Es ist der Sound. #1 und #2 tragen beide über weite Strecken den Stempel der Produktionen von Sir Jinx. Dort vermischt sich der aggressive Noise der Bomb Squad-Produktionen mit der Lässigkeit des P-Funks von Funkadelic/Parliament/George Clinton. Auch um das Ice Cube-Album herum entstandene Tracks wie No Vaseline oder How to Survive in South Central wurden von Sir Jinx produziert.Fevers and Mirrors hat geschrieben: 29 Jun 2026, 07:34Wow, die #1 verblüfft. Ich liebe "No Vaseline", einer meiner liebsten Hip-Hop-Tracks überhaupt, aber als Album ziehe ich doch deutlich "AmeriKKKa's Most Wanted" vor. Magst Du beschreiben, was Du an "Death Certificate" besonders schätzt?
Mit Ice Cube und Kool G Rap hat man dann zwei der versiertesten MCs auf der Höhe ihres Könnens, die zwischen bissiger Sozialkritik und brachialen Gewaltphantasien genug Humor einfügen (natürlich keinen der harmlosen Art, sondern deutlich drastischer), um die bitteren Pillen schlucken zu können.
Einer der Gründe, warum in meiner Liste kaum ein Album nach der Jahrtausendwende auftaucht, ist der verlorengegange Zorn des im Mainstream aufgegangenen Raps. Ganz zu schweigen von den Produktionen, die immer weniger rough wurden und mittlerweile oft kaum noch von Contemporary R&B (USA) und Schlager/Rummelbumsdisco (Deutschland) zu unterscheiden sind. (Ach, so, eine europäische Top 25 sollte ich vielleicht noch nachreichen...)
Mit "liebster HipHop-Track" sagst du was: Leider kommen viele der von mir sehr geschätzten Künstler (wie z.B. Daz Dillinger) gar nicht vor, weil sie Track-Artists sind - und ihre Glanzleistungen immer im Füllmaterial ihrer LPs untergehen. Bzw. kommt solch eine LP gar nicht erst in eine Top 50.