Musikalisches Tagebuch

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kathisi
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Re: Musikalisches Tagebuch

Beitrag von kathisi »

Samstag:

Nochmal 2012 - inzwischen sind wir bei den wenig gehörten Alben dieses Jahrgangs angelangt.

The Invisible - Rispah (2012) ***
Ein Album, wo ich nicht mehr nachvollziehen kann, wie es in meinen Bestand gekommen ist. Eigentlich nicht meine Musikrichtung und die Kritiken waren wohl damals auch nicht so, das es einen dringenden Kaufdrang ausgelöst haben sollte. Und so ist das Album denn auch ein sehr selten gehörtes, und das Rating reflektiert ein wenig meine Ratlosigkeit damit. Kann man hören, muss man aber nicht. Gemäß der Diskussion zwischen @Mozza und @wahr über die Trennung von Platten - dies wäre bei mir sicherlich ein Kandidat, würde es eine lukrativen Zweitmarkt für CDs geben. der den Aufwand lohnte.

Hannah Georgas - Hannah Georgas (2012) **
Hier hingegen habe ich mir die Platte angeschafft, nachdem ich die kanadische Musikerin als Opener für The National gehört hatte. Aber auch hier gilt ähnliches wie bei The Invisible. Selten gehört und keinen wirklichen Bezug zur Musik aufgebaut. Wenig Memorables.

The Wedding Present - Valentina (2012) ** 1/2
Auch zu den Wedding Presents habe ich nie ein inniges Verhältnis aufgebaut. Nach dem guten "Take Fountain" war der Nachfolger jedenfalls eine Enttäuschung, da konnte auch das Livekonzert in Köln auf der folgenden Tour nicht helfen.
Es fehlen mir hier einfach die guten Songmelodien. Mehr Versatzstücke als gelungene Kompositionen.

Aimee Mann - Charmer (2012) ***
Nach für mich 10jähriger Pause nach dem Durchbruch war das damals eine Wiederbegegnung. Die Alben seit "Lost in Space" hatte ich ausgelassen. Und "Charmer", obwohl nicht schlecht, hat mich dann auch nicht bewogen diese und spätere Lücken noch zu schließen. Das Album ist für mich ein Aufguss der Höhepunkte der früheren Platten, ohne deren Qualität noch zu erreichen. Und wenn Leute beginnen, über ihre Hunde zu singen, ist das für mich ein klares Zeichen, dass ihnen die Ideen ausgegangen sind.

Dexys - One Day I'm Going To Soar (2012) *** 1/2
Zum Abschluss der 2012er Hörsessions noch das Comeback des Jahres: Kevin Rowlands späte Wiederbelebung des Dexy-Konzepts. Schönes Songs, gute Produktion. Einzige Minuspunkte sind für mich tatsächlich die Songs mit den gesprochenen Texteinschüben, ohne das genau begründen zu können. Sie stören für mich den Flow...

Brad Mehldau Trio - House On Hill (Nonesuch, rel. 2006, rec. 2002) ***
Nachdem ich bei der RS-Umfrage nach den Klaviertrioalben nicht den kompletten Bestand durchhören konnte, hier nochmals ein paar Nachläufer aus dem "hinteren Feld". Darunter auch die Alben des Brad Mehldau Trios, das ich zu Beginn meiner Karriere als Jazzhörer sehr geschätzt habe, das dann über die Jahre doch verloren hatte, Zurecht? Hier zunächst ein Album voller Eigenkompositionen, sauberes Zusammenspiel des Trios, leider mit wenigen Spannungsmomenten. Es plätschert halt oft.

Brad Mehldau Trio - Anything Goes (Nonesuch, rel. 2004, rec. 2002) ***
Aus den gleichen Aufnahmesessions und mit gleicher Besetzung, allerdings 2 Jahre früher veröffentlicht. Hier sind es allein Fremdkompositionen, aber auch hier fehlt das Risiko, das gute Jazzplatten auszeichnet. Nummer Sicher ist angesagt. Aber der übliche Radiohead-Coverbeitrag macht wieder Spaß.
Love Goes On!