Meine Frau und ich mögen Amy Macdonald seit Beginn ihrer Karriere und haben sie inzwischen auch bereits mehrfach live gesehen. Allein ihre mit wunderbarem schottischen Akzent gebrachten Ansagen liebe ich sehr, ich fühle mich dann stets an meine zwei Wochen in Schottland 1992 erinnert.
Begonnen hat der Abend pünktlich um 19:15 Uhr mit Better Joy, einer Band aus Manchester, die ihren Indie-Pop live deutlich rockiger performte als im Studio, was den Songs aber gut tat. Ihre halbe Stunde wusste die Band um Bria Keely gut zu nutzen, schon nach dem ersten Song war der Applaus mehr als nur freundlich oder wohlwollend, und ich habe in der Umbaupause nur lobende Worte zur Vorgruppe gehört. Ich jedenfalls würde mir die Band jederzeit wieder anschauen.
Die Umbaupause war angenehm kurz, so dass bereits um 20 Uhr der Hauptact die Bühne betrat. Eröffnet wurde das Set mit dem dem Titelsong des neuen Albums (und der Tour), Is this what you´ve been waitng for?.Es folgten alte und neue Hits, die eigentlich alle vom Publikum gefeiert wurden. Mir persönlich haben die alten Sachen immer dann am besten gefallen, wenn sie ein wenig anders interpretiert / arrangiert wurden als sonst. Das war zum Beispiel bei Poison Prince der Fall, was meine mir unbekannte, aber eigentlich sehr textsichere Nachbarin im Saal zunächst gar nicht erkannte.
Aus dem Publikum gab es eine Anfrage, ob die betreffende junge Frau nicht vielleicht mit Amy einen Song singen dürfe, was Miss Macdonald zunächst skeptisch kommentierte. Erstens sei das für ihre Band und ihr Team immer ziemlich herausfordernd, nicht zuletzt, weil die Band keine Bühnen-Monitore nutzt, sondern nur In-Ear-Kopfhörer. Außerdem seien ehrlich gesagt die meisten Menschen, denen sie bisher die Möglichkeit zu einem spontanen Duett auf der Bühne gab, schlicht terrible gewesen. Auf die Bühne durfte das Mädel trotzdem, und gemeinsam wurde Pride ohne Bandbegleitung gesungen. nette Geste, aber musikalisch durchaus verzichtbar. Zum direkten vergleich gab es sofort im Anschluss die normale Fassung mit Band und ohne Gast. Ein weiteres Mal wurde das Konzert während Can you hear me? durch das Publikum in seinem Fluss gestört, diesmal aber war es ein medizinischer Notfall, den Amy bemerkte und auf den sie die Sanitäter aufmerksam machte. Als die Entwarnung gaben, wurde das Konzert fortgesetzt. Nach etwa einer Stunde verließ die Band kurz die Bühne, bevor Amy allein eine akustische Version von We Survive, gefolgt von einer Cover-Version von The Glen (Beluga Lagoon). Den Abschluss bildete dann Let’s Start a Band, wie immer ein tolles Finale.
Das Konzert im Palladium war das letzte der aktuellen Tour, und laut Macdonald stand es einige Zeit auf der Kippe, nachdem sie krankheitsbedingt Stimmprobleme hatte. Nicht nur sie, auch das Publikum war sehr dankbar, dass es trotzdem geklappt hat mit dem Auftritt. Schön wars, und ich freue mich bereits auf August, wenn wir Amy in Bonn das nächste Mal sehen.
Amy Macdonald, Köln, 26.02.2026
- childintime
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Re: Amy Macdonald, Köln, 26.02.2026
Oh, Amy Macdonald mag ich auch sehr. Danke für den Konzertbericht, der mir Lust gemacht hat, auch mal wieder auf ein Konzert von ihr zu gehen.
Ich habe sie live bislang erst einmal gesehen, im Hamburger Stadtpark. Muss 2009 gewesen sein, also lange her. Hab's aber als sehr gelungen in Erinnerung. Unlängst war sie im Rahmen ihrer aktuellen Tournee in Hamburg. Allerdings in der Alsterdorfer Sporthalle, die ich nicht so dolle finde wegen ihrer schlechten Akustik. Hatte es mir dann gespart, vielleicht ein Fehler. Wird mal wieder Zeit.
Ich habe sie live bislang erst einmal gesehen, im Hamburger Stadtpark. Muss 2009 gewesen sein, also lange her. Hab's aber als sehr gelungen in Erinnerung. Unlängst war sie im Rahmen ihrer aktuellen Tournee in Hamburg. Allerdings in der Alsterdorfer Sporthalle, die ich nicht so dolle finde wegen ihrer schlechten Akustik. Hatte es mir dann gespart, vielleicht ein Fehler. Wird mal wieder Zeit.
Das perlt, ma' sagn.
- motörwolf
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Re: Amy Macdonald, Köln, 26.02.2026
Wer auf dem Konzert einen QR-Code gescannt hat, erhielt später eine Mail, über die man die unten abgebildete Setlist aufrufen kann. Außerdem gibt es noch ein von Amy geschossenes Foto der Zuschauer.
Bei den heutigen Ticketpreisen fände ich es ja schön, wenn man mit dem Ticket gleichzeitig einen Link erhalten würde, unter dem sich das Konzert später downloaden ließe. Aber schon den Service von Miss Macdonald finde ich sehr begrüßenswert.

Bei den heutigen Ticketpreisen fände ich es ja schön, wenn man mit dem Ticket gleichzeitig einen Link erhalten würde, unter dem sich das Konzert später downloaden ließe. Aber schon den Service von Miss Macdonald finde ich sehr begrüßenswert.
