sparch hat geschrieben: 21 Apr 2026, 21:49 Ist das heute tatsächlich schon der 10. Todestag? Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich es damals erfahren habe. Ich war zu jener Zeit Mitglied im städtischen Jazzclub und donnerstags fanden immer Konzerte statt, so auch am 21.04.2016. Ich saß mit ein paar anderen Mitgliedern an einem Tisch und wir warteten auf den Beginn des Konzertes. Plötzlich schob mir mein Nachbar sein Smartphone hin und da stand irgendwas von "Prince" und "tot". Ich hielt das zunächst für einen schlechten Scherz und habe es dann selbst überprüft und es war schnell klar, dass es kein Scherz war. Ab dem Moment war ich wie paralysiert. Das Konzert fand wie geplant statt, doch ich habe nichts davon mitbekommen. Ich saß einfach nur da, starrte vor mich hin und versuchte zu begreifen, was ich da gerade erfahren hatte. Es gelang mir aber nicht wirklich. Als ich später wieder zu Hause war, fand ich noch eine Flasche Wein und hörte mir dazu einige Alben an. Am Ende lief Sometimes It Snows In April, ein Song, wie er in diesem Moment nicht passender hätte sein können.
Am nächsten Tag, der Schock saß immer noch tief, kam der Wunsch in mir auf, auf StoneFM eine Art Trauerfeier zu veranstalten. Ich wollte damit aber nicht bis zu meinem nächsten regulären Sendetermin warten und freundlicherweise wurden am darauffolgenden Samstag gut 2 Stunden dafür freigemacht. Und so liefen dann in der ersten Stunde ein Aftershow Konzert und in der 2. Stunde eine persönliche Zusammenstellung von mir mit Purple Rain als großem Finale. Insgesamt eine traurige, aber doch auch trostspendende Veranstaltung. Und es half mir am Ende auch loszulassen, nachdem ich davor ein Prince Album nach dem anderen gehört hatte.
Das klang jetzt vielleicht alles ein bisschen dramatisch und theatralisch, aber mich hat das damals tatsächlich hart getroffen. Seit ich bewusst Musik hörte, war Prince immer irgendwie da, wurde im Laufe der Zeit zu einem meiner absoluten Lieblingsmusiker und plötzlich war das mit einem Schlag zu Ende. Völlig unerwartet. Aber er hinterließ uns auch ein gewaltiges Erbe. Was seit 2016 aus der Vault veröffentlicht wurde, hätte locker für eine zweite Karriere gereicht, und die wäre kaum weniger großartig gewesen als die, die wir kannten. In diesem Sinne auch noch 10 Jahre später: R.I.P. Prince Rogers Nelson.
Ging damals glaube ich vielen, inklusive mir, so. Das wäre jetzt eigentlich der Einsatz für @clau!
Auch wenn er mich nicht über alles die Jahrzehnte gleichermaßen fesseln konnte, weiß ich nicht, ob es einen anderen Künstler bei mir gibt, der drei *****-Alben am Stück raus gehauen hat.

