Heute Morgen lief bei mir mehrmals am Stück diese charmante Neuheit:

Red Norvo - The Secret Session | Die CD dokumentiert eine bisher glaub ich nicht zu hörende Band, die Norvo 1942 gründete, nachdem er seine Kammerjazz-Gruppe aufgelöst hatte und mit Shorty Rogers, Eddie Bert und Aaron Sachs eine neue Combo gründete. Der Pianist ist vermutlich Hank Kahout (noch nie gehört - es gibt auf jeden Fall ein paar gute Soli), die Rhythmusgruppe bilden Clyde Lombardi und Specs Powell. Es gibt zehn Stücke, darunter auch ein über achtminütiges "Rose Room". Sachs an der Klarinette ist ziemlich gut, Scott Wenzel von Mosaic, der sich da besser auskennt als ich, meint er sei "still in his early Benny Goodman stage", der Star der Aufnahmen ist aber fraglos Eddie Bert, von dem auch das Band stammt, das schon vor Jahren in die Hände von Jerry Roche geraten war, dem Produzent des Albums (und vermutlich der Dot Time Legends-Reihe, das weiss ich gar nicht, aber da sind inzwischen einige feine Sachen erschienen). Barry Ulanov - damals wie George T. Simon, der die Aufnahmen machte, ein Fan der neuen Band - nannte Bert damals mal einen "white Higgy", was sich auf den Posaunisten J.C. HIgginbotham bezieht, eins von Berts Vorbildern, wie man gerade in solchen frühen Aufnahmen auch tatsächlich hören kann.
Macht sehr viel Spass, trotz gewisser klanglicher Defekte: "Unfortunately, who ever dubbed these from the original acetates added echo to the sound. But this should not completely distract from the groups [sic] freshness and brilliance." Und: "Either George T. Simon was moving the mics around or maybe it was during the dubbing process of the discs onto tape that we hear some extranious [sic] noises." - So Wenzel in den Liner Notes.
Streamen oder kaufen (CD/DL) hier:
https://dottimerecords.bandcamp.com/alb ... et-session

