das hatte ich ja mal in einem blindfoldtest, da hat es auch niemand in brasilien verortet. mir fehlt das immer noch in schöner form.gypsy tail wind hat geschrieben: 02 Okt 2026, 21:23 Davor lief am Nachmittag noch dieses elegante brasilianische Jazz-Album, das ich in Paris gefunden habe:
Meirelles e os Copa 5 – O Som
Leader ist J.T. Meirelles, der Tenorsax und Flöten spielt, dazu Pedro Paulo an der Trompete, Luiz Carlos Vinhas am Klavier, Manoel Gusmão am Kontrabass und Dom Um Romão an den Drums. Drei kurze Bonustracks (alle unter zwei Minuten, das Album ist auch so nur 36 Minuten kurz) präsentieren Meirelles mit den Gitarren von Roberto Menescal (akustisch) und Walter Branco (elektrisch), Deodato am Klavier, Edison Machado am Schlagzeug und wieder Gusmão am Bass. Sehr, sehr schöne Musik - von Brasilien hört man dabei weniger als vielleicht erwartet, das ist mehr oder weniger schnörkelloser, moderner Jazz. Aufgenommen wurde das Album wohl in Rio de Janeiro, jedenfalls 1964, erschienen ist es 1965.
Ich höre gerade ... Jazz
- vorgarten
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Re: Ich höre gerade ... Jazz
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redbeansandrice
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

The Bebop Boys
2 Euro, ist aber auch eine Doppel-LP, und ich mag die Serie mit Savoy Sessions von, in dem Fall, 1946 bis 1953... sind auch schöne Liner Notes von Ira Gitler dabei... es gibt je eine Seite Dorham/Stitt, Dizzy Gillespie, diverse Sänger (Hagood, Babs Gonzales, Eddie Jefferson) und Leo Parker, die läuft gerade...
- gypsy tail wind
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Re: Ich höre gerade ... Jazz
Ach, dann ist mir ja auch wieder klar, woher mir das Cover so bekannt vorgekommen ist ... hatte es sofort rausgezogen, als ich es im Secondhand-Laden in Paris sah, aber keine Ahnung mehr, warum mir das bekannt vorgekommen ist - nachträglichen Dank!vorgarten hat geschrieben: 03 Okt 2026, 09:03das hatte ich ja mal in einem blindfoldtest, da hat es auch niemand in brasilien verortet. mir fehlt das immer noch in schöner form.gypsy tail wind hat geschrieben: 02 Okt 2026, 21:23 Davor lief am Nachmittag noch dieses elegante brasilianische Jazz-Album, das ich in Paris gefunden habe:
Meirelles e os Copa 5 – O Som
Leader ist J.T. Meirelles, der Tenorsax und Flöten spielt, dazu Pedro Paulo an der Trompete, Luiz Carlos Vinhas am Klavier, Manoel Gusmão am Kontrabass und Dom Um Romão an den Drums. Drei kurze Bonustracks (alle unter zwei Minuten, das Album ist auch so nur 36 Minuten kurz) präsentieren Meirelles mit den Gitarren von Roberto Menescal (akustisch) und Walter Branco (elektrisch), Deodato am Klavier, Edison Machado am Schlagzeug und wieder Gusmão am Bass. Sehr, sehr schöne Musik - von Brasilien hört man dabei weniger als vielleicht erwartet, das ist mehr oder weniger schnörkelloser, moderner Jazz. Aufgenommen wurde das Album wohl in Rio de Janeiro, jedenfalls 1964, erschienen ist es 1965.
Bei mir läuft gerade wieder die erste CD hiervon:

Louis Armstrong – The Complete Louis Armstrong in New York 1924 - 1925
Knapp dreizehn Monate dauerte Armstrongs erster Aufenthalt in New York, 48 Sessions fanden in der Zeit statt, mit Fletcher Henderson, Ma Rainey, Bessie Smith, Clarence Williams usw., und hier sind sie alle ... und vom ersten Eindruck her ist das wirklich enorm hörbar geraten. Klar gibt es dieses "helle" Rauschen, das man halt bei Schellack-Platten kriegt, wenn man nicht alles zu Tode no-noist, aber dafür klingt die Musik unglaublich lebendig und manche Instrumente - nicht zuletzt Armstrongs Kornett und Trompete (er Vollzog den Wechsel vom Kornett zur Trompete wohl während seiner Zeit bei Fletcher Henderson, also genau bei den hier zu findenden Aufnahmen).
Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' - even if it take them fifteen, twenty years. (Thelonious Monk)
Demnächst auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz #176: 13.10.2026, 22:00
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

....ein wirklich ganz formidables reissue auf vinyl....abwechslungsreich mit vielen kleinen überraschenden momenten. nichts für eben zwischendurch, jede minute will erfasst und erhört werden......
Zuletzt geändert von lotterlotta am 03 Okt 2026, 12:24, insgesamt 1-mal geändert.
ich wurde mal gefragt warum ich jazz höre. ganz einfach, weil er frei von hautfarbe und emotional ist....
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

TEDDY WILSON - Stomping At The Savoy
Nicht so viel stomping bei diesen eher melancholischen wirkenden Aufnahmen aus London, Ronnie Gleaves (Vibes) und Dave Sheppard (Clarinet) sind auf ein paar Stücken zu hören, ansonsten überwiegend das Trio mit den mir unbekannten Peter Chapman (Bass) und Johnny Richardson (Drums).
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Re: Ich höre gerade ... Jazz


Kenny Barron, Ray Drummond, Ben Riley – So Many Lovely Things: Live in Brecon
Ray Brown – Walk On: The Final Ray Brown Trio Recording
Mit Barron werde ich mal wieder nur partiell warm - hatte gedacht, das sei überwunden, aber dem ist dann wohl nicht so ... dafür mag ich Ray Browns späte Aufnahme (ein paar Tage in den Avatar Studios im Januar 2000) mit Geoffry Keezer und Karriem Riggins sehr gerne.
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Ich höre gerade ... Jazz
Kenny Barron with Dave Holland "The Oracle" (Impulse) 2014 .... nachdem zu Dave Holland's 80er in Radio Oe1 das Wiener Konzert dieser Formation (ebenfalls aus 2014) gespielt wurde, hörte ich zwecks Nachschärfung diese Scheibe nach .... am Fazit änderte dies nichts, denn die Kunst ist hier künstlich, Kenny Barron leider kein fesselnder Erzähler und der von mir verehrte Dave Holland befragt einfach routiniert seinen Bauchladen .... das Piano/Bass Duo sicher eine knifflige Kombination, aber dies hier ist nicht einmal ambitioniertes Scheitern ....
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redbeansandrice
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Re: Ich höre gerade ... Jazz

Punch's Delegates Of Pleasure featuring Israel Gorman – The River's In Morning
spätere Reissues heissen dann oft "The River's In Mourning". Als die Väter des Dixieland Revivals sich in den 50ern und 60ern auf die Suche nach Musikern machten, die immer noch so spielten, als wäre es 1920, konnten sie natürlich nicht einfach mit beliebigen Musikern arbeiten, die damals dabei gewesen waren... denn viele von denen hatten sich weiterentwickelt, waren mit der Zeit gegangen - im Jazz war ja einiges passiert und das Publikum hatte seine Erwartungen angepasst... wer war also übrig geblieben? Da waren sicher ein paar Leute, die nicht die Mittel oder das Talent hatten, um mit der Zeit zu gehen... Leute, die an irgendeinem entfernten Ort isoliert waren, kamen in Frage... auch Leute, die um 1925 ihre Musikkarriere weitgehend aufgegeben hatten, und ein paar Jahrzehnte wenig Zugang zu Musik hatten... sicher auch welche, die allem neuen gegenüber kritisch waren, und ein bisschen beratungsresistent... die Tage will ich mir die Dokumentation über Punch Miller ansehen (Sound ist ab Minute 3 oder so ok), dann weiss ich mehr, was in diesem konkreten Fall vorlag ... Kid Punch Miller und sein Sidekick Israel Gorman sind jedenfalls ungefähr Jahrgang 1895, die Aufnahmen sind von 1960... und ich würd sagen die Band ist auf dem Papier ein bisschen archaischer als zB die Band von Kid Thomas, mit Banjo und Tuba statt Klavier und Bass, aber trotzdem wohl ein bisschen glatter, was völlig ok ist, und auch ein bisschen bluesiger... es haben ja viele Labels damals diese Art Jazz produziert, aber Icon waren schon sehr gut darin, mit ihren Produkten den unverwüstlichen Charakter und die Sturheit von Leuten wie Punch Miller oder Kid Thomas einzufangen ... allein schon Albumtitel wie "The River's in Mourning", "Sonnets from Algiers", "Tomorrow, tomorrow and tomorrow", "Afraid To Stay Here, Afraid To Leave This Town"
Re: Ich höre gerade ... Jazz
für Freund der Musik von Gary Burton:
Ever After - Live at Southampton Arts Centre
Martin Fabricius (vibraphone)
Steve Swallow (bass)
Brad Shepik (guitar)
Claes Brondal (drums)

Ever After - Live at Southampton Arts Centre
Martin Fabricius (vibraphone)
Steve Swallow (bass)
Brad Shepik (guitar)
Claes Brondal (drums)


