein bißchen von Ideen bei Beastie Boys Produktionen in gewissen Teilen vielleicht(?). Neu war vielleicht auch die Verwendung des Metallica Samples von "Orion" (zu hören ist der Bass vom verstorbenen Cliff Burton übrigens) auf "Number Song".

Im alten Forum ist mir aufgefallen, dass jemand wie Teo Macero oft nicht so gut wegkam für (neu) organisieren, schneiden und produzieren der Musik von Miles Davis für das Produkt LP (ab Jack Johnson?). Macero wurde schon fast unterstellt, dass er gepfuscht hat bei Postproduktion für Alben. Bei Sampling Artists sprechen Leute schneller (und unkritischer) über Genialität. Das ist mir aufgefallen, dass bei "Beatmakern" mit großer Begabung etwas andere Maßstäbe gelten. Ich würde deren Arbeit und Erfahrung nicht vergleichen wollen, oder kleinreden, weil der Künstler DJ Shadow ja auch Produzent/DJ ist, Ideen nach seiner Vorstellung umsetzen konnte und lieferte (aber erkennbare Sounds von gespielten Instrumente, also alle Samples, stammen ursprünglich von echten und insgesamt bestimmt vielen Musikern.).
Zuletzt geändert von thelonica am 16 Mär 2026, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.