das transkript dieses interviews habe ich gelesen, was erstmal den positiven effekt hatte, dass ich gelernt habe, dass es zwei john levys gab: den interviewten und den club manager, ehemann und mis-manager der karriere von billie holiday. bisschen kompliziert, weil der john levy, um den es hier geht, ja auch mal bassist von holiday war.thelonica hat geschrieben: 22 Jul 2026, 09:29 Levy war anscheinend so wichtig insgesamt, dass Monk Rowe ihn auch interviewen musste.
https://litsdigital.hamilton.edu/collec ... zz-archive
levys karriere war interessant: immer schon an management-fragen interessiert, während er noch bass spielte - hatte einen lehrer darin, joe glaser, dessen aufgaben in chicago levy übernahm, weil glaser sich wegen mafia-problemen dort nicht hintraute. vom bassisten des george shearing quintets (der ende der 40er jahre heißesten band), wurde er erst business manager, dann road manager, hörte als bassist auf (nachfolger: al mckibbon), hatte trotzdem zuviel arbeit und blieb dann als agent in new york (1950/51): "i never played again!" shearing hatte aufgrund von levys erfolgen die idee, eine firma zu gründen - und so kam es zu dem für einen schwarzen agenten einzigartigen klientel (u.a. ramsey lewis, ahmad jamal). für shearing verhandelte er den wechsel von capitol zu MGM, später vertrat er noch joe williams, cannonball adderley, shirley horn und nancy wilson.
über curtis lewis äußert er sich nicht. aber die spur ist ja klar (holiday, shearing, adderley, wilson, horn hatten alle lewis-songs im programm).